Ach, was wäre nur das Internat ohne die lieben Leute, die sich so herrlich über Sachen aufregen können, die ihnen nach eigenen bekunden eigentlich vollkommen egal sind. Herrlich!
Hab ich behauptet, diese Autogrammpreise wären mir egal?

Kann ich mich jetzt gar nicht dran erinnern.
Aber da ich - man mag es kaum glauben - ebenfalls Star Wars-Fan bin, und mir sogar schonmal das ein oder andere signierte Foto (sogar gegen Geld

) von Conventions mitgebracht habe, sind mir solche Fantasie-Preise keinesfalls egal.
Mal davon abgesehen, daß ich es schon immer seltsam fand, wenn Berühmtheiten von den Leuten, die sie berühmt gemacht haben, Geld für eine simple Unterschrift nehmen, konnte ich bisher einen relativ überschaubaren Betrag für ein signiertes Foto immer noch nachvollziehen, gerade bei irgendwelchen SW-Nebendarstellern. Diese sind ohnehin nur innerhalb dieser speziellen Fan-Szene "berühmt" und konnten auch meistens keine großen Reichtümer ob dieses "Ruhms" anhäufen. Da auch die Abzüge von Hochglanzfotos nicht gratis sind, und wohl Mr. Lucas ebenfalls jedesmal die Hand aufhält, wenn ein ehemaliger Darsteller sich bei einer Con ein Stelldichein gibt, fand ich einen kleinen, von den Besuchern zu entrichteten Unkostenbeitrag stets vertretbar.
Bei Preisen zwischen 5 und 20 Euro ist es auch so, daß so ziemlich jeder Fan tatsächlich selbst entscheiden kann, ob ihm/ihr es das wert ist, sich eine Unterschrift zu holen.
Einhundertfünfundzwanzig (125!!!) Euro sind da - ich erwähnte es - allerdings eine ganz andere Hausnummer. Ein solcher Betrag schließt sehr viele Fans von vorneherein davon aus, sich ein Autogramm holen zu können, obwohl sie vermutlich sehr gerne eins hätten, und vielleicht auch bereit wären, einen niedrigen Betrag zu entrichten.
Diesen Preis dann noch mit einer "Limitierung" der Unterschriften zu erklären, stellt für mich den Gipfel der Arroganz dar. Wenn Hamill keinen eigentlich Bock auf eine solche Veranstaltung hat, oder dort Autogramme zu schreiben, dann soll er es halt bleiben lassen, aber nicht "limitierte Unterschriften" (den Terminus muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen

) zu Fantasiepreisen verschachern, weil er das Geld ja dann doch irgendwo ganz gerne mitnimmt.
Mal ein Beispiel, wie sowas auch laufen kann:
Einmal im Jahr veranstaltet der VfB eine Weihnachtsfeier für die Mitglieder der offiziellen Fanclubs. Dort sind dann auch immer fast alle Spieler des aktuellen Profikaders anwesend, deren Autogramme natürlich auch sehr begehrt sind.
Die Autogramme kosten selbstredend nichts, und limitiert sind sie nur dadurch, daß ein Spieler es den Fans mitteilt, wenn er die Feier gerne verlassen würde, weil er müde oder sonstwas ist, wofür dann eigentlich auch alle fast Verständnis haben.
So, und jetzt kann mir gerne mal jemand erklären, warum ein Mark Hamill das nicht genauso machen kann.
C.