@Admiral X Dazu sollte man noch sagen das es auch urheberrechtlich geschütztes Material gibt, das Firmen für die Verwendung dritter zur Freien Verfügung stellen, Trailer gehören dazu. Wenn jetzt ein Filmkritiker auf YouTube einen Trailer zeigt, dann darf er das, weil diese Werbematerialen zum Beispiel von Disney für solche Zwecke freigegeben sind, da sie die Werbende Funktion des Trailers unterstützen. Man braucht dafür spezielle Lizenzen und was weiß ich nicht noch alles

Selbes gilt für Let's Plays, es gibt YouTuber die haben eine Lizenz von den Firmen das Material zu zeigen, es gibt welche die haben das nicht, wer die Lizenz hat, der macht auch darauf aufmerksam. EA vergibt die zum beispiel sehr gerne für Sims, deswegen gibt es auch so unendlich viele Lets Build-Kanäle auf YouTube.
So nun sollen diese Uploadfilter aber Pflicht werden und das kleine Problem bei diesen Filtern ist: Die sehen keine Lizenzen, die sehen nur: Du bist nicht EA blocken wir dich mal. Das gleiche gilt für Autoren, Musiker die eine Interpretation eines bestimmten Songs hochladen, Künstler von Fanart usw. Der filter arbeitet nach der Ja-Nein-Methode, was bedeutet er kontrolliert die vorhandenen Daten von dem upgeloadeten Material mit den Daten die in seinem Speicher vorliegen, dann vergleicht er diese mit den Informationen wer die Rechte an diesem Material hat, wenn diese Rechte bei einem anderen liegen oder nicht eindeutig sind: Wirst du geblockt. Soll heißen: Du bekommst keine Mahnung von YouTube, wo drin steht das du das Video bitte runternehmen sollst, du wirst sofort geblockt.
Das Problem ist, an dem Material haben aber auch Künstler Rechte, wie Autoren, Programmierer, Designer, etc. und die dürfen auch damit werben, oder sollten sie zumindest. Denn mit dieser Filterpflicht wird das für die Künstler nicht möglich. Nehmen wir einen Autor, um dein neues Buch zu bewerben musst du die Leute darüber reden lassen, dazu musst du Cover zeigen dürfen, den Titel im Internet angeben, Leseproben verschicken oder verlosen, Zitate auf den Sozialen Medien teilen oder eine kleine Lesung via Twitch halten und dich mit entsprechen Youtubern und Bloggern kurzschließen und Veranstaltungen planen, dafür musst du wieder, Cover zeigen dürfen, Titel angeben, etc. Gut und all das könnte jetzt für Buchblogger, BookTuber, Filmkritiker, Filmbloggs, etc. wegfallen weil die Uploadfilter nur sehen:
Oh, das ist ja geschütztes Material und du bist nicht Disney, Warner oder sonst eine rechteinhabende Firma. Blocken wir dich mal.
Der einzige Ort wo es noch möglich wäre, wäre der Verlag der die Rechte innehat, weil der ja schlecht einen Filter für seine eigenen Werke auf seine eigene Seite stellen kann. Aber das hat nun mal eine sehr kleine Reichweite.
Gut das ist das Worst-Case-Scenario, aber wenn das so umgesetzt wird wie es gerade in den Artikel 11 und 13 steht, dann steht uns das bevor.