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[: Fondor-System | Raumstation „Sede Dei“:||: Ringsegment | Vernügungssektor | Casino „Felicità e Destino“ | Festsaal :||: Horatio Kraym, Alaine Aren, Governor Nafeel, Lord Panos samt Begleitung, Miss Midanyl und jede Menge andere einflussreiche Gäste sowie Vertreter der tapanischen High Society :]


Während sie beiläufig ein silbernes Etui zückte, es öffnete und anschließend eine schmale Zigarette herausholte, musterte die blondierte Verwalterin ihn mit ihren grünen Augen. Erst nachdem sie sich den Glimmstängel angezündet, kurz inhaliert und eine blaue Wolke in die Luft geblasen hatte, griff sie den losen Gesprächsfaden wieder auf: „Wo war ich gerade gewesen, Mister Kraym? … Ach, ja. Mein Mann, Major General Beshenal Nafeel, hatte gestern Abend versucht Sie bei Ihrem Besuch im 'Laguna d'oro' anzusprechen. Leider hatten Sie keine Zeit...“


Ein wenig überrascht hob der adlige Sector Adjutant eine Augenbraue. Seine Gedanken ließ er rasch zu dem Besuch in diesem Etablissement, einen Herrenclub in Oridin City, springen. Doch nur vage, ganz vage konnte er sich an diesen Moment erinnern. Nebelschleier – mal etwas dichter, mal etwas loser – durchzogen in dieser Hinsicht seine Erinnerungen, was höchstwahrscheinlich daran lag, dass Liran Panos ihn in diesen nächtlichen Stunden förmlich abgefüllt hatte. Er lehnte sich zurück. Nach einigem Überlegen kam ihm auf einmal ein unscharfer Schemen in den Sinn. Kräftig in der Statur, tief in der Stimme und zurückhaltend im Wesen – Das fiel ihm nach etwas Grübeln langsam wieder ein. Horatio erwiderte schweigend ihren Blick, derweil er an seinem herben Whisky nippte.


Shesa Nafeel schmunzelte kühl. „Heute scheinen Sie ansprechbarer zu sein“, stellte sie humorlos fest und ließ dabei die weißen Zähne angriffslustig aufblitzen. Kurz wanderte ihr Blick zu Lady Aren. Dann fuhr sie fort: „Lassen Sie mich daher die Gelegenheit beim Schopfe packen.“


„Ich bin ganz Ohr, Madame“, entgegnete der ranghöhere Verwalter.


Mrlsst Statthalterin behielt das kühle Lächeln bei, strich kurz durch das kurze, blonde Haar und zog an ihrer angezündeten Zigarette. Selbst durch den hellblauen Tabakdunst hindurch, den sie von Zeit zu Zeit in die Luft blies, musterte sie ihren ranghöheren Verwaltungskollegen. Im Hinblick auf ihre Mimik, Gestik und Aussprache musste Nafeel entweder von den Kernwelten stammen oder sie hatte sich im Laufe ihrer Karriere in den Freien Welten perfekt an deren Gewohnheiten angepasst. Da sie so oder so ausreichend Zeit zum Anpassen hatte, fiel es dem Sector Adjutant mit Sicherheit schwer das Alter der ihm fremden Gesprächspartnerin zu schätzen. Immerhin besaßen jene Damen, die zur Oberschicht der Kernwelten gehörten, meist eine ziemlich zwanghafte Schönheitsfixierung. Dieser Hang äußerste sich dabei oftmals in kostspieligen Schönheitsoperationen oder anderen exotischen Behandlungen. Unter Umständen war die blonde Governor deshalb deutlich älter als Horatio gerade in Gedanken annahm.


Beiläufig schnippte sie etwas Zigarettenasche in den vorgesehenen Becher. Ihr Blick wanderte kurz zur schweigsamen Corellianerin, die quasi zwischen den beiden Verwaltern saß. Dann fuhr sie fort: „Mein Mann und ich haben mit der Zeit ein großes Interesse daran entwickelt, was im Galaktischen Imperium – insbesondere in unserem geliebten Zwanzigsten Supersektor – vor sich geht. Durch die überaus intensive Berichterstattung zu Thyferra sind wir auf Sie aufmerksam geworden, Mister Kraym. Sie haben auf meinen Mann, mich und einige Freunde einen guten Eindruck gemacht.“


„Einen guten Eindruck?“, hakte Horatio mit hochgezogener Augenbraue nach. Seine Stimme klang dabei leicht verwundert. „Und wer sind Ihre Freunde?“


Sie schmunzelte, lehnte sich ein wenig nach vorn und sagte: „Sowohl Ihrer Bekanntschaft...“ Erneut ließ sie ihren aufmerksamen Blick zu Alaine Aren gleiten und einen deutlich längeren Moment dort verweilen. Ohne am Ende eine allzu lange Kunstpause entstehen zu lassen, sprach Governor Nafeel ungerührt weiter: „... als auch Ihnen dürfte sicherlich bekannt sein, dass die Neue Ordnung zu ihrem Beginn ein überaus progressiver Prozess war. Schon allein um die korrupten Eliten erfolgreich aus ihren Amt und Würden zu vertreiben, mussten Imperator Arcanious und seine Getreuen neue Wege gehen. Doch mit den Jahren versandeten die progressiven Gedanken langsam im Konservativismus – besonders auf Imperial City.“ Bei diesen Worten wurde ihr Blick etwas neckischer. Immerhin hatte Horatio vor Jahren höchstpersönlich über Coruscant als deren Statthalter verfügt. „Aber unserer Meinung nach ist nun – im Angesicht von einem Noghri auf Bastions Thron und durch den geschlossen Frieden mit den Rebellen – ohne Zweifel die Zeit für einen neuen, reformerischen Weg gekommen. Und hier kommen unter anderem Sie ins Spiel, Mister Kraym.“


In Horatios Vergangenheit hatte sich schon so manche Unterhaltung an deren Ende als konspiratives Treffen herausgestellt. Mit einem edlen Tropfen in der Hand hatte er in so manchem Hinterzimmern schon (unheilige) Allianzen geschlossen, Ränke geschmiedet und diverse Todesurteile auf den Weg gebracht. War dies etwa wieder so ein Moment? Unwillkürlich ließ der adlige Sector Adjutant seine ungeteilte Aufmerksamkeit zu der rothaarigen Sith-Lady wandern, die sich in diesem Gespräch bis jetzt ausgesprochen ruhig verhielt. Hatte sie diese überraschende Zusammenkunft schon von langer Hand geplant? Versuchte sie sein Mitwirken auf diese Weise zu erreichen? Mit einer Seelenruhe, die er als ein bisschen verdächtig empfand, lehnte sich Mrlsst Statthalterin zurück, paffte weiter an ihrer Zigarette und blies abermals blauer Tabakdunst in die Luft. Von der gut gefüllten Tanzfläche drang in diesem Augenblick heiteres Gelächter an die Sitznische heran. Mit lautem Jubel antworteten jene, die an den Spieltischen standen, während die Anwesenden, die mit ihren Wettscheinen vor den recht großen Bildschirmen standen, weiter die Geschehnissen der Regatta verfolgten.


Bevor der imperiale Adlige das Gespräch mit seiner Kollegin wieder fortsetzte, sah er kurz zu einer Projektion, welche die momentane Reihenfolge der Segler zeigte. Noch immer hatte der Cadriaan-Kandidat, die Champio, knapp die Führung inne. Doch sowohl die Rondine, Reenas Vertreter, und die Ciclista, Pelagias Vertreter, waren dem wendigen Schiff dicht auf den Fersen. Demnach schien der Zieleinlauf den Zuschauern noch allerhand Spannung bieten zu können. Derweil Nafeels Blick weiterhin geduldig auf ihm ruhte, leerte er sein Glas. Sogleich verbreitete sich das rauchige, erdige Aroma in seiner ganzen Mundhöhle. Obwohl es sich nicht um einen corellianischen Tropfen handelte – seiner Meinung nach die Krönung in diesem teuren Segment –, konnte dieses tapanische Pendant im Wettbewerb ziemlich gut mithalten. Behutsam stellte er das leere, bauchige Glas ab.


„Misses Nafeel, wie Sie sehen ist mein Glas nun leer“, merkte Horatio mit kühler Stimme an. „Sie sollten nun also konkreter werden … oder dieses Gespräch findet zwangsläufig ein ähnliches Ende wie am vorherigen Abend bei Ihrem Ehemann.“


Die Statthalterin von Mrlsst behielt ihr Pokerface bei. „Ihre Art gefällt mir, Mister Kraym. Sie haben genau den Biss, den wir zum Erreichen unserer Ziele gebrauchen können. Lassen Sie mich bitte folgenden Vorschlag machen: Ich bestelle Ihnen noch einen Drink und Sie schenken mir noch etwas mehr von Ihrer kostbaren Zeit...“


[: Fondor-System | Raumstation „Sede Dei“:||: Ringsegment | Vernügungssektor | Casino „Felicità e Destino“ | Festsaal :||: Horatio Kraym, Alaine Aren, Governor Nafeel, Lord Panos samt Begleitung, Miss Midanyl und jede Menge andere einflussreiche Gäste sowie Vertreter der tapanischen High Society :]


[OP [USER=13171]@Mile Toral[/USER]: Du kannst nun gerne mit deiner Athena hinzustoßen. @Interessierte: Sollten noch mehr Leute anwesend sein und sich für den Plot "Die Dinnergesellschaft" interessieren, können auch diese gerne das Gespräch mithören und sich bei Bedarf einschalten.]


Gib den dritten Namen ein: skywalker yoda vader kenobi
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