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Das unter dem geläufigeren Namen Kashyyyk bekannte G5-623 war die Versinnbildlichung all dessen, was in der Galaxie gemeinhin als Chaos bezeichnet wurde. Die Vielschichtigkeit von Flora und Fauna, die todbringenden Schrecken ungekannten, ja unentdeckten Ursprungs, sowie die beinahe vollständige Abwesenheit von Zivilisation kulminierten zu einem garstigen Schmelztiegel rebellenhafter Unordnung. Für einen jemanden, dessen Werteverständnis innerhalb der Parameter imperialer Ideologie navigierte, war ein Ort wie dieser beinahe schon pure Häresie. Diese Welt troff vor Insubordination, vor Anarchie und pervertierten Normen. G5-623 war im Grunde als anti-imperial einzustufen und deshalb war es nur rechtens hier alle erdenklichen Rohstoffe und Ressourcen zu vereinnahmen. Die Ureinwohner taugten im Zuge der Gewinnmaximierung bestenfalls als körperkräftige Arbeitssklaven, denn kulturell konnten diese haarigen Ungeheuer absolut gar nichts vorweisen.


Gaus Eisenberg kam zu dem Schluss, dass G5-623 im Grunde kein Planet war, den er aus eigenem Antrieb besuchen würde. Einzig sein Dienst für die ruhmreiche Flotte des Imperators brachte ihn an Orte wie diesen und genauso schnell wie er in das System gekommen war, würde er es auch schon bald wieder verlassen. Der Konvoi, welchen er selbst und Commander Ravenburg mit den eisernen Streitrössern der Flotte, altehrwürdigen Dreadnaught-Klasse Kreuzern, zu schützen pflegten, war Bestandteil einer großflächigen Förderung von möglicherweise zukunftsweisenden Rohstoffen aller Art. Ihr Auftrag war simpel wie nützlich gleichermaßen und der Schutz von Millionen von Tonnen des nützlichen Saft des Wroshyr-Baumes hatte oberste Priorität. Dafür war Commander Eisenberg sogar bereit, sich den endlosen wie öden Ausführungen des Angestellten eines privaten Konzerns auszusetzen. Nicht um der guten Stimmung willens, sondern zu Ehren der Imperialen Flotte. Doch die Geduld des Eisenmannes neigte sich langsam aber sicher dem Ende.


Unterhaltsam war einzig der spöttische Austausch mit seinem alten Weggefährten, Tiberius Ravenburg. Dieser ebenfalls vernarbte Veteran zahlreicher Weltraumschlachten vertrat ähnlich konservativ-traditionalistische Ansichten wie Gaus und war sich für ein ehrliches wie kritisches Wort nie zu schade. Diese Form ganz eigener Kameradschaft war heuer ein seltenes Gut, weshalb der eisenharte Flottenoffizier das Band welches die Männer verband, ganz besonders schätzte.


"Ich bin ganz Deiner Meinung, Tiberius!", intonierte der Kommandant der 'Intrepid' ganz besonders lautstark, um weitere Überflüssigkeiten direkt im Keim zu ersticken. Die gewaltige Raffinerie, durch welche sie seit gefühlten Stunden geführt wurden, war imposant, effizient und besaß eine kalte, imperiale Architektur, dass es jedem aufrichtigen Soldaten das Herz vor Freude springen ließ. Doch es verkam mehr und mehr zu einer Werbekampagne des Unternehmens, das hier unter der Schirmherrschaft des Imperiums seine Gewinne vergrößerte. Zudem war es an der Zeit auch noch andere Sehenswürdigkeiten auf dem besetzten Planetoiden zu besuchen. Gaus hatte sich vorgenommen auch die Imperiale Arbeitssiedlung #121 zu beehren, zudem mussten sie auch noch eine Besichtigung der hiesigen Ölraffinerie planen, sollten doch auch von dort noch Treibstoffe geladen werden. Und mit ganz viel Glück ergab sich überdies noch eine Gelegenheit nach der sagenhaften Inselfestung eines unbekannten Verwalters zu suchen, die sich - so munkelte man - hier auf G5-623 befinden sollte. Vielleicht konnte man die Suche danach sogar mit einer kleinen Safari verbinden. Eine Großwildjagd aus der gesicherten Kanzel eines imperialen Kampfläufers auf die hiesige Kreaturenschaft klang in den Ohren des Maschinenmannes überaus verlockend.


"Nun, Chedhi, was haben Sie noch im Programm? Gibt es noch ein Siloleck, das wir noch nicht gesehen haben? Oder wollen Sie uns noch von den neuesten Quartalsberichten Ihres Arbeitsgebers vorschwärmen? Falls nicht, haben die wahren Säulen der imperialen Gesellschaft noch einiges zu tun. Die Vorbereitung zur Verladung scheint ja in vollem Gange zu sein und ich bin mir sicher, dass es Sie beruhigt, wenn Commander Ravenburg und ich jeweils eine Kompanie unserer Marinesoldaten zur Sicherung der Anlage abkommandieren, bis auch das letzte Fass Wookieepisse befüllt ist, oder?", startete der Offizier mit den ehernen Gesichtszügen fast schon süffisant säuselnd. Sicherlich besaß die Arugen-Shyish Corporation eigene Sicherheitskräfte, doch mit der Interims-Stationierung von imperialen Soldaten erzeugte er den nötigen Druck. Zudem bestand dann auch für niemanden in dieser gewaltigen Anlage ein Zweifel daran, wer hier in Wahrheit die Kontrolle hatte. Mochten private Konzerne und Unternehmen noch so gewaltig wachsen und politische wie finanzielle Macht anhäufen, sie alle existierten nur zur Förderung und Unterstützung des Imperiums. Und das Galaktische Imperium stützte sich auf die selbstaufopferungsvolle Leistung des Militärs, allen voran der Imperialen Flotte.


Mit einem Hochgefühl puren Stolzes ließ der Sohn von Belgaroth den Unternehmens-Knirps stehen und widmete sich seiner eigenen Entourage. Selbige erhielt rasch einige klare Befehle zur Umsetzung seines Vorhabens. Sie hatten genug getrödelt. Es war an der Zeit ein paar wichtige Entscheidungen zu treffen. Zur Wahrung der allgemeinen Sicherheit, zur Realisierung der pünktlichen Abflugzeiten und der nötigen Ernsthaftigkeit aller Anwesenden. Ein fehlerfreies System wie das Imperium funktionierte nur dann ohne echten Makel, wenn alle Untergebenen auch bereit waren über die Grenzen des eigenen Leistungsvermögens hinaus zu agieren. Gaus Eisenberg lebte diese Überzeugung fast tagtäglich vor und erwartete sie kurzerhand auch von jedem anderen - egal ob Soldat oder Zivilist. 



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