So, nun ist auch der Bericht zum ersten Abenteuer
0# - Ein huttischer Geburtstag fertig. Bedenkt bitte, dass dieser nur einen sehr geringen literarischen Anspruch hat. Enjoy
Der zehnte Tag des Imperiums verstrich in der Galaxie. Nirrock, Din und N’dei arbeitete schon ein paar Monate zusammen, hatten kleinere einfache Aufträge bewältigt und der Mon Calamari führte seine beiden wissbegierigen Schüler weiter in die Welt der Kopfgeldjäger ein.
Sie saßen zu dritt an dem kleinen Tisch im „Rostigen Krakana“, das Frühstück vor ihnen, als Nirrock begann:
„Es wird Zeit, dass wir uns nun um die profitablen Aufträge bemühen.“ blubberte der Mon Calamari. „Ihr habt euch bisher gut geschlagen und ich werde euch nun jemanden vorstellen, in deren Dienst man solche Kopfgelder findet.“
Die beiden Schüler sahen interessiert auf.
„Ich bin auf der Feier zum 350. Geburtstag der werten Herrin Tassaa Illip Thokka eingeladen, sie ist eine alte Klientin von mir und ich möchte unsere Geschäftsbeziehungen nicht einschlafen lassen“
Din und N’dei blickten fragend Ihren Lehrmeister an.
„Die Herrscherin von Nar Kaaga, eines Grenzplaneten im Huttenraum.“ erklärte Nirrock trocken.
„Werden wir als auch dabei sein?“ fragte Din.
„Natürlich, ich habe zwei Begleitpersonen angemeldet.“ erwiderte der Alte
„Hmm, als ich finde ja nicht so appetitlich was auf solchen Feiern serviert wird“ meinte D’dei flapsig, hielt eine ihrer Frühstücksmaden kurz vor sich, um sich diese dann genüsslich in den Mund zu stopfen.
„Ich werde euch dort auch anderen potenziellen Auftragsgebern vorstellen, aber keine Sorge, mehr als dastehen und eure Bereitschaft zur Arbeit zeigen müsst ihr nicht.“
„Dann zeigen wir uns von unserer besten Seite.“ kündigte die junge Sullustanerin an, fischte eine besonders dicke Made aus ihrer Schüssel und verschlang diese mit einem lauten Schmatzer.
„Meine Maden“ fauchte sie mit vollem Mund als Din auch in die Schüssel greifen wollte.
„Nicht nett, kleines Mädchen.“ kommentierte Din.
Einen Moment sah Nirrock die beiden skeptisch an, dann erhob er sich, stieg die Leiter hinauf ins Oberdeck und setzte sich in der Pilotenkanzel. Nach einigen Sekunden waren die Zielkoordinaten eingegeben und der Rostige Krakana sprang in den Hyperraum.
Nach einigen Stunden fielen sie zurück in den Realraum und vor ihnen erhob sich der Planet Nar Kaaga wie eine riesige blau-türkise Murmel. Der alte Kopfgeldjäger drehte sich zu seinen Lehrlingen und meinte, dass auf der Feier selbstverständlich keine Waffen erlaubt seien und man ja auch keinen Ärger wollte.
„Ich nehme nur meine Datapad mit.“ meinte Din.
„Pass allerdings auf und sei vorsichtig“ erwiderte Nirrock „Bei Hackern verstehen die Hutten auch keinen Spaß.“
Einen Moment blickte der Twi’lek an den Verbindungskabeln entlang, die er als Schmuck um die Unterarme gewickelt hatte.
„Dann halt lieber nicht.“
„Wäre vielleicht ein gutes Geschenk für die Huttin.“ sagte N’dei grinsend.
„Du bist ein gutes Geschenk für sie.“ blaffte Din.
„Ne, du bist eines.“ zischte N’dei zurück.
„Hey, das ist nicht lustig.“
„Ist aber so, Hutten sammeln gerne Twi’leks als Sklaven“ spottete N’dei
„Aber nur die Mädchen“ erwiderte Din „Ich weiß ich schaue gut aus, aber …“
„Ich dachte du bist ein Mädchen!“ fiel ihm die Sullustanerin ins Wort.
Din verstummte und funkelte sie nur böse an.
Nirrock rieb sich etwas genervt die hohe Stirn. Sie hatten die Wolkendecke durchbrochen und flogen über einem Wald zwischen dessen Wipfeln schwerer Dampf aufstieg. Der Mon Calamari erzählte von dem Planeten, dessen Sümpfen und Urwäldern und, dass er eher primitiv ist. Die großen Clans der Hutt hatten nur wenig Verwendung für ihn und daher wurde er den niederen Hutt-Kasten überlassen. Nur der Illip-Clan, eine Familie welche ihre besten Zeiten schon lange vor dem Ende der Galaktischen Republik hatte und nun fast in der Bedeutungslosigkeit versank, versuchte mit Tassaa ein wenig Territorium abzustecken.
Am Horizont hatten sich schon eine Weile mehrere große Kegel abgezeichnet. Nun flogen sie auf die Ansammlung an riesigen Gebäuden die aus dem sumpfigen Wald hinausschossen zu.
„Der ganz große ist Tassaas Palast“ meinte Nirrock und deutete mit den schuppigen Fingern auf einen der Kegel. Mehrere kleine Raumschiffe flogen ebenfalls dort hin, oder verließen da die bläulich leuchtenden Landebuchten.
N’dei zupfte etwas nervös an ihrer Tunika herum und schien sich zu fragen, ob ihre zivile Kleidung dem Anlass entsprechend war. Eine krächzende Stimme drang in Huttisch aus dem Kommunikator des Schiffes. Nirrock beugte sich vor und gab zu verstehen, dass er die Schiffsdaten übermittelt. Nach einigen Sekunden begannen auf dem Bildschirm die Anflugsvektoren zu blinken und das Trio landete in einer der Buchten, während neben ihnen ein Corellianischer Frachter zu starten begann.
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Dampfend fuhr die Einstiegsrampe das Krakanas nach unten. Nirrock hielt einen Moment inne.
„Also, macht mir keine Schande und wie gesagt, Waffen sind hier tabu.“ sprach er eindringlich.
„Doch denkt daran, dass ihr hier auch auf alles vorbereitet sein solltet. Denn Vorbereitung ist alles für einen Kopfgeldjäger.“
N’dei nickte verständlich doch Din schnaufte nur,
„Wie denn wenn ich mein Datapad nicht mitnehmen darf.“
„Improvisation.“ meinte der Alte „Auch eine wichtige Fähigkeit des Kopfgeldjägers.“
Die kleine Sullustanerin nickte noch energischer, gar streberhaft, was Din nur zu einem spöttischen Kommentar veranlasste.
Gemeinsam stiegen sie die Rampe hinab, wo sie bereits von einem pechschwarzen Protokolldroiden empfangen wurden.
„Im Namen der Lady Tassaa, darf ich sie und ihre Begleiter willkommen heißen Meister Nirrock“ sagte die blecherne Stimme, und steif verbeugte sich der Droide leicht.
„Bitte folgt mir. Ich bringe euch zu den anderen Gästen.“
Im ganzen Hangar verteilt herrschte geschäftiges Treiben. Energie-Droiden wankten zu Aufladestationen oder wurden an andere Maschinen angeschlossen. Eine Gruppe von Weequays und Klatoonianern schraubten in einer Ecke an Swoops herum und musterten die Ankommenden mit finsterem Blick.
Die beiden Schüler ließen sich einige Schritte zurückfallen und N’dei flüsterte mit Blick auf Nirrock zu Din
„Wir müssen aufpassen, dass der Alte beim Festessen nicht in die Nähe von mit Essig gewürztem Ghoba-Reis kommt und dann ein Unglück geschieht.“
Der Twi’lek grinste und tätschelte N’deis Kopf.
„Geht’s dir noch gut?“ fauchte sie und schlug die Hand weg. Die Perlen in ihrem Haar stießen melodisch klingend zusammen.
Von dem kahlen mechanischen Hangar führte sie der Droide durch einige schlecht beleuchtete Gänge, die immer ausgeschmückter wurden. Seltsame Mosaikmuster zierten den Boden, von der Decke hingen schwere mit Huttischen Runen bestickte Tücher und an den Mauern zeugten Abstrakte Darstellungen auf Wandteppichen von der ruhmreichen huttischen Geschichte vergangener Äonen.
Durch die Korridore eilten immer wieder Diener und Sklaven verschiedenster Spezies und kleine Tiere huschten zwischen den vielen Beinen umher. Nirrock erkundigte sich bei dem Droiden wie weit die Feier bereits fort war, den Hutten feierten oft mehrere Tage.
„Das Programm des heutigen Tages sieht einen Klatoonianischen Boxkampf, ein Stück Rodianisches Theater und die Präsentation des Geschenks von Lady Tassaas Onkel, 50 Vodranische Sklaven, vor.“ Gab der Droide bekannt.
N’dei nahm wieder an Geschwindigkeit zu, um aufzuschließen und das Gesagte besser zu verstehen. In einem engen dunklen Nebengang bemerkte sie eine rundliche Silhouette und als der Gang durch flackerndes Licht kurz erhellt wurde, funkelte ein schwarzes Knopfaugenpaar die Gruppe böse an. Als der kleine Ortolaner sich allerdings durch N’dei ertappt sah, drückte er sich tiefer in den Schatten hinein. Diese stutzte etwas.
Auch Din wirkte zunehmend nervöser in diesem Labyrinth, hatten die Twi’leks mit Sklavenhändlern und den Hutten im speziellen keine angenehme gemeinsame Geschichte.
Nach einigen Minuten betrat die Gruppe einen großen Saal, welcher wie ein Atrium aufgebaut war, aber statt durch eine Deckenöffnung mit einer großen Plattenleuchte künstlich erhellt wurde. Allerlei Gestalten, Schläger der Huttin, Schmuggler und andere Kopfgeldjäger schienen sich hier aufzuhalten und sich zwanglos bei Getränken zu unterhalten. Zwischen ihnen huschten immer wieder Bedienungsdroiden hin und her. Der Raum wurde von dem Klang einer Holoband erfühlt, welche in die Raummitte projiziert wurde. Dies war wohl nur der Empfangsraum für die Feier.
„Ich wünsche einen angenehmen Aufenthalt.“ sagte der Protokolldroide und machte steif kehrt zurück zu den Landebuchten.
N’dei sah sich interessiert um, war sie doch noch nie mit so vielen Kopfgeldjägern in einem Raum. Eine kleine Gruppe von Bith stand hitzig debattieren zu ihrer Rechten. Daneben scherzte eine junge Frau, ausrasiertes Seitenhaar und teilweise vernarbtes Gesicht, zusammen mit einem Aqualishaner. Sie ließ den Blick weiter schweifen, konnte aber keine anderen Sullustaner ausmachen. Als sie sich wieder dem scherzenden Duo zuwandte nickte sie der Frau zu, diese erwiderte allerdings nicht und ein klein wenig enttäuscht nahm sich N’dei einen Krug vom Tablett eines vorbeigehenden Droiden. Die pechschwarze Flüssigkeit darin war allerdings nicht nach ihrem Geschmack, da sie wohl eher auf die Spezies des Huttenraums abstimmt war. Auch Din hatte sich einen Krug genommen un prostete seiner Mitschülerin zu. Doch die wollte sich lieber unter die illustre Gesellschaft mischen und wund an den Bith vorbei zu einer weiteren Gruppe Leute.
„Und bei den Vinta Harvest Classics hat tatsächlich Joland Urd gewonnen?“ meinte ein junger Mirialaner erstaunt. Seine Gesprächspartner, eine Rodianerin und ein anderes, großes Alien nickten.
„Ja und das obwohl die Turbinen im vorletzten Rennen eigentlich komplett ausgefallen sind“ stieg die kleine Sullustanerin mit ein, „der Techniker muss schon einen guten Ersatz von Pixelito Inc gefunden haben um das zu reißen“.
Din sah von einigen Schritten entfernt zu, wie die Gruppe den Fachverstand von N’dei mit Nicken und Schulterklopfen würdigte. Er schnaufte leicht angesäuert und als ihm die Kleine dann auch noch grinsend zuprostete wandte er sich nur demonstrativ ab.
Weiterhin etwas sauer suchte Din an seinem Getränk nippend nun nach Leuten seines Fachs, Technikern und Hackern, mit denen er sich austauschen konnte. Erst nach einigem Umschauen wurde er fündig. Ein bekannter Kopfgeldjäger namens Beldhan, welcher sich durch seine hochkomplexe Ausrüstung auszeichnete war wohl aus demselben Grund wie sie hier.
„Meister Beldhan, ich freue mich, dass ich die Gelegenheit habe, euch kennen zu lerne.“ schmeichelte Din sich leicht verbeugend. So ergab sich ein Gespräch über die Vorzüge des Bauens und Modifizieren der eigenen Jagdausrüstung.
Dieses Gespräch war auch vor N’dei nicht verborgen geblieben. Nach einigen Minuten überlegte sie ob sie Nirrock nicht von Dins Annäherung an die Konkurrenz erzählen sollte. Bei der Suche nach ihrem Meister fiel ihr der Ortolaner aus dem Gang wieder auf, zu dem sich nun ein untersetzter Trandoshaner und ein schlaksiger Gungan gesellt hatten. Verächtliche Blicke wurde durch den Raum geworfen und als N’dei erkannte, dass diese ihrem Lehrer galten und die Echse im Trio immer unruhiger wurde, beschloss sie etwas zu unternehmen. Sie entschuldigte sich bei ihren Gesprächspartnern und ging in einem Bogen auf Nirrock zu. Din prostete sie nochmal im Vorbeigehen zu und als sie ihren Meister erreichte begann sie nur zu raunen, „Ärger auf zwei Uhr.“
Er unterbrach seinen Flirt mit einer Twi’lek und dreht sich verwirrt zu N’dei, rutschte aber in seinem angetrunkenen Zustand an einer Stufenkante ab und fiel ihr entgegen. Die kleine Sullustanerin stütze den Mon Calamari und fauchte ihm die Information nochmal zu. Sein Blick huschte kurz zu den Dreien, dann meinte Nirrock, es sei besser jetzt in den Festsaal zu gehen. Sie schlängelt sich durch Menge, sammelten Din im Vorbeigehen ein, der noch den Ausführungen Beldhans lauschte und zu dritt verließen sie den Raum durch eine große Pforte, die von zwei bewaffneten Weequay bewacht wurde. Nirrock war sichtlich angespannt als sie den Saal betraten.
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Dort war es um einiges dunkler als in der Vorhalle, doch durch das Echo war klar, dass dieser Raum um einiges größer sein musste. Im Zentrum erhellte ein Lichtkegel eine Fläche auf der gerade einer der von dem Droiden erwähnten Boxkämpfe stattfand. Drum herum grölten die Gäste den Kämpfern zu. Im Schatten, am Rande des Kegels lagen zwei Hutten auf Podesten umringt von Wachen und Dienern.
„Die Blaue mit dem Brustgeschirr“ meinte der Mon Calamari, „das ist Tassaa“ und deutete vorsichtig auf dem Wurm auf dem höheren Podest „Der andere ist wohl ihr Onkel.“
Das Trio wartete noch einige Momente, dann war auch der Kampf geendet als einer der Klatoonianer blutverschmiert aus dem Ring gezogen wurde. Die Menge jubelte.
„Los, jetzt ist eine der Audienzen und unsere Chance mit ihr zu sprechen.“ sagte Nirrock und schob seine Schüler etwas an.
Entlang der spielenden Band und einigen Tänzern hatte sich bereits eine Schlange an Gratulanten zu der Plattform gebildet. Die drei stellten sich hinter einem Rodianer und einem großen federlosen Vogel-Alien an. N’dei betrachtete mit Missfallen den blutigen Kampfplatz der in diesem Moment von Dienern mit Sand bestreut wurde.
Derweil bemerkte Din wie ihre Vordermänner sich leise unterhielten und der Huttin zweifelhafte Blicke zuwarfen. Als diese sich kurz mit strengem Blick umwandten grinste der Twi’lek sie nur unschuldig an.
Nach kurzer Zeit wurden die zwei Vorderen vom Haushofmeister, einen abgemagerten Swokes-Swokes auf Huttisch aufgerufen und vorgestellt.
Sie verneigten sich und der Rodianer begann mit den üblichen Lobreden auf seine huttische Herrin. Din versuchte sich für seine Audienz die Ausdrücke zu merken, doch schien Tassaa davon nicht sonderlich beeindruckt schaute nur gelangweilt und schläfrig umher. Nachdem auch das Vogel-Alien gesprochen hatte, schritten Nirrock, N’dei und Din in die Mitte vor der Plattform. Der Haushofmeister stockte kurz als er die ihm unbekannten Lehrlinge sah, dann begann er wieder auf Huttisch:
„Meister Nirrock, Kopfgeldjäger, genannt der Goldene, von Dac … und seine … Begleitung.“
Din machte eine Schritt nach vorne und verbeugte sich tief in Richtung der Huttin und begann
„Din Tid’aso, zu Euren Diensten ehrwürdigste. In Euren leuchtenden Augen kann man sehen, welch außergewöhnliches und prächtiges Juwel der Hutten ihr seid, Herrin.“
Einen Moment herrschte Stille im Raum, dann erfüllte diesen ein langsames, tiefes Lachen der Huttin.
„Nirrock, dein Sklave ist lustig!“ dröhnte es aus dem breiten schleimigen Maul, „Aber du hast ihn nicht unter Kontrolle, wenn er einfach so ohne deine Erlaubnis spricht“
Dieser krümmte sich demütig während Din das Gesicht vor Entsetzten entglitt. N’dei verkniff sich ein Grinsen.
Der Twi’lek drehte sich um und verließ gekränkt den Audienzplatz. Nirrock stammelte, „Es tut mir Leid, er ist mein Partner, er ist noch neu im Gewerbe und …“ Ein weiteres tiefes Lachen unterbrach ihn, „Diese Fischköpfe sind wahrlich amüsant“ murmelte die Huttin. Mit einer winkenden Handbewegung gab sie zu verstehen, dass diese Audienz nun beendet war.
„Aber schön, dass du mir die Ehre erweist.“
Leicht gebückt aber zügig verlies nun auch der Mon Calamari den Platz, während die junge Sullustanerin im leichtfüßig folgte. Sie warf noch einen Blick zurück und sah, wie die Augen der Huttin ihr folgten, und die fleischige Zunge über die Lippen des Wurms fuhren. N’dei fühlte sich plötzlich auch nicht mehr sehr wohl.
Am Rand trafen sie wieder auf Din und Nirrock meinte leicht panisch, „Sprich bitte nicht so vor solchen Leuten, wenn ich dabei bin.“ N’dei schaute nun gehässig zu Din.
Der Alte kratze seine vor Stress getrocknete Haut „Tassaa ist unsere beste Klientin, damit sollten wir es uns nicht verscherzen“
„Dann brauchen wir vielleicht bessere Klienten.“ meinte Din, immer noch beleidigt. Nirrock schaute etwas verunsichert. N’dei kicherte leise, da fuhr sie Din nochmal an „Halt die Klappe, Häppchen!“
Ein Droidenkellner rauschte an den dreien vorbei, Nirrock schnappte sich einen der Krüge vom Tablett und kippte den Inhalt des Bechers hinunter.
„Ich denke wir haben unseren Teil hier erledigt“ blubberte der Mon Calamari. Leise meinte Din,
„Ja, wir sollten hier weg, bevor jemand merkt, dass du Angst hast. Schwäche zeigen ist bei Hutten ungesund.“
Sie steuerten den Ausgang des Festsaals an. Am Buffet drehten sie sich vorsichtig um. N’dei erblickte noch einmal das Dreiergespann von zuvor, dieses verschwand aber dann in der Menge.
„Zum Schiff zurück?“ fragte sie.
„Ja“ meinte Nirrock „je schneller wir diesen Matschball verlassen, desto besser.“
„Und wollen wir nicht noch unser Geschenk da lassen?“ sagte die Junge und deutete grinsend auf Din.
„Halt die Klappe, Häppchen!“ fauchte dieser.
N’dei wandte sich weiter grinsend dem Buffet zu, packte noch schnell einen Nunaschenkel und andere Kleinigkeiten ein. Die verließen den Festsaal zügigen Schrittes, schlängelten sich durch die Gästemasse im Vorraum und eilten durch das Ganglabyrinth zurück zum Schiff. Nirrock sagte nichts mehr und sah sich nur immer wieder nervös um.
Im Hangar angekommen fragte N’dei ihren Lehrmeister kauend welche Aufträge er schon für die Huttin erledigt hatte und Nirrock erwähnte kurz einen Wookiee-Schmuggler den er für Tassaa auf einem der Bogden-Monde auftrieb. Wiegelte dann aber ab. Die kleine Sullustanerin blickte ihren Mitschüler vielsagend an und nickte.
Sie bestiegen das Schiff und im Cockpit setzte sich Nirrock erschöpft in den Pilotensitz, N’dei nahm ebenfalls Platz und fuhr die Systeme der „Krakana“ hinnauf. Din stellte sich vor seinen Meister und fragte,
„Warum lässt du dich so von dieser Huttin einschüchtern?“
„Wie redest du denn über unsere Auftraggeberin?“ warf die Sullustanerin aus dem Navigatorenstuhl heraus ein. Als Din sie böse anblickte, vertrete sie die Augen und berechnete weiter den Flugkurs.
„Tassaa mag nur einem kleinen Clan entstammen, aber ihr habt noch nicht miterlebt zu welchen Dingen sie fähig ist.“ meinte der Alte etwas in Gedanken versunken. Derweil hatte N’dei in der Schiffdatenbank der Kopfgeldjäger nach dem anderen Trio gesucht. Sie blickte vom Bildschirm auf, wandte sich zu Nirrock.
„Wer ist eigentlich dieser Trandoshaner? Barkudaar?“
Nirrock zögerte einen Moment.
„Ja äh... das ist der Vorbesitzer dieses Schiffs.“
„Oh, gestohlen oder gewonnen?“ fragte Din.
„Gewonnen ... bei einer Partie Pazaak“ Din nickte verstehend.
„Aber leider hegt Barkudaar seither einen Groll gegen mich und sieht mich als Betrüger an. War halt sein Schiff. Der grinsende Dosh. Ein eigenes Schiff ist immer das Herzstück eines Kopfgeldjägers und er hat es an mich verloren. Und seitdem …“ Nirrock stockte.
„Die anderen Beiden sind seine Partner, alle drei bei der Gilde. Ich bin ihm soweit es geht immer aus dem Weg gegangen. Dass ich heute zumindest einem von denen über den Weg laufen würde, hätte ich ahnen können. Tassaa hat auch zur Kopfgeldjägergilde gute Beziehungen.“
Din hörte angespannt zu.
„Zum Glück haben wir unsere Augen offen gehalten.“ meinte N’dei nickend.
Nirrock erhob sich, „Ich bin müde …“
„Kein Problem, ich mach das alles“ sagte die Sullustanerin. Der Mon Calamari klopfte ihr mit seiner Flossenhand auf die Schulter, dann kletterte er ins Unterdeck, wo sich seine Koje befand.
N’dei wartete einen Moment, dann wandte sie sich breit grinsend Din zu,
„Beim nächsten Mal erst den Mund auf machen wenn es der Chef erlaubt.“
Din reagierte trocken, „Jetzt bist du kein Häppchen mehr... jetzt bist du ein Kowakianischer Echsenaffe...“