Als wenn ein neuer Star Wars-Film nicht auch Geld bringen würde, wenn er schlecht ist.
Ein Luke Skywalker, der sich sein altes Schwert schnappt und sofort wieder in den Kampf zieht hätte ich vermutlich befremdlicher gefunden, als den gebrochenen Charakter, der im selbstgewählten Exil lebt. Der Luke aus dem EU, der eine neue Jedi-Akademie gründet und weiter Abenteuer besteht war vor allen eins: vorhersehbar, insofern bin ich froh, dass TLJ in diesem - und in anderen Punkten - endlich mit alten Vorstellungen bricht, und neue Wege geht.
Aber ich befürchte, dass das nicht so bleiben wird, da Luke gegenüber Kylo ja schon ankündigt, dass er nicht der letzte Jedi gewesen sein wird, wir also in Episode IX wieder die klassische Konstellation Jedi - in dem Fall Rey - gegen die dunkle Seite haben werden. Dabei finde ich die Vorstellung, dass das Konzept der Jedi letztlich gescheitert ist gerade reizvoll, die Tatsache, dass Luke erkennt, dass die Hüter des Friedens in Wahrheit ziemlich arrogant und abgehoben waren, und genau dann versagt haben, als es am meisten drauf ankam, nämlich als sich die Sith erhoben, und die Galaxis in eine Tyrannei gestürzt haben.
In dieser Fiktion ist der physische Tod eines Jedimeisters doch eh nichts, was diesen davon abhält regelmäßig als Geist zu erscheinen, und seinen Hinterbliebenen kluge Ratschläge zu erteilen. 
C.