Ossus - freie Fläche – Cal Alder alleine
Cal konnte nicht sagen wie lange er sich nun schon hier, an dem Ort wo für ihn alles begonnen hatte aufhielt. Waren es Tage? Monate? Jahre? Unwichtig. Wichtig war das hier und jetzt. Und die Entscheidung wie es weitergehen sollte.
Zurück in die Obhut des Ordens? Wohl eher nicht. War er doch zuletzt nach nur wenigen Stunden von dort wieder geflohen. Zu viel Treiben war dort für Ihn, der sich daran gewöhnt hatte das Leben mit nur wenigen oder keinen Lebewesen um sich zu leben. Zu Meditieren und sein Verständnis für die Macht auf seine eigene Weise zu mehren.
Andererseits gab es noch so vieles was er noch zu lernen hatte. Möglicherweise. Sicher nicht was das Kämpfen anging. Aber er wollte sich nicht nur über seine Kampfstärke definieren. Möglicherweise konnte er ja einen Kompromiss schließen. Irgendwie beim Jediorden verbleiben, aber trotzdem seine Art des Lebens weiterzuführen.
Dazu kam noch dass er inzwischen zu einem reichen Mann geworden war, nachdem sein Vater nach einem Speederunfall nicht mehr gerettet werden konnte. Natürlich konnte er mit dem Geld die Leiden einiger Lebewesen in diesen Zeiten besser machen, aber wie die Leute auswählen? Und dabei die Mittel so aufteilen, dass niemand benachteiligt würde? Dazu fehlte Cal die Übersicht und auch die nötigen Kontakte.
Wenn er das Geld allerdings dem Orden überliese, so würde es definitiv zum Wohle aller rechtschaffenen Bürger der Galaxis verwendet werden. Ob nun direkt oder indirekt.
Aber noch gab es einige Kleinigkeiten zu erledigen. Immerhin war in Ihm der Entschluss gereift, hier in dieser immer noch fast unberührten Natur, in der Nähe des ehemaligen Jedi-Lagers seinen Rückzugsort zu schaffen. Egal ob der Orden Ihn noch immer haben wollte oder nicht. So begann er im Windschatten eines großen Felsblocks aus den Mitteln die die Natur Cal bot, eine einfache Hütte zu zimmern. Es dauerte einige Tage, aber dann stand er vor der einfachen Holzhütte. Weder war sie sonderlich groß noch wirklich schön anzusehen. Aber sie erfüllte Ihren Zweck. Sie stellte den Rückzugsort dar, den er brauchte um eins mit sich und der Macht werden zu können. Um sich zu erholen und zu meditieren.
Noch eine erste Nacht würde er darin verbringen, dann stünde er den Herausforderungen die die Macht für Ihn bereithielt zur Verfügung.
Nach einer erholsamen Nacht, von dem Gezwitscher der Vögel aus dem Schlaf geweckt, war Cal bereit sich den Mitgliedern des Ordens zu stellen. Mit leichtem Gepäck machte er sich auf den Weg zum Raumhafen, wo er seinen kleinen Frachter abgestellt hatte. Am Abend hatte er diesen nach einem zügigen Marsch erreicht. Mit der Entrichtung der Hafengebühren betrat er nach längerer Zeit wieder das Cockpit des alten B-7 Frachters, den er auf den Namen Skyfly getauft hatte, zu Ehren seiner ersten Meisterin.
Als die Systemchecks gelaufen waren und die Triebwerke Betriebstemperatur erreicht hatten, verließ Cal den Planeten um sich auf den Weg nach Lianna zu machen, was laut dem Navigationscomputer eine Reise von nur knapp einem Tag sein würde.
An Bord der Skyfly – Cal Alder allein