Sluis Van ۞Kaserne ۞Fahrzeughalle T4-Bs۞ Cortana-Squad
Dem Wunsch des Kel´Dors wurde folgegeleistet, keiner der beiden störte es, schließlich würden sie die Aufgabenbereiche des Panzers alle drei kennen lernen. So dachte zumindest Eero, doch als er gerade im Begriff war, in den T4-B einzusteigen, hörte er, wie sich die beiden ranghöheren Mitglieder des Squads anfänglich darum stritten, welchen Posten sie jeweils zu Beginn der Übung einnehmen sollten. Doch so schnell dieses kurze und in Eeros Augen völlig unnötige Streitgespräch gekommen war, fand es auch ein Ende. Die beiden hatten sich schließlich darauf geeinigt, dass Corporal Sane Kath zuerst den Posten des Piloten einnahm und Leutnant Tim Hypiä den des Navigators.
Einer nach dem anderen stiegen sie in das enge und von innen dunkle Monstrum und nahmen ihre jeweiligen Plätze ein. Schnell fand sich der Kel´Dor in dem schmalen Geschützturm zurecht und inspizierte bereits alle Armaturen und Hebel. Durch seine jahrelange Erfahrung konnte er den meisten ihre Funktionen nachsagen und verschaffte sich somit schnell einen Überblick. Und für offene Fragen war ja immer noch die Expertin da, dachte sich Malaan. Kaum war der Gedanke an die Twi´lek zu Ende gedacht, schon nahm er links von sich ihren Kopf wahr, der in den Geschützturm lugte. Mit einem leichten Grinsen auf den Lippen, welches die Routine des Kel´Dors bestätigen sollte, bahnte sie ihrem Körper so gut es ging, Einlass in den Geschützturm. Auch sie inspizierte noch einmal alle Armaturen und technischen Gerätschaften und drückte an manchen Stellen ein paar Tasten, auf die Eero vorher noch stirnrunzelnd geblickt hatte. Nachdem alle Einstellungen überprüft worden waren, demonstrierte die junge Soldatin dem Kel´Dor noch kurzerhand, wie er zu Zielen und zu Feuern hatte. Als er diese letzten Instruktionen wahrgenommen und benickt hatte, verließ die Twi´lek das Fahrzeug so schnell sie es zuvor betreten hatte und ließ dies mit einem lauten und hallenden Schlag der Luke vermerken. Bevor die Übung startete, wischte der Kel´Dor über die Scheiben seiner beiden Fenster, um sich eine bessere und deutlichere Sicht zu verschaffen und passte seinen Comlink so an seinem Kopf an, dass er ihn nicht behinderte, aber dass er es noch richtig benutzen konnte. Als auch dies getan war, vernahm er sogleich das Kommando seines Corporals zum Start.
"Also gut Jungs, festhalten! Ich geb´ Gas!"
Auf diese Aufforderung folgte ein ohrenbetäubendes Geräusch, welches die Startkomplikationen des Panzers symbolisierten, bevor er richtig in Fahrt kommen konnte. Mit leichter Verzögerung begann auch der Geschützturm, in dem sich Eero befand, zu wackeln und leicht zu beben. An diese Wackelei gewöhnte sich der Alien schnell, schließlich saß er schon oft in einem solchen Gefährt und das kurze Beben des T4-B ließ auch nach zirka zwei Minuten nach.
Während Team 1 um Eero sich noch mit dem Kennenlernen des Panzers beschäftigt hatte, war Panzer 1 schon aus den Fahrzeughallen hinausgefahren und nun nach 10 Minuten verließ auch Panzer 2 die großen Hallen. Eero nahm mit einem hinter seinen Schutzmechanismen versteckten Lächeln die beiden Haupthebel in beide Hände und spekulierte noch einmal vage, ob er auch seine Aufgabe als Kanonier vollkommen richtig machen würde. Doch als der Panzer im Freien war, bemerkte er schnell – anhand der kleinen Fehler seiner Kollegen -, dass er nicht der einzige der drei war, dem Anfangsschwierigkeiten unterlaufen könnten.
Eero begann sehr schnell damit, die Hologramme, die auf dem Übungsgelände projiziert wurden, zu beschießen. Die anfänglichen Schwierigkeiten beim Zielen und seine Trefferquote waren durchwachsen, doch so oft er es machte, desto besser wurde sein Gefühl für den Panzer und seine Treffsicherheit. Die ersten Hologramme waren getroffen und der Panzer hatte schon eine ordentliche Länge zurückgelegt, als Eero automatisch verspürte, wie die drei sich immer mehr zu einem Ganzen entwickelten und selber im Hinterkopf wussten, was die beiden anderen im jeweiligen Moment zu tun hatten – und dies, obwohl jeder der drei Soldaten bisher nur seinen eigenen Teil des T4-B kannte und manuell bediente.
Hin und wieder gaben sich die drei über ihre Comlinks kurze Anweisungen und Signale, sodass jeder Bescheid wusste, welche Route gewählt wurde oder welche Befehle erteilt wurden. Eero kam bei diesen knappen Gesprächen eher selten dazu, sich groß zu äußern. Das lag jedoch nicht daran, dass er der Rangniedrigste war, sondern an der schlichten Tatsache, dass er als Kanonier nicht so viel zu Beachten und Kontrollieren hatte wie seine beiden Kameraden.
Auf der letzten Gerade zurück zu den Fahrzeughallen verließ noch einmal eine letzte größere Salve den Panzer und traf vereinzelt einige Hologramme, die zischend erloschen. Drinnen in der Halle wurde das Monstrum geparkt, ausgeschalten und die drei wechselten spontan ihre Positionen. Hierbei kam es diesmal zu keinerlei Streitigkeiten, aber auch die Lobpreisungen oder Kritikpunkte blieben aus, da diese während der Fahrt über das Comlink genannt wurden.
Eero Malaan, der nach dem Wechsel den Posten des Piloten eingenommen hatte, versuchte sich wiederum einen Überblick über die vielen Apparaturen zu verschaffen, was ihm dieses Mal deutlich schwerer fiel. Ohne weiteres Gerede und mit geringem Grundwissen über die Steuerung ließ es der Kel´Dor wie immer darauf ankommen und Team 1 startete in die zweite Runde.
Sluis Van۞Kaserne ۞Fahrzeughalle T4-Bs۞ Panzer 2 ۞Lt. Hypiä, Cpl. Kath, Pvt. Malaan