Die Frage ist, ob das Randgruppen sind oder nicht.
Und meiner Erfahrung nach kann fremdenfeindliches sich nur ausbreiten, solange das Fremde fremd bleibt.
Sagen wir es so. Es gibt wichtigere Dinge als die Höhe seines Kontos.
Und es ist einem Christen nicht erlaubt Zwang auszuüben, weswegen man niemandem seinen Besitz wegnehmen soll, wenn der es nicht freiwillig tut.
Der Unterschied zu linken Ideologien besteht darin, dass man von dem Christen freiwillige Solidarität aus dem Grunde des Glaubens heraus erwartet und Linke an so eine Freiwilligkeit nicht mehr glauben und daher meinen Solidarität müsse erzwungen werden.
Man kann aber schon sagen, dass die logische Schlussfolgerung von Nächstenliebe ist, dass ich mit den Schwachen irgendwie mitfühle und zu helfen versuche.
Ich weiß. Deren Logik leuchtet mir aber nicht ein.
Dass die Früchte, an denen ich gute Christen erkennen soll, geistig und nicht materiell sind sollte doch selbstverständlich sein und das gilt für auch für andere Stellen. Ich verstehe nicht ganz wie man hier auf die Idee einer materiellen Auslegung kommt.
Sicher. Was ja auch daran liegt, dass kein Mensch auch mit den besten Absichten einen perfekten Staat schaffen könnte, man nicht unbefleckt bleibt wenn man aktiv Widerstand leistet, man niedergemetzelt worden wäre hätte man Widerstand geleistet und der Christ sowieso davon ausgeht, dass die Nationen am Ende weggefegt werden.
In der Tat. Als Liberaler im wahren Sinn ist der Konservativismus das Feindbild schlechthin.
Aber ich sehe inzwischen auch keinen einzigen Punkt mehr, in dem ich mit der CDU wirklich übereinstimmen würde. Viel zu viel baut da auf seltsam verdrehten Annahmen auf.
Es gibt ja verschiedene Formen des Konservativismus.
Die gute Form ist sozusagen der Wertkonservativismus. Wertkonservativ kann aber eigentlich jeder, links oder rechts, werden, sobald sich die eigenen Werte mehrheitlich in einer Gesellschaft durchgesetzt haben. Dann will man sie bewahren.
Das ist mir allerdings zu wenig für eine eigene politische Richtung, eben weil jede politische Richtung wertkonservativ werden kann.
Strukturkonservativ ist dagegen grundsätzlich abzulehnen. Das kennt jeder aus seinem privaten Leben, ist zutiefst menschlich. Gesamtgesellschaftlich, politisch ist es jedoch zerstörerisch. Strukturen an sich haben keinen Eigenwert, ihr Wert bemisst sich aus ihrer Zielwirkung, wie gut sie helfen politische Ziele zu erreichen. Verantwortungsvolle Politik muss also jede Struktur jederzeit auf den Prüfstand stellen, irrelevant ob sie sich bislang bewährte. Es muss ergebnisoffen die effektivste und effizienteste Struktur gewählt werden, egal ob neu oder alt. Eine konservative Grundeinstellung stellt hier die Beurteilung der Analyse voran, was irrational ist. Geht man von der Gesellschaftspolitik zur Wirtschaftspolitik kann das unglaublich teuer werden.