[Innerer Rand | Zeemacht-Sternhaufen | Tirahnn| Tirahnn-Stadt | Alt-Tirahnn, Verlassenes Umspannwerk] Arda Targon, Aram (NSC), Tiniri und Narmacil (NSC), Simone Favreau, Jay, Ilanit (NSC), Maila Horn
Simone vertraute ihren Mitstreitern und ihren Erfahrungen. Auch in dieser Situation, in der es galt eine Entscheidung über ein Menschenleben zu treffen, würden sie gemeinsam einen Weg finden. Ihr von Furchen durchzogenes Gesicht blieb regungslos, während sie die Meinungen von Jay und Arda anhörte. Aber hinter ihrer Stirn arbeitete es. Beide Frauen waren überzeugt davon, dass ihnen die Gefangene (Maila) lebendig nützlicher war, als tot. Sie nickte einmal bedächtig. Die ehemalige Ministerin hatte nichts anderes erwartet.
"Wenn das so ist - wenn wir sie mitnehmen - müssen wir dafür sorgen, dass ihr Nutzen größer ist, als die Gefahr, in wir uns dadurch bringen. Ich stimme euch zu, dass wir sie nicht mit... 'nach Hause' nehmen sollten. Das ist gut so und minimiert das Risiko, dass unser Gast entdeckt wird."
Ein wenig überrascht sah die alte Tirahnnerin zu Jay, als diese schon ein mögliches Quartier ins Spiel brachte. Obwohl sie doch keine Einheimische war, kannte sie sich hervorragend aus - offenbar hatte die Zeltronerin ihre Hausaufgaben gemacht. Mit einem anerkennenden Nicken stimmte Simone der jungen Frau zu.
"Dann werden wir zunächst so vorgehen und sie dorthin verlegen."
Simone zögerte merklich, bevor sie weitersprach. Sie durfte es sich nicht leisten, die Option, die für Arda und Jay möglicherweise eine recht abstrakte "letzte Option" war - nämlich die Imperiale zu töten - aus dem Blick zu verlieren. So verlockend es auch war, die unverhoffte Chance zu nutzen und den Besatzern einen schweren Schlag zu versetzen, musste sie die dadurch entstehenden Risiken dagegen abwägen. Ihre oberste Priorität war, ihre Gemeinschaft als Ganzes zu schützen. Dahinter musste alles andere zurückstehen. Wenn sie sich hier eine Unachtsamkeit leisteten, war das sehr wahrscheinlich der letzte Fehler, den sie machten. Das durfte nicht geschehen. Als sich die Politikerin wieder an ihre Mitstreiter wandte, war ihre Stimme fest.
"Ihr habt dreißig Stunden mit ihr, danach werden wir neu entscheiden, ob sie uns nützt. Länger dürfen wir den Besatzern keine Zeit geben, nach ihr zu suchen. Wenn es bis dahin keinen Ansatz für ein durchführbares Konzept gibt, müssen wir sie schnellstmöglich loswerden.
Fahr los und nimm alles Notwendige mit, Jay. Lass dir dabei von Haleth helfen. Wenn wir die Imperiale ersteinmal verlegt haben, möchte ich sowenig Verkehr zu diesem Ort wie irgend möglich ist. Arda und ihre Leute werden sie in der Zwischenzeit bewachen."
Es missbehagte der einstigen Ministerin, die beiden jungen Frauen und ihren Enkel mit der Bürde dieser Verantwortung alleine zu lassen, aber natürlich hatten Arda und Jay recht: Sie sollte in der Strickerei sichtbar sein.
"Ich kehre mit Ilanit in die Strickerei zurück. Setzt mich in Kenntnis, sobald ihr etwas Nützliches habt."
Ohne weitere Worte zu verlieren nickte sie dem großen Cathar (Ilanit) zu und wandte sich zum Gehen.
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