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[ Yaga-Minor | Capital City | Limousine ] - Aren Vayliuar, Adriana Figg


Der Abend war genauso gut verklungen, wie er bereits die ganze Zeit über gelaufen war. Jetzt saß er mittlerweile neben seiner Begleitung in der gepanzerten Limousine, welche sie zuerst zu Lady Figgs Hotel und danach zu seinem eigenen Appartement bringen würde. Lady Figg hatte es sich auf dem gepolterten Sitz für die kurze Fahrt gemütlich gemacht, hatte ihre High Heels ausgezogen und man konnte ihr deutlich ansehen, dass sie diese Entspannung dringen brauchte. Vielleicht hatte sie auch einfach ein paar Gläser Sekt zu viel getrunken. Immer, wenn Aren an einem anderen Tisch gewesen war und zu ihr herüber geblickt hatte, war ein anderes Sektglas in ihrer Hand.

Ein Gentleman würde nun wohl fragen, ob ihr irgendwas auf der Seele lastete, was sie habe, oder ob sie einfach nur so kaputt und ausgelaugt sei. Vor wenigen Tagen noch, hatte Aren eigentlich nichts sehnlicher gewollt, als das Lady Figg den Planet verlassen würde, das sie aus seinem Leben verschwinden würde. Doch nach seinem Gespräch mit Julius sah er das alles ein wenig anders. Er würde nicht mehr von seinem Plan abweichen, den Wünschen seines Großvaters nachzukommen, dafür wäre es jetzt zu spät. Und je mehr Zeit er mit Lady Figg verbrachte, umso symphytischer wurde sie ihm, sie hatte eine wirklich einnehmende Persönlichkeit, das konnte man ihr nicht abstreiten. Musste er sich dann wirklich wie ein störrisches Kind benehmen? Seinen Frust, den er nun nicht mehr an seinem Großvater ablassen konnte an ihr auslassen? Nein, das wäre doch keine Lösung.


,,Adriana, ist alles in Ordnung? Ihr seht so erschöpft aus."


Müde blickte die Frau ihn an. Sie hatte wirklich schöne, blaue Augen. Warum war ihm das denn noch nicht vorher aufgefallen? Normalerweise blickte er seinen Gesprächspartnern doch immer in die Augen. Dann öffnete sie den Mund, schloss ihn wieder, als habe sie es sich anders überlegt und öffnete ihn dann doch wieder.


,,Der Moff ... kennst du ihn gut?"


Kurz blickte Aren Adriana verwundert an. Warum interessierte sie denn das? Außerdem hatte das doch nichts mit seiner Frage zu tun. Doch wenn sie es wissen wollte, dann war das eben so."


,,Nein, nicht besonders. Man hört natürlich das ein oder andere Gerücht, aber was davon so stimmt ... naja. Natürlich hab ich jetzt immer mehr mit ihm zu tun, rede öfters mit ihm und so weiter, doch kennen tue ich ihn eigentlich nicht wirklich."


Das schien ihr als erste Antwort erstmal zu reichen. Etwas verträumt blickte sie aus dem Fenster der Limousine in den Nachthimmel Yaga-Minors. Aren rechnete fast schon nicht mehr mit einer Antwort, als er dann doch, etwas leiser als vorhin, wieder ihre Stimme hörte.


,,Ich habe dich heute in einem wirklich guten Licht dastehen lassen, weißt du? Ich habe mein Bestes gegeben, um dich so gut es ging vor dem Moff anzupreisen und ich glaube, es hat nicht so ganz schlecht funktioniert. Wer weiß vielleicht lernst du ihn ja demnächst dann besser kennen."


Aren strahlte auf. Das waren wieder mal wunderbare Neuigkeiten. Die schienen sich heute ja ohnehin zu häufen. Es war das Beste gewesen, was er hätte tun können, Adriana mitzunehmen. Vielleicht, nach ein paar weiteren Galen und spätestens nach dem Festtag des Sektors könnte Aren nach und nach in den Kreis der Vertrauten des Moffs aufsteigen, was sein Ticket zu noch größerem sein könnte. Doch es schien so, als wäre Adriana noch nicht fertig und damit lag Aren nicht falsch.


,,Weißt du, Aren, der Moff ... ich ... er ist ein unausstehlicher Mann."


Die Freude war auf einen Schlag aus Arens Augen gewichen. Eine solche Bemerkung oder Meinung konnte Arens Karriere erhebliche Steine in den Weg legen, wen sie die falsche Person zu Ohren bekam. Doch diese Befürchtung kam Aren nur ganz am Rande, eher nebensächlich und als sich eine andere Überlegung schon viel prominenter in seinen Gedanken gefestigt hatte. Was hatte Moff Sanec mit Adriana gemacht, das sie zu einer solchen Meinung von ihm kam? 

Aren hatte Gerüchte gehört, das Moff Sanec ein großer Verehrer des anderen Geschlechts sei und dabei oft kaum Grenzen kenne, doch war Aren kein Mann, der Gerüchten großen Wert beimaß. Er hoffte nur, dass es nicht das war, was ihn in Adrianas Augen unausstehlich machte.

Jetzt blickte sie ihm wieder in die Augen.


,,Er hat mir keine ruhige Minute gegönnt, hat ständig mit unanständigen Anspielungen mir zugelächelt, seine Hände ... ich musste aufpassen, dass es bei seinen kleinen Berührungen an den Armen blieb. Und Aren ... er stinkt ... er hat furchtbaren Mundgeruch."


Adriana schien wirklich äußerst mitgenommen zu sein, fast schon den Tränen nahe. Vielleicht hatte der Alkohol seinen Teil dazu beigetragen, das sie etwas gereizter reagierte, die Dinge schlimmer nahm, als sie eigentlich gewesen waren. Doch daran dachte Aren kaum, er glaubte ihr, fühlte sofort mit ihr mit. 

Tröstend nahm er sie in den Arm. 


,,Beruhig dich, alles ist gut."


Selten wusste Aren, was er gutes sagen sollte, doch genau das war einer dieser Momente. Wie konnte der Moff so etwas tun? Nicht nur, das es außerhalb allen Anstandes war, ein Vergehen, das wenn es falsche Leute machten zu hohen Strafen im Imperium führen konnte ... Adriana war auch seine Begleitung gewesen. Nahm ihn der Moff nicht für voll oder wie sollte man das anders deuten, dass er sich auf so unziemliche Weise seiner Begleitung annäherte. Aren probierte sich zu beruhigen. Auch er hatte etwas Alkohol getrunken, reagierte deswegen vielleicht über.


,,Ich passe jetzt schon auf."


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