Talon Karrde
Ex-User

Die kultige Serie M*A*S*H wurde, nachdem der gleichnamige Film (klick) das Studio gerettet hatte, produziert und basiert auf dem Antikriegsroman von Richard Hooker, welcher tatsächlich im Korea-Krieg gedient hatte.
Im Mittelpunkt stehen zwei Chirurgen, die besonders durch ihre zynischen Aussprüche und Haltung gegenüber der Militärdirektion die antikriegerische Intention der Serie herausstellen.
MASH ist im eigentlichen Sinne keine Komödie, sondern eine bittere Tragödie. Charaktere, die in den ersten Staffeln noch slapstickhaft angelegt waren, verschwinden in den späteren Staffeln oder werden gegen ernsthaftere ausgetauscht (Maj. Burns, Lt. Col. Blake) oder treten nur noch selten auf (Col. Flagg). Der vordergründige Humor täuscht aber nie über die zutiefst ernsthafte Auseinandersetzung mit den Facetten des Krieges und dessen Rechtfertigung hinweg. Der eher geringe Detailgrad, was die eigentliche ärztliche Arbeit der Protagonisten betrifft, unterstützt dabei diese Aussage.
Die M*A*S*H-Schlussfolge am 28. Februar 1983 hatte mit 77 % die bis heute höchste Zuschauerquote einer Fernsehserie in den USA. Etwa 106 Millionen Zuschauer sahen diese Folge.
Die Umsetzung der Fernsehserie für den deutschsprachigen Raum übernahm Rainer Brandt, der zuvor schon durch die erfolgreiche Neubearbeitung der Fernsehserie Die Zwei bekannt geworden war. Neben der gelungenen Übersetzung konnte die deutsche Version im Vergleich mit dem Original mit einem allgemein als Vorteil angesehenen Umstand punkten: Auf „Lachkonserven“ wurde verzichtet. Auf den in Deutschland ab 2005 erscheinenden DVDs befinden sich zwei englische Tonspuren. Eine ohne „Publikum“ und eine mit „Publikum“.
Aus der Serie gingen noch drei Spin-offs hervor: After MASH, W*A*L*T*E*R und Trapper John, M.D.. After MASH handelte von der Zeit direkt nach dem Ende des Krieges und spielte in einem Veteranenhospital. Die Serie wurde bereits nach einem Jahr wieder eingestellt. Trapper John, MD spielte in den frühen 1980ern und handelte von John „Trapper“ McIntyres Karriere im San Francisco Memorial Hospital. Die Hauptrolle spielte Pernell Roberts, und die Serie lief im amerikanischen Fernsehen von 1979 bis 1986. W*A*L*T*E*R wurde 1984 in den USA ausgestrahlt und bereits nach der Pilotfolge wieder eingestellt. Geplant war eine Handlung um Radar, der inzwischen sein Geld als Polizist verdient. Bisher wurden weder After MASH noch W*A*L*T*E*R im deutschen Fernsehen ausgestrahlt.
Die Hauptrollen:
Captain Benjamin Franklin Hawkeye Pierce (Alan Alda),
Chefchirurg und Hauptcharakter der Serie. Als einziger aller Darsteller tritt er in jeder der 251 Episoden auf. Er ist Pazifist, genialer Chirurg, Pokerspieler und Weiberheld. Hawkeye ist eine Figur aus dem Roman Der letzte Mohikaner, angeblich das einzige Buch, das Pierces Vater jemals gelesen hat. Er hat zum Leidwesen von Frank Burns zusammen mit Trapper in ihrem Zelt (dem Sumpf) eine Schnapsdestille gebaut, die sie auch reichlich nutzen. Pierce stammt aus Crabapple Cove in Maine.
Alan Alda schrieb für die Serie auch Drehbücher und führte bei mehreren Folgen Regie. Zudem hatte er als Bedingung in seinen Vertrag aufnehmen lassen, dass pro Folge eine OP-Szene zu sehen ist, um den Schrecken des Krieges zu dokumentieren, diese Bedingungen wurde mit Ausnahme ganz weniger Folgen auch erfüllt.
Captain John Francis Xavier Trapper McIntyre (Wayne Rogers),
Bester Kumpel und Kollege von Hawkeye. Er kommt aus Boston (Massachusetts). Wayne Rogers war mit der Rolle des Trapper insofern nicht einverstanden, als dass sie im Vergleich zu der Rolle des Trappers im Buch abgewandelt wurde. In Hookers Roman ist Trapper die treibende Kraft hinter den Scherzen und Späßen. In der Serie wurde dieser Part jedoch Alan Alda und damit Hawkeye zugestanden, da Alda der bekanntere Schauspieler war. Rogers verließ die Serie am Ende der dritten Staffel darum mit der Bemerkung, man habe „seine Identität gestohlen“.
Lt. Colonel Henry Braymore Blake (McLean Stevenson),
Liebenswerter, vertrottelter Vorgesetzter und Kommandeur des Lagers, ist aber für die Arbeit nicht geschaffen. Er hat regelmäßig Probleme mit Frank Burns und Margaret Houlihan, aber auch die Eskapaden von Maxwell Klinger bereiten ihm Ärger. Sein Flugzeug, mit dem er in seine Heimat, Bloomington (Illinois) fliegen soll, wird abgeschossen, es gibt keine Überlebenden. Er war der erste Hauptdarsteller, der jemals in einer US-Fernsehserie gestorben ist. Grund hierfür war, Stevenson eine Rückkehr in die Serie nach seinem Ausstieg am Ende der dritten Staffel unmöglich zu machen.
Major Frank D. Marion Frettchengesicht Burns (Larry Linville),
Stellvertreter des Lagerkommandeurs, Waffennarr, schmallippig, amerikatreu, Feigling und bekannt dafür, jeden vom einfachen Soldaten bis zu Colonel Blake zu denunzieren, um irgendwann mal Kommandeur des Lagers zu werden. Er kommt aus Fort Wayne (Indiana). Als Chirurg und Arzt ist er eine Niete. Hat ein Verhältnis mit Major Houlihan, von dem beide glauben, dass niemand im Lager es wisse. Er würde aber seine Ehefrau, die auf ihn wartet, nie verlassen. Wird am Beginn der 6. Staffel – genau wie im Film – in die Irrenanstalt eingeliefert. Er wird aber schnell aus der Irrenanstalt wieder entlassen und in ein Armeehospital versetzt. Zum Ärger von Pierce und Hunnicutt wird er außerdem noch zum Lt. Colonel befördert.
Linville stieg aus der Serie aus, da er Angst hatte, künftig auf die Rolle des boshaften, nörgelnden Mannes festgelegt zu werden. Privat war er bei seinen Kollegen hoch geschätzt, bei Fans sehr beliebt, da er so gar nichts mit dem Seriencharakter gemein hatte. Bis zu seinem Tod 2000 konnte man ihn hin und wieder bei Chats und in Foren zu M*A*S*H antreffen.
Major Margaret Hot Lips Houlihan (Loretta Swit),
Oberschwester des Camps, ist eine attraktive Blondine. Als Tochter von Colonel „Howitzer“ Houlihan wuchs sie vor allem in diversen Garnisonsstandorten auf und hatte dadurch (auch intime) Bekanntschaften mit hochrangigen Offizieren. Sie ist ein echtes Kind der Army und versucht sich ihre Weiblichkeit auch im Felde zu bewahren. Kurzfristig verheiratet mit Lieutenant Colonel Donald Penobscott.
Corporal Walter Eugene Radar O’Reilly (Gary Burghoff), Geboren in Ottumwa (Iowa) ist Halbwaise und das Herz des Lagers sowie Schreiber und rechte Hand des Kommandeurs. Ohne ihn liefe gar nichts. Es scheint, als habe nur er den wirklichen Durchblick. Er hat fast schon prophetische Gaben. Er kann zum Beispiel mit Sicherheit anfliegende Hubschrauber mit Verletzten melden, bevor irgendjemand etwas hört, daher sein Spitzname Radar. Außerdem weiß er meist im voraus, was die Leute sagen und tut das Richtige, bevor er einen Befehl bekommen hat. Seine Mom bewirtschaftet zusammen mit Radars Onkel die Farm der Familie. Als der Onkel stirbt wird Radar nach Hause geschickt.
Gary Burghoff spielte die Rolle des Radar bereits im Film und ist der einzige Hauptdarsteller, der aus der Filmcrew übernommen wurde.
Sergeant Maxwell Q. Klinger (Jamie Farr),
Läuft in schauerlichen Frauenkleidern herum, damit er nach § 8 („Mackenparagraph“) aus der Army entlassen werden kann. Ganz zum Schluss heiratet er eine Koreanerin (Rosalind Chao) und bleibt sogar freiwillig in Korea. Die Figur Klinger (Rang: Corporal) wurde ursprünglich nur als Gag für eine Folge geschaffen, jedoch erfreute sich Klinger großer Beliebtheit, so dass sie ausgebaut wurde. Seitdem gehörte Klinger zur Stammbesetzung. Er legte später seine Frauenkleider ab und wurde zum Kompanieschreiber, als Gary Burghoff aus der Serie ausschied. In Staffel 10 wurde Klinger dann zum Sergeant befördert. Seine Heimatstadt ist Toledo (Ohio), übrigens auch die reale Heimatstadt von Jamie Farr. Jamie Farr war der einzige Schauspieler der Stammbesetzung, der tatsächlich Kriegsdienst in Korea abgeleistet hatte.
Captain Father John Francis Patrick Mulcahy (William Christopher), Boxender Kaplan der Einheit, aus Philadelphia (Pennsylvania). Ein bisschen naiv, aber keinesfalls hinter dem Mond, versucht er, den Glauben an das Gute aufrecht und die Truppe zusammenzuhalten. Bis zur 8. Staffel bekleidet Father Mulcahy den Rang eines First Lieutenant.
In der ersten Folge wurde Mulcahy noch von George Morgan gespielt.
In der Folge „Meine liebste Mildred“ (4. Staffel) hat William Christopher einen gemeinsamen Auftritt mit seiner Frau Barbara (als Lt. O’Connor). In der finalen Folge der Serie rettet er eingesperrte Kriegsgefangene vor Artilleriebeschuss, wobei eine Granate nah neben ihm explodiert und ihm fast vollständig sein Gehör nimmt. Er beschließt daraufhin, sich der Betreuung von Schwerhörigen zu widmen.
Colonel Sherman Tecumseh Potter (Harry Morgan),
Potter ersetzt ab der vierten Staffel Henry Blake als kommandierenden Offizier und leitender Chirurg des MASH.
Klein, zäh, gerecht und mit dem ganzen Herzen Ehemann seiner Mildred und Berufssoldat (Kavallerist). Machte sich im ersten Weltkrieg drei Jahre älter, um am Krieg teilnehmen zu können. Ist so etwas wie der Vater für alle im Camp. Im Gegensatz zu den jüngeren Chirurgen fällt Col. Potter im OP selten durch lockere Sprüche auf. Er zeichnet sich als hervorragender, chirurgischer Handwerker aus, dessen Methoden und vor allem Erfahrungen aus insgesamt drei Kriegen von allen anderen sehr geschätzt werden. Er stammt aus Hannibal (Missouri). Sein Vorame Sherman Tecumseh ist eine Hommage an General William Tecumseh Sherman, welcher einer der bekanntesten Generäle des amerikanischen Bürgerkrieges war.
Captain B.J. Hunnicutt (Mike Farrell),
Kommt als Ersatz für Trapper ab der vierten Staffel. Der aus Mill Valley (Kalifornien) stammende Captain ist ein treuer Ehemann für seine Frau Peg und liebevoller, aber verzweifelter (weil abwesender) Vater seiner kleinen Tochter Irene. Nicht einmal er weiß, was das BJ in seinem Namen bedeutet. In einer Folge behauptet er, seine Mutter heiße Bea und sein Vater Jay.
Major Charles Emerson Winchester III (David Ogden Stiers),
Genialer Snob, Feinschmecker, Harvard-Absolvent, Blaublüter im Geiste, Koryphäe im Lager und Unruhestifter mit Stil, Liebhaber und Experte für klassischer Musik (besonders Mozart, Wagner und Ravel), was Colonel Potter und vor allem Hawkeye und BJ immer zur Weißglut treibt. Winchester ist ab der 6. Staffel Nachfolger von Frank Burns. Er wurde zunächst als 48stündige Vertretung für Major Burns in die 4077te geschickt, dann aber auf Dauer ins Lager versetzt, weil er gegen seinen Vorgesetzten Colonel Baldwin beim Kartenspiel gewonnen hatte und auf seinen Gewinn bestand. Versucht vergeblich, sich ins Tokyo General Hospital versetzen zu lassen. Seine Fähigkeiten als Chirurg sind phänomenal und seiner Meinung nach eine Verschwendung an das Camp (was er auch Hawkeye und BJ spüren lässt). Er ist überhaupt nicht begeistert, dass er unter diesen „vulgären Kretins“ arbeiten muss. Verzweifelt versucht er, jede Möglichkeit zu nutzen, das Camp so schnell wie möglich wieder zu verlassen indem er sich bei durchreisenden Generälen einschleimt. Winchester ist der Charakter, der sich vom Frank-Burns-Nachfolger (der als Seriencharakter von allen nicht gemocht wurde) in einen absoluten Zuschauerliebling verwandelt hat. Er stammt aus Boston, Massachusetts.
Ich habe den Text der einfachheit halber mal von Wikipedia kopiert
Die folgenden Zitate kommen aus dem Thread "zu spät entdeckte Serien".
Wobei die Tendenz sehr eindeutig war. Sie hat zwar immer wieder zu ihrem Frank gehalten, doch eben manchmal hat sie zu Hawkeye gehalten, wenn sie der Auffassung war, dass Pierce recht hat bzw Burns unrecht hatte.Es fasziniert mich immer wieder wenn ich mir die "Klamauk"- Staffeln 1 bis 3 anschaue denn dort sind schon so viele Folgen dabei in der es nicht um Klamauk geht sondern ein äusserst ernstes Thema besprochen wird. Vorallem auch Margaret die erst dann zum Freund wird wenn sie sich von Frank trennt aber bereits in der zweiten Staffel verändert sich ihr Charakter in eben genau diese Richtung.
Tja hier hat die Serie wohl genauso wie der Film (wertvolle) Zeichen für spätere Produktionen gesetzt.Schau dir das Entsetzen auf den Gesichtern der Schauspieler an. Das wussten die erst als es Radar verkündet! Es war nämlich wirklich so und das gab damals auch noch einen gewaltigen Schock für die US Zuschauer als diese Episode gesendet wurde.
[...]
Das ist natürlich ein Schock. Auch wenn Radar plötzlich nach Hause aufbricht kriegt man noch mal so einen Dämpfer verpasst.
Da isser nun.Wir brauchen einen eigenen Thread zur Serie!

Wusste ich noch gar nicht. Aber ich habe ja schon immer gesagt, dass die deutschen Synchros, zumindest hin und wieder, um Welten besser sind als ihr Ruf.Nee. Ich halte es wie Alan Alda der die deutsche Synchro jederzeit der englischen Vorziehen würde. Die Charaktere werden ideal vertont und passen besser als die Originalspur.
In der vierten Staffel, die Folge (weiß ad hoc den Folgentitel nicht), wo Colonel Potter am Anfang beim Rasieren vor sich hin singt, und er anschließend mit Radar spricht (Gesang in O-Ton, Sprache in Deutsch), hört man sehr deutlich, wie fantastisch der deutsche Synchrosprecher gecastet wurde.
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