Bleibt es dabei, dass sich die drei nächsten Filme als eine dritte Trilogie verstehen, die mit den anderen 6 Filmen eine Einheit bilden, wird mit Sicherheit kein EU-Material (unmittelbar) verarbeitet.
Eventuell nimmt man Ideen, Ereignisse (die Vong würden sich als Idee einer Bedrohung gut anbieten) und Charaktere und baut sie (in veränderter Form) ein, aber es wird sich keine Umsetzung geben die man auch nur annähernd als 1:1 verstehen könnte.
Die Chancen für direktere Adaptionen (wieder m.E. keine 1:1 Umsetzung) bekannter Stories steigen je mehr Filme entstehen, die sich dann auch als eigenständige Werke begreifen und nicht als Teil einer 6 bzw. 9teiligen Filmserie.
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Ich gehe davon aus, dass die Canon-Sache in Zukunft sehr viel freier gestaltet wird. In etwa z.B. so, dass die neue "Disney"/Film-Zukunft neben der bisherigen Zukunft parallel existiert.
Da ich vielfach mit verschiedenen Versionen von im Grunde gleichen Figuren/Stories aufgewachsen bin, denke ich, dass ich damit persönlich auch kein Problem haben werde.
Nehmen wir mal die Figur von Dagobert Duck, dessen europäische Popularität auch auf großteils europäischen/italienischen Produktionen basiert; in Amerika ist er eine weitaus unwichtigere Figur im Disney-Programm.
Hier war mir schon als Kind bewußt, dass es sich beim LTB-Dagobert (großteils italienische Comics; und auch hier ist es im übrigen nicht immer ganz der selbe Char), dem Don Rosa-Dagobert und den Duck Tales - Dagobert, zwar um die gleiche Figur mit grundsätzlich vergleichbaren Eigenschaften handelt, aber niemals um ein und den selben deckungsgleichen Charakter.
Bei Batman hatte der 66er Batman nichts mit dem Batman zu tun, den ich aus den Comics kannte, dann gab es noch eine Hörspielserie, die eine weitere Interpretation brachte und Tim Burtons Batman sowie die darauf folgende Animated-Serie waren dann wieder ganz eigene Sachen.
Bei "Masters of the Universe" spielte sich für mich die Hauptstory in den großartigen Hörspielen ab, daneben gab es aber auch den Zeichentrick (für sich genommen ebenfalls sehr schön), die Comics, die Minicomics und schließlich den Realfilm und wieder musste das alles getrennt von einander gesehen werden. Als es dann mit New Adventures weiterging gab es ganze 4 Origin-Stories, die alle das grundsätzlich gleiche Storymotiv verwendeten (Reise in die Zukunft und den Weltraum), aber keinesfalls gleich/identisch waren.
Mehr noch als jetzt wird man sich bei SW in Zukunft als Fan imo aussuchen können was einem gefällt und was man akzeptieren will.
Ich mache das auch heute schon so mit SW:
Als Beispiel und in Anlehnung an GL:
"Dass in Vaders Anzug minderwertige Teile verbaut wurden ist James Lucenos Meinung, aber es dringt nicht in mein persönliches SW-Universum ein."


Ich nehme mir da einfach das Recht Dinge, die mir nicht gefallen oder die meinen persönlichen Kerninterpretationen widersprechen, für mich persönlich schlicht zu streichen.
Btw. bei Star Trek sind Romane generell non-canon; deswegen macht es mir aber auch nicht weniger Spaß sie zu lesen und wenn mir eine Geschichte gut gefällt, gehört sie für mich persönlich auch zur Star Trek-Geschichte dazu.
Ich sehe den zu erwartenden Umwälzungen bei "Star Wars" aus diesen Gründen eigentlich ganz gelassen entgegen.
