Tagespolitik allgemein

Wie handelt man "besonnen" in deinen Augen? Zugeständnisse machen? Gib doch mal Beispiele, das fehlt komplett von dir. Da kommt immer nur ein "ich weiß es selber nicht"... also wie handelt man "besonnen"? Nicht mit einer Belohnung an Russland jedenfalls.
Es muss die Zeit der Diplomatie kommen. Ich bin der Überzeugung das man diesen Konflikt nicht militärisch lösen kann. Wo soll das bitte enden ?
Ja ich weiß, mit Putin kann man nicht reden……aber man wird es müssen.
 
Wie willst du mit jemanden verhandeln, der dir mit dem Tod droht und die Waffe nur senkt, wenn du ihm etwas gibst, was nicht ihm gehört?! Das wird dann nur damit enden, dass du ihm etwas gibst! Also willst du doch mit Terroristen verhandeln... ansonsten wird es keine Verhandlungen geben können, außer Putin macht eine 180° Kehrtwende.
 
Es muss die Zeit der Diplomatie kommen. Ich bin der Überzeugung das man diesen Konflikt nicht militärisch lösen kann. Wo soll das bitte enden ?
Ja ich weiß, mit Putin kann man nicht reden……aber man wird es müssen.

Wenn Russland verliert, ist Diplomatie in Ordnung, weil eine solche Großmacht darf man ja nicht einfach so schmähen, und wenn Russland gewinnt, sollen sich die Ukrainer ihrem Schicksal ergeben, weil es sind ja nur die kleinen, armen Ukrainer. Verstehe ich das richtig?

Grüße,
Aiden
 
Aber einige würden wohl lieber die Welt brennen sehen als einen Kompromiss mit Russland einzugehen .

Ist natürlich immer eine Standpunkt Frage und aus der doch recht privilegierten Position finde ich diese Argumentation immer recht egoistisch.

Ich sehe diese Argumentation immer als ein ergeben gegenüber einem hochrangig imperialistischen Bestreben mancher Akteure die wir eigentlich hinter uns haben sollten.

Ich will ja auch nicht das er sich einfach Land einverleibt, aber die Maximalforderung der Ukraine wird nicht einzuhalten sein, ohne das es weiteres Leid und weitere Zerstörungen gibt.

Nach dieser Logik hat doch Russland keinerlei Grund von seinen Maximalvorderungen abzurücken. Ganz im Gegenteil du legitimierst somit ihr Vorgehen und gibst ihm sogar einen Grund dafür ihre Maximalvorderungen auszuweiten.

Ich habe es hier ja auch schon erwähnt das man es ernst nehmen muss.

Natürlich muss man rein theoretisch alles ernst nehmen. Aber man muss das gesagte auch in ein realistisches Verhältnis setzen. Ein Atomschlag Russlands ist möglich aber es ist von allen Szenarien das mit großen Abstand unrealistische.

Ein Waffenstilstand mit dem Wille zu Verhandlungen auf beiden Seiten wäre in meinen Augen schonmal was positives.

Hatten wir doch schon ein gefühltes dutzend mal und die bestanden ja nur auf dem Papier.

Russland hat sich mit diesen Taten jarzehntelang ins Aus katapultiert.

Hier würde ich dann doch gern differenzieren.

Bei dem Russland wie es jetzt existiert und politisch geführt wird stimme ich zu.

Sollte sich die innenpolitische Situation sich in Russland signifikant ändern halte ich diese Haltung für maximal destruktiv.

Ich glaube diese Zwickmühle haben wir doch alle verstanden.
Die Frage ist wie weit er gehen würde.

Er würde bis zum Ende gehen, bin ich vollkommen von Überzeugt. Die Frage ist aber ob es ihm ermöglicht wird bis zum Ende zu gehen und die Wahrscheinlichkeit ist extrem gering.
 
Wo soll das bitte enden ?

Yes, Sir. Genau das ist die Frage. Wo soll es enden, wenn Putin sich die Südostukraine (oder vielleicht die gesamte Ukraine) einverleibt, weil wir einen Kompromiss eingehen, damit er die Bombe nicht zündet. Wo soll es enden, wenn Kim das mitbekommt und sich Südkorea mit Androhung seiner Bombe holt? Wo soll es enden, wenn Pakistan und Indien so richtig Lust bekommen sich endlich Kashmir zu krallen? Wo soll es enden, wenn der Taiwankonflikt auf diese Art "gelöst" wird?

Lässt man Putin gewähren und geht einen faulen Kompromiss ein führt das genau zu dem was man eigentlich verhindern wollte: Nukleares Chaos in der Welt.
 
Dieser Ausweg muss aber ebenfalls mit einem kompletten Abzug Russlands aus urkainischem Gebiet enden... weil sonst gewinnt Russland etwas aus seinem Angriffskrieg und Ukrainer leiden noch mehr.

Wenn's nach mir ginge, würde Putin genau gar nichts bekommen (außer die gerechte Strafe dafür, was er angerichtet hat und weiterhin anrichten möchte). Die von mir zitierte Aussage Bidens: "wir überlegen, wie er weder sein Gesicht, noch seine Macht in Russland verliert" finde ich geradezu abstoßend. Dieser Faschistenork soll verdammt noch mal ALLES verlieren.

Leider hat Putin aber so viel Macht auf sich vereint, dass es nahezu unmöglich scheint, nicht mit ihm verhandeln zu müssen :/
 
Wenn Russland verliert, ist Diplomatie in Ordnung, weil eine solche Großmacht darf man ja nicht einfach so schmähen, und wenn Russland gewinnt, sollen sich die Ukrainer ihrem Schicksal ergeben, weil es sind ja nur die kleinen, armen Ukrainer. Verstehe ich das richtig?

Grüße,
Aiden
Russland hat schon verloren. Man muss jetzt einen Ausweg finden damit der scheiss Krieg ein Ende findet.
Nicht so schwer zu verstehen ne ?
 
Wenn er den Krieg verliert, ohne entmachtet zu werden, wird er das aber können, meinst du?

Er hat den Krieg schon so gut wie verloren. Keine Ahnung wie er es aktuell innenpolitisch als einen Erfolg verkaufen will, wenn er die Südostukraine wieder abgeben muss. Und der "Kompromiss" ihm diese Teile einfach zu geben, wird weder die Ukraine mitmachen noch ist es für den Westen sinnvoll, weil wir dann wieder in der Dilemmasituation sind, dass sich Atommächte alles erzwingen können. Das sinnvollste wäre vermutlich wie Afghanistan zu verlassen. Und dann kann die Lügenpropaganda des Kreml das auch gerne innenpolitisch als den großen Sieg gegen den Faschismus verkaufen.

Er ist zu mächtig um nicht mit ihm zu reden.

Der heiße Draht nach Washington und Europa der extra dieses Jahr eingerichtet wurde existiert schon nicht mehr?
 
Er ist zu mächtig um nicht mit ihm zu reden.

Er ist nur so mächtig wie er von seinem Umfeld gemacht wird. Und jetzt wo diese Macht eindeutig schwindet und ins wanken kommt möchtest du ihn wieder stärken.

Obwohl du leid reduzieren möchtest (wovon ich 100% Überzeugt bin) würde ein "Kompromiss" auf lange Sicht bedeutend mehr Leid und Tod verursachen als jetzt gegenzuhalten und klare Grenzen aufzuzeigen.
 
Ich will ja auch nicht das er sich einfach Land einverleibt, aber die Maximalforderung der Ukraine wird nicht einzuhalten sein, ohne das es weiteres Leid und weitere Zerstörungen gibt.

Ich will hier nochmal darauf hinweisen, dass diese Maximalforderung die Wiederherstellung der staatlichen Souveränität über das von Russland höchstselbst zugestanden Staatsgebiet der Ukraine ist.
Muss man sich immer wieder vor Augen führen, wenn dieser naive Ruf nach Zugeständnissen in Verhandlungen kommt. Die Ukraine fordert nichts was aus dem Rahmen fällt, es fordert das Ende einer völkerrechtlich illegalen Besatzung des Landes.

Dass dann bei der Frage wie der Kompromiss denn aussehen soll so rumgedruckst wird, ist auch wieder bezeichnend. Man will einfach nur Ruhe haben...die Ukraine kann dafür ruhig ein wenig einstecken...ok? :(
 
Russland hat schon verloren. Man muss jetzt einen Ausweg finden damit der scheiss Krieg ein Ende findet.
Nicht so schwer zu verstehen ne ?

Bei der Blauäugigkeit (und dem Verschließen vor der jüngeren Vergangenheit) schon. Aber manche Fassen halt auch zwei oder drei Mal die heiße Herdplatte an, weil sie Erfahrungen bloß a posteriori machen können. :zuck:

Um mal mein Problem mit deiner sehr schlichten Denkweise aufzuzeigen: Was hält Russland davon ab, danach sich einen anderen schwächeren Gegner einzuverleiben? Was hält China davon ab, sich demnächst Taiwan und alle Inseln im Südchinesischen Meer zu krallen? Was hält Pakistan oder Indien davon ab, sich die Kaschmir-Region zu holen? Was hält andere Despoten davon ab, sich einfach Dinge zu nehmen, die ihnen nicht gehören? Laut deiner Logik müssen die ja bloß ein paar tausende Soldaten in den Tod schicken, Städte bis zur Unkenntlichkeit zerbomben, Zivilisten vergewaltigen und massakrieren (oder umgekehrt) und schon winkt der "Kompromiss".

Nebebei: Da du anscheinend zu feige bist deinen "Kompromiss" in Worte zu fassen, übernehme ich das mal: Du möchtest, dass die Ukraine sich aus den besetzten/annektierten Gebieten vollständig zurückzieht, ihre dortige Bevölkerung russischen Handlangern (Ja, Putins "pro-russische" Kriegshunde haben nicht einmal die ukrainische Staatsbürgerschaft!) zurücklässt, ein Atomkraftwerk nahe ihres dann noch verbleibenden Staatsgebiets überlässt, auf Reparationsforderungen verzichtet, auf Ermittlungen wegen der begangenen Kriegsverbrechen verzichtet, sich von Russland die Bündnispartner vorschreiben lässt (keine Nato und keine EU) und am besten noch ihre Regierung gegen Politiker austauscht, die Putin genehm sind. Im Gegenzug soll sich Russland dann an ihre einst geschlossenen Verträge und Abkommen halten ... also... wenn man in Moskau Lust dazu hat. Sobald man nämlich wieder mit der Atomkrakete droht, geht dann die nächste "Verhandlungsrunde" los.

Toller Kompromiss. Da würde ich auch lieber dankend ablehnen und die Welt brennen sehen wollen... ;)

Grüße,
Aiden
 
Der heiße Draht nach Washington und Europa der extra dieses Jahr eingerichtet wurde existiert schon nicht mehr?
Das komplizierte an der Situation ist, das Putin den verlorenen Krieg als Sieg verkaufen muss.
Nun kommt die Diplomatie ins Spiel.
Ich bin ja auf der selben Seite wie ihr, aber glaubst Du Putin nimmt eine Niederlage einfach so hin ? Ich vermute er sucht selber einen Exit, aber der wird nicht so aussehen wie es sich viele wünschen.
 
Was sagt ihr denn zu dem von mir verlinkten Artikel und der Aussage Bidens?
Wäre doch heftig, wenn die USA nun tatsächlich darüber nachdenken sollten, wie sie Putin entgegenkommen können, damit dieser nicht komplett durchdreht.
 
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