Orcamaster
Botschaftsadjutant
|| Outer Rim Territories || Excarga System || Excarga || Einöde der Steppe || Pumpkin; NPCs ||
Die verlassene Feuchtfarm war in westlicher Richtung schnell gefunden, da diese nicht sonderlich weit weg war. Während das Skiff am Rande der Feuchtfarm wartete, rückte der bewaffnete Attentäterdroide hinein und sicherte das Innenleben des verlassenen Gebäudes, in der Hoffnung, den letzten Räuber habhaft zu werden, doch es schien so, als käme er zu spät. Die wichtigsten Sachen sind schon verladen und verschwunden. Zurück blieben nur ein Heiden Chaos, Essensreste, offene Kisten mit wertlosem Plunder und Karten, die sich der neugierige Droide anschaute. Soweit sein Verständnis war, gab die Karte eine grobe Lage der Umgebung an, darunter das 'Dustdew Outpost' und einige andere Feuchtfarmen in relativer Nähe. Vielleicht ein Glücksgriff, denn in der Karte sah er einige potenzielle Kunden, die er besuchen konnte. Schnell wurde die Karte eingesackt und das Speeder-Bike bestiegen. Es war ein wahrer Glücksgriff, dass er nun ein Speeder-Bike erbeuten konnte. Die Räuber würden wohl kaum das gestohlene Gut zur Anzeige bringen, wer weiß, wem sie dies gestohlen hatten. Es ging nun in nordwestlicher Richtung zum Raumschiffwrack namens 'Dustdew Outpost', die sie auch in weniger als zwei Stunden erreicht bekamen. Die Sonne neigte sich bald den Abend zu und man konnte schon von weiten die massive Struktur eines abgestürzten Sternenzerstörers der Venator-Klasse entdecken. Diese Schiffe waren einst in den unzähligen Kriegen der Republik im Einsatz, ob gegen die Separathisten oder anderen Kriege, konnte der HK-Droide nicht mehr validieren, was aber auch keine Rolle spielte, weil entscheidend war, dass sie nun ankamen. Am Rande des Wracks stoppten sie und beäugten die ausgeschlachteten Schiffe, die alle den Sternenzerstörer umringten oder angelehnt waren. Sie bildeten nicht nur einen guten Verteidigungsparameter, sondern auch guten Schutz gegen allerlei Problemen. Die Zugänge waren einfach eine Lücke zwischen zwei Schiffen und nachdem der HK-Droide den restlichen Droiden anordnete hier zu warten, betrat dieser den Outpost, um sich etwas umzuschauen.
Er konnte gleich viele Organische verschiedenster Rassen sehen und darunter auch einige Reit- und Lastentiere, die wohl für den Transport von Waren genutzt wurden. Er ging zu einem überdachten Stand und schaute sich dessen Angebot an, wobei ihm die 'Vielfalt' eher wie ein 'Raritätenmuseum' vorkam, da die Ersatzteile die er anbot, eher veraltet und ausgemustert schienen. Es waren wohl eher die unverkauften Teile der abgestürzten Schiffe, die keiner mehr kaufen wollte und durch den regen Karawanenverkehr wohl verkauft werden sollten. Excarga war keine hochindustrielle Stadt wie Nar Shaddaa, worauf auch hier weniger bis gar keine Droiden herum fuhren, doch der Außenposten besaß einige Sonnenkollektoren zur Strom- und Vaporatoren für die Wassergewinnung. Es schien mehr so, als wäre dieser Umschlagplatz hier mehr dafür geeignet, die umliegenden Farmbauern zu sammeln, dass diese ihre dürftige Ernte verkaufen oder tauschen konnte. Pumpkin jedenfalls konnte keine interessanten Waren finden. Vielleicht ließ sich noch etwas aus den Wracks etwas schneiden, doch das würde wohl Tage dauern. Er knüpfte hier und dort einige Kontakte und holte Informationen bezüglich der umliegenen Feuchtfarmen und Ortschaften ein, wobei er auch mal sinnvolle Informationen bezüglich Flora und Fauna erfuhr, doch viel wichtiger waren das Warenangebot im Umfeld, bzw. Nächstgrößeren Orte. So erfuhr er zum Beispiel, dass Tantla's – wolfsähnliche Raubtiere mit 1,30m Schulterhöhe, 3m Länge – oder Ronto-Tiere hier ansässig seien. Ersteres waren mehr gut für die Jagd oder deren Fälle, zweitere eher für den Transport geeignet. Auch einige Bantha waren hier angesiedelt, die man aber in der freien Wildbahn nur in Horden fand. Die haarigen Biester waren mit ihrer Tonne Pelz und ihrer 2,50m Schulterhöhe Kollosse der Steppe, die eigentlich nur fraßen oder schliefen. Auch erkannte er einige andere Lastentiere, dessen Spezies er nicht ausmachen konnte, weil er einfach kein Biologe war. Dafür erfuhr er einiges über die Landwirtschaft und Ökologie des Planeten, dass dieser perfekt für Landwirtschaft sei, aber ohne Raumschiffe und Aufschließung größerer Märkte und Abnehmer ein großer Anbau unrentabel sei. Das Gute bei diversen Karawanen war aber, dass er weitere Händler finden konnte, die er mit genug Überzeugungskraft und einigen nützlichen Ersatzteilen zu einem Geschäft bewegen konnte. Im Austausch und Anzahlung einiger Ersatzteile, kauften einige Händler die Companion2000 Datapads ab und überreichten ihn die Credits. Natürlich vereinbarte er die Geschäftsdetails, wie sie ihn finden oder kontaktieren konnten und wie und wo sie ihre Ware bekommen würden. Bei Karawanen war der Austausch von Geld, Waren und Informationen eine Sache für sich, weil diese selten einen festen Standort besaßen. Immerhin waren sie meist auf Reisen und verdienten damit ihr Geld. Doch der Droide war soweit froh und überreichte dem letzten Katzenhumoiden einpaar Ersatzteile, bevor die Nacht herein brach. Das dezente Licht des Outposts erleuchtete das Innenareal, während das Außengebiet sich in Dunkelheit hüllte. Passiv wurde die äußere Umgebung trotzdem beleuchtet, da durch die diversen Löcher genug Helligkeit schien, dass man den Outpost auch in der Nacht erkennen konnte, doch die Weiterreise war für den heutigen Tag gestrichen. Alle Droiden schalteten sich entweder ab oder im Passivmodus, bis der nächste Tag herein brach.
Als der nächste Tag begann, aktivierten sich Pumpkin's Photorezeptoren und er schaute um sich. Etwas stimmte nicht. Der DUM-Droide war weg. Hatte er sich selbst aktiviert und irrte umher? Er aktivierte alle anderen Droiden und forderte sie auf, diesen im Umkreis zu suchen, doch nach zweistündiger Suche musste die Reise abgebrochen werden. Wurde er etwa gestohlen? Hatte er dies nicht mitbekommen? Wohl ein Profi am Werk. Jedenfalls konnte er das Skiff UND das Speeder-Bike nicht zeitgleich weg bringen. Noch immer fehlten ihn circa 50 Kunden und nach erster Prüfung des Skiffs, scheint dessen Energieverteilerdüse auch noch defekt zu sein und zwar so defekt, dass selbst der B-1-Ingenieurdroiden diesen nicht so einfach reparieren konnte. Alleine für diesen Umstand hätte er gerne einpaar Organische nieder gemäht, der Frustbewältigung. Doch auch die Vielzahl der schlechten Nachrichten, war kein guter Start in den Tag. Jedenfalls musste der HK-Droide im Outpost herum fragen, ob die Händler vor Ort solch eine Energieverteilereinheit hätten. Kaum betrat er das Innere des Outposts, schien sich etwas getan haben, zumindest bemerkt er die abfälligen Blicke der organischen Händler ihm gegenüber. Unter anderen Umständen wäre es ihm egal, doch die zuvor interessierten Händler schienen sich auch ihm abzuwenden. Irgendetwas muss über Nacht passiert sein. Er sprach den erstbesten Händler an, was denn los sei, doch dieser erwiderte nur barsch, dass er nicht mit Mördern handeln werde. Selbst auf Nachfrage, ob dieser ihm das erklären könne, erwiderte dieser nur schroff, dass er kein Interesse an einem Gespräch hätte. Pumpkin kam sich etwas deplatziert vor. Vorher war es ein interessanter Ort für Handel und Informationen, doch binnen Nacht schien sich alles gewandelt zu haben. Er schaute sich im Outpost um und wollte noch einige Händler fragen, irgendeinen Grund musste es ja geben, da erspähte er einen humanoiden Raider mit Lederrüstung, die ihm irgendwie bekannt vor kam. Dieser schien eifrig mit einem Händler zu diskutieren und wedelte einen eingeklappten DUM-Droiden in der Hand umher. Es wirkte fast so, als wollte er diesem dem Händler verkaufen, doch dieser schien wenig Interesse zu haben. Als sich Pumpkin näherte, weil ihm der rote DUM-Droide doch recht seltsam vorkam, erspähte der Mensch den HK-Droiden, worauf er erschrocken schaute und das Weite suchte. Jemand, der so reagierte, hatte definitiv etwas zu verbergen, worauf er dem organischen Fleischsack verfolgte. Der Mensch rannte in seiner Panik einen Händler um, riss einige Waren von den Aufhängern, preschte darin hindurch, was Pumpkin nur Zeit verschaffte. Noch bevor der Droide ihn erreichen konnte, stoppte ihn ein Söldner, der wohl für die Sicherheit des Outposts verantwortlich war und schickte ihn mit einem Blastergewehrgriff auf den Rücken. Der HK-Droide näherte sich nun ruhiger und amüsierter dem unschädlich gemachten Fleischsack und bekam noch mit, was der Inhalt des Gesprächs war. Der Sicherheitstyp ermahnte den Menschen nicht nur, herum zu rennen, als sei er auf der Flucht, sondern auch dass er – abgesehen von einigen Schäden – auch eine Menge Unruhe stiftete. Noch bevor sich der Raider ganz aufrichten konnte, packte Pumpkin dessen Schulter, worauf der Mensch in sich zusammen fuhr. Das Spiel war aus. Flehend und bettelnd sank er auf die Knie und bat um sein Leben. Der Sicherheitstyp schaute etwas verwirrt, bis der HK-Droide erklärte, dass dieser Abschaum wohl seinen DUM-Droiden gestohlen habe und er sein Eigentum zurück haben wolle. Der Raider war sehr redseelig und ehrlich, gestand schnell und gab den DUM-Droiden zurück. Auf Nachfragen, ob er auch das Skiff sabotiert habe, verneinte der Raider und erklärte nur, dass er mit seinen 'Kollegen' – wobei ein Großteil schon Tod ist, da der Angriff auf das Skiff eine hässliche Wendung hatte – den Überfall vor hatten, aber er nach der überraschenden Gegenwehr lieber das Weite suchte. Dass sie sich nun hier wieder fanden grenzte an ein Wunder, oder war es die Macht selbst? Entscheidend war aber, dass Pumpkin über das Schicksal des Raiders nun entscheiden könne. Zwar könne der Raider in Sicherheitsverwarung genommen werden, doch vor Ort gab es keine Richter oder Rechtsprechung. Er könnte natürlich als Sklave verkauft werden, es sei denn, der Droide hätte eine Verwendung für den organischen Dreck. Natürlich intervenierte der Raider und machte seine Fähigkeiten schmackhaft, ob diese seinen Anpreisungen entsprachen, konnte nicht geprüft werden. Natürlich war er ein Pilot – zumindest ein Speeder-Bike konnte er steuern – dazu noch ein Mechaniker und Ersthelfer. Fast schon ignorierend, aktivierte er den DUM-Droiden, der zum Leben erwachte, während er sich noch überlegen musste, was er mit diesem Mittesser von Bantha-Futter machen sollte. Ein Maul stopfen – sprich ihn versorgen – konnte und wollte er nicht, doch vielleicht war er nützlich. Nach kurzer Absprache, überließ der Sicherheitstyp den Raider in Pumpkin's künstlichen Klauen, worauf alle drei – Dum-Droide, Pumpkin und Raider – zum Skiff zurück kehrten und sie sich über den Stand des Skiffs unterhielten. Der Raider – seines Zeichens Mensch im mittleren Alter, sonnengebräunte Haut, kurzer stoppeliger Bart um Mund, eine Narbe diagonal über sein Gesicht, schaute sich den Schaden des Skiffs an und stellte recht zielsicher fest, dass das Skiff schon mal bessere Jahre gesehen hatte und das das gewünschte Teil aufgrund vom Alter schon verschlissen sei. Bis jetzt keine neue Information und kein wirklicher Grund, den organischen Bantha-Dreck am Leben zu lassen, doch er versprach, dass er helfen könne, ein Ersatzteil zu finden. Pumpkin's Aufmerksamkeit hatte er jedenfalls jetzt gewonnen.
Er meinte in wenigen Sätzen, dass er über die Wochen bei der jetzt ausgelöschten Raidergruppe einige interessante Leute kennenlernen konnte, darunter einige Schrott- und Ersatzteilhändler. Daher hatten sie es auch ursprünglich auf das Skiff mit all den Droiden abgesehen. Aus der Sicht, fette Beute. Er erklärte, dass sie dort nachfragen könnten, doch das könnte eine Weile dauern, weil die Händler ständig auf Reisen wären und selten einen festen Ort hätten. Ihm blieb keine andere Wahl und willigte ein. Der Raider sollte ihn dort hin bringen, doch mit seinem Speeder, während die fliegende Kantine vor Ort bleiben sollte und musste. Als der Raider fast verabschieden wollte, um sein Gefährt zu holen, stoppte er den eifrigen Halunken und orderte an, dass dieser mit ihm kommen werde, beide auf ein Speeder-Bike. Damit konnte der Raider nicht abhauen. Dann erklärte er den restlichen Droiden, dass sie die Zeit nutzen sollten, um einige Lebensmittel hier zu kaufen, versuchen sollten, einpaar Rationen zu kochen und zu verkaufen. Einpaar Credits am Rande waren nie verkehrt, vielleicht erhöhte dies auch seine Reputation.
Während sich der Chefkoch-Droide gleich gen Marktstand machte, sattelte der HK-Droide und Raider auf sein Speeder auf und steuerten gen Süd-Westen.
Die Fahrt dauerte einige Stunden, bis sie einigen Händlern auf Zugtieren mit Anhängern entgegen kamen. Diese konnten nach den Schrotthändler fragen, doch diese hatten ihn vor einpaar Wochen erst gesehen. Der Zeitraum war zulange, als dass seine Informationen aktuell seien. Während der Raider fuhr, hielt sich der Droide hinten fest und sorgte dafür, dass sein 'Fahrer' ihn nicht abwarf und wenn doch, er dies mit seinem Leben bezahlen würde. Nach weiteren Stunden der Fahrt, trafen sie auf einige Feuchtfarmer und wurden diese zu einer anderen Feuchtfarm gelotst, doch dort angekommen, wurden sie nur wieder weggeschickt. Es begann eine kleine Odyssee der Suche, worauf sie fast zwei Tage über die Steppenlandschaft des Planeten streiften.
Das Gute an einer Steppe war, dass man Kilometerweit sehen konnte. Sobald eine Behausung oder Lebewesen vom Weiten erspäht wurden, wurde das Ziel angepeilt. Nur leider herrschte hier mehr Vieh und Weide als sowas wie Zivilisation. Feuchtfarmen waren häufiger zu finden, als motorisierte Händler. Doch wenn man nur langgenug stumpfsinnig gerade aus flog, erreichte man irgendwann Zivilisation oder menschliches Leben in Form von Händler, Pendler oder Farmer. An einem schmalen Fluss angekommen – eine Seltenheit auf diesen Planeten – gelangten sie an dessen Verlauf zu einer Feuchtfarm, die äußerlich größer zu sein schien. Auch ist schon außen zu sehen, dass viele Sonnenkollektoren auf den Häusern und Mauern aufgestellt waren. Wer auch immer dort wohnte, schien einen äußerst großen Energiebedarf zu haben, zumindest mehr als ein durchschnittlicher Feuchtfarmer. Das Speeder-Bike steuerte die Behausung an und betraten das Grundstück, worauf ein Duro wohl fortgeschrittenen Alters mit blasser, blauer Hautfarbe und genug Falten im Gesicht, ihnen entgegen kam. Der Duro rieb sich die Hände an einem alten Lappen trocken und begrößte das ungleiche Duo, worauf er auch gleich seine Waren und Dienstleistungen anbot. Mit stolzer und sonorischer Stimme erklärte er, dass er benötigte Energiezellen aufladen könne oder Wasser verkaufe. Auch habe er einige Lebensmittel und Rationen im Angebot, doch der Raider wiegelte höflich ab und erklärte, wen sie suchten. Der Duro schaute nachdenklich gen Sonne und brummte überlegend, bis er meinte, dass besagter Händler hier öfters vorbei käme, um seinen Luftgleiter aufzuladen, Proviant zu verladen und teils auch Lieferaufträge für ihn erledigen würde. Endlich unterbrach der HK-Droide die Stille und fragte forsch nach, wann dieser Händler denn wieder da sei. Kurz und knapp erkärte er, dass dieser sich mit Ersatzteilen auskennen würde und ihm ein spezielles besorgen könne, die er für sein beschädigtes Skiff benötige. Der Duro winkte die beiden tiefer ins Gemäuer rein und erklärte dann ruhig, dass er die Ankunft des Händlers nicht genau bestimmen könne, aber da er schon fast zwei Tage weg sei, müsste er heute oder Morgen wieder zurück kommen. Etwas missmutig über diesen Umstand, musste sich wohl der Droide eingestehen, dass er derzeit nichts tun konnte als nur 'Warten'.
Pumpkin hasste es, 'tote Zeit' zu haben. Nicht produktiv zu sein, wo er nichts tun konnte, war mehr als ärgerlich. Auf Lauer zu sein, um ein Ziel zu atomisieren war eine Sache. Immerhin führte das Warten oder Lauern zu einem Ziel. Doch so gar nichts zu tun, ließ seinen Prozessor unnötig in Warteschleifen laufen ohne ein Ziel oder Ergebnis zu erlangen. Doch vielleicht sah er das Ganze auch verkehrt. Immerhin könnte er auf den Schrotthändler auch 'lauern', immerhin war es nur eine Umdeutung. Jedenfalls mussten sie nun vor Ort warten, doch bevor sich der Raider in der Nacht absetzte, werkelte der HK-Droide am Speeder-Bike und entfernte eine wichtige Komponente, worauf das Bike nicht starten konnte. Sollte der dümmliche Raider auf die Idee kommen, ihn zu betrügen oder sich absetzen zu wollen, würde er dies nicht können. Während sich der Raider und der Duro wohl gut zu verstehen schienen, ließ der Droide seinen Blick über das Angebot des Farmers schweifen. Es schien so, als hätte er einige Möglichkeiten, umherziehende Leute mit Proviant zu versorgen. Damit verdiente wohl sein Geld.
Die Sonne neigte sich dem Horizont und der Schrotthändler schien heute nicht mehr zu kommen. Dafür schien die Stimmung im Inneren der Feuchtfarm lockerer und amüsierter zu sein. Immerhin schienen sich beide betrunken in den Armen zu liegen und lauthals zu feiern. Für den Attentäter war diese Art des Zeitvertreibs egal, er wollte endlich sein Bauteil haben, während seine 'fliegende Kantine' im Outpost hoffentlich ihre Arbeit erledigen konnten. Immerhin sollten sie einpaar Rationen kochen und diese verkaufen. Dabei war Wasser für die Reinigung der Kochutensilien das Wichtigste. Doch Hier und Jetzt konnte er nichts tun. Während die Nacht herein brach, schien die Feier im Inneren sich langsam dem Ende zu widmen und es wurde still. Pumpkin erlaubte sich genauso in Passivmodus zu gehen und seine Energiereserven zu sparen.
Am nächsten Tag schienen der Duro und der Raider – mehr oder minder – munter auf den Beinen zu sein. Na ja. Mehr schwankend und Kopf haltend, aber sie waren wach und versuchten sich vor der Sonne des Tages zu verstecken, um den Kater vom Vortag erträglicher zu machen. Von Weitem war ein Surren zu vernehmen, was Pumpkin's Aufmerksamkeit forderte. Er schaute gen Horizont und schnell war ein Landgleiter mit Anhänger zu sehen. Dieser sah recht sperrig und behelfsmäßig aus, wohl um mehr Stauraum zu erzeugen, doch es schien zügig voran zu kommen. Nach kurzer Zeit landete der Landgleiter vor der Feuchtfarm und der Neimodianer kam freudig und überschwänglich in die Feuchtfarm, begrüßte seinen Handelspartner lautstark, dass sich die Organischen die Ohren zuhielten. Der Kater war einfach zu groß. Noch etwas schlaftrunken und mit Restalkohol im Blut, stellte der Farmer den Schrotthändler die beiden Gäste vor, worauf sich der Droide in den Vordergrund schob und sich vorstellte. Schnell kam er zum Punkt und erklärte seine Lage, dass sein Skiff einen Energieverteiler benötige, die im Outpost aber keiner habe. Er hatte gehört, dass der Schrotthändler im helfen könne, worauf dieser interessiert zuhörte und nachdenklich sein Kinn rieb. Ohne groß zu antworten, ging er voran zu einem Lagerregal, winkte den beiden zu, dass sie ihm folgen sollten und ließ sich erklären, was sie genau benötigten. Es schien so, als hätte der Schrottsammler das Problem verstanden und zückte nach dem zweiten Fehlgriff die richtige Komponente hinaus, um eine Bestätigung seiner Wahl zu bekommen. Noch bevor der Droide danach greifen konnte, zuckte der Schrotthändler zurück und meinte, dass dies was kosten würde, doch der Preis war recht human, worauf Ersatzteil und Credits den Eigentümer wechselten und der Droide soweit froh war. Während der Droide noch stolz sein gewünschtes Gut bestaunte, schien sich der Schrotthändler und der Farmer über einige Geschäfte und Kontakte zu unterhalten, welche Kunden wo was benötigten. Es schien so, als sei der Schrotthändler nicht nur ein Transporteur zu sein, sondern auch ein Verkäufer und Mechaniker. Pumpkin suchte immer noch nach einigen guten Geschäftskontakten und klinkte sich ins Gespräch ein. Immerhin lebte ein guter Händler von Geschäftsbeziehungen. Er bot seinen Companion2000 Datapad an, worauf er auf offene Ohren stieß, doch sie waren genauso an seinen Geschäftskontakten interessiert. Kurz tauschten sie ihre Angebote aus, was sie anzubieten hatten und erweiteren ihr Händlernetzwerk. Das Gute war, dass Pumpkin zehn weitere Datapads verkaufen konnte. Das Treffen entwickelte sich äußerst lukrativ, wertvoller als Credits, weil er nun einpaar Orte und zahlungsfähige Kunden hatte, die er nun besuchen konnte. Nun galt es zu überlegen, ob er den Raider hier ließ oder wieder mit nahm. Mit dem Ersatzteil konnte er nun das Skiff reparieren und diesen entweder mitreisen lassen oder nach Cargarsis zurück kehren lassen. Eine Weiterreise war nicht sonderlich sinnvoll, schon alleine deswegen nicht, weil dadurch auch Einnahmen verloren gingen. Er selbst konnte und musste weiter, es galt noch vierzig weitere Kunden zu finden, um auf einen grünen Zweig zu kommen.
Als sich der kalte Todesengel auf das Bike schwang, stellte sich der Raider provokativ vor dessen Spitze und meinte vollmundig, dass der Droide nicht einfach abhauen könne, besonders ihn hier zu lassen. Wieder bot er seine Fähigkeiten an, prahlte schon fast damit, was dem HK-Droiden am verchromten Hinterteil vorbei ging, doch durch das fleischgewordene Hindernis musste der Droide nachdenken, ob er den Raider nicht doch benutzen konnte. Abgesehen davon, dass der Droide – aufgrund des fehlenden Bauteils, dass er zuvor ausgebaut hatte – abfliegen könne, erhob er sich vom Bike und winkte den Raider hinter her. Er ging ungefragt ans Lager, griff ein Ersatzteil und drückte es dem Raider in die Hand:
"Aufforderung: Verkauf es mir!"
Der großmäulige Raider schaute etwas verdutzt und überrascht in seine Hand, sah das Bauteil und überlegte kurz. Als Verkäufer zu arbeiten – dazu vielleicht noch einen ehrbaren Beruf nachzukommen – war eine Seltenheit, aber auch Gelegenheit. Anfangs unsicher, stammelte er sich etwas zurecht, worauf sich der HK-Droide desinteressiert umdrehte und das fehlende Bauteil vom Vortag einbaute. Da der Raider wohl wenig Chancen hatte, um den orangen Droiden zu überzeugen, erhöhte er seine Bemühungen und zog sich Verkaufsargumente aus den Fingern, um seine Existenzberechtigung zu bestätigen. Nachdem das Bauteil eingebaut war, erklärte Pumpkin, welche Fehler der organische Blobb gemacht habe und welche Worte oder Satzbauteile er eher verwenden könne. Etwas überrascht schaute er den Droiden an und nickte einfach. Es schien so, als wäre diese verdammte Korrosionsdose nicht nur ein kaltblütiger Killer zu sein, sondern auch ein findiger Händler und Rethoriker. Für den menschgewordenen Raider sah es nicht gut aus, doch hier in der Einöde der Steppe zu versauern stand für diesen nicht zur Debatte. Daher fragte er direkt auf den Blechkopf zu, was der Droide benötigte. Dieser stoppte kurz in seiner Bewegung, als er sich auf das Bike schwang und erklärte fast schon stolz, dass dies die erste, richtige und gute Frage war, die er gestellt habe. Immerhin galt es die Bedürfnisse seiner Kunden zu erfahren und diese dann zu erfüllen. Das machte einen guten Händler aus. Ein perfekter Händler erfuhr nicht nur die Bedürfnisse des Kunden, sondern er pflanzte dem Kunden ein künstliches Bedürfnis seiner Ware ein, die der Händler 'rein zufällig' grad anbot. Aus langer Sicht könnte er wirklich einen Strohmann für sein kommendes Schein- und Briefkastenfirma gebrauchen. Immerhin bräuchte er diesen als 'Geschäftsführer'. Auch ein Mechaniker oder Verkäufer für seinen Standort wäre nicht schlecht. Natürlich hatte dies auch den Nachteil, dass organische Arbeiter auch Wartungs- oder Instandskosten hatten, die Anders als bei Droiden waren.
"Angebot: Eine Mahlzeit am Tag, unter der Bedingung, dass du sie dir erarbeitest."
Pumpkin's Angebot war allgemein, aber wohl auch ziemlich final. Entweder ergriff der ehemals Raider die Gelegenheit oder er versauerte hier. Selbstverständlich willigte er mit einem 'Deal' ein und schwang sich auf die Rückseite des Bikes als 'Beifahrer', worauf der Droide auch schon Gas gab und das Bike gen Outpost bewegte.
Es dauerte fast zwei Tage Tage, bis die Beiden den Dustdew Outpost wieder erreichten und die Droiden samt 'fliegende Kantine' am Arbeiten sahen. Es schien so, als würde der mechanische Koch eine kleine Mahlzeit erzeugen und der ASP-Droide die Rationen in den Outpost liefern. Sonderlich weit hatte er es nicht. Als das Bike neben dem Skiff landete, beschwerte sich schon der DUM-Droide über seinen Entführer, doch der HK-Droide ignorierte die Beschwerde und erklärte, dass dieser nun sein neuer Mitarbeiter sei. Etwas intervenierend erklärte der menschliche Raider, dass er Itu Jander hieße, doch Pumpkin's fehlende Reaktion verriet, dass ihm dies derzeit nicht interessiere. Die arbeitenden Droiden – darunter der Koch, der DUM-Droide und der B-1-Ingenieurdroide – musterten den normalgebauten Menschen, der unter seiner Lederhaube sein blondes Haar versteckte. Der Sand und Dreck verfärbte sein Gesicht leicht bräunlich, ob gebräunt oder einfach nur schmutzig, war derzeit nicht auszumachen. Während er am Bike wartete, erhob sich der HK-Droide und reichte das Ersatzteil dem Ingenieur-Droiden, worauf er mit dem DUM-Droiden das Ersatzteil austauschte. In wenigen Handgriffen schien das Skiff wieder zum Leben zu erwachen, während der Koch die Einnahmen der letzten Tage dem HK-Droiden überreichte und meinte, dass er eine Ration dem Fleischsack von Mensch geben solle. Gierig und hungrig stürzte er sich auf die angebotene Ration, während Pumpkin die eingenommenen Einnahmen zählte. Fünfundvierzig Credits waren nicht sonderlich viel, doch besser als gar nichts. Dazu hatte er noch knapp über 6.000 Credits als Vorkasse für seine Produkte. Das Gute war somit schon mal, dass der Transport gesichert war, um die möglich bestellte Ware gen Excarga bringen zu lassen. Doch noch mussten einpaar Dinge geregelt werden. Zuerst wendete sich der wandelnde, mechanische Tod gen Itu – dem Ex-Raider – und forderte ihm auf, sein Bike zu holen. Für den Fall, dass dieser die Gunst der Stunde nutzen würde, um abzuhauen, schob der orange Droide noch eine Drohung hinter her, dass der Fleischsack sehr weit fliehen solle, denn sollte er ihn nochmal sehen, würde nur noch ein Häufchen Asche übrig bleiben. Etwas unsicher lachte er über die Worte, nicht ganz klar, wie er darauf reagieren sollte und holte sein Speeder-Bike. Derweil kam der ASP-Droide wieder und wartete auf Instruktionen, wobei sich der HK-Droide seinen mechanischem Trupp widmete. Er befahl, ihm ca. 5-10 Rationen zu geben, die er für seine Reise verkaufen könne. Das hieß, die Rationen sollten längerfristig haltbar sein, wobei er auch seine gesamten Einnahmen dem Koch gab. Dann erklärte er allen sein weiteres Vorgehen. Während die 'fliegende Kantine' samt Droiden gen Cargarsis fliegen sollte, würden Pumpkin und der Ex-Raider die fehlenden 40 Kunden suchen, um die restlichen Einnahmen zu generieren. Alle drei bekamen den Auftrag den Droiden-Anwalt zu beauftragen, 100 Companion2000 Datapads zu bestellen und diese im Lager bereit zu halten, bis er wieder käme, um dann die Ware auszuliefern. Drei Tage als Zeitfenster war ein sehr ambitioniertes, wenn nicht sogar unmögliches Zeitfenster, doch so lauteten die Instruktionen. Das überreichte Geld sollte der Anwaltdroide dann nutzen, um mindestens den Piloten, bzw. Den Teil der Ware zu bezahlen, sobald dieser ausliefere. In der Zwischenzeit würde er sich auf den Weg machen, Kundschaft zu aquirieren. Während alle zuhörten, kochte der mechanische Koch seine Rationen, verpackte sie und überreichte sie dem ASP-Arbeiterdroiden, der diese in die Seitentaschen des Bikes verstaute. Sobald die Kantine wieder abflugbereit war, sollte sie Cargarsis aufsuchen und dort ihren regulären Dienst verrichten. Damit würden dann weitere Einnahmen generiert werden, während er sich um die Auslieferung kümmern würde. Er wendete sich dem Repulsor-Truck ab, schaute gen Itu, der zeitgleich mit seinem Bike angeflogen kam, setzte auf und gab die Richtung an, in der sie sich bewegen sollten.
Die verlassene Feuchtfarm war in westlicher Richtung schnell gefunden, da diese nicht sonderlich weit weg war. Während das Skiff am Rande der Feuchtfarm wartete, rückte der bewaffnete Attentäterdroide hinein und sicherte das Innenleben des verlassenen Gebäudes, in der Hoffnung, den letzten Räuber habhaft zu werden, doch es schien so, als käme er zu spät. Die wichtigsten Sachen sind schon verladen und verschwunden. Zurück blieben nur ein Heiden Chaos, Essensreste, offene Kisten mit wertlosem Plunder und Karten, die sich der neugierige Droide anschaute. Soweit sein Verständnis war, gab die Karte eine grobe Lage der Umgebung an, darunter das 'Dustdew Outpost' und einige andere Feuchtfarmen in relativer Nähe. Vielleicht ein Glücksgriff, denn in der Karte sah er einige potenzielle Kunden, die er besuchen konnte. Schnell wurde die Karte eingesackt und das Speeder-Bike bestiegen. Es war ein wahrer Glücksgriff, dass er nun ein Speeder-Bike erbeuten konnte. Die Räuber würden wohl kaum das gestohlene Gut zur Anzeige bringen, wer weiß, wem sie dies gestohlen hatten. Es ging nun in nordwestlicher Richtung zum Raumschiffwrack namens 'Dustdew Outpost', die sie auch in weniger als zwei Stunden erreicht bekamen. Die Sonne neigte sich bald den Abend zu und man konnte schon von weiten die massive Struktur eines abgestürzten Sternenzerstörers der Venator-Klasse entdecken. Diese Schiffe waren einst in den unzähligen Kriegen der Republik im Einsatz, ob gegen die Separathisten oder anderen Kriege, konnte der HK-Droide nicht mehr validieren, was aber auch keine Rolle spielte, weil entscheidend war, dass sie nun ankamen. Am Rande des Wracks stoppten sie und beäugten die ausgeschlachteten Schiffe, die alle den Sternenzerstörer umringten oder angelehnt waren. Sie bildeten nicht nur einen guten Verteidigungsparameter, sondern auch guten Schutz gegen allerlei Problemen. Die Zugänge waren einfach eine Lücke zwischen zwei Schiffen und nachdem der HK-Droide den restlichen Droiden anordnete hier zu warten, betrat dieser den Outpost, um sich etwas umzuschauen.
Er konnte gleich viele Organische verschiedenster Rassen sehen und darunter auch einige Reit- und Lastentiere, die wohl für den Transport von Waren genutzt wurden. Er ging zu einem überdachten Stand und schaute sich dessen Angebot an, wobei ihm die 'Vielfalt' eher wie ein 'Raritätenmuseum' vorkam, da die Ersatzteile die er anbot, eher veraltet und ausgemustert schienen. Es waren wohl eher die unverkauften Teile der abgestürzten Schiffe, die keiner mehr kaufen wollte und durch den regen Karawanenverkehr wohl verkauft werden sollten. Excarga war keine hochindustrielle Stadt wie Nar Shaddaa, worauf auch hier weniger bis gar keine Droiden herum fuhren, doch der Außenposten besaß einige Sonnenkollektoren zur Strom- und Vaporatoren für die Wassergewinnung. Es schien mehr so, als wäre dieser Umschlagplatz hier mehr dafür geeignet, die umliegenden Farmbauern zu sammeln, dass diese ihre dürftige Ernte verkaufen oder tauschen konnte. Pumpkin jedenfalls konnte keine interessanten Waren finden. Vielleicht ließ sich noch etwas aus den Wracks etwas schneiden, doch das würde wohl Tage dauern. Er knüpfte hier und dort einige Kontakte und holte Informationen bezüglich der umliegenen Feuchtfarmen und Ortschaften ein, wobei er auch mal sinnvolle Informationen bezüglich Flora und Fauna erfuhr, doch viel wichtiger waren das Warenangebot im Umfeld, bzw. Nächstgrößeren Orte. So erfuhr er zum Beispiel, dass Tantla's – wolfsähnliche Raubtiere mit 1,30m Schulterhöhe, 3m Länge – oder Ronto-Tiere hier ansässig seien. Ersteres waren mehr gut für die Jagd oder deren Fälle, zweitere eher für den Transport geeignet. Auch einige Bantha waren hier angesiedelt, die man aber in der freien Wildbahn nur in Horden fand. Die haarigen Biester waren mit ihrer Tonne Pelz und ihrer 2,50m Schulterhöhe Kollosse der Steppe, die eigentlich nur fraßen oder schliefen. Auch erkannte er einige andere Lastentiere, dessen Spezies er nicht ausmachen konnte, weil er einfach kein Biologe war. Dafür erfuhr er einiges über die Landwirtschaft und Ökologie des Planeten, dass dieser perfekt für Landwirtschaft sei, aber ohne Raumschiffe und Aufschließung größerer Märkte und Abnehmer ein großer Anbau unrentabel sei. Das Gute bei diversen Karawanen war aber, dass er weitere Händler finden konnte, die er mit genug Überzeugungskraft und einigen nützlichen Ersatzteilen zu einem Geschäft bewegen konnte. Im Austausch und Anzahlung einiger Ersatzteile, kauften einige Händler die Companion2000 Datapads ab und überreichten ihn die Credits. Natürlich vereinbarte er die Geschäftsdetails, wie sie ihn finden oder kontaktieren konnten und wie und wo sie ihre Ware bekommen würden. Bei Karawanen war der Austausch von Geld, Waren und Informationen eine Sache für sich, weil diese selten einen festen Standort besaßen. Immerhin waren sie meist auf Reisen und verdienten damit ihr Geld. Doch der Droide war soweit froh und überreichte dem letzten Katzenhumoiden einpaar Ersatzteile, bevor die Nacht herein brach. Das dezente Licht des Outposts erleuchtete das Innenareal, während das Außengebiet sich in Dunkelheit hüllte. Passiv wurde die äußere Umgebung trotzdem beleuchtet, da durch die diversen Löcher genug Helligkeit schien, dass man den Outpost auch in der Nacht erkennen konnte, doch die Weiterreise war für den heutigen Tag gestrichen. Alle Droiden schalteten sich entweder ab oder im Passivmodus, bis der nächste Tag herein brach.
Als der nächste Tag begann, aktivierten sich Pumpkin's Photorezeptoren und er schaute um sich. Etwas stimmte nicht. Der DUM-Droide war weg. Hatte er sich selbst aktiviert und irrte umher? Er aktivierte alle anderen Droiden und forderte sie auf, diesen im Umkreis zu suchen, doch nach zweistündiger Suche musste die Reise abgebrochen werden. Wurde er etwa gestohlen? Hatte er dies nicht mitbekommen? Wohl ein Profi am Werk. Jedenfalls konnte er das Skiff UND das Speeder-Bike nicht zeitgleich weg bringen. Noch immer fehlten ihn circa 50 Kunden und nach erster Prüfung des Skiffs, scheint dessen Energieverteilerdüse auch noch defekt zu sein und zwar so defekt, dass selbst der B-1-Ingenieurdroiden diesen nicht so einfach reparieren konnte. Alleine für diesen Umstand hätte er gerne einpaar Organische nieder gemäht, der Frustbewältigung. Doch auch die Vielzahl der schlechten Nachrichten, war kein guter Start in den Tag. Jedenfalls musste der HK-Droide im Outpost herum fragen, ob die Händler vor Ort solch eine Energieverteilereinheit hätten. Kaum betrat er das Innere des Outposts, schien sich etwas getan haben, zumindest bemerkt er die abfälligen Blicke der organischen Händler ihm gegenüber. Unter anderen Umständen wäre es ihm egal, doch die zuvor interessierten Händler schienen sich auch ihm abzuwenden. Irgendetwas muss über Nacht passiert sein. Er sprach den erstbesten Händler an, was denn los sei, doch dieser erwiderte nur barsch, dass er nicht mit Mördern handeln werde. Selbst auf Nachfrage, ob dieser ihm das erklären könne, erwiderte dieser nur schroff, dass er kein Interesse an einem Gespräch hätte. Pumpkin kam sich etwas deplatziert vor. Vorher war es ein interessanter Ort für Handel und Informationen, doch binnen Nacht schien sich alles gewandelt zu haben. Er schaute sich im Outpost um und wollte noch einige Händler fragen, irgendeinen Grund musste es ja geben, da erspähte er einen humanoiden Raider mit Lederrüstung, die ihm irgendwie bekannt vor kam. Dieser schien eifrig mit einem Händler zu diskutieren und wedelte einen eingeklappten DUM-Droiden in der Hand umher. Es wirkte fast so, als wollte er diesem dem Händler verkaufen, doch dieser schien wenig Interesse zu haben. Als sich Pumpkin näherte, weil ihm der rote DUM-Droide doch recht seltsam vorkam, erspähte der Mensch den HK-Droiden, worauf er erschrocken schaute und das Weite suchte. Jemand, der so reagierte, hatte definitiv etwas zu verbergen, worauf er dem organischen Fleischsack verfolgte. Der Mensch rannte in seiner Panik einen Händler um, riss einige Waren von den Aufhängern, preschte darin hindurch, was Pumpkin nur Zeit verschaffte. Noch bevor der Droide ihn erreichen konnte, stoppte ihn ein Söldner, der wohl für die Sicherheit des Outposts verantwortlich war und schickte ihn mit einem Blastergewehrgriff auf den Rücken. Der HK-Droide näherte sich nun ruhiger und amüsierter dem unschädlich gemachten Fleischsack und bekam noch mit, was der Inhalt des Gesprächs war. Der Sicherheitstyp ermahnte den Menschen nicht nur, herum zu rennen, als sei er auf der Flucht, sondern auch dass er – abgesehen von einigen Schäden – auch eine Menge Unruhe stiftete. Noch bevor sich der Raider ganz aufrichten konnte, packte Pumpkin dessen Schulter, worauf der Mensch in sich zusammen fuhr. Das Spiel war aus. Flehend und bettelnd sank er auf die Knie und bat um sein Leben. Der Sicherheitstyp schaute etwas verwirrt, bis der HK-Droide erklärte, dass dieser Abschaum wohl seinen DUM-Droiden gestohlen habe und er sein Eigentum zurück haben wolle. Der Raider war sehr redseelig und ehrlich, gestand schnell und gab den DUM-Droiden zurück. Auf Nachfragen, ob er auch das Skiff sabotiert habe, verneinte der Raider und erklärte nur, dass er mit seinen 'Kollegen' – wobei ein Großteil schon Tod ist, da der Angriff auf das Skiff eine hässliche Wendung hatte – den Überfall vor hatten, aber er nach der überraschenden Gegenwehr lieber das Weite suchte. Dass sie sich nun hier wieder fanden grenzte an ein Wunder, oder war es die Macht selbst? Entscheidend war aber, dass Pumpkin über das Schicksal des Raiders nun entscheiden könne. Zwar könne der Raider in Sicherheitsverwarung genommen werden, doch vor Ort gab es keine Richter oder Rechtsprechung. Er könnte natürlich als Sklave verkauft werden, es sei denn, der Droide hätte eine Verwendung für den organischen Dreck. Natürlich intervenierte der Raider und machte seine Fähigkeiten schmackhaft, ob diese seinen Anpreisungen entsprachen, konnte nicht geprüft werden. Natürlich war er ein Pilot – zumindest ein Speeder-Bike konnte er steuern – dazu noch ein Mechaniker und Ersthelfer. Fast schon ignorierend, aktivierte er den DUM-Droiden, der zum Leben erwachte, während er sich noch überlegen musste, was er mit diesem Mittesser von Bantha-Futter machen sollte. Ein Maul stopfen – sprich ihn versorgen – konnte und wollte er nicht, doch vielleicht war er nützlich. Nach kurzer Absprache, überließ der Sicherheitstyp den Raider in Pumpkin's künstlichen Klauen, worauf alle drei – Dum-Droide, Pumpkin und Raider – zum Skiff zurück kehrten und sie sich über den Stand des Skiffs unterhielten. Der Raider – seines Zeichens Mensch im mittleren Alter, sonnengebräunte Haut, kurzer stoppeliger Bart um Mund, eine Narbe diagonal über sein Gesicht, schaute sich den Schaden des Skiffs an und stellte recht zielsicher fest, dass das Skiff schon mal bessere Jahre gesehen hatte und das das gewünschte Teil aufgrund vom Alter schon verschlissen sei. Bis jetzt keine neue Information und kein wirklicher Grund, den organischen Bantha-Dreck am Leben zu lassen, doch er versprach, dass er helfen könne, ein Ersatzteil zu finden. Pumpkin's Aufmerksamkeit hatte er jedenfalls jetzt gewonnen.
Er meinte in wenigen Sätzen, dass er über die Wochen bei der jetzt ausgelöschten Raidergruppe einige interessante Leute kennenlernen konnte, darunter einige Schrott- und Ersatzteilhändler. Daher hatten sie es auch ursprünglich auf das Skiff mit all den Droiden abgesehen. Aus der Sicht, fette Beute. Er erklärte, dass sie dort nachfragen könnten, doch das könnte eine Weile dauern, weil die Händler ständig auf Reisen wären und selten einen festen Ort hätten. Ihm blieb keine andere Wahl und willigte ein. Der Raider sollte ihn dort hin bringen, doch mit seinem Speeder, während die fliegende Kantine vor Ort bleiben sollte und musste. Als der Raider fast verabschieden wollte, um sein Gefährt zu holen, stoppte er den eifrigen Halunken und orderte an, dass dieser mit ihm kommen werde, beide auf ein Speeder-Bike. Damit konnte der Raider nicht abhauen. Dann erklärte er den restlichen Droiden, dass sie die Zeit nutzen sollten, um einige Lebensmittel hier zu kaufen, versuchen sollten, einpaar Rationen zu kochen und zu verkaufen. Einpaar Credits am Rande waren nie verkehrt, vielleicht erhöhte dies auch seine Reputation.
Während sich der Chefkoch-Droide gleich gen Marktstand machte, sattelte der HK-Droide und Raider auf sein Speeder auf und steuerten gen Süd-Westen.
Die Fahrt dauerte einige Stunden, bis sie einigen Händlern auf Zugtieren mit Anhängern entgegen kamen. Diese konnten nach den Schrotthändler fragen, doch diese hatten ihn vor einpaar Wochen erst gesehen. Der Zeitraum war zulange, als dass seine Informationen aktuell seien. Während der Raider fuhr, hielt sich der Droide hinten fest und sorgte dafür, dass sein 'Fahrer' ihn nicht abwarf und wenn doch, er dies mit seinem Leben bezahlen würde. Nach weiteren Stunden der Fahrt, trafen sie auf einige Feuchtfarmer und wurden diese zu einer anderen Feuchtfarm gelotst, doch dort angekommen, wurden sie nur wieder weggeschickt. Es begann eine kleine Odyssee der Suche, worauf sie fast zwei Tage über die Steppenlandschaft des Planeten streiften.
Das Gute an einer Steppe war, dass man Kilometerweit sehen konnte. Sobald eine Behausung oder Lebewesen vom Weiten erspäht wurden, wurde das Ziel angepeilt. Nur leider herrschte hier mehr Vieh und Weide als sowas wie Zivilisation. Feuchtfarmen waren häufiger zu finden, als motorisierte Händler. Doch wenn man nur langgenug stumpfsinnig gerade aus flog, erreichte man irgendwann Zivilisation oder menschliches Leben in Form von Händler, Pendler oder Farmer. An einem schmalen Fluss angekommen – eine Seltenheit auf diesen Planeten – gelangten sie an dessen Verlauf zu einer Feuchtfarm, die äußerlich größer zu sein schien. Auch ist schon außen zu sehen, dass viele Sonnenkollektoren auf den Häusern und Mauern aufgestellt waren. Wer auch immer dort wohnte, schien einen äußerst großen Energiebedarf zu haben, zumindest mehr als ein durchschnittlicher Feuchtfarmer. Das Speeder-Bike steuerte die Behausung an und betraten das Grundstück, worauf ein Duro wohl fortgeschrittenen Alters mit blasser, blauer Hautfarbe und genug Falten im Gesicht, ihnen entgegen kam. Der Duro rieb sich die Hände an einem alten Lappen trocken und begrößte das ungleiche Duo, worauf er auch gleich seine Waren und Dienstleistungen anbot. Mit stolzer und sonorischer Stimme erklärte er, dass er benötigte Energiezellen aufladen könne oder Wasser verkaufe. Auch habe er einige Lebensmittel und Rationen im Angebot, doch der Raider wiegelte höflich ab und erklärte, wen sie suchten. Der Duro schaute nachdenklich gen Sonne und brummte überlegend, bis er meinte, dass besagter Händler hier öfters vorbei käme, um seinen Luftgleiter aufzuladen, Proviant zu verladen und teils auch Lieferaufträge für ihn erledigen würde. Endlich unterbrach der HK-Droide die Stille und fragte forsch nach, wann dieser Händler denn wieder da sei. Kurz und knapp erkärte er, dass dieser sich mit Ersatzteilen auskennen würde und ihm ein spezielles besorgen könne, die er für sein beschädigtes Skiff benötige. Der Duro winkte die beiden tiefer ins Gemäuer rein und erklärte dann ruhig, dass er die Ankunft des Händlers nicht genau bestimmen könne, aber da er schon fast zwei Tage weg sei, müsste er heute oder Morgen wieder zurück kommen. Etwas missmutig über diesen Umstand, musste sich wohl der Droide eingestehen, dass er derzeit nichts tun konnte als nur 'Warten'.
Pumpkin hasste es, 'tote Zeit' zu haben. Nicht produktiv zu sein, wo er nichts tun konnte, war mehr als ärgerlich. Auf Lauer zu sein, um ein Ziel zu atomisieren war eine Sache. Immerhin führte das Warten oder Lauern zu einem Ziel. Doch so gar nichts zu tun, ließ seinen Prozessor unnötig in Warteschleifen laufen ohne ein Ziel oder Ergebnis zu erlangen. Doch vielleicht sah er das Ganze auch verkehrt. Immerhin könnte er auf den Schrotthändler auch 'lauern', immerhin war es nur eine Umdeutung. Jedenfalls mussten sie nun vor Ort warten, doch bevor sich der Raider in der Nacht absetzte, werkelte der HK-Droide am Speeder-Bike und entfernte eine wichtige Komponente, worauf das Bike nicht starten konnte. Sollte der dümmliche Raider auf die Idee kommen, ihn zu betrügen oder sich absetzen zu wollen, würde er dies nicht können. Während sich der Raider und der Duro wohl gut zu verstehen schienen, ließ der Droide seinen Blick über das Angebot des Farmers schweifen. Es schien so, als hätte er einige Möglichkeiten, umherziehende Leute mit Proviant zu versorgen. Damit verdiente wohl sein Geld.
Die Sonne neigte sich dem Horizont und der Schrotthändler schien heute nicht mehr zu kommen. Dafür schien die Stimmung im Inneren der Feuchtfarm lockerer und amüsierter zu sein. Immerhin schienen sich beide betrunken in den Armen zu liegen und lauthals zu feiern. Für den Attentäter war diese Art des Zeitvertreibs egal, er wollte endlich sein Bauteil haben, während seine 'fliegende Kantine' im Outpost hoffentlich ihre Arbeit erledigen konnten. Immerhin sollten sie einpaar Rationen kochen und diese verkaufen. Dabei war Wasser für die Reinigung der Kochutensilien das Wichtigste. Doch Hier und Jetzt konnte er nichts tun. Während die Nacht herein brach, schien die Feier im Inneren sich langsam dem Ende zu widmen und es wurde still. Pumpkin erlaubte sich genauso in Passivmodus zu gehen und seine Energiereserven zu sparen.
Am nächsten Tag schienen der Duro und der Raider – mehr oder minder – munter auf den Beinen zu sein. Na ja. Mehr schwankend und Kopf haltend, aber sie waren wach und versuchten sich vor der Sonne des Tages zu verstecken, um den Kater vom Vortag erträglicher zu machen. Von Weitem war ein Surren zu vernehmen, was Pumpkin's Aufmerksamkeit forderte. Er schaute gen Horizont und schnell war ein Landgleiter mit Anhänger zu sehen. Dieser sah recht sperrig und behelfsmäßig aus, wohl um mehr Stauraum zu erzeugen, doch es schien zügig voran zu kommen. Nach kurzer Zeit landete der Landgleiter vor der Feuchtfarm und der Neimodianer kam freudig und überschwänglich in die Feuchtfarm, begrüßte seinen Handelspartner lautstark, dass sich die Organischen die Ohren zuhielten. Der Kater war einfach zu groß. Noch etwas schlaftrunken und mit Restalkohol im Blut, stellte der Farmer den Schrotthändler die beiden Gäste vor, worauf sich der Droide in den Vordergrund schob und sich vorstellte. Schnell kam er zum Punkt und erklärte seine Lage, dass sein Skiff einen Energieverteiler benötige, die im Outpost aber keiner habe. Er hatte gehört, dass der Schrotthändler im helfen könne, worauf dieser interessiert zuhörte und nachdenklich sein Kinn rieb. Ohne groß zu antworten, ging er voran zu einem Lagerregal, winkte den beiden zu, dass sie ihm folgen sollten und ließ sich erklären, was sie genau benötigten. Es schien so, als hätte der Schrottsammler das Problem verstanden und zückte nach dem zweiten Fehlgriff die richtige Komponente hinaus, um eine Bestätigung seiner Wahl zu bekommen. Noch bevor der Droide danach greifen konnte, zuckte der Schrotthändler zurück und meinte, dass dies was kosten würde, doch der Preis war recht human, worauf Ersatzteil und Credits den Eigentümer wechselten und der Droide soweit froh war. Während der Droide noch stolz sein gewünschtes Gut bestaunte, schien sich der Schrotthändler und der Farmer über einige Geschäfte und Kontakte zu unterhalten, welche Kunden wo was benötigten. Es schien so, als sei der Schrotthändler nicht nur ein Transporteur zu sein, sondern auch ein Verkäufer und Mechaniker. Pumpkin suchte immer noch nach einigen guten Geschäftskontakten und klinkte sich ins Gespräch ein. Immerhin lebte ein guter Händler von Geschäftsbeziehungen. Er bot seinen Companion2000 Datapad an, worauf er auf offene Ohren stieß, doch sie waren genauso an seinen Geschäftskontakten interessiert. Kurz tauschten sie ihre Angebote aus, was sie anzubieten hatten und erweiteren ihr Händlernetzwerk. Das Gute war, dass Pumpkin zehn weitere Datapads verkaufen konnte. Das Treffen entwickelte sich äußerst lukrativ, wertvoller als Credits, weil er nun einpaar Orte und zahlungsfähige Kunden hatte, die er nun besuchen konnte. Nun galt es zu überlegen, ob er den Raider hier ließ oder wieder mit nahm. Mit dem Ersatzteil konnte er nun das Skiff reparieren und diesen entweder mitreisen lassen oder nach Cargarsis zurück kehren lassen. Eine Weiterreise war nicht sonderlich sinnvoll, schon alleine deswegen nicht, weil dadurch auch Einnahmen verloren gingen. Er selbst konnte und musste weiter, es galt noch vierzig weitere Kunden zu finden, um auf einen grünen Zweig zu kommen.
Als sich der kalte Todesengel auf das Bike schwang, stellte sich der Raider provokativ vor dessen Spitze und meinte vollmundig, dass der Droide nicht einfach abhauen könne, besonders ihn hier zu lassen. Wieder bot er seine Fähigkeiten an, prahlte schon fast damit, was dem HK-Droiden am verchromten Hinterteil vorbei ging, doch durch das fleischgewordene Hindernis musste der Droide nachdenken, ob er den Raider nicht doch benutzen konnte. Abgesehen davon, dass der Droide – aufgrund des fehlenden Bauteils, dass er zuvor ausgebaut hatte – abfliegen könne, erhob er sich vom Bike und winkte den Raider hinter her. Er ging ungefragt ans Lager, griff ein Ersatzteil und drückte es dem Raider in die Hand:
"Aufforderung: Verkauf es mir!"
Der großmäulige Raider schaute etwas verdutzt und überrascht in seine Hand, sah das Bauteil und überlegte kurz. Als Verkäufer zu arbeiten – dazu vielleicht noch einen ehrbaren Beruf nachzukommen – war eine Seltenheit, aber auch Gelegenheit. Anfangs unsicher, stammelte er sich etwas zurecht, worauf sich der HK-Droide desinteressiert umdrehte und das fehlende Bauteil vom Vortag einbaute. Da der Raider wohl wenig Chancen hatte, um den orangen Droiden zu überzeugen, erhöhte er seine Bemühungen und zog sich Verkaufsargumente aus den Fingern, um seine Existenzberechtigung zu bestätigen. Nachdem das Bauteil eingebaut war, erklärte Pumpkin, welche Fehler der organische Blobb gemacht habe und welche Worte oder Satzbauteile er eher verwenden könne. Etwas überrascht schaute er den Droiden an und nickte einfach. Es schien so, als wäre diese verdammte Korrosionsdose nicht nur ein kaltblütiger Killer zu sein, sondern auch ein findiger Händler und Rethoriker. Für den menschgewordenen Raider sah es nicht gut aus, doch hier in der Einöde der Steppe zu versauern stand für diesen nicht zur Debatte. Daher fragte er direkt auf den Blechkopf zu, was der Droide benötigte. Dieser stoppte kurz in seiner Bewegung, als er sich auf das Bike schwang und erklärte fast schon stolz, dass dies die erste, richtige und gute Frage war, die er gestellt habe. Immerhin galt es die Bedürfnisse seiner Kunden zu erfahren und diese dann zu erfüllen. Das machte einen guten Händler aus. Ein perfekter Händler erfuhr nicht nur die Bedürfnisse des Kunden, sondern er pflanzte dem Kunden ein künstliches Bedürfnis seiner Ware ein, die der Händler 'rein zufällig' grad anbot. Aus langer Sicht könnte er wirklich einen Strohmann für sein kommendes Schein- und Briefkastenfirma gebrauchen. Immerhin bräuchte er diesen als 'Geschäftsführer'. Auch ein Mechaniker oder Verkäufer für seinen Standort wäre nicht schlecht. Natürlich hatte dies auch den Nachteil, dass organische Arbeiter auch Wartungs- oder Instandskosten hatten, die Anders als bei Droiden waren.
"Angebot: Eine Mahlzeit am Tag, unter der Bedingung, dass du sie dir erarbeitest."
Pumpkin's Angebot war allgemein, aber wohl auch ziemlich final. Entweder ergriff der ehemals Raider die Gelegenheit oder er versauerte hier. Selbstverständlich willigte er mit einem 'Deal' ein und schwang sich auf die Rückseite des Bikes als 'Beifahrer', worauf der Droide auch schon Gas gab und das Bike gen Outpost bewegte.
Es dauerte fast zwei Tage Tage, bis die Beiden den Dustdew Outpost wieder erreichten und die Droiden samt 'fliegende Kantine' am Arbeiten sahen. Es schien so, als würde der mechanische Koch eine kleine Mahlzeit erzeugen und der ASP-Droide die Rationen in den Outpost liefern. Sonderlich weit hatte er es nicht. Als das Bike neben dem Skiff landete, beschwerte sich schon der DUM-Droide über seinen Entführer, doch der HK-Droide ignorierte die Beschwerde und erklärte, dass dieser nun sein neuer Mitarbeiter sei. Etwas intervenierend erklärte der menschliche Raider, dass er Itu Jander hieße, doch Pumpkin's fehlende Reaktion verriet, dass ihm dies derzeit nicht interessiere. Die arbeitenden Droiden – darunter der Koch, der DUM-Droide und der B-1-Ingenieurdroide – musterten den normalgebauten Menschen, der unter seiner Lederhaube sein blondes Haar versteckte. Der Sand und Dreck verfärbte sein Gesicht leicht bräunlich, ob gebräunt oder einfach nur schmutzig, war derzeit nicht auszumachen. Während er am Bike wartete, erhob sich der HK-Droide und reichte das Ersatzteil dem Ingenieur-Droiden, worauf er mit dem DUM-Droiden das Ersatzteil austauschte. In wenigen Handgriffen schien das Skiff wieder zum Leben zu erwachen, während der Koch die Einnahmen der letzten Tage dem HK-Droiden überreichte und meinte, dass er eine Ration dem Fleischsack von Mensch geben solle. Gierig und hungrig stürzte er sich auf die angebotene Ration, während Pumpkin die eingenommenen Einnahmen zählte. Fünfundvierzig Credits waren nicht sonderlich viel, doch besser als gar nichts. Dazu hatte er noch knapp über 6.000 Credits als Vorkasse für seine Produkte. Das Gute war somit schon mal, dass der Transport gesichert war, um die möglich bestellte Ware gen Excarga bringen zu lassen. Doch noch mussten einpaar Dinge geregelt werden. Zuerst wendete sich der wandelnde, mechanische Tod gen Itu – dem Ex-Raider – und forderte ihm auf, sein Bike zu holen. Für den Fall, dass dieser die Gunst der Stunde nutzen würde, um abzuhauen, schob der orange Droide noch eine Drohung hinter her, dass der Fleischsack sehr weit fliehen solle, denn sollte er ihn nochmal sehen, würde nur noch ein Häufchen Asche übrig bleiben. Etwas unsicher lachte er über die Worte, nicht ganz klar, wie er darauf reagieren sollte und holte sein Speeder-Bike. Derweil kam der ASP-Droide wieder und wartete auf Instruktionen, wobei sich der HK-Droide seinen mechanischem Trupp widmete. Er befahl, ihm ca. 5-10 Rationen zu geben, die er für seine Reise verkaufen könne. Das hieß, die Rationen sollten längerfristig haltbar sein, wobei er auch seine gesamten Einnahmen dem Koch gab. Dann erklärte er allen sein weiteres Vorgehen. Während die 'fliegende Kantine' samt Droiden gen Cargarsis fliegen sollte, würden Pumpkin und der Ex-Raider die fehlenden 40 Kunden suchen, um die restlichen Einnahmen zu generieren. Alle drei bekamen den Auftrag den Droiden-Anwalt zu beauftragen, 100 Companion2000 Datapads zu bestellen und diese im Lager bereit zu halten, bis er wieder käme, um dann die Ware auszuliefern. Drei Tage als Zeitfenster war ein sehr ambitioniertes, wenn nicht sogar unmögliches Zeitfenster, doch so lauteten die Instruktionen. Das überreichte Geld sollte der Anwaltdroide dann nutzen, um mindestens den Piloten, bzw. Den Teil der Ware zu bezahlen, sobald dieser ausliefere. In der Zwischenzeit würde er sich auf den Weg machen, Kundschaft zu aquirieren. Während alle zuhörten, kochte der mechanische Koch seine Rationen, verpackte sie und überreichte sie dem ASP-Arbeiterdroiden, der diese in die Seitentaschen des Bikes verstaute. Sobald die Kantine wieder abflugbereit war, sollte sie Cargarsis aufsuchen und dort ihren regulären Dienst verrichten. Damit würden dann weitere Einnahmen generiert werden, während er sich um die Auslieferung kümmern würde. Er wendete sich dem Repulsor-Truck ab, schaute gen Itu, der zeitgleich mit seinem Bike angeflogen kam, setzte auf und gab die Richtung an, in der sie sich bewegen sollten.