Fantasy Herr der Ringe (gesamtes Franchise)

Genau. So. Ist. Es.

Eine Verfilmung ist nicht das Buch.

Wenn im Film aus einem Mann eine Frau gemacht wird... oder aus einem Weissen ein Schwarzer... oder aus einer Schildkröte ein Goldfisch... What ever.... Vielleicht funktioniert das im Film! Das weiss man erst wenn man es sieht.

Kritisch wird es erst wenn das Originalmaterial verändert wird.

Natürlich ist eine Adaption immer anders, ein Film ist kein visuelles Hörbuch, und Veränderungen wird es immer geben. Schon alleine was pacing und Timing anbelangt.
Wobei man sich als Fan des Originals immer Werktreue wünscht. Ich hatte Herr der Ringe z.B. noch gar nicht gelesen als ich die Zwei Türme vor fast zwanzig Jahren im Kino sah, da hat es mich herzlich wenig gestört dass die Elben als Verstärkung in Helmmsklamm aufgetaucht sind. Aus heutiger Sicht ist mir aber klar dass das narativ ein ziemlich starker Eingriff war, und man sich folglich eigentlich fragen müsste warum die Elben (und Zwerge) nicht auch in Gondor oder der Endschlacht vor den Schwarzen Toren dabei waren.
Aber Peter Jackson hatte eben seine eigene Vision und hat es dementsprechend zurecht gebogen. Hat bei Herr der Ringe aber irgendwie besser Funktioniert als bei der Hobbit Trilogie. Aber die beiden Trilogien passen wenigstens visuell noch gut zusammen, und 2013 hat es irgendwie keinen gestört das es keine multiethnischnen Hobbits, Elben, Zwerge oder Orks gibt. Da haben sich die Fans eher noch um die erzwungene Liebesgeschichte aufgeregt.


Allerdings, grundlose Veränderungen nur um den Zeitgeist zu befriedigen und "Woke" zu wirken, während den Produzenten richtige Probleme am Allerwertesten vorbei gehen, gehen mir immer mehr auf die Nerven. Als ob diesen alten weißen Männern wirklich etwas an MeToo oder BLM liegen würde.

Nicht das mich jetzt schwarze Hobbits stören würden, es wirft dann halt nur zwangsweise die Frage auf, wo waren diese während des Hobbits und den Ringkriegen? Oder hat Bilbo diese einfach nicht zu seinem Hundertelfzigsten Geburtstag eingeladen, weil er die Harfoots noch weniger leiden kann als die Sackheim Beutlins?
 
Natürlich ist eine Adaption immer anders, ein Film ist kein visuelles Hörbuch, und Veränderungen wird es immer geben. Schon alleine was pacing und Timing anbelangt.
Wobei man sich als Fan des Originals immer Werktreue wünscht. Ich hatte Herr der Ringe z.B. noch gar nicht gelesen als ich die Zwei Türme vor fast zwanzig Jahren im Kino sah, da hat es mich herzlich wenig gestört dass die Elben als Verstärkung in Helmmsklamm aufgetaucht sind. Aus heutiger Sicht ist mir aber klar dass das narativ ein ziemlich starker Eingriff war, und man sich folglich eigentlich fragen müsste warum die Elben (und Zwerge) nicht auch in Gondor oder der Endschlacht vor den Schwarzen Toren dabei waren.
Aber Peter Jackson hatte eben seine eigene Vision und hat es dementsprechend zurecht gebogen. Hat bei Herr der Ringe aber irgendwie besser Funktioniert als bei der Hobbit Trilogie. Aber die beiden Trilogien passen wenigstens visuell noch gut zusammen, und 2013 hat es irgendwie keinen gestört das es keine multiethnischnen Hobbits, Elben, Zwerge oder Orks gibt. Da haben sich die Fans eher noch um die erzwungene Liebesgeschichte aufgeregt.


Allerdings, grundlose Veränderungen nur um den Zeitgeist zu befriedigen und "Woke" zu wirken, während den Produzenten richtige Probleme am Allerwertesten vorbei gehen, gehen mir immer mehr auf die Nerven. Als ob diesen alten weißen Männern wirklich etwas an MeToo oder BLM liegen würde.

Nicht das mich jetzt schwarze Hobbits stören würden, es wirft dann halt nur zwangsweise die Frage auf, wo waren diese während des Hobbits und den Ringkriegen? Oder hat Bilbo diese einfach nicht zu seinem Hundertelfzigsten Geburtstag eingeladen, weil er die Harfoots noch weniger leiden kann als die Sackheim Beutlins?
Nun ja dass es auch Hobbits außerhalb des Auenlandes gibt wusste man spätestens als man die Vorgeschichte Sméagols erfuhr. Dass Bilbo nicht alle Hobbits zum Geburtstag einladen konnte versteht sich auch von selbst.

Und der Ringkrieg hatte viele Fronten, auch einige von denen man im Film nie was gesehen hat. Am Rande des Düsterwalds wurde auch gekämpft. Es gab auch drei Zauberer von denen man in LotR nichts mitbekam. Wer weiß woher die dunkelhäutigen Hobbits kamen. Aus dem Süden vielleicht? Dann hatten sie später sicher mit den Haradrim genug Ärger am Hals und keinen Kopf für Parties.
 
Ich sag mal so, zu glauben dass es in den nächsten 30-40 Jahren keine Neuinterpretation geben wird ist vielleicht etwas naiv. ;)
Nach der Logik müsste es ja schon längst ein Remake der Pate Trilogie geben, ist schließlich auch eine der besten Buchverfilmung. ^^

Aber vielleicht sollten sie sich lieber mal an Wer die Nachtigall Stört versuchen. Das Thema ist immerhin immernoch relevant, aber seit 1962 hat sich keiner mehr daran gewagt. Außer vielleicht die Jurry (1992).
 
Wo findet man schwarze Hobbits?

In der Höhle eines Drachen als verkohlte Überreste...
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Es gibt drei Stämme, Harfüße, Starre und Falbhäute. Alle Auenlandhobbits, und Sméagol und Déagol, entspringen diesen Sippen.

Alles andere ist äußerst freie Interpretation und geht ganz klar in Richtung "Kili & Tauriel". Da ich diese 'Fanfiction' von Peter Jackson allerdings auch für einen der besten erzählerischen Höhepunkte der Hobbitverfilmung halte, soll mir das grundsätzlich Recht sein.

Wenn man mir jetzt aber erzählt, dass es urplötzlich ne vierte Hobbitsippe gibt, die sich phänotypisch drastisch von den anderen drei Stämmen unterscheidet, und irgendwie im größeren Kontext der Ereignisse von Mittelerde wichtig war, dann ist das schon ein starkes Stück. Da kann man eigentlich auch Zelda, Link und Hylians in diese Fiction reinfallen lassen; macht den Braten dann auch nicht mehr fett, wenn man sie rechtzeitig wieder 'rausschreibt'. Im Sinne des Erfinders war das aber ganz klar nicht...
 
Ich sag mal so, zu glauben dass es in den nächsten 30-40 Jahren keine Neuinterpretation geben wird ist vielleicht etwas naiv.

Die Hobbit-Trilogie 2012 - 2014 ist bereits ein Kompromiss. Man fasste die Original-Filme nicht an und skalierte eine kleine Geschichte als epische Inszenierung gleichen Maßes hoch. Zu Gute kam Jackson u.a., dabei auf bekannte Gesichter zurückgreifen zu können. Damit ging Warner einen ähnlichen Weg wie wenig später Star Wars und mittlerweile andere Franchise (Terminator, Halloween, Scream, Spider-Man, Flash usw.), um Nostalgie, inhaltliche Zusammenführung und damit am Ende den großen Publikumserfolg zu meistern. Wenn selbst Star Wars nach 50 Jahren noch kein Reboot ereilt hat, wer weiß wie lange es beim HdR dauert und ob es am Ende (was ich vermute) nicht doch ein Sequel/Prequel wird, wenn mit goldenem Scheck Viggo Mortensen, Orlando Bloom und Liv Tyler vor die Linse gekauft werden können; was nicht schlecht werden muss.

Eine Neuinterpretation großer Klassiker dieser Größenordnung ist für die Studios ein ziemlicher Brocken. Nicht zuletzt, weil die Filme bereits so aufwändig umgesetzt wurden, dass es bis auf semi-bessere CGI-Effekte - die m.E. beim Hobbit sehr viel verschlimmbessert haben - sowohl visuell als auch inhaltlich da nur eine 180° Wendung einen Mehrwert schaffen könnte.

Fairerweise:kaw:: Du schreibst deshalb 30 - 40 Jahre und genau davon: Einen totalen Bruch vorzunehmen. Bis dahin sind wahrscheinlich die Darsteller der Original-Filme kein Thema mehr und wer weiß, wie genau die Filmlandschaft aussieht. Anfassen werden Studios den Stoff bis dahin aber mit absoluter Sicherheit immer wieder.
 
Im Sinne des Erfinders war das aber ganz klar nicht...

Ich denke auch, dass die PJ Filme schon nicht mehr im Sinne des Erfinders waren (geschweige den der Bakshi Film und die imo nervigen Hobbit/RotK Zeichentrickadaptionen). Und selbst da hab ich dann halt schon weitaus extremere Adaptionen mit illustren Zusätzen gesehen, um zu sagen "mich persönlich störts grad nicht, sollen sie mal machen". Die ganzen seltsamen Spieleadaptionen hab ich ja auch nicht mit meinem Frust überschüttet... falls sies in meinen Augen übertreiben, hab ich es in kommenden Diskussionen wieder schwerer, das Orginal zu erklären und einige Dinge "richtig zu stellen". Hab ich aber jetzt auch schon dank PJ. Hab ich bei Dune auch schon danke Lynch und Villeneuve.

Seit Tagen habe ich diesen einen, fixen Gedanken, dass der engste Vertraute von Isildur dieser Hobbit sein wird, der im Fandom dann seinen Hass auf sich ziehen muss, weil er diesem vierten Phänotyp angehört. Ich hoffe zwar, dass dem nicht so ist, weil es diese Sache für mich dann zunehmend uninteressant macht, aber die Möglichkeit besteht.
Aber auch hier: ich hab schon fiesere Adaptionen gesehen, es kann nicht alles für mich sein, ich kann gerne aussetzen...

"Mein" LotR steht 5m von mir entfernt im Regal und ich kanns jederzeit rausziehen.
 
Dass es nur drei Phänotypen gibt ist halt auch nur Hardcore Insider Wissen. Jemand der nur die Filme kennt und vielleicht nur LotR und den Hobbit gelesen hat weiß das wahrscheinlich gar nicht. Selbst mir war das ja nicht geläufig.

@Minza Ich meine mal gelesen zu haben dass Tolkien generell sehr ablehnend war was eine Verfilmung seines Stoffes betraf
 
@Minza Ich meine mal gelesen zu haben dass Tolkien generell sehr ablehnend war was eine Verfilmung seines Stoffes betraf

So isses... jetzt kann man natürlich drüber diskutieren, warum das so war und ob er einem PJ dann doch die Rechte erteilt hätte, war sein großer Horror doch eine Verfilmung durch Disney (oh, warum denn nur?), aber das wäre müßig und sinnfrei, weil wir alle nicht in die Gedanken des Professors schauen können/konnten. Die ganzen Medien zu diesem Werk haben aber schon lange ihren eigenen Charakter, ihre eigene Bewegung aufgenommen.
 
Glaub mein Problem mit einem Hobbit als Begleiter Isildurs wäre so gar nicht seine Hautfarbe sondern eher der Umstand dass es dann lange vor Aragorn eine Begegnung zwischen Menschen und Hobbits gegeben hätte. Ich mein, würde ein Hobbit aktiv mitmischen bei den Geschehnissen hätte das doch irgendwie in den Archiven später vermerkt sein müssen. Sowohl Boromir als auch Faramir wirkten auf mich aber so als hätten sie nie zuvor von Hobbits gehört.
 
Genau das meine ich... Hobbits jetzt zwanghaft ins ZZ zu schustern ist für mich ein viel größeres "Problem" und selbst darüber kann ich mit der ganzen Adaptions-Erklärung noch hinwegschauen (hab ich ja bei PJ auch oft... beim Spieleuniversum noch viel mehr), wenn es dann "passen" sollte. Vermutlich werd ich einfach zu alt für soviel Aufregen und Co ^^°
 
Wenn man schon auf Diversität setzen will. Wieso stellt man Isildur nicht einfach einen Mann oder eine Frau aus Harad oder eine(n) Korsaren/in aus Umbar zur Seite. Die sehen südländisch aus und gleichzeitig könnte man gleich zeigen dass nicht alle Südlinge böse waren (was ich eh nie glaubte, und ja auch ein Faramir in TTT schon andeutete).
 
Wenn man schon auf Diversität setzen will. Wieso stellt man Isildur nicht einfach einen Mann oder eine Frau aus Harad oder eine(n) Korsaren/in aus Umbar zur Seite. Die sehen südländisch aus und gleichzeitig könnte man gleich zeigen dass nicht alle Südlinge böse waren (was ich eh nie glaubte, und ja auch ein Faramir in TTT schon andeutete).

Weil die Fans Hobbits sehen wollen. Wurde doch auch schon hier im Thread gesagt, dass man sich vor allem auf diese und aufs Auenland freut. Das sind die Publikumslieblinge und Zugpferde für kommende Werke.
 
Glaub mein Problem mit einem Hobbit als Begleiter Isildurs wäre so gar nicht seine Hautfarbe sondern eher der Umstand dass es lange vor Aragorn eine Begegnung zwischen Menschen und Hobbits gegeben hätte. Ich mein, würde ein Hobbit aktiv mitmischen bei den Geschehnissen hätte das doch irgendwie in den Archiven vermerkt sein müssen. Sowohl Boromir als auch Faramir wirkten auf mich aber so als hätten sie nie zuvor von Hobbits gehört. Von Eomir und den Rohirim ganz zu schweigen.
Hobbits hatten lange vor dem Ringkrieg schon Kontakt zu Menschen. Das Auenland wurde ihnen 1601 D.Z. von König Argeleb II überlassen und ich glaube, sie waren dann wohl auch seine Untertanen. Und vorher lebten sie am Anduin, unweit der Rohirrim. Das rohirrische Wort für Hobbit (kûd-dûkan) leitet sich sogar von der Selbstbezeichnung der Hobbits ab. Wenn Boromir und Éomer trotzdem noch nie von ihnen gehört haben, haben die Historiker die Hobbits wohl einfach vergessen. Angeblich sollen Hobbits auch an der Schlacht von Fornost teilgenommen haben, was aber in menschlichen Aufzeichnungen nicht erwähnt wurde. Somit würde es eigentlich ins Bild passen, wenn die Hobbits schon im zweiten Zeitalter (in einem gewissen Ausmaß) mitgemischt hätten und Menschen das später einfach vergessen hätten.


Obwohl ich generell eher auf originalgetreue Adaptionen stehe, muss ich sagen, so langsam gefällt mir die Idee, dass man in der Serie Dinge sieht, die nicht in Tolkiens Werken erwähnt werden. Es ist zwar toll, wenn man immer wieder denkt: "Ja, genau wie im Buch!" aber über eine Serie hinweg ist es ja vielleicht doch etwas langweilig, wenn man nur bekanntes sieht. Eine neue Seite der Ereignisse wäre da eine schöne Abwechslung.
 
Weil die Fans Hobbits sehen wollen. Wurde doch auch schon hier im Thread gesagt, dass man sich vor allem auf diese und aufs Auenland freut. Das sind die Publikumslieblinge und Zugpferde für kommende Werke.
Ja, ich geb zu. In meiner Fanfiction zum 4. Zeitalter hätten die Könige Gondors auch sehr eng mit den Hobbits zusammengearbeitet. In “meiner” Version der Sequels wäre ein Stolzfuß der große Held gewesen. :kaw:

Klar ich kann verstehen wenn man die Hobbits gerne sehen will. Dennoch, wenn’s geschichtlich keinen Sinn ergibt sollte man IMO besser ganz davon Abstand nehmen.
 
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