Seth Caomhin
Baron von Wolfenstein
SiLL schrieb:Ich nehme dir vollkommen ab, das man mit der noetigen Kentniss von der chrisltichen Lehre jeden Paragraph als Metapher umdeuten kann. Und dass diese Metaphern dann nur dazu dienen, um eine tiefere - oft recht allgemein gehaltene - Botschaft zu vermitteln. Dass also all diese Geschichten um den Garten Eden, um Plagen oder was auch immer nur als lustige, kleine Fantasiegeschichten verstanden werden muessen, die die wirklich wichtigen Dingen nur verdutlichen sollen.
Aber mit genug Fantasie koennte man warscheinlich auch das Rezept fuer eine tolle Erdbeertorte in die Bibel hineininterpretieren (um einen ziemlich daemliches Beispielzu waehlen). Auslegung kennt in solch einen Fall nun mal praktisch keine Grenzen. Und daher habe ich meine Zweifel, ob die Bibel wirklich als ein Buendel von "Geheim"-Botschaften gedacht war, die man sich nach Lust und Laune zu recht legen kann, bis sie zum eigenem Weltbild passen.
Vielmehr erwecken all diese Jahrhunderte,wo man strickt darauf bestand, das alles bis aufs letzte Wort war ist, den Eindruck, dass die Verfasser oder meinetwegen auch die Menschen, die ausgesucht haben, welche Verfasse akzeptiert werden, wirklich das meinten, was sie erzaehlten, verbreiteten, schrieben.
Und wenn nicht, dann wird nie irgendjemand wirklich wissen, was gemeint war. Man kann nur vemuten. Und genau deswegen finde ich, dass die Bibel ein grosser Haufen Misst ist. Weil man sie fuer alles - egal ob Hemmung der Wissenschaft, Todesstrafe oder Diskreminieurng von Minderheiten (Schwulen) - als Entschuldigung nehmen kann, wenn man sie denn nur so interpretiert, wie man gerade will. Und das obwohl die heutige Form mit den ersten Lehren von Jesus nicht mehr viel gemein hat und von so vielen verschiedenen Personen veraendert oder verfaelscht wurde.
Da kann ich nur eins sagen: Ein Hoch auf die menschliche Vernunft!
Dem kann ich nur zustimmen. Die Bibel wird erst in der Moderne als Buch voller Metaphern usw. gesehen, vorher wurde alles wörtlich genommen, denn welchen Sinn hat es denn alles in Metaphern zu stecken? Es sollte doch ein Buch sein das dem Menschen den Weg weist oder? Ist es dann sinnvoll das Buch so kryptisch zu schreiben? Nein, denn das hilft nicht weiter. Metaphern, Parabeln, das wurde alles dem Buch dazugedichtet um es doch der heutigen Gesellschaft anzupassen, da die wenigsten Christen heutzutage an das alles glauben würden, was da wortwörtlich geschrieben steht. Allerdings gibt es ja dennoch einige Gruppen die es eben genau so wortwörtlich nehmen, die würden sich wiederum an dne Kopf fassen wenn man denen das mit dne Metaphern erzählt. Es ist ja ganz schön das man das heutzutage so benutzt, damit kann man die Bibel gleich viel Menschenfreundlicher machen, aber ob das von Anfang an der Sinn war, bezweifel ich mal ganz stark.
@Hirnfrost
Welche genauen geschichtlichen Informationen hast du denn da schon endteckt?