Eigentlich nicht. Ich persönlich bin in diesem Pünktchen ziemlich firm, dass sich ne Comicverfilmung einfach nicht als die Ultima Ratio des Filmerlebnisses verstünde.

Auch wenn man sich das als Zuschauer (und womöglich als Fan) noch so sehr wünscht. Andere haben davon die Nase voll. Ist auch okay. Geht mir bei Star Wars unter Disney auch so, aber ich äußere mich nicht mal in einem Hundertstel aller Gelegenheiten, die dieses Forum mir dazu anbietet. Das ist eine aktive Entscheidung von mir, meine Klappe zu diesen Dingen zu halten, die ich persönlich zwar doof finde, aber andere ihren Spaß dran haben.
Muss man aushalten, gerade bei einem Franchise bei dem wohl die meisten Diskutanten schon einen Marvelfilm gesehen haben und bestimmt nicht mit falschen Erwartungen an die Sache herangehen.
Du weißt doch ganz genau, wie man es nennt, wenn man anhand weniger Elemente eine verallgemeinernde eine Aussage über die Obermenge trifft: Ein Vorurteil. Und wer Ebensolche von sich gibt, muss eben auch das Echo dafür aushalten können. Diese Tür schwingt in zwei Richtungen, aber das liest sich jetzt auch deutlich dramatischer, als es hier tatsächlich von mir gemeint ist.
Wer hat den gewertet? Also außer denen die den Film gesehen haben.
Ich weiß ja nicht, wie du es siehst, aber ich halte solche Statements durchaus für ne einigermaßen deutliche Absage an den Film an sich. Schwer, da noch irgendwie eine Art von wohlwollender Unvoreingenommenheit rein zu deuten:
Zu "The Marvels": Interessiert mich tatsächlich überhaupt nicht. Und da ich schon mit den letzten Kinofilmen wenig bis gar nichts anfangen konnte ("Thor 4" schlechtester Film der letzten Jahre) - abgesehen von "Guardians 3" den ich ganz nett fand - werde ich mir den allerhöchstens mal bei Disney+ ansehen.
Ms. Marvel:
Gehe ich nur ins Kino, wenn mich jemand dazu einlädt. Aber dann halt auch mehr, weil ich mit Freunden mal wieder raus will.
Also, ich bin da definitiv raus inzwischen. Mir fehlt einfach die Zeit, sich neben den 3 - 5 Kinofilmen pro Jahr auch noch 3 - 5 Serien anzuschauen.
Hier geht es dann ganz konkret auch nicht mehr um Nuancen. Die Entscheidung, etwas aktiv nicht mehr weiter zu verfolgen ist ja in Ordnung. Habe ich auch schon wiederholt gemacht. Nur ist dies dann ein deutlicher Schlussstrich, der keinerlei Abstufungen mehr zulassen kann.
Er hat da also leider nicht NICHTS gesehen.
Er hat vor allem auch nicht die 99% aller anderen Effekte und praktischen Bemühungen gesehen, die vom Compositing, Renderíng, Setdesign, Kostümdesign und der 3D-Konvertierung reichen, die allesamt in ein hochprofessionelles Gesamtergebnis hineingespielt haben. Diese Kritik ist für mich nach wie vor einfach gar nicht nachvollziehbar. Das Prädikat "Effekte scheiße" hat dieser Film ganz sicher nicht verdient. Wenn man einmal bedenkt, unter welch asozialen Bedingungen die VFX-Fachkräfte da für die Marvelproduktionen noch und nöcher Überstunden schieben mussten, finde ich solche Aussagen auch noch ziemlich despektierlich den betroffenen Menschen gegenüber. Zum Glück haben sich diese Leute
endlich in Gewerkschaften organisieren können.