Horatio d'Val
Ritter der Kokosnuss
@Heuli
Hier mal die Geschichte des Hubble-Teleskopes:
Eine höchst informative und zugleich witzige Seite....ich kann dieser mehr als nur empfehlen.....!
Hier mal die Geschichte des Hubble-Teleskopes:
Quelle: Die W-Akten - Bildung, die keiner brauchtDas Thema der Woche:
"Trouble mit Hubble" - Das Hubble-Weltraum-Teleskop
Das Hubble-Teleskop ist nach dem Astronomen Edwin Hubble benannt, der bahnbrechende Entdeckungen in der Weltraumforschung machte. Ihm gelangen z. B. die ersten exakten Entfernungsmessungen im Weltall. Außerdem entdeckte er noch, dass das Universum sich ausdehnt (wie auch viele Menschen).
Zu Hubbles wichtigsten Arbeiten gehört auch die Klassifikation der Galaxien nach bestimmten Merkmalen, die bis heute noch Verwendung findet.
Edwin Hubble starb am 28. September 1953 in San Marino, Californien.
Irdische Teleskope werden durch die Erdatmossphäre beeinträchtigt. Bestimmte Wellenlängen, vor allem im Infrarotbereich, werden praktisch vollständig durch die Atmossphäre herausgefiltert. Da aber viele Himmelskörper in genau diesem Bereich strahlen bleiben sie für terrestrische teleskope unsichtbar.
Bald nach Beginn der Raumfahrt begann man daher Pläne zu machen, ein optisches Teleskop im Orbit zu stationieren. man musste allerdings noch einiges an technischen Grundlagen schaffen.
Es musste beispielsweise möglich sein, die Bilder die das Teleskop macht zur Erde zu transportieren. Durch Funkübertragung und elektronische Kameras war dies irgendwann kein Problem mehr.
Aber auch einen Spiegel für das Teleskop zu konstruieren, der die erforderliche Leistung brachte erwies sich als echte Herausforderung.
Es galt ja 50 x schwächere Objekte mit einer 10 x höheren Auflösung zu erkennen, als es von der Erde aus möglich war. Zur Entwicklung des dafür notwendigen "perfekten Spiegels" beauftragte man die US-Firma Perkin-Elmer. Die bauten auch Systeme für Spionagesatelliten, kannten sich also etwas in der Materie aus. Trotzdem dauerte die Entwicklung des Spiegels 5 Jahre.
Der 2,4 Meter durchmessende Spiegel wurde aus einem 1 Tonne schweren Glasblock herausgearbeitet, und zwar mit einer Genauigkeit von 1.1.000.000 mm.
Jeder einzelne Poliergang dauerte bis zu 2 Tage. Insgesamt wurde 1 Jahr lang poliert und getestet. Als das Teil endlich fertig war musste man noch 8 Jahre warten, bis auch der Rest des Teleskops fertig war.
Am 24. April 1990 beförderte dann endlich die Raumfähre Discovery das 13 Meter lange, 11,5 Tonnen schwere Teleskop auf einem 589 km hohen Orbit dort bewegt es sich mit schlappen 27.000 kmh.
4 Wochen nach der Stationierung waren alle Tests abgeschlossen und die gespannten Wissenschafler wollten endlich die ersten Fotos sehen. Aber Hubble konnte nicht scharf sehen. Sehr peinlich.
Nachdem sich die erste Enttäuschung gelegt hatte wurde der Fehler gesucht - es war der "perfekte Spiegel". Durch einen Fehler bei der Messung während der Schleifvorgänge, war er im Randbereich falsch geschliffen worden. Allerdings war er "perfekt falsch" geschliffen worden. die Abweichung betrug ca. 1/50 der Dicke eines menschlichen Haares. Die dadurch entstandene sphärische Abberration mache das Teil praktisch untauglich.
Durch den Stress, versagt zu haben und den peinlichen Fehler ausbügeln zu müssen, bekamen viele Projektmitarbeiter Drogen- und Alkoholprobleme und mussten in Behandlung.
Man versuchte das Team, das den Spiegel entwickelt hatte wieder zusammen zu bekommen. Immerhin lag das ja schon 8 Jahre zurück.
Irgendwann entdeckte man die Ursache. Die Messeinrichtung mit der der Schliff des Spiegels überprüft worden war war falsch kalibriert gewesen. An einem Bauteil der Vorrichtung war etwas Lack abgeplatzt (ca. 2 qmm) und Lichtreflexe auf dem dadurch freiliegenden Edelstahl irritierten das optische Messgerät.
2 Monate lang suchte man nach einer Lösung. Da Steuerzahler, Presse und NASA-Kritiker langsam Sturm liefen.
Dann hatte man die geniale Idee: Hubble sollte eine Brille bekommen. Ein spezielles optisches Bauteil sollte den fehlerhaften Strahlengang korrigieren und Hubble zu neuer Scharfsicht verhelfen. Die "Brille" hieß COSTAR (Corrective Optics Space Telescope Axial Replacement) und hatte die Abmessungen eines Schrankes
7 Astronauten durchliefen das härteste Training seit dem Apollo-Programm, um das Einsetzen des Bauteils zu üben. An einem maßstabgetreuen Modell des Weltraumteleskops, untergebracht in einem riesigen Wassertank, übten die Astronauten in Raumanzügen ihren schwerelosen Bugfix.
Man brauchte in Dezember 1993 5 Weltraumspaziergänge bis alles eingebaut war. Nebenbei wurden auch andere fehlerhafte Komponenten wie die Kamera ausgetauscht.
Nach 2 angespannten Wochen konnte die NASA-Belegschaft aufatmen. Hubble sah scharf.
Eine seiner vorrangigsten Aufgaben, war Daten zu liefern, mit denen das Alter des Universums berechnet werden konnte. Es ist 12 Milliarden Jahre alt.
1997 muss ein Sonnensegel ausgetauscht werden (das war bei der ersten Reparatur beschädigt worden) außerdem wir dein neuer Spektrograf eingebaut.
Im Herbst 1999 fielen die Gyroskope des Teleskops aus, mit denen die Ausrichtung Hubbles kontrolliiert wird. In einer dritten Service Mission kann auch diese Problem behoben werden.
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