Slayer - Abenteuer 1 "Anfänge"
Jaaaaaa... war das ein Mords-Spaß, Leute!
Gestern sind wir endlich dazu gekommen, das leider schon vom Verlag aus Lizenzrechten eingestellte, Buffy RPG anzutesten, für das wir uns (und vor allem Lain als Meister sich) schon längere Zeit vorbereitet hatten.
Gestern haben wir dann also unser kleines Einführungs-Abenteuer angefangen, sind aber nicht ganz fertig geworden (neue Regeln erklären und das erste mal anwenden frißt ja immer sehr viel Zeit) und somit werden wir nächsten Sonntag vor unserem 29. NJO Abenteuer diese Geschichte noch zuendeführen
Erstmal zur Geschichte im Speziellen, dann was zum Rollenspielsystem im Allgemeinen...
Anmerkung: aus wissenschaftlichen und nervenschonenden Gründen verwenden wir für die Dokumentation und die zeitliche Bestimmung unserer Geschichten den Gregorianischen Kalender und lassen Späßchen wie Mondkalender-Berechnungen oder dergleichen einfach mal weg...
Ich erzähle dieses Abenteuer aus der Sicht meines Hauptcharakters, Brogia, und werde bei Ausführungen, die sie nicht mitbekommen konnte, eckige Klammern und einen Grauton als Hinweismittel verwenden.
Wir schreiben den 12. Oktober im Jahr 395 vor Christus... Galliens Stämme leben größtenteils in Frieden, der Handel mit anderen Gebieten blüht und in den Schatten regen sich alte Mächte, die schon seit Urgedenken dem Menschen das Fürchten lehrten.
Doch in jeder Generation gibt es eine Slayer, die den Armeen der Dämonen Einhalt gebieten soll. Unter den wachvollen Augen des Rates der Wächter zieht sie im Kampf gegen die Dunkelheit und läßt nicht selten auch dort ihr Leben.
Dies sind die Geschichten von einer dieser Frauen, Shira, Tochter des Schmiedes Skanth aus der Hafensiedlung Tarangh an der Westküste Galliens und ihren Gefährten...
Anfänge
Es war wieder ein reichlich mieser Tag in meinem noch recht jungen Sklavenleben. Den ganzen Morgen hatte es genieselt, der Herbst lies einen kalten Wind vom Meer wehen und die beiden Doggen meines Herren Tarix (Rumo und Rolf) hatten wieder einmal nichts besseres zu tun, als mich den ganzen Vormittag über zu schickanieren. Ich weiß, daß die Hunde nicht wirklich verstehen konnten, was meine Aufgaben als Sklaven waren, sie hätten aber wenigstens aufhören können, mich die ganze Zeit umschmeißen zu wollen, wenn ich in ihre Nähe kam. Taten sie aber nicht... mein Leben war die reinste Hölle. Zwar war ich seit meinem 4. Lebensjahr das Dasein als Besitz anderer Menschen gewohnt und hatte in den nächsten 8 Jahren gelernt, meinen jeweiligen Besitzern auf die eine oder andere Art zu gefallen, dermaßen nervige Tiere hatte ich jedoch noch nie erlebt. Odin stand mir nicht bei, so schien es... die gallischen Götter hatten hier wohl Heimvorteile.
Mein Herr war Wagenbauer und gerade mit der Anfertigung eines neuen Gespanns für einen seiner Kunden beschäftigt und ich versuchte mich den beiden Kötern gegenüber zu behaupten. Schon das Füttern entwickelte sich zu reinsten Abenteuer
Dann traf mich ein Stein an der Schulter, auf meine mißmutigen Blicke in Richtung ihrer Herkunft hin erspähte ich jedoch nichts. Also weiter Rumo und Rolf den Hintern nachtragen... und schon trag mich ein weiterer Stein, diesmal am Fuß. Ich fuhr herum und sah dann endlich, wer die Steine (mit einer Schleuder!) auf mich losgelassen hatte: drei junge Männer der Stadt, dir für ihre "Späße" schon ihren Ruf weg hatten und es wohl lustig fanden, Sklaven mit Steinen zu verletzten... oh verzeit: zu "beschädigen" *seufz*
Ich beugte mich also zu den beiden Doggen hinunter (tief mußte ich ja nicht gehen, die beiden sind so groß wie Kälber) und deutete mit einem versteckten Blick an, die drei Unruhestifter am Zaun des Grundstückes meines Herren zu verjagen und Rumo und Rolf spielten erstaunlicherweise sofort mit (so sollten sie immer auf mich hören).
Leicht panisch starteten die drei Kerle einen schnellen Rückzug, der Strolch mit der Schleuder landete nach einem mißglückten Manöver auf dem Zaun sogar im Schlamm, was meine Launa wieder verbesserte.
Ich lies mir aber nichts anmerken (könnte für Sklaven böse ausgehen) und machte mich schleunigst auf den Weg zurück ins Haus, wo ich mich erstmal von dem ganzen Schreck erholte und sicher ging, daß die drei auch wirklich verschwunden waren.
Dann machte ich mich daran, die Holzbretter des Bodens von meinem gerade ins Haus geschleppten Schlamm zu befreien -.-
[Währenddessen besuchte Shira, Tochter des Huf- und Werkzeugschmiedes Skanth, Tarix in seiner Werkstatt und richtete ihm von ihrem Vater aus, daß es eine wichtige Ratssitzung geben würde und er als angesehener Handwerker von Tarangh wie immer seinen Platz einnehmen sollte... tat er zwar nur seltenst, dennoch war sein Kommen erwünscht und Tarix machte sie kurze Zeit später auf, um bei der Besprechung aufzukreuzen.
Dort wurde ihm dann auch mitgeteilt, daß es Probleme in einer benachbarten Siedlung geben würde und sich der Rat von Tarnagh zusammen mit den Druiden entschieden hätten, Hilfsgüter bereitzustellen. Diese sollten nun von Tarix per Wagengespann in die 50 Kilometer entfernte Ortschaft verfrachtet werden.
Gefiel Tarix nicht wirklich, dennoch willigte er ein und machte sich, nachdem er noch den blonden Schopf einer lauschenden Shira am Fenster erspähen konnte, auf, um seine Vorbereitungen zu treffen.]
Als mein Herr mir mitteilte, daß ich Proviant und andere Dinge für eine 5-Tages-Reise vorbereiteten sollte, machte ich mich sofort an die Arbeit und berichtete ihm nebenher, was mir vor einigen Stunden passierte.
Natürlich bekam ich wieder zu hören, daß ich ihm hätte bescheid sagen sollen und ich ein zu wertvoller Besitz sei, als daß 3 Rotzlöffel der Nachbarschaft mich mit Steinen bewerfen könnten, ich blieb während des Vortrages dann aber lieber wieder still und war froh, als das Thema geändert wurde und wir dann auch schon losfuhren, um die Güter für die andere Siedlung bei den betreffenden Leuten abzuholen (und ich wieder rackern durfte, als gäbe es kein Morgen mehr).
Dann ging es schon los in Richtung Branagh, hinter uns türmten sich aber gewaltige Sturmwolken auf und mein Herr hatte eine Laune beisammen, die mich schweigend auf dem Kutschbock verbringen lies.
Schonam Stadttor bemerkte Herr Tarix dann einen Krähenschwarm, der sich über uns sammelte und auch mit uns Richtung Osten zog, was mir weder gefiel, noch meine Begeisterung über diese Reise verbesserte. Es machte mir Angst, um ehrlich zu sein... wieder betete ich zu den Göttern meiner alten Heimat, in der ich einst mit meiner Familie lebte, doch wieder erhörten mich die Götter nicht und der Weg ging langsam weiter voran, während der Sturm in unserem Rücken immer näher kam.
Dann bemerkte mein Herr einen blinden Passagier, der sich auf unseren Planwagen geschlichen und zwischen den Gütern versteckt zu haben schien: es war Shira, die Tochter eines Freundes meines Herren. Toll... nochmehr Probleme.
Ich versuchte vorsichtig anzufragen, ob Herr Tarix nicht eventuell Ärger mit Skanth bekommen könnte, wenn seine Tochter hier ohne Absprache einfach mitreisen würde, mein Kommentar wwurde aber nicht wirklich ernst genommen, auch wenn Shira danach sogar zugab, daß sie ihrem griechischen Privatlehrer sehr wohl bescheid gesagt hätte, daß sie mit Tarix fahren würde und der Lehrer die Nachricht Skanth weitergeben sollte... nun war mein Herr doch nichtmehr so gleichgültig und sogar gereizt. Warum ich immer...
Und kaum waren wir am Rande eines großen Waldes angekommen, den wir auf unserer Reise durchqueren mußten, brach der Sturm auch schon los (mein Herr bemerkte, daß sie Krähen das Weite suchten) und mit Mühe und Not konnte ich mit der Hilfe von Herrin Shira die Planen des Wagens festhalten und danach ein kleines Feuer in einer windsicheren Erdmulde entfachen.
Ich kochte den beiden was zu essen und legte mich dann unter den Wagen, an Herren Tarix gekuschelt, um bei diesem Wetter nicht einzugehen.
[Tarix wurde später in der Nacht - der Wind hatte nachgelassen, dafür regnete es jetzt - von einem Geräusch im Wald geweckt. Mißtrauisch ging er in die Richtung, aus der er das Knacken hörte und in der er die Präsenz zweier magischer Wesen spüren konnte. Während eines der Wesen einen Bogen um ihn schlug und auf das Lager zukam, wurde Tarix von der anderen Bestie angegriffen, das die Form eines Wolfes hatte. Bewaffnet mit einem recht gut im Kampf einsetzbaren Hammer rief er seinen schlafenden Begleitern zu, daß Gefahr drohte.]
Ich wachte auf... lag alleine unter der schweren Decke und mein Herr war verschwunden. Etwas war verkehrt und ich fing an, mich wieder zu fürchten. Und auch Herrin Shira war nun wach und blickte erschreckt in eine Richtung... mein Blick folgte und mit Entsetzen mußte ich feststellen, daß eine Wolfsbestie aus dem Wald sprang und sich schnell dem Wagen näherte.
Schreiend begann ich, unter dem Wagen in Sicherheit zu krabbeln, hörte noch, wie Shira mit der Bestie einen Kampf anfing und aufächzte, aus dem Unterholz aber weitere Kampfgeräusche wehten.
Ich lief... so schnell mich meine Beine tragen konnten lief ich in die Richtung meines Herren und mußte mit ansehen, wie sich ein zweites Untier in seiner Schulter verbissen hatte. Ich schnappte mir einen am Boden liegenden Ast und begann, den Kopf der Bestie zu bearbeiten, immer und immer wieder mit Schlägen einzudecken, bis eine ebenfalls blutende Shira, die anscheinend den anderen Angreifer töten konnte, zu uns stieß und mit einem gezielten Schwertstich das Leben des Untieres beendete.
Nach einigen Sekunden konnte mein Herr mich dann beruhigen und hörte auf, die tote Bestie weiter mit meinem Ast zu schlagen.
Ich wurde zurück zum Lager gezogen, wo ich sofort die Wunden meines Herren und seiner Begleiterin untersuchen wollte. Tarix sagte mir, ich solle zuerst Shira verarzten und so nähte ich mit meiner Ausrüstung die aufgerissene Stelle an ihrem Arm und desinfizierte sie mit meinem abgekochten Rinderurin.
Als ich meinen Herren danach untersuchen wollte, seine blutige Schulter wusch und nach offenen Stellen suchte, mußte ich feststellen, daß seine Wunden schon verschorft und geschlossen waren... oh... also... eigentlich...

Er schaute mich nachdenklich an und flüsterte mir dann zu, daß ich das keinem sagen sollte, auch Shira nicht. Ich nickte und hielt meinen Mund, wie man es von mir verlangte.
Die beiden unterhielten sich dann noch über diese Untiere, Shira sprach von Werwölfen (was mich zusammenzucken und verwirrt zu Boden blicken lies), mein Herr brachte sie sogar mit den Krähen in Verbindung, die uns begleiteten. Irgendjemand, so vermuteten sie, wollte uns beobachten und hier nun töten... aber wer?
Den Rest der Nacht verbrachten wir abwechselnd mit Wacheschieben, wobei ich eigentlich garnichtmehr unter den Wagen kletterte, sondern bewaffnet mit einem anderen, schweren Ast am Feuer saß und bei jedem Geräusch erschreckt in die entsprechende Richtung sah... als mein Herr die letzte Schicht übernahm, konnte ich endlich erschöpft unter seinem Mantel einschlafen.
Der nächste Tag begann mit Regen und einer von mir gekochten Suppe aus Trockenfisch. Dann brachen wir wieder auf und das Gewitter brach los.
Die Straße war schlammig, meine Kleidung bis auf die Haut durchnäßt und unser Ziel noch weit entfernt.
Nach weiteren Stunden, in denen ein Baum fast auf unseren Wagen, aber definitiv über die Straße gestürzt war und wir mit Mühe eine kleine Schneise ins Unterholz geschlagen hatten (zum Glück war in der Lieferung für Branagh Werzeug enthalten) und ich die Pferde mitsamt Wagen um den Baum führte, näherten wir uns immer weiter unserem Ziel, dafür wurde es aber auch schon wieder dunkel und letztendlich kamen wir an einem alten Waldstück vorbei, in dem Hügelgräber und Menhire aufgerichtet waren... wieder hatte ich Angst, wieder erhörten mich Odin und die anderen Götter nicht.
Denn die Straße unter unserem Wagen gab nach und die beiden hinteren Räder rutschten langsam in ein Loch, das sich aufgetan hatte. Ich lenkte die Pferde, während mein Herr den Wagen von der Seite schob und mit etwas Geschick hatten wir die Lage im Griff...
...so dachten wir jedenfalls. Denn aus dem Loch kamen zwei Gestalten, mit grässlichen Wülsten an ihrer Stirn und spitzen Zähnen.
[Tarix suchte sich wissend einen spitzen Stock vom Boden und näherte sich von einer Seite des Wagens den beiden Vampiren, während Shira das gleiche auf der anderen Seite einen Holzpflock zog, beide sehr darauf achtend, dem jeweils anderen nicht zu zeigen, daß sie sich mit Vampiren sehr wohl auskennen würden ^^]
Ich hörte die ersten Geräusche eines Handgemenges hinter dem Wagen, schrie bei einem kurzen Blick auf diese Kreaturen laut auf und setzte dann, wieder bei Sinnen, den Wagen einige Schritte zurück, in der Hoffnung, das Wesen zu treffen, das gerade meinen Herren bedrohte.
Leider traf ich die Bestie nicht am Kopf, konnte dessen Fuß aber mit einem Hinterrad am Boden pinnen, während von der anderen Seite des Wagens ein seltsames Geräusch zu hören war, das dem Platzen eines Wasserschlauches glich...
[Shira hatte ihren Vampir mit einem gezielten Stoß mit "Mr. Pointix"
kaw
vernichtet, Tarix hatte aber bei seinem Schlag danebengetroffen und der Vampir war immer noch eine Gefahr, wenn auch durch die Last des Wagens auf seinem Fuß arg beeinträchtigt.]
Ich sprang vom Kutschbock nach hinten ins Innere des Wagens, bemerkte, daß meine just ausgewählte Schlagwaffe (ein Brett) zu schwer für mich war und sprang dann panisch in Richtung Kreatur, da ich sah, wie sie meinen Herren bereits ergriffen und seine spitzen Zähne in seinem Hals verbissen hatte.
Nun passierten aber einige sehr unerwartete Dinge: die Kreatur lies von meinem Meister ab und spuckte sein Blut mit würgenden Geräuschen wieder aus und ich landete nicht auf der Kreatur, sondern kurz daneben.
[Tarix hatte sich wieder nach der Spuckaktion des Vampirs befreit und richtete seinen Holzpflock in Richtung Vampirherz, während Shira das gleiche von der anderen Seite tat.]
Ich sah nun den unter dem Rad feststeckenden Fuß der Kreatur und zog das andere Bein schnell in die gegensätzliche Richtung weg, was das Wesen außer Gleichgewicht warf und es neben mir hart zu Boden ging... ich sah das verzerrte Gesicht des Angreifers wenige handbreit neben mir und schrie wieder.
[Im gleichen Moment stießen sowohl Tarix als auch Shira nach dem umfallenden Vampir, trafen aber nun nur Luft und konnten gerade noch abbremsen, bevor etwas schlimmeres passierten konnte.]
Neben mir ging das furchteinflößende Wesen dann in einer Wolke Staub und Knochen auf, als die Tochter des Schmiedes einen Holzpflock in seinen Oberkörper rammte.
Die Schmiedetochter half dann meinem Herren hoch, den es bei seinem erneuten Angriff auf die Nase gelegt hatte und die beiden unterhielten sich, warum der jeweils andere wußte, wie man "Vampire" (aha,
das waren also Vampire!) töten könnte, mein Herr entschuldigte sich mit einiger Vorerfahrung auf diesem Thema, Shira damit, daß ihr griechischer Lehrer sie unterrichtet hatte. Seltsamer Lehrer...
Dann half mir mein Herr sogar auch noch hoch und tröstete mich, flüsterte mir dabei ins Ohr, daß ich die beiden Vampire doch keinerlei Gefahr für mich dagestellt hätte und ich schon wüßte, was ich machen müsste... wollte ich aber nicht. Nicht, wenn Shira in der Nähe ist... nicht, wenn es sich vermeiden läßt.
Zudem wollte ich seine Bisswunde untersuchen, die aber wieder fast zugeheilt war und die er schnell unter seinem Fellkragen versteckte, bevor Shira sie sehen konnte.
Was ging hier vor? Warum konnte mein Herr das und warum wollte er nicht, daß die Tochter seines Freundes das erfährt? Ich verstand garnichtsmehr...
...schnell setzten wir dann aber unsere Reise fort und nach weiteren Stunden (es war mittlerweile schon richtig dunkel geworden), kamen wir in Branagh an. Rauch lag in der Luft und die Umgebung wurde durch loderndes Feuer erhellt. Die Stadt lag in Schutt und Asche!
Überall waren Leichen zu sehen, einige Einwohner wurden enthauptet und ihre Köpfe auf Pfähle vor der Siedlung aufgereiht und die Leichen wiesen Bißspuren wie die am Halse meines Herren auf.
Das einzige noch halbwegs stehende Haus (aber auch hier war über die Hälfte bereits zusammen gefallen und brannte) war eine Taverne, in der wir uns kurz umschauten (ich wollte zwar am Wagen bleiben, mein Herr wollte aber, daß ich mitkomme -.-) und eine essentielle Entdeckung machten: ein Überlebender war unter einem Holzbalken eingeklemmt, hatte definitiv eine gebrochenes Bein, konnte aber gerettet werden. Während mein Herr den Balken anhob, zogen Shira und ich den Verletzen in Sicherheit und wir stellten fest, daß wir alle den jungen Mann kannten: Ash (eigentlich Ashling, seine Eltern wollten ein Mädchen und hatten ihm desshalb diesen Namen gegeben, was ihm zum Teil zum Gespöt Taranghs machte), ein 14-jähriger Barde aus unserer Stadt...
Während ich mit Shira sein Bein, seine Beule und mehrere anderer kleinen Wunden verarztete und wir ihn dann zusammen zum Wagen brachten, wachte er auch auf und fing eigentlich auch sofort damit an, allen Anwesenden auf die Nerven zu gehen. Er trank große Schlucke von dem, von meinem Herren in der zerstörten Taverne gefundenen, Schnapps, bewegte seine Bein, obwohl er gewarnt wurde ("Beweg eher nicht dein Bein, Ash!" - "Welches? Das hier? *beweg* Aaaaargh!") und erzählte uns dann, wie er vor einigen Tagen nach Branagh reiste und die Siedlung dann von Monstern (anscheinend Vampiren, Ash weiß aber nicht, daß das welche waren) und einigen Firbolg, eine Art Troll angegriffen und er wurde in der Taverne von einem herabstürzenden Balken getroffen... das ganze umschrieb er natürlich besonders blumig und ausgeschmückt und heroisch, als seinen wir sein Publikum.
Trolle... Geschichten über sie kannte ich noch aus meiner Heimat Jutland *schauder*
Die anderen beschließen, bis zum Sonnenaufgang zu warten, um dann nach den vermissten Bewohnern von Branagh zu suchen, da anscheinend nur Leichen von über 30-jährigen gefunden wurden und mein Herr und die Shira vermuteten, daß die anderen noch irgendwo zu finden wären. Eventuell als Gefangene der Vampire?
Diese wollten sie jedenfalls befreien und sahen das als das normalste von der Welt an. Und ich fühle mich wieder wie Schmutz, weil ich nicht frei sein darf und mein Herr mich als Sklaven besitzt, bei anderen Menschen aber sofort losrennt, um sie zu befreien
Später passierte dann noch eine andere, seltsame Sache, als ich mich gerade außerhalb des Wagens um die Pferde kümmern wollte und mir auf einmal ein junger Mann in ungefähr Ashs Alter entgegentaumelte... freier Oberkörper, blonde Haare, sehr blasse Haut und strahlend blaue Augen. Er fiel in meine Arme und wurde ohnmächtig, während ich die anderen um Hilfe rief und mit dem Gewicht des armen Kerls rang...
Im Wagen abgelegt konnte ich keine Verletzungen erkennen und er atmete ruhig und tief. Wenig später wachte er auf, starrte mich kurz mit seinen eisblauen Augen an und schlief dann wieder ein, ich streichelte über sein Haar und ging dann zu meinem Herren, um mich bei ihm gegen die Kälte der Nacht einzukuscheln...