Tagespolitik allgemein

So sieht's jetzt im Notre Dame aus:

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Hauptsache Quasimodo ist wohlauf. ;-)
 
Wie zu erwarten war kommen bereits massive Stimmen die darüber jammern das so viel Geld gespendet wird "nur um ein Bauwerk" wieder auf zu bauen.
Ich persönlich habe eine sehr schöne Erinnerung an Notre-Dame. Deshalb hoffe ich das sie zügig wieder aufgebaut wird.

Der übliche Whataboutism der im Diskurs mittlerweile ja fast Standart ist. Wieso kann man ein Ereignis nicht einfach schlimm sein lassen ohne ein anderes abzuwerten? :facep:
 
Wobei es schon interessant ist, dass nun plötzlich mehrere hundert Millionen von Unternehmern privat zur Verfügung stehen. Aber als "Retter" eines der bedeutensten Bauwerke Paris' zu gelten ist halt für den Spender gesehen etwas nachhaltiger als bspw. die Unterstützung von humanitären Maßnahmen nach einer Naturkatastrophe in einem Entwicklungs- oder Schwellenland.
Wobei ich natürlich nun nicht das Engagement der betreffenden Unternehmer ausreichend kenne und ich mich auch gerne täuschen kann :)
 
Die Notre Dame ist halt vor der Tür.

Hierzulande werden doch auch Gelder gesammelt, um Kirchen zu erhalten oder Menschen in misslichen Lagen zu unterstützen, wie z.B. Spenden für einen Begleithund eKind aus dem Nachbardorf, welches an Epilepsie leidet.

Und in diesen Fällen sieht man auch direkt, was mit dem Geld passiert. Wir hatten damals für Haiti gespendet und es war später ein ziemlich ungutes Gefühl, als herauskam, wieviele Gelder nicht den Betroffenen Menschen zugute kamen sondern in diverse Taschen geflossen sind.
 
Die Notre Dame ist halt vor der Tür.

Hierzulande werden doch auch Gelder gesammelt, um Kirchen zu erhalten oder Menschen in misslichen Lagen zu unterstützen, wie z.B. Spenden für einen Begleithund eKind aus dem Nachbardorf, welches an Epilepsie leidet.

Und in diesen Fällen sieht man auch direkt, was mit dem Geld passiert. Wir hatten damals für Haiti gespendet und es war später ein ziemlich ungutes Gefühl, als herauskam, wieviele Gelder nicht den Betroffenen Menschen zugute kamen sondern in diverse Taschen geflossen sind.

Ich spende auch nur noch für einheimische Institutionen (im Moment der Gehörlosenbund Schweiz und das Hilfswerk für Sehbehinderte Schweiz), da kann man noch einigermassen überprüfen, dass das Geld auch ankommt. Alles was ins Ausland geht, ist immer ein wenig schwammig und man weiss nie genau wieviel von dem Geld das man gespendet hat, auch wirklich dort ankommt wo es hin sollte.
 
Aber als "Retter" eines der bedeutensten Bauwerke Paris' zu gelten ist halt für den Spender gesehen etwas nachhaltiger als bspw. die Unterstützung von humanitären Maßnahmen nach einer Naturkatastrophe in einem Entwicklungs- oder Schwellenland.
Mit diesem Argument kannst du jeden Spender diskreditieren. "Warum spendest du für das, wenn doch auch andere... usw.". Völlig sinnlos.
 
Mit diesem Argument kannst du jeden Spender diskreditieren. "Warum spendest du für das, wenn doch auch andere... usw.". Völlig sinnlos.

Dann lass es mich so ausdrücken: Humanitäre und soziale Hilfe sollte vor so etwas immer Vorrang haben.
Aber, wie schon gesagt, möchte ich auch nicht voreilig die Beteiligten kritisieren, da ich eben über deren soziales Engagement nicht im kompletten Bilde bin.
 
Ich finds ehrlich gesagt faszinierender, dass das Geld erst jetzt kommt, wo man vorher schon eine Spendenaktion hatte, um Notre Dame überhaupt restaurieren zu können... :konfus:
Ich finde es gut, dass es kommt, und jeder sollte frei entscheiden können, was man mit seinem Geld macht. Ich wundere mich nur etwas darüber, warum eben erst jetzt.
 
"Rund 21 Millionen Menschen in Deutschland haben laut Bilanz des Helfens 2018 im vergangenen Jahr 5,2 Milliarden Euro gespendet. Damit ist das Spendenvolumen zwar bereits das zweite Jahr in Folge rückläufig, dennoch ist es das drittbeste Ergebnis seit Beginn der Erhebung durch den Deutschen Spendenrat. Rund 78 Prozent der Spenden flossen in die humanitäre Hilfe."

Aber Hauptsache jetzt kann man auf den Menschen herum hacken die sich darüber echauffieren, dass hier nur für ein "Gebäude" gespendet wurde.
Weil das Geld, das nun der Restauration dient NATÜRLICH den Welthunger beendet hätte.
Hinter dem "Gebäude" steht vielleicht auch Symbolcharakter und vielleicht ist ein "Gebäude" auch einfach etwas, was Menschen Hoffnung und Kraft geben kann.

ich verstehe nicht, wie jetzt wieder los gehen kann, dass jeder auf jedem herum hackt.
"Pah, für so was wird gespendet, aber....!"
Ja, vielleicht finden manche es eben wichtig für ein Gebäude zu spenden. Dann kann man sie das auch einfach machen lassen ohne diese selbstgerechte Aber-Karte zu spielen. Als würde eine Spende für das Gebäude bedeuten, dass nicht auch für anderes gespendet wird.

Es verstehe einer die Welt. Hauptsache aufgeregt.
 
Spenden ist halt immer so eine Sache, wenn man für etwas spendet, was sowieso schon finanziert ist. Notre Dame gehört dem französischen Staat. Jeder französische Bürger kommt also für den Wiederaufbau auf, vor allem nachdem Macron dass zum Staatsziel erkoren hat.
 
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