Janus Sturn
Man of wealth and taste
Zu den neuesten Nachrichten aus der Ukraine nur ein kurzer Kommentar, da momentan noch vieles aus der Gerüchteküche stammt. In einem freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat gilt stets das Primat der Politik über dem Militärischen und kann ein Staatsoberhaupt aus rechtlicher Sicht natürlich auch höhere Offiziere entlassen oder ihnen andere Aufgaben und Posten zuweisen. Die Streitkräfte sind der jeweiligen Gesellschaft und Verfassung verpflichtet und setzen die Anweisungen der Politik um - im Idealfall vertraut diese wiederum auf die Experten beim Militär und lässt ihnen beim Erreichen der Ziele möglichst freie Hand bzw. mischt sich nicht in Detailfragen ein. Die Gesamtstrategie unterliegt aber der Federführung durch die Politik.
Zweifellos ist Saluschnyj ein kompetenter General, dem viel Anerkennung für die militärischen Leistungen und Erfolge der ukrainischen Streitkräfte gebührt und der deshalb in der Truppe und der Bevölkerung ein hohes Ansehen genießt. Er trägt in seiner Eigenschaft als Oberkommandierender aber auch die Verantwortung (ob fairerweise oder nicht) für die weit hinter den (wenn auch teils völlig überzogenen) Erwartungen zurückgebliebene Offensive des Jahres 2023. Wenn also der demokratisch gewählte Präsident der Ukraine entscheidet, dass er kein ausreichendes Vertrauen mehr in Saluschnyj und wohl auch andere Staatsbedienstete hat und diese ablösen will, ist das eine legitime Entscheidung. Ob es eine strategisch kluge Entscheidung ist, wird die Zukunft zeigen, und welche Rolle Saluschnyjs öffentliche Äußerungen und die ihm nachgesagten politischen Ambitionen spielen, wissen wohl nur die Beteiligten selbst.
Ich fühle mich ein wenig an General Douglas McArthur erinnert (ohne die beiden Personen vergleichen zu wollen). Über dessen militärische Kompetenz im Zweiten Weltkrieg und dem Koreakrieg lässt sich trefflich streiten, aber als er anfing, als Befehlshaber in Korea Politik auf eigene Faust zu machen, die Autorität von Präsident Truman untergrub und militärische Rückschläge zu verantworten hatte, war seine Entlassung nur eine Frage der Zeit.
Zweifellos ist Saluschnyj ein kompetenter General, dem viel Anerkennung für die militärischen Leistungen und Erfolge der ukrainischen Streitkräfte gebührt und der deshalb in der Truppe und der Bevölkerung ein hohes Ansehen genießt. Er trägt in seiner Eigenschaft als Oberkommandierender aber auch die Verantwortung (ob fairerweise oder nicht) für die weit hinter den (wenn auch teils völlig überzogenen) Erwartungen zurückgebliebene Offensive des Jahres 2023. Wenn also der demokratisch gewählte Präsident der Ukraine entscheidet, dass er kein ausreichendes Vertrauen mehr in Saluschnyj und wohl auch andere Staatsbedienstete hat und diese ablösen will, ist das eine legitime Entscheidung. Ob es eine strategisch kluge Entscheidung ist, wird die Zukunft zeigen, und welche Rolle Saluschnyjs öffentliche Äußerungen und die ihm nachgesagten politischen Ambitionen spielen, wissen wohl nur die Beteiligten selbst.
Ich fühle mich ein wenig an General Douglas McArthur erinnert (ohne die beiden Personen vergleichen zu wollen). Über dessen militärische Kompetenz im Zweiten Weltkrieg und dem Koreakrieg lässt sich trefflich streiten, aber als er anfing, als Befehlshaber in Korea Politik auf eigene Faust zu machen, die Autorität von Präsident Truman untergrub und militärische Rückschläge zu verantworten hatte, war seine Entlassung nur eine Frage der Zeit.
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