Tagespolitik allgemein

Die Neoklassik ist auch eine Richtung der Wirtschaftstheorie, die sich in der Tradition der klassischen Ökonomen wie Adam Smith sehen.
 
Ich denke der rote wusste das, weswegen er ja noch denn hier angehängt hat ;)
Ansonsten wäre es mir lieber es wäre ein Baustil, damit kann man nicht soviel unfug treiben wie mit besagter Wirtschaftstheorie.
 
Ich würde hier Politik und Theorie trennen.

Die Theorie geht schon seit geraumer Zeit nicht vom perfekten Markt aus und wirklich interessant sind für den Wissenschaftler ja auch eigentlich die Unvollkommenheiten eines Markts. Da gabs dann wie am Beispiel Stiglitz auch Nobelpreise.

Entgegen der Propaganda ist es ja auch gerade nicht der Neoliberalismus, der den absolut freien Markt predigt. Er unterscheidet sich nur je nach Schule und im Vergleich zu anderen Richtungen der Theorie darin wo der Staat wie eingreifen soll.
 
Ich richte jetzt nicht unbedingt mit großem Interesse meine Augenmerk auf die Sozial oder Gesundheitspolitik, und bin da auch kein großer Fachmann.
Aber wenn ich es heute richtig gelsen habe in der FR, dann dreht sich die ganze Diskussion in der Pflegeversicherung um gerade mal 10 Euro pro Monat(ich laße mich da gerne berichtigen).
Sollten es nur um 10 Euro zum bilden eines Kapitalstocks gehen, dann verstehe ich die Aufregung nicht.
10 Euro bringen keinen um.
Und viele holen diese 10 Euro ohnehin wieder rein.
Sei es durch die Erhöhung des Kindergelds oder anderer Erleichterungen.


Übrigens werden jetzt die ersten Hinweise auf die Besetzung der Ministerämter bekannt.

So sollen/könnten die Schlüsselministerien besetzt werden :

Bundeskanzlerin " Angela Merkel
Bundesminister des Äusseren : Guido Westerwelle
Bundesminister der Finanzen : Wolfgang Schäuble
Bundesministerin für Justitz : Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
Bundesminister für Wirtschaft : Rainer Brüderle
Bundesminsiter des Inneren : Thomas de Maizière
Bundesminister für Verkehr : Peter Ramsauer
Bundesministerin für Gesundheit : Ursula von der Leyen
Bundeskanzleramtsminister : Ronald Pofalla
Bundesminister für Verteidigung : Karl-Theodor zu Guttenberg :zuck::zuck::zuck:
 
Von der Leyen keine Familienministerin mehr? :confused:

Naja, ich könnte mir zu Guttenberg immer noch am ehesten als Außenminister vorstellen.
 
Ich bnutze jetzt mal gegen meine Überzeugung ein englisches Wort.
In meinen Augen war und ist Karl-Theodor zu Guttenberg ein künstlich hochgezüchteter shooting Star ohne Eignung für ein Ministeramt.
Ein Blender ohne Substanz .
Ähnlich wie Klaus Wowereit ein Party-Meister und Liebling der Boulevardpresse, dessen Unfähigkeit eher übertünscht wird.
Der gehört m.E. ins Goldene Blatt oder die Aktuelle(wo er und Gattin in den letzten Monaten sehr oft waren), aber nicht auf einen Ministerstuhl.

Aber gut, daß ist meine persönliche Überzeugung, die muß nicht stimmen.
Zumindest aber ist er m.E. in der falschen Partei, denn Karl-Theodor zu Guttenberg
ist i.m.A. weit davon entfernt, ein echter Konservativer zu sein.

Alleine dieses Bild hier macht ihn m.E. untragbar als Minister :

bild-15.png
 
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Warum macht dieses Bild zu Guttenberg untragbar für ein Ministeramt?

Mir gefällt zu Guttenberg! Bei den politischen Runden ist er einer der durch ein umfassendes Wissen zu aktuellen politischen Fragen auffällt, und nicht polemisch die Stammtischparolen rausholt wie die gesamte Führung der FDP - so zumindest der Eindruck.

Ob er in der richtigen Partei ist, ist eine andere Frage. Er hat zumindest die gleichen politischen Ziele wie seine Partei, da kommt es auch nicht darauf an, dass er nach außen nicht den konservativen Konservativen gibt.
 
Aber wenn ich es heute richtig gelsen habe in der FR, dann dreht sich die ganze Diskussion in der Pflegeversicherung um gerade mal 10 Euro pro Monat(ich laße mich da gerne berichtigen).
Sollten es nur um 10 Euro zum bilden eines Kapitalstocks gehen, dann verstehe ich die Aufregung nicht.
10 Euro bringen keinen um.

Es geht ums Prinzip. Die Pflegeversicherung ist in ihrer jetzigen Form ein gewaltiger Moloch, in dem massenweise Geld für zum Teil indiskutable Leistungen verbrannt wird, aber anstatt da mal aufzuräumen, pumpt man einfach mehr Kohle in dieses System, welches man sich vornehmlich bei den Arbeitnehmern zu holen gedenkt.

Lord Sol schrieb:
Von der Leyen keine Familienministerin mehr?

Na, sei doch froh. Dann müssen wir uns von diesem Reff zumindest keine Ergüsse zu den Themen "Killerspiele" und Kinderpornosperre anhören.
Weiß man eigentlich schon, wer in diesem Ressort nachfolgen wird? Leider befürchte ich ja, daß man auch mit einem anderen Kopf die gleiche Politik auf diesen Tehmenfeldern weiterführen wird. :zuck:

C.
 
Warum macht dieses Bild zu Guttenberg untragbar für ein Ministeramt?

Das würde ich auch mal gerne wissen :crazy

Die Frage möchte ich euch gerne beantworten.
I.m.A. solte ein Bundesminister, immerhin Mitglied der Regierung, so etwas wie Würde und Erhabenheit ausstrahlen.Innerhalb wie ausserhalb des Dienstes(obwohl ein Minister ja immer im Dienst ist).
Jeder kleine Beamte wird danach beurteilt wie er sich innerhalb und ausserhalb des Dienstes benimmt und sogar ich, der ich keinen Beamtenstatus besitze werde in meinen Dienstbeurteilungen auch danach beurteilt, wie ich mich im Privatleben benehme.
Und gerade ein Minister der vorgibt aus dem konservativen Lager zu sein, der sollte sich in der öffendlichkeit nicht wie ein zugedröhnter Junkie auf einem Rockkonzert benehmen und sich schon gar nicht in aller Öffendlichkeit wie der gemeine Pöbel benehmen. Das erwarte ich von einem Minister aus den Reihen der Grünen. Aber nicht von einem Konservativen.
Wie gesagt, er sollte etwas wie Würde und Erhabenheit ausstrahlen.
Wäre ich Bundeskanzler, und einer meiner Minister hätte sich dermaßen benommen, ich hätte ihn in der selben Minute, in der ich dieses Bild gesehen hätte zu Horst Köhler geschickt.

Ob er in der richtigen Partei ist, ist eine andere Frage. Er hat zumindest die gleichen politischen Ziele wie seine Partei, da kommt es auch nicht darauf an, dass er nach außen nicht den konservativen Konservativen gibt.

Ich als bekennender Erzkonservativer sehe dies eben etwas anderst.
Wennman vorgibt Konservativ zu sein und auch in einer entsprechenden Partei ist, dann sollte man diese Einstellung auch "leben" und nicht nur dann, wenn es gerade passt.


Gut, ich weiß natürlich selber, daß meine "Uhr" des sogenannten "Political correctness" im preussischen Königreich "stehen geblieben" ist.
Aber meine Meinung darf ich ja wohl noch haben;):D;)
 
zu Guttenberg sieht für dich wie ein zugedröhnter Junkie aus, weil er ein T-Shirt mit dem Schriftzug einer Rock Band trägt? Verstehe ich dich da richtig? :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Entgegen der Propaganda ist es ja auch gerade nicht der Neoliberalismus, der den absolut freien Markt predigt. Er unterscheidet sich nur je nach Schule und im Vergleich zu anderen Richtungen der Theorie darin wo der Staat wie eingreifen soll.

*OT*

Also das wiederspricht der ganzen theorie der neoklassiker, das der Staat überhaupt eingreifen soll, die glauben an einen sich selbst regulierenden Markt.
Ausserdem, wer in Löhnen nur Kosten sieht, der geht imho von einem sehr verzehrten Bild des perfekten marktes aus.
Ausserdem wird dieser Unsinn immerhin 20 Jahre mit hilfe unserer Politiker praktiziert, und das absolut erfolglos.
Darin seh ich den absoluten Lobbyismus unserer Regierung.

Zu Guttenberg war beim Bund, ist das dann nicht so, das er den posten des Verteidigungsministers gar nicht ausführen darf :verwirrt:, ich erinnere mich da dunkel daran, das nur leute die nicht "gedient" haben, dieses Amt bekleiden dürfen
 
Na, sei doch froh. Dann müssen wir uns von diesem Reff zumindest keine Ergüsse zu den Themen "Killerspiele" und Kinderpornosperre anhören.
Weiß man eigentlich schon, wer in diesem Ressort nachfolgen wird? Leider befürchte ich ja, daß man auch mit einem anderen Kopf die gleiche Politik auf diesen Tehmenfeldern weiterführen wird. :zuck:

C.

Jetzt kann sie Killerspiele endlich als Volksseuche deklarieren und sie viel einfacher verbieten :D
 
*OT*

Also das wiederspricht der ganzen theorie der neoklassiker, das der Staat überhaupt eingreifen soll, die glauben an einen sich selbst regulierenden Markt.

Die Idee des absolut perfekten Markts ist eigentlich schon seit dem 19. Jahrhundert veraltet. In der Theorie wird das als Idealmodell im Grundstudium eingeführt, damit der Student begreift wie ein Markt überhaupt funktioniert. Aber auch bereits im Grundstudium werden erste mikroökonomische Modelle vorgestellt, die Unvollkommenheiten eines Markts behandeln und die restriktiven Annahmen antasten.

Dieser neue Liberalismus sieht eine ordnende Staatshand vor, die insbesondere in der Wettbewerbspolitik eine große Rolle spielt. Ein vollkommener Markt hat ja vollkommene Konkurrenz zur Voraussetzung.
In Deutschland würde ich hier den Ordoliberalismus federführend sehen, der einen Mittelweg zwischen laizzes-faire Kapitalismus und Planwirtschaft finden wollte und theoretische Grundlage für die sog. soziale Marktwirtschaft bildet.

Wer Unvollkommenheiten verneint, angefangen bei externen Effekten, Informationsasymmetrien, öffentliche Gütern und wenn man noch tiefer blickt findet man sicher noch mehr, lebt irgendwo auf einem anderen Stern.
 
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Es geht ums Prinzip. Die Pflegeversicherung ist in ihrer jetzigen Form ein gewaltiger Moloch, in dem massenweise Geld für zum Teil indiskutable Leistungen verbrannt wird, aber anstatt da mal aufzuräumen, pumpt man einfach mehr Kohle in dieses System, welches man sich vornehmlich bei den Arbeitnehmern zu holen gedenkt.



Na, sei doch froh. Dann müssen wir uns von diesem Reff zumindest keine Ergüsse zu den Themen "Killerspiele" und Kinderpornosperre anhören.
Weiß man eigentlich schon, wer in diesem Ressort nachfolgen wird? Leider befürchte ich ja, daß man auch mit einem anderen Kopf die gleiche Politik auf diesen Tehmenfeldern weiterführen wird. :zuck:

C.

Naja, mal sehen wie ihr Nachfolger tickt.:D
 
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