Mit dieser Folge kehrt man nach Geonosis zurück.
Dass man Geonosis nach der Schlacht in Episode II nicht dauerhaft hat sichern können, finde ich nicht schlimm. Es war schon immer so, dass die Republik nicht genug Soldaten hat und wenn man schon seine eigenen Planeten nicht alle wirklich zufriedenstellend beschützen kann, braucht es auch nicht zu wundern, dass eine Garnison auf Geonosis sich als zu klein erwiesen hat und bei einen eventuellen Aufstand der Geonosianer eben überrannt wurde.
Ich kann nichts ungewöhnliches daran erkennen, dass man im Verlauf eines Krieges zuvor besetzte Gebiete auch wieder verlieren kann und auf jeden Fall ist diese Situation hier der Auftakt für eine ziemlich gute Folge, die eine Schlacht so überzeugend wie vielleicht noch nie zuvor in "TCW" umsetzt.
Schon das erste Bild der Folge ist ein echter Hinkucker: Ein großer gemischter Flottenverband der Republik .
Ich liebe Sternenenzerstörerflotten, die aus dem Hyperraum kommen und wenn "TCW" auch sonst nichts zu bieten hätte, allein für diesen Anblick hätte es sich schon gelohnt.
Ki Adi Mundi ist jetzt imo ohnehin nicht wirklich eine Schönheit, aber das "TCW"-Modell gefällt mir ehrlich gesagt überhaupt nicht, - der Kopf wirkt imo irgendwie zu rund und die Augen sind glaub ich auch etwas groß.
Die Stimme hat mir aber gefallen, sehr angenehm, klang irgendwie sympathischer als in den Filmen.
Die Schlachtbesprechung mit dem Kanzler hat mir gefallen. Palpatine hatte einen netten kleinen Moment, als er großzügig meint, dass er alles den Jedi überlassen würde......natürlich genau wissend, dass er ihnen so auch die ganze Schuld an eventuellen (bzw. auf den ganzen Krieg bezogen sehr sicheren) Fehlschlägen geben kann.
Sehr gut war auch Ahsokas Hinweis auf die riesige Mauer, da wußte man sofort, dass die Jedi später an genau dieser Stelle Schwierigkeiten haben werden (ich verstehe nur nicht so recht, wo diese Mauer liegt und wieso Anakin und Co da später vorbei kommen; auf der großen Gesamtübersicht habe ich die Mauer nicht ausmachen können).
Höre ich richtig, dass Anakin antwortet man würde nicht
nochmal in ihre Nähe kommen? Das ist dann doch ein bedauerlicher Synchrobug, oder? Eigentlich müsste er doch heißen man würde
nichtmal in ihre Nähe kommen?
Herrlich fand ich, wie Luminara die „kleinen Kinder“ beim Sticheln unterbricht und sie auf den Ernst der Lage aufmerksam macht.
Normalerweise fallen Jedimeister in "TCW" beim Versuch überlegen zu wirken ja regelmäßig über ihre eigenen Füße, aber der hat mal echt gut gesessen (was vielleicht auch daran liegt, dass Luminara mehr in ihrer Eigenschaft als Frau denn als Jedimeisterin gesprochen hat; - das penetrante „Meine Herren“ weist imo darauf hin).
Der Start der Y-Wings war ein wahrer Augenschmaus: Die startenden Jäger, der Himmel über Geonosis, die anderen Sternenzerstörer, - eine wunderbare Kamerafahrt.
Dass Cody bei der ersten Schlacht von Geonosis nicht dabei war empfand ich als ganz interessante Randinformation und der „Klingt ja unterhaltsam – ja, für die Geonosianer“ – Dialog war recht lustig.
Der Abflug von Anakin und der Austausch mit Rex paßt auch perfekt.
Nur der Abflug von Ki Adi Mundi bleibt etwas zurück; sein „So etwas wie Glück gibt es nicht“ kam ziemlich unmotiviert und mit Schrecken mußte ich feststellen, dass sich Admiral Yularen schon wieder während einer (diesmal noch eindeutigeren) Kampfsituation im Hangar rumdrückt anstatt auf der Brücke seinen Job zu machen, - was soll das bloß.
Der Anflug der Republik-Kräfte mit den Kanonenbooten (die imo erstmals die aus Episode II bekannten seitlichen Kugel-Geschütze hatten) ist natürlich einsame Spitze.
Sehr stark in Szene gesetzt und alles sehr effektvoll, - in diesen Momenten vergißt man wirklich, dass es „nur“ eine Animationsserie ist.
Ich frage mich so langsam ob man bei der Realserie bei den Effektaufnahmen die für Fernsehserien typischen Abstriche machen muß oder ob Lucas da wirklich eine Revolution gelingt. Mit "TCW" wird die Latte hinsichtlich der Effektaufnahmen auf jeden Fall sehr hoch gelegt, bin gespannt ob Lucas dies auch ohne Animations-Charakter möglich sein wird.
Inhaltlich hat mir der Klon, der behauptet hat, dass die Geonosianer nicht zielen könnten, kurz bevor sein Schiff dann doch getroffen wird und alle verbrennen und/oder aus dem Schiff fliegen, ganz hervorragend gefallen.
Durch solche ziemlich harte Szenen kann man sehr gut nachempfinden wie risikoreich und gefährlich eine solche Landung ist.
Nach der Bruchlandung von Anakins Team gefällt mir sein Angriffslauf mal wieder extrem gut. Es paßt einfach zu ihm: Risikoreich nach vorne preschend, durch nichts aufhaltbar und alles vernichtend was sich ihm in den Weg stellt, - genau so möchte ich ihn auch sehen.
Während der Folge selbst merkt man es nicht unbedingt, aber wenn ich es mir recht überlege ist es doch etwas suboptimal, dass ausgerechnet alle Jedi-Kanonenboote abgeschossen werden und so zu einer Notlandung gezwungen sind.
Dramaturgisch mag dies nötig sein, aber es wirkt auch etwas komisch.
Die „Wagenburg“ von Codys Gruppe hat mir auch sehr gut gefallen.
Ich fand das schon in "Trespass" klasse und kann gar nicht genug davon bekommen, - hoffentlich gibt es das noch häufiger.
Ebenso viel Freude bereiteten mir die zwei an Geonosis angepaßten Klonrüstungen.
Ich war damals bei "ROTS" schon ziemlich glücklich als es erstmals Klonrüstungen gab die farblich auf ihre Umgebung abgestimmt waren und diese Folge setzt das sehr gut fort, - tlw. sind die Klone (v.a. die in den Schout-Rüstungen) in der orangenen Umgebung des Planeten wirklich kaum zu erkennen.
Weiß jemand ob diese beiden neuen Klonvarianten in der aktuellen Hasbro-Figurenserie enthalten sind? Ich würde sie mir sofort kaufen.
Sehr schön ist auch das Wiedersehen mit Boil und Waxer (gehören neben Rex zu meinen Lieblingsklonen) und natürlich kommt ihnen als Codys beste Männer die Aufgabe zu Obi Wan abzuholen und zur Verteidigungsstellung zu bringen, - sehr passend.
Ich hätte sie allerdings gerne gegen Ende der Folge nochmal gesehen.....naja, ich werde einfach davon ausgehen, dass sie alles gut überstanden haben.
Die Geonosianer kamen mir um einiges gefährlicher vor als in den Filmen.
In der eigentlichen Schlacht waren sie ja damals gar nicht dabei (schon deswegen dachte ich eigentlich, dass es nicht unbedingt die großen Kämpfer sind) und dass sie von Anakin fachgerecht geschnetzelt wurden, kann man ihnen nicht vorwerfen, aber gegen Padme haben sie jetzt nicht gerade eine gute Figur gemacht.
Die Geonosianer in dieser Folge sind hingegen sehr ernstzunehmende Gegner (im "Republic Comando"-Spiel konnten sie ja auch recht unangenehm werden).
Seitdem Yularen während der ersten Mission der Staffel ja erste Anzeichen von vorimperialen Schwachsinn gezeigt hat, steht er bei mir natürlich unter besonderer Beobachtung.
Und ich muß sagen, dass seine Antwort auf die Anfrage nach Luftunterstützung schon wieder sehr hochnäsig, belehrend und absolut rüberkommt.
Es wäre ja auch denkbar, dass man an anderen Kampfplätzen Schiffe entbehren kann oder es könnte sinnvoll sein Schiffe von weniger wichtigen Kampfplätzen abzuziehen, schließlich ist die Droidenfabrik ja wohl das Primärziel welches den Angriff auf Geonosis überhaupt erst einleitet.
Allerdings versucht dann Yularen im Anschluß an das Gespräch ja wirklich jeden Jäger den er kriegen kann auch zu bekommen, insofern kann man ihm außer seiner Hochnäsigkeit hier wohl nicht wirklich etwas vorwerfen.
Anakin und sein Team an der Mauer waren dann wieder sehr gut.
Der „Streit“ zwischen ihm und Ahsoka war mal wieder sehr stimmig.
Ahsoka: „Wißt ihr nicht mehr, ich hab euch hingewiesen auf diese riesige MAUER! Und ihr sagtet: Keine Sorge Snips wir kommen nichtmal in die Nähe davon.“

Herrlich wie Ahsoka Anakin hier nachäfft.
Der Kampf auf der Mauer war sehr gelungen, v,a als die Droidekas aus den Öffnungen im Boden gekommen sind.
Rex war dann mal wieder extra cool, wie er den ersten Droideka erledigt hat und für Anakin gilt das natürlich sowieso.
Der Droide, der dann die Sprengstoffrucksäcke bekommt, hat mir schon fast ein bißchen leid getan (Droide: „Hilfe!!!“

).
Die Flugeinlage von Anakin, Ahsoka und Rex war auch cool.
Man hat jetzt schon einige Mal in "TCW" gesehen wie Jedi aus großer Höhe in die Tiefe gesprungen sind und sich dann kurz vor der Landung selbst mit Hilfe der Macht abgebremst haben.
Für sich genommen gefällt mir das eigentlich sehr gut, aber es hängt eben leider auch immer ein Problem daran, welches mir Bauchschmerzen bereitet.
Im Prinzip zieht diese Technik jeden „Der Jedi ist in den Tod gestürzt“ – Tod in "Star Wars" in Zweifel.
Nunja, besser nicht darüber nachdenken und immer schön aufsagen: „Mace Windu hat auf Coruscant bekommen was er verdient hat und er wird nicht wiederkommen.....niemals.“

Ich bin mir nicht so sicher, ob es klug von Ki Adi Mundi ist seinen Instinkten zu vertrauen, wenn sie ihm raten auf Geonosis in eine dunkle Höhle zu gehen.

Es passiert dann ja auch genau das, womit imo zu rechnen war.
Der Kampf in der Höhle ist ziemlich hart und darum sehr gelungen, die Fliegereigenschaft der Geonosianer kommt gut zur Geltung und wird perfekt ausgenutzt (allerdings wirken die Geonosianer wie bereits angesprochen imo etwas zu gefährlich).
Der Einsatz der Flammenwerfer war dann sehr gelungen.
Klar war das brutal, aber ich denke, dass die Szene als verhältnismäßig unbedenklich einzustufen ist, weil es sich bei den Opfern um Geonosianer handelt.
Das klingt zwar hart, aber in Episode II wurde auch ein Geonosianer von Anakin in zwei Teile geteilt und wenn man Fans nach den brutalsten Momenten in "Star Wars" fragt, kommt alles mögliche, aber das so gut wie nie.
Mit Menschen wären beide Szenen imo nicht denkbar gewesen.
Wie die Stellung von Cody überrannt zu werden droht und der geschwächte Obi Wan dann aufsteht und sein Schwert zur letzten Schlacht zündet, war klasse gemacht, - auch dass er danach dann sofort wieder in sich zusammensinkt war toll (ich mag den geschwächten Obi Wan, - macht ihn menschlicher).
Die endlich eintreffende Jäger-Unterstützung bringt auch durch die tolle Musikuntermalung natürlich ein erstklassiges Rettungsfeeling mit sich.
Es tut mir leid, aber ich muß wieder in der Admiral Yularen – Wunde rühren:
Wieso bitte muß Anakin erst bei Yularen „anrufen“ damit dieser sich dazu bequemt eine Jägerstaffel vorbeizuschicken; er wurde doch schon zuvor direkt über die schwierige Lage in diesem Kampfgebiet informiert und müsste natürlich ohnehin einen generellen Überblick haben.....wieder eine schwache Vorstellung von Yularen.
Im Prinzip hätte die Folge mit der Rettung von Obi Wans Gruppe gut zu Ende sein können.
Die Zerstörung des Schildgenerators in gefühlten 2 Minuten war etwas viel des Guten und wirkte einfach nur an die Folge rangepappt.
Btw. ist die Lage des Schildgenerators nicht seltsam? Wieso befindet der sich nicht in der Mitte der Schildkuppel?
Den Angriffslauf von Anakins Gruppe fand ich recht gelungen, - schade, dass es auch hier nochmal sehr viele Klone erwischt hat.
Ansonsten war die Operation dann aber doch ein voller Erfolg.
Das Wettstreit-Spiel zwischen Anakin und Ahsoka fand ich eigentlich ziemlich amüsant.
Ich bin mir gar nicht so sicher ob das eine Erfindung der "HdR"-Filme ist aber genau daran erinnert es natürlich.
Anders als in "HdR" wurde hier der „Witz“ aber glücklichlicherweise zu Ende gebracht, - denn, dass in "HdR" weder Gimli noch Legolas sondern Aragorn die meisten Uruks/Orks erlegte ist doch wohl klar.

Ich kann mir nur schwer eine Situation vorstellen in der Ahsoka bei aller Wertschätzung für ihre kämpferischen Fähigkeiten in der Lage wäre mehr Droiden als Anakin niederzumachen, -aber gut, gönnen wir ihr den Erfolg.
Absolut herrlich fand ich Ki Adi Mundis Kommentar:
Ki Adi Mundi: „Mein Ergebnis: 65. Was habe ich gewonnen?“

Besonders gefällt mir daran ja, mit welcher Leichtigkeit Ki Adi Mundi Obi Wan hier als echte Spaßbremse dastehen läßt.
Auf jeden Fall eine Szene wo mir so ein Jedimeister mal gut gefällt.
Anakins Antwort war auch schön.
Die Musik der Folge war durchgängig top.
Ach, der deutsche Titel ist ja ziemlich verunglückt.
Fazit:
Nachdem ich die Folge nun nach einer längeren Pause erneut gesehen und dieses Review geschrieben habe, muß ich sagen, dass sie mir jetzt doch noch etwas besser gefällt als bei der Ausstrahlung damals.
Beim Schreiben des Reviews ist mir richtig bewußt geworden, welche Menge gelungener Schmankerl die Folge tatsächlich aufweist und dass die Folge eigentlich alles was sie macht auch wirklich richtig macht.
Meine Kritik muß ich darum da ansetzen, was die Folge nicht macht.
Hier muß ich sagen, dass die Folge für mich doch etwas experimentellen Charakter hat. Zu Gunsten einer sehr gelungenen Kriegsdarstellung im "Star Wars"-Stil, verzichtet man auf eine wirkliche Story. Gewiß es gibt kleine Stories der unterschiedlichen Gruppen und das ist alles ganz nett.....aber mehr eben auch nicht.
Man kann eine solche Folge mal machen, es ist sogar gut, dass sie gemacht wurde, aber sie hat im eigentlichen Sinne keine Vorbildwirkung für zukünftige Folgen.
Ich vergebe hier nun einen Punkt mehr als ich ursprünglich wollte, doch die Höchstpunktzahl ist aufgrund der zuvor beschriebenen relativen Storyarmut für die Folge unerreichbar.
So sind es
9 von 10 Punkten.