Diese Folge bringt Boba Fett zurück und ich muß sagen optisch ist er sehr gut gelungen.
Wenn ich nicht gewußt hätte, dass er mitspielt, hätte ich ihn glaub ich auf den ersten Blick erkannt....allein schon dieser finsterer Blick.....und obwohl es ihm gelingt sich unter die jungen Klone zu mischen, wirkt er unter ihnen doch ganz anders (gefährlicher oder auch erwachsener).
Die Stimme finde ich gut ausgewählt, sie ist anders als in Episode II, aber dennoch passend. Man kann sich gut vorstellen, dass sie sich zu der Stimme entwickeln wird, die man dann in der OT zu hören bekommt.
Die jungen Klone gefallen mir in ihrer Individualität sehr gut.
Besonders gelungen fand ich, dass die Klone eben nicht nur nett waren sondern Boba zu Beginn ganz schön geschnitten haben.
Jax kam mir bei seiner ersten Szene aber doch recht merkwürdig vor, irgendwie hat der Typ mehr gesprochen als wenn er eine Karriere als Verteidigungsminister anstreben würde statt eine Soldatenlaufbahn.
Das Andocken einer Fregatte an einen Sternenzerstörer sieht man hier zwar nicht zum ersten Mal in der Serie, aber ich sehe es immer wieder gerne.
Der Ausbilder der jungen Klone war auch etwas seltsam.
Ich habe ja viel Verständnis für Individualität bei den Klonen und den damit verbundenen unterschiedlichsten Frisuren, aber das beim Ausbilder sah eigentlich nicht nach Frisur aus.....es sah eher nach Haarausfall aus....

Aber andererseits hat er sich hinten und an der Seite wohl doch Haare wegrasiert und da man genetisch bedingten Haarausfall bei den Jango-Klonen wohl ausschließen kann, hat diese Klon wohl einfach nur einen unfaßbar schlechten Geschmack was Frisuren angeht.....
Die Ankunft der Kadetten war schön inszeniert, fand es wirklich klasse wie sie an den erwachsenen Klonen vorbeikommen und ganz ehrfürchtig nach oben starren und der eine dann sogar versucht einen der Klone zum Lachen oder zumindest zum Grinsen zu bringen.
Und dann treffen die Kadetten auf Anakin und Mace.
Wie Anakin dem Mace einfach in seine Ansprache platzt, war natürlich unfein und natürlich will er auch angeben, aber dennoch war das Treffen mit den Jedi für die Kadetten auf jeden Fall auch inspirierend, - auch wenn Mace das nicht wahrhaben will.
Die Kadetten waren von den Jedi sichtlich beeindruckt.
Das Training in der Geschützstellung hat mir gut gefallen.
Die Kanone ist kleiner, als jene die man aus ROTS kennt und weist deutliche Ähnlichkeit zu den Geschützen des Falken auf, es dürfte sich also um Kanonen zur Jägerabwehr handeln (die Art des Trainings weist ja auch darauf hin).
R2s Verängstigung als der Klon meint, dass man fehlerhaft arbeitende Droiden als Ziele benutzen würde, war gut.
Ich mag auch sehr gerne den Moment als der zweite Kadett zur Kanone geschoben wird,...- der Gesichtsausdruck hatte was.
Bobas Leistung ist schon sehr beeindruckend, aber vielleicht hätte er seinen Drang sich zu beweisen etwas besser unter Kontrolle halten sollen. Dass er beim zweiten Mal gleich alle drei Ziele erwischt hat, hätte unter Umständen zu Verdächtigungen führen können.
Bobas Treffen mit den beiden Klonen war gut, - man hat sehr schön gesehen wie er unsicher geworden ist, als der eine Klon ihm vorgeworfen hat, er hätte gelogen.
Die Bombe in Mace‘ Quartier zeigt sehr schön was ich immer sage, wenn es heißt Vader sei nicht stark genug gewesen den Imperator zu besiegen.
Eines überlegenen Machtnutzers entledigt man sich eben nicht indem man sich ihm zum (möglicherweise auch noch ehrenhaften) Kampf stellt; man sprengt ihn einfach in die Luft.
In diesem Sinne ist das ihr eine großartige Aktion, - ich bin stolz auf Boba.

Leider hat die ganze Sache einen Schönheitsfehler: Warum konnte Mace nicht einfach durch diese verdammte Tür gehen?


Stattdessen mußte ein Klon sein Leben lassen......und Anakin war indirekt auch noch Mace‘ Lebensretter.
Wie Boba sich immer von der Gruppe der anderen Kadetten entfernt, ist leider viel zu leicht (warum sagt der Kadett neben ihm eigentlich nichts, wenn sein Nachbar plötzlich abhaut?).
Der Reaktorraum ist erschreckend schlecht bewacht und das obwohl die erweiterten Sicherheitsprotokolle schon in Kraft sein sollen.
Dass der Klon dann seine Waffe an Boba gibt ist selbst nach imperialen Maßstäben (und so weit sind wir ja noch nicht) beinahe unfaßbar dämlich, - dass er nicht wissen kann, dass Boba böses im Schilde führt, ändert an der Dämlichkeit der Aktion überhaupt nichts, der Klon hat in einer solchen Situation einfach nicht seine Waffe aus der Hand zu geben!
Als Boba dann diesen fiesen Blick bekommt und den Klon angreift, war er ganz der Giftzwerg, den man aus Episode II kennt.
Sehr gut war dann auch die Ungläubigkeit des Klons und wie er sich darauf beruft, dass er und Boba doch Brüder seien.
Dass Boba den Klon nur betäubt hat anstatt ihn zu erschießen, wird sich bei näheren Nachdenken als untauglicher Versuch erweisen das eigene Gewissen zu beruhigen.
Boba hat sich dazu entschlossen das ganze Schiffe (oder zumindest einen großen Teil davon) in die Luft zu sprengen und den Klon, den er da betäubt zurückläßt, wird es bei der Explosion auf jeden Fall erwischen.
Die Musik hatte in der Folge schon so manche gute Momente (z.B. direkt nach der Bombenexplosion in Mace‘ Quartier) und sie ist auch sehr stark während Boba auf den Reaktor feuert.
Die Explosion ist dann sehr stark inszeniert und es müssen einige weitere Klone sterben.
Große Leistung von Mace zumindest den Admiral mit der Macht festzuhalten.
Boba hat echt unverschämtes Glück, dass er ausgerechnet als es an die Evakuierung geht wieder mit seiner Gruppe vereint wird.
Seine Sabotage an der Kapsel ist etwas seltsam; sollte es da wirklich einen allgemeinen Sabotageknopf in der Kapsel geben, den man drücken kann?

Admiral Kilian hat mir die Folge über eigentlich sehr gut gefallen; er war so der Typ sympathisches Raubein.
Allerdings verstehe ich nicht warum er dann am Ende darauf beharrt auf dem Schiff zu bleiben.
Gut, ich bin weder Militär noch Kapitän, aber ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass der Grundsatz „Der Kapitän bleibt auf dem Schiff“ nur dann gilt wenn sich da eine gewisse Sinnhaftigkeit herleiten läßt (so war es jedenfalls bei den anderen Beispielen, die mir einfallen), - Kilians Aktion hingegen scheint vollkommen sinnlos zu sein.
Die weitere Evakuierung mit den Jägern ist schön inszeniert und der kontrollierte Absturz des Sternenzerstörers bietet auch ein paar schöne Bilder.....schade, dass man nicht auch gesehen hat, wie er dann wirklich auf der Oberfläche aufgeprallt ist.
Als dann die Slave I bei Bobas Rettungskappsel ankommt, wird klar, dass Boba zuvor in der Folge mit Aura Sing (die Aussprache ihres Vornamens gefällt mir nicht) gesprochen hat und auch Bossk hat einen netten kleinen Auftritt.
Die Charakterisierung von Aura finde ich gelungen, sie ist so richtig schön eine giftige Hexe und die Stimme paßt auch gut dazu.
Bobas Skrupel die Kadetten umzubringen fand ich ganz gut, man darf es damit halt nur nicht übertreiben.
Und es war klasse inszeniert wie er die Kapsel verläßt und die Tür hinter sich schließt.
Ebenso war es eine ganz starke Szene wie die Slave I dann abdockt und wegfliegt, - großartige Musikuntermalung.
Die Szene ist wirklich das Highlight der Folge.
Allerdings war die Diskussion zwischen Aura und Boba wie denn mit den Kadetten zu verfahren sei am Ende für die Katz, denn schließlich passiert dann entgegen Auras Ansage genau das was Boba gewollt hat.
Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass er mit „gehenlassen“ etwas anderes gemeint haben könnte als „zurücklassen“.
Ich finde es persönlich schade, wenn man die recht harte und kompromißlose Stimmung der Folge bedenkt, hätte es sicher auch nicht geschadet wenn die Slave I die Rettungskapsel zerstört hätte.
Ich stelle mir da eine Szene vergleichbar mit dem ersten Einsatz des Bird of Prey in „Star Trek III“ vor.
Es wäre aber auch in Ordnung gewesen, wenn die Kadetten in den Weiten des Alls einfach nicht wiedergefunden worden wären und dies auch Auras Absicht gewesen wäre.
Ok, eigentlich sollte man froh sein, dass die Kadetten gerettet wurden, aber diese problemlose Rettung paßt imo nicht so wirklich zur Folge und ist genau die Art von Zuckerguß, die mir überhaupt nicht schmeckt.
Die abschließenden Worte von Jax waren aber in Ordnung.
Fazit:
Für Boba Fetts Auftauchen gibt es schonmal die ersten Punkte für die Folge.
Zwischendurch,....ich kann das zeitlich gar nicht so genau einordnen....ich würde sagen irgendwann nach den Zielübungen und dann bis zum Auftauchen der Slave I..., schwächelt die Folge etwas. Sie weist dort einige Längen auf und wertungstechnisch bewegt man sich in diesem Abschnitt so im Bereich 4 - 7 Punkte.
Der Auftritt von Aura Sing ist dann nochmal klasse und wie die Rettungskapsel zurückgelassen wird ist eine ganz starke Szene, - dafür gibt es reichlich Extrapunkte.
Insgesamt ist das eine recht gute Folge, die es auf
8 von 10 Punkten bringt.