Schon der Einleitungssatz „Alles was schiefgehen kann, geht schief“ (wer kennt das nicht?) verheißt jede Menge Probleme.
Doch zunächst geht die Flucht nahtlos weiter, nachdem Anakin sich mit Tarkin bereits abgesetzt hat, geht es nun darum Obi Wans Gruppe rauszuholen, diese Aufgabe kommt R2 zu.
Wie Obi Wans Gruppe rausgeholt werden soll, ist so einfach und unkompliziert, dass man sich nachträglich nochmal fragt, wieso die Aufteilung der Gruppe und das Ablenkungsmanöver letzte Folge so wichtig war.
Dennoch bleibt der Ausbruch der Linie treu, die ich im Fazit der letzten Folge gelobt habe und es bleibt spannend.
Even Piells Akrobatik in dem Schacht um den Sondendroiden zu stoppen war ziemlich beeindruckend. Dass Obi Wan ihn daraufhin duzt, nehme ich mal als kleinen Synchrofehler.
Die sich schließenden Sicherheitstüren sind ne hundsgemeine Sache und wie angedeutet wird, dass einer der Klone zerteilt wurde, war sehr gut gemacht. Als sich Even Piell dann jedoch durch eine der Türen schneidet, erscheint diese viel dicker als die „Rasierklingen“, die sich zuvor geschlossen haben.
Herrlich wie der Taktikdroide Sobeck sagt, dass Count Dooku ihn sprechen will und Sobeck meint, dass er Count Dooku nicht warten lassen will und der Taktikdroide daraufhin erwidert, dass er bereits warten würde, woraufhin die Tür aufgeht und Dooku als Hologram bereits im Raum steht.....wirklich köstlich.

Sobeck war ja ziemlich überrascht und geschockt und Dooku war richtig gut drauf (auf jeden Fall einer seiner besseren Auftritte in TCW).
Bei Anakins Gruppe soll es scheinbar darauf angelegt werden, darzustellen, dass Tarkin und -durch die Zustimmung- natürlich auch Anakin finstere Gestalten sind, doch der erste Versuch mißlingt schonmal.
Tarkin bewundert die Konstruktion der Zitadelle weil ein Entkommen praktisch unmöglich ist, Ahsoka reagiert mit Unglauben.
Da fragt man sich doch, was an einen ausbruchssicheren Gefängnis bitte so schlecht sein soll? Und wer Gefängnisse baut und betreibt wie jenes in dem zuvor in der Staffel Ziro eingesperrt war, mit dem braucht man sich über Menschen-/Alienwürde auch nicht zu unterhalten.
Statusmeldungen mit dem geplanten Vorgehen an den Jeditempel zu schicken halte ich für eine entsetzlich dumme Idee, da kann soviel abgehört und abgefangen werden.....Kommunikation sollte es daher nur dann geben, wenn es wirklich erforderlich ist.
Die Besprechung und die Aussage, dass man die Gruppe wenn es nicht nach Plan läuft mit einer ganzen Flotte raushauen muß, ist der nächste Hinweis, dass es zu massiven Problemen kommen wird.
Die kurze Unterhaltung zwischen Tarkin und Rex über Ahsoka ist schön, - Tarkin ist natürlich skeptisch, aber es ist toll wie Rex ihr das Vertrauen ausspricht.
Btw. ist es lustig wie Tarkin die ganze Zeit mit diesem arroganten Gesichtsausdruck und hoch erhobener Nase herumstolziert.
Bei einer Chance von 3:1, dass R2 ein Verräter ist wird das Shuttle als es landet sofort einkassiert, - gut so.
Das Improvisationstalent der umprogrammiert Kampfdroiden ist ziemlich beachtlich.
Weil Ahsoka nicht weiß, dass sie die Mauer sprengen soll, ahnt Anakin, dass sie nicht von Plo Koon auf die Mission geschickt wurde.
Obi Wan ahnt eine Falle und beschließt die Lage erstmal näher zu beobachten, wird aber dennoch gestellt.
Obi Wans Kommentar, dass er sich Sobeck bei dessen (angeblich) sanfter Stimme anders vorgestellt hätte, ist herrlich.
Woher weiß Sobeck, dass die Gruppe um Even Piell über eine Hälfte der Information verfügt?
Dass Sobeck einen der Klone exekutiert und sofort weitermachen will, ist recht heftig.
R2 und seine Kampfdroidengruppe kann Obi Wan und Co jedoch ziemlich einfach „retten“, - es geht also doch nicht alles schief, was schief gehen kann.
Nett, wie der Kampfdroide von R2 immer als „der Commander“ redet.
Die Röhre durch die Anakin und Tarkin wandern, dürfte jeden Spieler von „Jedi Knigh“ und Co bekannt vorkommen.
Zweiter Versuch zu beweisen, dass Tarkin und Anakin Finsterlinge sind:
Diesmal äußert Tarkin, dass die Jedi durch den Kodex daran gehindert sind den Sieg um jeden Preis zu erringen. Anakin stimmt ihm zu, dass die Vorgehensweise der Jedi das Siegen erschwert. Ist das böse was die beiden hier äußern?
Das ist doch wohl eine schlichte Tatsache und speziell mit Tarkins Zusatz, dass daher „Friedenswächter“ keinen Krieg führen sollten, kann man sich doch damit wunderbar zusammen mit Yoda und Mace an einen Tisch setzten und ne Tasse Tee trinken.


Einzig, dass Tarkin äußert er würde Anakin vertrauen ist seltsam, was hat Anakin während der Mission getan, was nicht auch jeder andere Jedi hätte tun können? Dass er Tarkin zugestimmt hat was ein ausbruchsicheres Gefängnis betrifft, wohingegen andere Jedi vielleicht auf Gefängnisse stehen aus denen man leicht ausbrechen kann, wäre als Begründung für Tarkins Vertrauen doch etwas dünn.
Sehr lässig wie Ahsoka die ersten beiden ihr auflauernden Kampfdroiden ausschaltet.

Ebenso cool ist Anakins Aktion um nach dem Rückzug die restlichen Droiden auszuschalten
Tarkins Erstaunen, dass es einen Ersatzplan gibt ist auch nicht schlecht.
„Die Gefangenen haben es nicht bis zur nächsten Verhörstufe geschafft.“ ist auch ne lustige Meldung.

Dass Sobeck den „Anruf“ von Count Dooku nicht entgegennimmt, ist denke ich nicht die beste Idee, aber gut, dass wenigstens der arme Droide (der ja die schlechte Botschaft nur überbringt) von Sobecks Zorn verschont blieb.
Als dann die Action auf dem Flugfeld richtig losgeht, zieht Tarkin diesmal gegenüber Obi Wan klar den kürzeren, - Tarkins Vorhaben ist lächerlich.
Ich sehe es immer wieder gerne, wie lässig die Jedi angreifende Staps ausschalten, - besonders Anakin ist darin gut.
Das Highlight der Folge ist dann das Schicksal von Echo. Überhaupt keine heroische Aktion, man könnte fast schon sagen ein bißchen dumm (passend zur Kamino-Eröffnungsfolge), bestenfalls ein normales Kriegsopfer, - das ist auf jeden Fall toll gemacht.
Für die passenden Emotionen ist durch Fives‘ Entsetzen, der starken Musikuntermalung und den Kameraschwenk auf Echos Helm aber dennoch gesorgt.

Wie gesagt, für mich ist das das Highlight der Folge und ich bin froh, dass mir die Rishi-Klone nie so sehr am Herzen lag wie Waxer und Boil.
Herrlich, wie Obi Wan sich bei der Berichterstattung so blumig ausdrückt und Anakin dann korrekt Meldung macht. Nun müssen die Jedi also tatsächlich eine Flotte zur Evakuierung schicken.
Die Folge endet nachdenklich und die Mission geht weiter.
Fazit:
Die Folge bietet v.a Action, die auch sehr gut inszeniert ist.
Anders als wohl beabsichtigt, kann ich Anakin und Tarkin bei ihren „finsteren“ Gesprächen nur zustimmen, aber es ist schön die beiden miteinander agieren zu sehen.
Die Folge bietet auch noch eine nicht unbeachtliche Prise Humor, die vor allem durch R2 und Sobeck erzielt wird.
Das alles verdient das Prädikat „unterhaltsam“ für mehr wäre es jedoch zu dünn.
Die notwendigen Bonuspunkte erbringt das stark in Szene gesetzte Schicksal von Echo, so dass es zu knappen
8 von 10 Punkten reicht.