Unpopuläre SW-Meinungen

Ja gut, dann ist es halt so und Social Media ist kacke. Wissen wir ja jetzt mittlerweile zur Genüge. Ich bereue schon wieder, hier überhaupt was geschrieben zu haben.

Ich persönlich finde das Thema hier bislang leider nur sehr oberflächlich behandelt. Wir diskutieren hier buchstäblich über Zeitungsartikel, die Rassismus aus dem Fandom gegen Schauspieler sowie deren Auswirkungen auf Produktionsfirmen thematisieren, was aber einfach ignoriert zu werden scheint:

Boyega said he believes the lack of diversity in “Star Wars” stems directly from fans who do not want to see non-white actors in the franchise.

“You can always tell it’s something when some ‘Star Wars’ fans try to say, ‘Well, we had Lando Calrissian and had Samuel L. Jackson!'” he said. “It’s like telling me how many cookie chips are in the cookie dough. It’s like, they just scattered that in there, bro!”

Die Kritik ist, dass Fans solange auf den Putz hauen, bis die produzierenden Entscheidungsträger hinter einer Unternehmung entsprechend darauf reagieren. Neu ist das übrigens keineswegs. Das war auch schon zur Jahrtausendwende, viele Jahre vor Facebook und Twitter, mindestens einmal bei Star Wars schon der Fall: Ahmed Best wurde faktisch aus Episode II und III weitestgehend entfernt, der Schauspieler selbst aufgrund von durchgeknallten Fans nah am Suizid.

“The hardest part for me in that entire situation was all of the criticism that came from a racially motivated point of view. Growing up, being black, and wanting to be an artist — which is a very challenging and brave thing to do, it’s not easy — we’re always faced, as black artists, with this idea of being a sellout. We have our guard up when it comes to being portrayed as an Uncle Tom, a racist stereotype, or anything that makes you, as a black person, look less than.”

“It hit me. It came right for me. I was called every racial stereotype you can imagine. There was this criticism of being this Jamaican, broken dialect, which was offensive because I’m of West Indian descent — I’m not Jamaican. It was debilitating. I didn’t know how to respond.”

As for the moment he actually contemplated suicide, Best says he “was just alone and the depression hit me. Hard. I was just broken,” he says. “The only thing I could think of to make me feel better was to walk across the Brooklyn Bridge. But this time when I walked across the bridge, I didn’t see the lights of Manhattan.”


Bedauerlich ist, dass sich das Fandom in 25 Jahren scheinbar kaum gewandelt hat und man eher bereit ist, deutlich angesprochenen Problemen keinen Glauben zu schenken, als ne Suchmaschine in die Hand zu nehmen und sich die dunkleren Sackgassen jenseits der Filme und Serien mal etwas heller auszuleuchten.
 
und ps da sind die wenigsten weiss
Und ? Spanier, Mexikaner und Lateinamerikaner können auch Rassisten oder Faschos sein. :-)

kann mich nicht an den genauen Wortlaut erinnern*
Dann würde ich künftig an deiner Stelle solche "Aussagen" von Personen nicht bringen, die du nicht hundertprozent belegen kannst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und ? Spanier, Mexikaner und Lateinamerikaner können auch Rassisten oder Faschos sein. :-)


Dann würde ich künftig an deiner Stelle solche "Aussagen" von Personen nicht bringen, die du nicht hundertprozent belegen kannst.
War dieser Fall.
 
Braucht Boyega so dringend Aufmerksamkeit? Läuft die Karriere nicht mehr so gut? Star Wars ist ja sooooo ******, aber natürlich hat er kein Problem, bei Conventions zu hocken und den Fans für zu viel Geld Star Wars Material zu signieren. ;)

Kritik an seiner Rolle ist durchaus gerechtfertigt. Der Ansatz war ja ganz gut, aber Charakterentwicklung war praktisch nicht vorhanden, ab Episode 8 war er nur noch dabei, damit er dabei war. Das wären Argumente, über die man sich als Darsteller aufregen kann. Wenn Boyega mit der Hautfarbe argumentieren möchte, dann eher damit das Finn oft etwas unbeholfen bis dümmlich wirkt, was von der Darstellung hier und da ein wenig an US Filme der 40er und 50er erinnert, in denen oft "lustige Schwarze" als Comic Relief dabei waren, die nichts konnten/wussten und vor allem Angst hatten. Die sind dann mir vor Angst hochstehenden Haaren weggelaufen usw.... :crazy Wer in den 90ern Wrestling geschaut hat: Ein ähnliches Konzept benutzte man damals tatsächlich noch bei "Kamala".

Ich glaube nicht, dass Jar Jar für noch Größeres bestimmt war.

So wie Lucas seine Geschichten aufbaut, hätte da eigentlich noch irgendwas kommen müssen. Jar Jar ist in EP1 eine zu zentrale Figur, um ihn nur als Sidekick zu benutzen.
 
Braucht Boyega so dringend Aufmerksamkeit? Läuft die Karriere nicht mehr so gut? Star Wars ist ja sooooo ******, aber natürlich hat er kein Problem, bei Conventions zu hocken und den Fans für zu viel Geld Star Wars Material zu signieren. ;)

Kritik an seiner Rolle ist durchaus gerechtfertigt. Der Ansatz war ja ganz gut, aber Charakterentwicklung war praktisch nicht vorhanden, ab Episode 8 war er nur noch dabei, damit er dabei war. Das wären Argumente, über die man sich als Darsteller aufregen kann. Wenn Boyega mit der Hautfarbe argumentieren möchte, dann eher damit das Finn oft etwas unbeholfen bis dümmlich wirkt, was von der Darstellung hier und da ein wenig an US Filme der 40er und 50er erinnert.
War auch mein Gedanke.
Ist er nicht mehr im Gespräch und muss er die Rassismus Karte ziehen ?
Denn die zieht bei vielen Menschen und Medien immer.
 
Ist er nicht mehr im Gespräch und muss er die Rassismus Karte ziehen ?

Der kausale Ablauf:
1. Apple produziert ne zweiteilige Dokumentation.
2. Boyega wird darin interviewt.
3. Die Presse greift das auf, weil es kontroverser Zündstoff ist.

Einmal mehr wird der eigentliche Kern des kommunizierten Problems ignoriert. Es ist hier im PSW leichter, den Aussagen eines Schauspielers über seine Erfahrungen offen zu misstrauen und ihm Sensationsgeilheit zu unterstellen. Klassische Täter-Opfer-Umkehr.

Ich würde wirklich nicht so sehr drauf rumreiten, wenn ich vor ein paar Jahren nicht mit eigenen Augen über mehrere Wochen hinweg gesehen hätte, wie krass man sich auf Boyega eingeschossen hat und ihm in den einschlägigen sozialen Medien wirklich alles mögliche an Ekelhaften Dingen an den Kopf geworfen hat. Das IST wirklich passiert.
 
Braucht Boyega so dringend Aufmerksamkeit? Läuft die Karriere nicht mehr so gut? Star Wars ist ja sooooo ******, aber natürlich hat er kein Problem, bei Conventions zu hocken und den Fans für zu viel Geld Star Wars Material zu signieren. ;)
Ich glaube nicht, dass das eine, etwas mit dem anderen zu tun hat.
Er kann sich zu Recht darüber beschweren, dass die tragenden Hauptrollen mit der meisten Sendezeit eben meist männlich und weiß sind.


Und mei, wenn Boyega "mit der Hautfarbe" argumentieren will, lasst ihn doch einfach.
Vielleicht brauchen alle, die sich so sehr darüber aufregen, viel eher Aufmerksamkeit als er.
SW kann ja gar keine Probleme mit dem Thema haben und überhaupt, wenn sind die Drehbuchautoren Schuld. Alles klar.
 
Für mich klingt das, als würden zwei Dinge miteinander vermischt. Die Rolle des Finn wurde ja ergebnisoffen vergeben, also nicht explizit mit einem schwarzen Schauspieler besetzt, wenn ich mich korrekt erinnere.

Danach wurde er dann rassistisch angefeindet von Trollen und sogenannten Fans.

Dass seine Figur dann diesen Werdegang genommen hat, war aber eine Entscheidung der Drehbuchschreiber. Oder denkt Ihr, dass das Drehbuch anders geworden wäre, wenn die Rolle des Finn mit einem weißen Schauspieler oder einem Asiaten besetzt worden wäre? Also dass Rian Johnson die Rolle des Finn einen anderen Weg hätte gehen lassen, hätte sie ein weißer Schauspieler besetzt?

Wenn das der Fall gewesen wäre, dann hätte er Recht mit seiner Kritik.
 
Oder denkt Ihr, dass das Drehbuch anders geworden wäre, wenn die Rolle des Finn mit einem weißen Schauspieler oder einem Asiaten besetzt worden wäre? Also dass Rian Johnson die Rolle des Finn einen anderen Weg hätte gehen lassen, hätte sie ein weißer Schauspieler besetzt?
Ich denke das hin und her im Drehbuch hatte wenig mit der Ethnie zu tun. passierte ja mit jedem Handlungsstrang der in Episode 7 eingeführte wurde. Ritter von Ren Phasma, Snoke , eltern von Rey und so weiter. Alle aufgbebaut und dann fallen gelassen. Nur um in ep 9 wieder schnell gerettet zu werden. Fin hatte ja auch zuerst Rey als love interest, dann tran und dann in ep 9 die Frau mit den Pferden..XD
 
Fin hatte ja auch zuerst Rey als love interest, dann tran und dann in ep 9 die Frau mit den Pferden..XD

Poe hier nicht vergessen; da sprühten zwischenzeitlich ebenfalls die Funken! :-D

Meine Gedanken zu dem Thema und Boyegas Aussagen:
Ich kann absolut nachvollziehen, dass bei ihm nach wie vor Frust und vielleicht auch Wut überwiegen, wenn er sowohl den Umgang mit seiner Figur durch Disney als auch die Reaktionen in Teilen des Fandoms reflektiert. Für Außenstehende ist es leicht, hier zu differenzieren und auch jenen Teil des Fandoms zu sehen, der nicht so drauf ist wie der menschliche Abschaum, der sich in den sozialen Medien in viel zu großer Zahl rassistischer Anfeindungen hingibt. Boyega war diesen Angriffen aber nun mal direkt und massiv ausgesetzt. Das ist eine traurige Tatsache.

Doch statt verstärkter Rückendeckung Disneys, die sich nicht nur in Floskeln erschöpft, sondern auch in handfesten Tatsachen, wie etwa einer unbeirrten Unterstützung seiner Rolle als tragender Char, kam es stattdessen ausgerechnet zu einer Herabstufung Finns zu einem bloßen Sidekick. Da kann ihm meiner Meinung nach niemand den Eindruck verübeln, dass dies (auch) eine Reaktion auf das Feedback der in den sozialen Medien dominierenden Fans ist. Disney hat sich schon mehr als einmal als absolutes Fähnchen im Wind erwiesen.

Natürlich wissen wir nicht, welche Entscheidungen auf wessen Kappe gingen – Rian Johnson hatte wohl viel Gestaltungsfreiheit, aber sicher nicht uneingeschränkt. Und selbst wenn es keine bewusste Entscheidung wegen Boyegas Hautfarbe war, bleibt doch der Eindruck bestehen, dass man nicht willens war, konsequent gegen den Strom zu schwimmen.

Wie auch immer es tatsächlich war: Ich möchte Boyega seine Wahrnehmung in dieser Angelegenheit nicht absprechen oder als verletzte Eitelkeit bzw. Schrei nach Aufmerksamkeit abtun. Vielmehr komme ich immer mehr zur Überzeugung – gerade auch nach allem, was rund um The Acolyte abging –, dass Schauspieler neben der regulären Gage zukünftig auch eine Schmerzensgeld-Pauschale verlangen sollten, wenn sie sich für eine Star Wars-Produktion verpflichten lassen. :crazy Was die über sich ergehen lassen müssen, geht echt auf keine Kuhhaut mehr, und es kommt ja auch nicht von ungefähr, dass selbst George Lucas irgendwann nur noch die Schnauze voll hatte von seinen selbsternannten "Fans".

Wie gesagt, natürlich sind nicht alle so! Ich schätze hier bspw auch niemanden so ein. Leider reicht oft eine besonders laute Gruppe, um einen Diskurs komplett zu vergiften und all jene zu verdrängen, die sich gesittet und konstruktiv austauschen wollen (inklusive Kritik). Da spielt es dann gar keine Rolle mehr, ob die quantitativ tatsächlich überwiegen – sie formen mit ihrem aggressiven Ton dennoch das Stimmungsbild. Das ist eine Entwicklung, die sich schon länger abzeichnet, natürlich verstärkt durch Social Media, und einer der Hauptgründe, warum ich nur noch sehr eingeschränkt in diesen Kreisen unterwegs bin.
Und wenn sich mir als unbeteiligtem Dritten schon beim reinen Lesen besagter Hasstiraden der Magen umdreht, möchte ich nicht wissen, wie sich die direkt Betroffenen fühlen müssen – also Boyega und Co. Weshalb meine Solidarität und mein Verständnis auch ihnen gilt.
 
Das IST wirklich passiert.

Und übrigens nicht nur in "Social Media", sondern auch hier im PSW. Ich erinnere mich noch sehr genau daran, dass ein damals sehr aktiver User als erste Reaktion auf den Teaser Trailer vom Stapel ließ, dass er keinen Schwarzen "aus der Hood" in seinem Star Wars wolle.
 
Ich würde wirklich nicht so sehr drauf rumreiten, wenn ich vor ein paar Jahren nicht mit eigenen Augen über mehrere Wochen hinweg gesehen hätte, wie krass man sich auf Boyega eingeschossen hat und ihm in den einschlägigen sozialen Medien wirklich alles mögliche an Ekelhaften Dingen an den Kopf geworfen hat. Das IST wirklich passiert.
Das solche Dinge passiert sind weiß ich.
Es gibt eben solche Leute.
Der Artikel liest sich aber so als sei das gesamte Fandome rassistisch.
Und das ist auch nicht richtig und eine Beleidigung für viele Fans.
 
Natürlich fühlen die sich nicht gut.
Aber dann sollte sich ihre Wut auf die Schuldigen richten und nicht auf alle Fans.
Dann lese bitte den Artikel noch mal durch, das hat er nämlich mitnichten getan. Er sprach von den Fans die ein Problem damit haben wenn PoC in den Filmen mitspielen. Und scheinbar hat er ja einen Nerv getroffen, ansonsten würde sich nicht in den Weiten des Internets so über die Aussagen von Ihm aufgeregt werden.
 
Der Artikel liest sich aber so als sei das gesamte Fandome rassistisch.
Und das ist auch nicht richtig und eine Beleidigung für viele Fans.

Nö, dass muss es auch gar nicht sein. Aber ob ein anderer Teil des Fandoms, dass einem PoC-Schauspieler abspricht solche Erfahrungen und das Interview lediglich aus Geltungsdrang gemacht zu haben jetzt so viel besser ist?
 
Mir ist echt unbegreiflich, wie sich darüber aufgeregt wird, wenn ein:e Schauspieler:in sich kritisch zu Themen wie Rassismus äußert.
Es sind persönliche Erfahrungen und Wahrnehmungen, die oft genug sogar bestätigt werden.
Warum dann immer der Vorwurf kommen muss, dass man irgendwelche Karten spielt oder sich wichtig machen will - ich kapier es nicht.
 
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