Hier mal beide Medusen im direkten Vergleich:

Persönlich finde ich die neue Medusa nicht wirklich angsteinflössend. Die alte hingegen sehr wohl!
Vor allem passt die alte eher dazu, was Medusa im griechischen Mythos war, ungemein hässlich und zwar derart, dass jeder schon auf Grund ihrer Hässlichkeit zu Stein erstarrte, wenn er sie direkt ansah.
Ich selbst finde man sollte SW E I-III komplett neu drehen, aber ist ja bekanntlich ein Thema für sich.
Eine moderne Umsetzung von Soylent Green würde mich interessieren. Nicht, dass ich den alten Streifen schlecht finde, der verschaffte mir guten Grusel als Kind. Aber mit modernen Mitteln und einem vernünftigen Regisseur und Team ließe sich sicher einiges aus der Thematik in neuem Gewand machen.
Von Troja hab ich auch nichts gehalten, aber ich finde man sollte das Thema Trojanischer Krieg eh nicht verfilmen. Der Stoff ist viel zum Umfangreich und die Ilias erzählt gerade mal einen Bruchteil des ganzen Sagenkomplexes, welcher in einer ganzen Reihe antiker Werke verarbeitet und ausgeschmückt wird, und auch da stellt die Ilias das Ganze in einer Art dar, die sich besser liest, als filmisch im Kinosessel genossen zu werden. Das ist wie mit dem Parfum, den Film fand ich zum Einschlafen öde. Als Buch ist es erträglich.
Außerdem glaube ich, dass bei einer genauen Umsetzung der Ilias die Einbindung der Götter in das Geschehen rasch in eine komödienhafte Darstellung abdriften würde, wie sie in diversen Sandalenstreifen der 60er aus Italien und Co. zu bewundern sind.
Als richtigen Filmstoff der Antike eignet sich m. E. die Anabasis von Xenophon viel besser. Da ist alles drin, was ein guter Kinoblockbuster bräuchte, Verrat, Mord, epochale Ereignisse, Schlachten und Getümmel, tolle Landschaften, Affären und diverse Liebschaften und obendrein auch noch real geschehen.