Nomis Ar Somar
Wanderer
Am süßesten finde ich ja im Fandom allgemein den Tenor, die Schuld an Solos Flop beim Marketing oder noch besser bei den "bösen Fans" zu suchen, die SW seit TLJ boykottieren wollen. Nur mal so als Tipp aus der Realität: es laufen nicht nur Fans in die Kinos, sondern auch Otto-Normal-Bürger. Und der sogar mehr vertreten als die Fans. In meinem Familien- und Bekanntenkreis wollte niemand den Film sehen, mit immer der gleichen Begründung: a) der Film war ohne Harrison Ford, b) sie interessierten sich nicht für solch eine Geschichte, und c) sie waren von TLJ schon nicht gerade begeistert.
Süß wäre es höchstens, vielfach wahrgenommene und benannte Teil-Gründe als „süßen Tenor“ zu bezeichnen. Natürlich stimmen Deine Punkte A, B und C. Aber der Misserfolg von 'Solo' ist ein hochkomplexes Thema, welches ich hier schon in besser ausgeleuchteten Kommentaren lesen durfte. Aktuell kommt sehr viel zusammen. Da kostet hier mal ein Grund 10 Milliönchen, da mal ein Grund 10 Milliönchen, dies kostet in der Gesamtbetrachtung als Kettenreaktion 100 Milliönchen und so weiter und so fort. Bis TLJ war SW als Marke noch ziemlich oben auf und erst der Shitstorm auf diesen Film - zum Teil wirklich undifferenziert und schlicht trollig-hasserfüllt - zog SW derart runter. Ich gebe aber zu, dass da eine Gesamt-Dynamik vorgeherrscht hat, die langsam, aber sicher nach unten führte; noch vor TLJ. Seltsame Vermarktung, miese Kommunikation seitens Disney und weiteres. Aber es lag im Gesamte nicht nur(!) daran, dass mit 'Solo' ein teurer Fan-Film produziert wurde.
(Vielleicht meinst Du aber auch in Wirklichkeit das gleiche wie ich und es kommt hier nur so kurz gedacht daher. Wenn ja - entschuldige!)
Dieses fehlende Konzept führte dann zu TLJ, wo diesem Pausenclown Rian Johnson, dessen Talent gerade mal für belanglose Lückenfüller Episoden in einer Serie reicht, die Alleinverantwortung für den Mittelteil einer Trilogie übertragen wurde. Er erwies sich aber als genauso plan- und konzeptlos und konnte weder an der vorhandenen Geschichte anknüpfen, noch den Weg für Fortsetzungen ebnen.
Sehr, sehr respektlos. Du fandest 'S0310 - Die Fliege' aus 'Breaking Bad' also schlecht? Hm, also ich fand die Folge genial und philosophisch. Aber stimmt, 'S05E14 - Ozymandias' war ja quasi DIE Lückenfüller-Folge schlechthin in der Serie. Diese Episode gilt ja auch nicht als eine der besten Serien-Folgen aller Zeiten...
Rogue One wird zwar von vielen geliebt, aber auch hier wurde letztendlich alles in letzter Sekunde über den Haufen geschmissen, neu gedreht und geschnitten. Herausgekommen ist ein Continuity Massaker wie bei World War Z.
Das kann man sich einmal anschauen, aber spätestens beim 2. Mal ist man schon mehr damit beschäftigt sich auf die Anschluss- und Logikfehler zu konzentrieren, als auf die Geschichte.
Komisch. Du bist der Erste, von dem ich so eine harte Meinung lese. „Beim 2. Mal ist man schon mehr damit beschäftigt sich auf die Anschluss- und Logikfehler zu konzentrieren als auf die Geschichte.“ Puh, harter Tobak. Bei allem Respekt, aber: Beschäftigt sich jemand, der sich bei 'Die Fliege' langweilt und 'Ozymandias' als Lückenfüller bezeichnet, überhaupt derart extrem mit Anschlussfehlern?

Solche Meinungen höre ich sonst eher von Bekannten, deren Filmgeschmack sich irgendwo zwischen 'The Fast and the Furious' und Elyas M'Barek ansiedelt.
Deshalb wäre es nur konsequent, KK und Konsorten die ST noch abschließen zu lassen und dann neu anzufangen. Dazu passen auch die Gerüchte, das KK im Herbst ihren Abschied bekannt geben will und dass alle Pläne nach IX erstmal auf Eis gelegt werden.
Wir warten mal ab. Vernünftig wäre eine Neuausrichtung natürlich. Aber die gute Kommunikation könnte Disney ja mal selbst übernehmen, anstatt erst alles über Reddit rausrutschen zu lassen um dann zwei Wochen später knapp den nächsten Rausschmiss zu verkünden. Ich komme mir da vor wie Poe: „Sagen Sie uns, dass wir einem Plan folgen! Dass es Hoffnung gibt!“