[Pols Anaxes, Regierungskomplex ] Niob Tenn, Fleur, Sam, Abgeordnete, Architekten
Mit einem gewissen Maß an Rührung und Mitleid betrachtete Niob diese fragil wirkende Gestalt abschätzend, welche der neue Gouverneur - ein Sith, wohlgemerkt - voraus geschickt hatte, um erste Instruktionen an die örtlichen Verantwortlichen zu übermitteln. Baupläne, die tief greifende Konstruktionsabänderungen an Teilen des Regierungskomplexes zur Folge haben würden, aber - so urteilte der Sullustaner nach einer kurzen Betrachtung auf den großen Schirm des Datapads, welches die eingelesenen Daten imposant darstellte - durchaus geschmackvoll und einer Residenz dieser Bedeutung angemessen waren.
Wobei er sich eine andere Einschätzung auch nicht erlauben durfte - bereits jetzt mit dem neu eingesetzten imperialen Statthalter auf Konfrontationskurs zu gehen, war mehr als töricht - es war tödlich, wenn man so mancher Anekdote über die Mitglieder des imperialen Ordens Glauben schenken wollte - und Tenn tat es.
Einige gestammelten Worte lenkten jedoch seine Aufmerksamkeit wieder auf die junge Frau - oder vielmehr das Mädchen - zurück, welches mit den forsch, ja fast rücksichtslos auftretenden Mitgliedern der Bauaufsicht hoffnungslos überfordert, ihnen in ihrer Kindlichkeit regelrecht ausgeliefert war.
Ihr Begleiter, ein ungehobelter Kerl, dessen Intellekt nicht sonderlich ausgeprägt zu sein schien, was sich nicht zuletzt in seiner Wortkargheit zeigte - er hatte wohl keinen Sinn für die Visionen, die hier zur Sprache kamen - beschränkte sich ausschließlich auf eine Mimik der ausgesprochenen Verdrossenheit und stürzte das Mädchen damit nur noch mehr in inneres Seelenleid, als er ihre flehentliche Anfrage auf Kontaktierung des Gouverneurs nur mit einem mürrischen Abnicken kommentierte.
Als das Kind mit vagem Zittern an ihrer Kommeinheit herum hantierte, war dies das Zeichen für Niob einzugreifen. Wenn er diese Situation nur hinreichend auszunutzen vermochte, konnte er sich womöglich gleich in eine günstige Position manövrieren, wenn es um die wichtigen Posten der neuen Regierung gehen würde.
Er strich folglich die weite Robe, die in ihrer wallenden Schönheit seine geringe Körpergröße nichtsdestotrotz nur mit Mängeln kaschieren konnte, glatt und eilte mit eifrigen Schritten an den regungslos und dem Schauspiel hoffnungslos erlegenen anderen Abgeordneten vorbei und trat zu den so groß gewachsenen Menschen, welchen die Leitung der anstehenden Renovierungen oblag und die immer noch wild gestikulierend Mängel und Probleme dessen erörterten.
„Meine Herren... Ich darf doch bitten...“, erhob er seine Stimme in makellosem Basic, mit bedeutender Lautstärke und messerscharfem Unterton. „Wir betrachten hier die visionären Pläne des neuen Gouverneurs, das neue Antlitz von Pols Anaxes - und sie jonglieren mit Nichtigkeiten, die den Gouverneur sowie diese reizende Lady hier nur unnötig belasten?“
Ein gespielt mitleidiges Lächeln zeigte sich auf Niobs Gesicht.
„Ich _bitte_ sie...“
Dann wurde seine Miene augenblicklich wieder stählern.
„Das Gefälle hier...“, er wies auf das Datapad. „wird eben durch exzessive Umschichtungen des Bodenmaterials behoben, für die Pfeiler lassen sie von Axum einige Transporter herbeordern, von zeitlichen Engpässen will ich ohnehin ab sofort rein gar nichts mehr hören - und die Koordinierung der Maßnahmen ist ihre ausdrückliche Pflicht - wenn sie dem nicht nachkommen, kann ich sie auch hier und jetzt ihres Amtes entheben... ich kenne da ein kleines Unternehmen mit fähigen, innovativen Geistern...“
„Nein, nein...“, der leitende Architekt, ein Mann bereits höheren Semesters mit säuberlich gepflegtem Äußeren und etwas fahrigem Gebaren hob beschwichtigend die Arme. „Ich denke, es sollte sich schon in die Wege leiten lassen, Herr Bürgermeister...“
„Das will ich meinen.“, quittierte Niob die Anbiederung ungehalten, um sich dann schwungvoll abzuwenden, und mit einem kurzen triumphierenden Lächeln auf das Mädchen zuzuschreiten. Er liebte es wahrlich, wenn diese Speichellecker sich derart seiner schieren Präsenz unterwarfen, wenngleich deren Erbärmlichkeit teils fast schon Ekel erregend sein mochte.
Nun jedoch galt es schnell eine weitere Facette seiner wandlungsfähigen Persönlichkeit zu widmen: der des Mitfühlenden, der sich väterlich um dieses Mädchen kümmern würde.
„Entschuldigen sie diese... unkultivierten Arbeiter, Lady Ventuela“, raunte er ihr zu, ehe er einen leichten Knicks vor ihr vorzog, und er ihr eine Hand reichend die Aufwartung machte.
„Niob Tenn, Bürgermeister dieser beschaulichen Stadt. Wir wurden einander noch nicht ausdrücklich vorgestellt.“
Aus seinen großen gänzlich schwarzen Augen und mit leicht schräg angewinkeltem Kopf sah er das Kind an.
„_Stets_ zu Diensten des neuen Gouverneurs... und damit auch Ihnen, Mylady.“
[Pols Anaxes, Regierungskomplex ] Niob Tenn, Fleur, Sam, Abgeordnete, Architekten
Mit einem gewissen Maß an Rührung und Mitleid betrachtete Niob diese fragil wirkende Gestalt abschätzend, welche der neue Gouverneur - ein Sith, wohlgemerkt - voraus geschickt hatte, um erste Instruktionen an die örtlichen Verantwortlichen zu übermitteln. Baupläne, die tief greifende Konstruktionsabänderungen an Teilen des Regierungskomplexes zur Folge haben würden, aber - so urteilte der Sullustaner nach einer kurzen Betrachtung auf den großen Schirm des Datapads, welches die eingelesenen Daten imposant darstellte - durchaus geschmackvoll und einer Residenz dieser Bedeutung angemessen waren.
Wobei er sich eine andere Einschätzung auch nicht erlauben durfte - bereits jetzt mit dem neu eingesetzten imperialen Statthalter auf Konfrontationskurs zu gehen, war mehr als töricht - es war tödlich, wenn man so mancher Anekdote über die Mitglieder des imperialen Ordens Glauben schenken wollte - und Tenn tat es.
Einige gestammelten Worte lenkten jedoch seine Aufmerksamkeit wieder auf die junge Frau - oder vielmehr das Mädchen - zurück, welches mit den forsch, ja fast rücksichtslos auftretenden Mitgliedern der Bauaufsicht hoffnungslos überfordert, ihnen in ihrer Kindlichkeit regelrecht ausgeliefert war.
Ihr Begleiter, ein ungehobelter Kerl, dessen Intellekt nicht sonderlich ausgeprägt zu sein schien, was sich nicht zuletzt in seiner Wortkargheit zeigte - er hatte wohl keinen Sinn für die Visionen, die hier zur Sprache kamen - beschränkte sich ausschließlich auf eine Mimik der ausgesprochenen Verdrossenheit und stürzte das Mädchen damit nur noch mehr in inneres Seelenleid, als er ihre flehentliche Anfrage auf Kontaktierung des Gouverneurs nur mit einem mürrischen Abnicken kommentierte.
Als das Kind mit vagem Zittern an ihrer Kommeinheit herum hantierte, war dies das Zeichen für Niob einzugreifen. Wenn er diese Situation nur hinreichend auszunutzen vermochte, konnte er sich womöglich gleich in eine günstige Position manövrieren, wenn es um die wichtigen Posten der neuen Regierung gehen würde.
Er strich folglich die weite Robe, die in ihrer wallenden Schönheit seine geringe Körpergröße nichtsdestotrotz nur mit Mängeln kaschieren konnte, glatt und eilte mit eifrigen Schritten an den regungslos und dem Schauspiel hoffnungslos erlegenen anderen Abgeordneten vorbei und trat zu den so groß gewachsenen Menschen, welchen die Leitung der anstehenden Renovierungen oblag und die immer noch wild gestikulierend Mängel und Probleme dessen erörterten.
„Meine Herren... Ich darf doch bitten...“, erhob er seine Stimme in makellosem Basic, mit bedeutender Lautstärke und messerscharfem Unterton. „Wir betrachten hier die visionären Pläne des neuen Gouverneurs, das neue Antlitz von Pols Anaxes - und sie jonglieren mit Nichtigkeiten, die den Gouverneur sowie diese reizende Lady hier nur unnötig belasten?“
Ein gespielt mitleidiges Lächeln zeigte sich auf Niobs Gesicht.
„Ich _bitte_ sie...“
Dann wurde seine Miene augenblicklich wieder stählern.
„Das Gefälle hier...“, er wies auf das Datapad. „wird eben durch exzessive Umschichtungen des Bodenmaterials behoben, für die Pfeiler lassen sie von Axum einige Transporter herbeordern, von zeitlichen Engpässen will ich ohnehin ab sofort rein gar nichts mehr hören - und die Koordinierung der Maßnahmen ist ihre ausdrückliche Pflicht - wenn sie dem nicht nachkommen, kann ich sie auch hier und jetzt ihres Amtes entheben... ich kenne da ein kleines Unternehmen mit fähigen, innovativen Geistern...“
„Nein, nein...“, der leitende Architekt, ein Mann bereits höheren Semesters mit säuberlich gepflegtem Äußeren und etwas fahrigem Gebaren hob beschwichtigend die Arme. „Ich denke, es sollte sich schon in die Wege leiten lassen, Herr Bürgermeister...“
„Das will ich meinen.“, quittierte Niob die Anbiederung ungehalten, um sich dann schwungvoll abzuwenden, und mit einem kurzen triumphierenden Lächeln auf das Mädchen zuzuschreiten. Er liebte es wahrlich, wenn diese Speichellecker sich derart seiner schieren Präsenz unterwarfen, wenngleich deren Erbärmlichkeit teils fast schon Ekel erregend sein mochte.
Nun jedoch galt es schnell eine weitere Facette seiner wandlungsfähigen Persönlichkeit zu widmen: der des Mitfühlenden, der sich väterlich um dieses Mädchen kümmern würde.
„Entschuldigen sie diese... unkultivierten Arbeiter, Lady Ventuela“, raunte er ihr zu, ehe er einen leichten Knicks vor ihr vorzog, und er ihr eine Hand reichend die Aufwartung machte.
„Niob Tenn, Bürgermeister dieser beschaulichen Stadt. Wir wurden einander noch nicht ausdrücklich vorgestellt.“
Aus seinen großen gänzlich schwarzen Augen und mit leicht schräg angewinkeltem Kopf sah er das Kind an.
„_Stets_ zu Diensten des neuen Gouverneurs... und damit auch Ihnen, Mylady.“
[Pols Anaxes, Regierungskomplex ] Niob Tenn, Fleur, Sam, Abgeordnete, Architekten
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