? Etti IV ? Raumhafen ? Hanger ? Mako ? Arthious ? Warblade ? Tionne ? Daxit ? Savvy ?
Voller Wut bemerkte er, wie Tionne nach einer seiner Aussprachen fast aufgelacht hätte. Innerlich kochte er und hätte am liebsten mit der Macht nach ihr gegriffen, ihr eine Lektion erteilt. Niemand würde sich jemals wieder über ihn lustig machen und seine Worte in Frage stellen. Niemand!
Mit einem strengen Gesichtsausdruck blickte er zu der Jedi Advisorin und sagte noch ruhig:
Zweifelos sind die Sith nicht nur eine Glaubensgemeinschaft. Natürlich verbirgt sich dahinter eine Lebenseinstellung.
Ich glaube an die Macht, ihre Kraft und ihre allgegenwärtige Stärke,
ich glaube an die Gefühle, die ich stets in mir trage und die mich leiten,
ich glaube an die Ehre, den fairen Kampf und die Macht, die mich unterstützt,
ich glaube an meine Bestimmung in dieser Galaxie, an meinen Weg, den ich gehen muss,
und ich glaube an mich, meine Fähigkeiten und meine Ziele,
und daran, dass niemand mich einfach so davon abhalten kann, weil es mein Wille ist.
Daran glaube ich, das ist meine Lebenseinstellung, das ist meine Religion, das ist mein Weg.
Phol senkte seinen Kopf und blieb einige Sekunden ruhig, als er noch etwas weiter auszuholen begann.
Ich war gerade auf der Suche nach der Kanzlerin, als mir gesagt wurde, dass meine Dienste unzureichend wären. Meine Mutter wurde im Schoße der Republik, sie war Senatorin, ermordet. Meine Schwester ist spurlos verschwunden und für mich nicht mehr erreichbar. Dann hat sich Anthares selbst das Leben genommen, weil er es in diesem Saftladen von Republik, bei diesen scheinheiligen, korrupten Handlangern, einfach nicht mehr ertragen hat. Sie haben ihn einfach zu Grunde gerichtet, bis er nicht mehr konnte.
Ich habe meine Familie verloren, meine Beherrschung und meinen Glauben. Die Jedi haben mir nicht helfen können, Arthious schon. Mein Schicksal hat mich auf den Weg geführt, der mir vorbestimmt war, und dein Weg bei der Republik und bei den Jedi wird nun auch enden, du musst nur noch deine Augen öffnen und zulassen die Wahrheit zu sehen.
Sieh doch, ich war auf Corellia, bei der Beerdigung von Anthares. Ich fragte nach dir, sie wussten nicht wo du bist. Es hat sie einfach nicht interessiert! Hat schon irgendjemand von deinen Freunden mit dir Kontakt aufgenommen? Hat sich irgendwer um dich gesorgt? Nein, haben sie nicht, keiner!
Zuvor haben sie dich noch degradiert, weil sie deine Arbeit so schätzen, sie haben dir ihr Vertrauen entzogen und dich ziehen lassen, egal was mit dir geschehen würde.
Nennst du das deinen Weg?! Nennst du das deine Freunde? Es ist nur eine Frage der Zeit bis du einsiehst, dass du nicht das für die Jedi bist, was sie für dich sind.
Und jetzt kommt der Knackpunkt an der ganzen Sache, der, der dich wahrscheinlich ganz besonders stören wird, den du vielleicht sogar verdrängen willst, weil er dir nicht gefallen wird:
Als ich erfuhr, dass du verschollen bist, habe ich umgehend Arthious gebeten dich suchen zu dürfen. Er hat mich unterstützt und nun stehen wir hier! Nicht deine Jedi Freunde, sondern ein Sith hat sich Gedanken um dich gemacht und wollte nach dir sehen!
Erschüttert dich diese Erkenntnis? Wie lange willst du noch verleugnen, dass du an meiner Seite, wie früher, viel besser dran wärst?
Phollow wurde immer wütender, je weiter er sprach. Aber nicht über die beiden Menschen, die ihm gegenüber standen, sondern sein Hass auf die Jedi, ihre Lügen und wie sie Tionne und ihn behandelt hatten, nach all dem was sie geleistet hatten, machte ihm schwer zu schaffen. Zu dem Ex-Großadmiral gewandt ergänzte er noch:
Früher war das Imperium wohl noch so, wie ihr sagtet. Aber das Imperium und die Sith verändern sich. Unter Arthious wird ein neues Imperium entstehen, die Vergangenheit ist Vergangenheit. Außerdem kann man seine Augen nicht überall haben. Zweifelos soll es Leute geben die auf Flüchtlinge schießen, es gibt ja auch Kindervergewaltiger und skrupelose Mörder. Dieser Mann der auf Flüchtlinge geschossen hat, wird seine Strafe erhalten.
Es ist eure Entscheidung ob ihr mit den Chiss in Kontakt treten wollt. Wir sind auf euch nicht angewiesen, es ist nur ein Angebot, von dem beide Seiten profitieren können.
Als Warblade von seiner Schülerin sprach, und das er sich eher Sorgen um sie machen sollte, legte sich in Phol's Kopf ein Schalter um. Der junge Sith hatte seine Arme gehoben, durch die Macht wallte sein Umhang nach hinten und die beiden Lichtschwertgriffe sausten in seine Hände und aktivierten sich mit einem lauten Surren. Bösartig funkelten das rote Licht inmitten des Sandsturms und die scheinbar so ruhige Unterhaltung veränderte sich schlagartig. Mit einem Blick nach oben zur Darkness, die noch ca. 20 Meter über dem Boden war, sagte er mit giftiger Stimme.
Wenn euer Schiff nicht sofort hier landet und meine Schülerin lebendig und wohlbehalten hier aussteigt, werde ich euer Raumschiff eigenhändig zerlegen, genauso wie ihr diesen Planeten nicht lebend verlassen werdet!
Phollow gab dem Verräter ein wenig Zeit, sein Raumschiff landen zu lassen, bevor er sich hinauf katapultieren wollte, um seine Schülerin zu holen. Diese Situation hatte sämtliche Ruhe und Friedlichkeit in ihm zu nichte gemacht, der Gedanken daran, dass seiner Schülerin etwas passieren konnte lies ihn nicht mehr los. Arthious schien deutlich zu spüren, was geschehen war...
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