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TomReagan schrieb:Besser die Filmwirtschaft nimmt das selbst in die Hand. Alternative wäre eine staatliche Prüfstelle, mit einem Gesetz dahinter.Riecht nach Zensur. So wie es ist, passt das schon.
alpha7 schrieb:meine Casablanca-DVD ist ab 6!
Drüsling schrieb:Was die Bücher angeht, kann ich mir vorstellen, dass die unmöglich alle neuen Publikationen lesen können, das sind so weit ich weiss ja 10000 pro Jahr allein in Deutschland.
Vermutlich kümmert man sich um jugendgefährdende Bücher erst, wenn diese soundso schon ins Gerede gekommen sind.
Die FSK bewertet halt Filme nur einmal, und dann nie wieder (wenn sie nciht geändert werden).
Bin ich mir gerade nicht so sicher, ob das stimmt. Beispiel: Das Omen, früher ab 18 & indiziert, heute ab 16 und wieder frei verkäuflich.
Sagen wir, Filme werden häufig nicht zweimal geprüft.
Crimson schrieb:So wie es ist passt so ziemlich gar nichts. Wir haben in Deutschland wohl das restriktivste Altersfreigaben-System der westlichen Welt, welches die "Schere im Kopf" der Filmschaffenden fördert, welches zwar keine direkte Zensur ausübt, jedoch die Selbstzensur fördert. Dazu kommt dann noch ein sog. "Jugendschutz" der weit über das Ziel hinausschießt und vielfach in der Bevormundung, Gängelung und Kriminalisierung erwachsener Filmkonsumenten gipfelt.
C.
Crimson schrieb:Egal ob bei Filmen, Spielen, Musik oder Büchern: Die BPjM wird niemals von sich aus aktiv, sondern handelt immer nur auf Antrag. Dabei kann grundsätzlich jeder "besorgte" Bürger, dem ein "sozialethisch desorientierendes" Medienerzeugnis auffällt, zum nächtsen Jugendamt gehen, und dort einen solchen Antrag stellen.
Eine Behörde, die von sich aus aktiv wird, und Medienerzeugnisse einer Prüfung unterzieht ginge zu offensichtlich in Richtung Zensur, die ja (angeblich) nicht stattfindet in diesem Land.
C.
darth_gerre schrieb:FSK ist voll für den A....! ums mal ganz klar zu sagen. wenn ich mir ansehen, dass conan - der barbar mit FSK16 eingestuft ist, obwohl in dem film mehrmals und in aller ausführlichkeit gezeigt wird, wie menschen der kopf abgetrennt wird (in der endsequenz sogar mit DREI schlägen), dann ist mir nichtr ganz klar, weshalb zum beispiel bad boys 1 (in der ungeschnittenen version) als FSK18 eingestuft ist. ich hab beide DVDs zuhause. das ist der größte blödsinn.
TomReagan schrieb:Die Selbstzensur hat kommerzielle Gründe. Niemand muss sein Werk zensieren. Zensiert wird nur wenn man sein Werk auch einem Publikum präsentieren will, welches für das Original einfach zu jung ist. Ich kann mich nicht über die FSK aufregen, wohl aber über die verschiedenen Herausgeber, die wegen rein finanziellen Gründen einen Film auf FSK 16 schneiden, damit sie die Möglichkeit haben eine DVD öffentlich zu bewerben, also in Zeitschriften. Die Schere im Kopf haben nicht die Filmschaffende, sondern die Filmvermarktenden!
Crimson schrieb:Wie gesagt, es ist immer auch die Frage, in welchem Kontext die Gewalt präsentiert wird. Conan ist brutal, keine Frage, aber es ist alles eher fantasy-mäßig. In Bad Boys wird die Gewalt um einiges realer dargestellt, und zudem noch recht zynisch, sprich die coolen Cops haben nach brutalen Schießereien, in denen das Blut spritzt immer noch einen lockeren Spruch auf Lager und machen dumme Witzchen, über die Leute, die sie gerade mit großkalibrigen Knarren ins Jenseits befördert haben.
C.
TomReagan schrieb:Die Firmen haben keine Wahl?
Wenn die FSK einem Film die Freigabe verweigert (die Einrichtung ist Privat, hat also ihre ganz eigenen Vorsätze) heißt das noch lange nicht das der Film niemals in seiner ursprünglichen Fassung den dt. Markt erreicht. Die FSK ist Freiwillig, niemand muss das Siegel haben.
Ein weiterer Weg ist es den Film juristisch zu Prüfen. Ist der Film unbedenklich bekommt er eine Freigabe der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft. So eine Freigabe erlaubt es den Film öffentlich Auszustellen und dafür zu werben. Also ist diese Freigabe gleichzustellen mit der KJ Freigabe der FSK
Trotz der SPIO Freigabe kann der Film von der FSK noch auf Antrag geprüft werden. Diese Prüfung kann eine KJ Freigabe zum Ergebnis haben oder eine Indizierung.
Die Indizierung bedeutet das der Film nicht öffentlich auszustellen ist und daß, das bewerben des Films verboten ist. Der Film ist trotzdem noch ohne Probleme zu bekommen. Theoretisch sogar im Saturn oder Media Markt.
Der Herrausgeber hat nur die Wahl den Film zu schneiden neu prüfen zu lassen, und auf eine KJ Freigabe zu hoffen. Ist der Herrausgeber Geldgeil wird er das tun.
Die Verbots-Welle der 70er und 80er Jahre, der FSK steht natürlich außer Diskussion.
Crimson schrieb:Allerdings wirst Du kaum ein Kino und kaum eine Videothek in Deutschland finden, welche ungeprüfte Filme spielt, bzw. verleiht, da die meisten Kinos und Videotheken in Verbänden zusammengeschlossen sind, welche in ihren Statuten den Grundsatz stehen haben, nur von der FSK freigegebene Filme ins Programm zu nehmen.
Der einzige Grund für die Prüfung durch die Juristenkommission der SPIO ist, daß damit der Anbieter rechtlich auf der sicheren Seite steht, und im Fall eventueller Zwangsmaßnahmen gegen den Film (Indizierung, Beschlagnahme) nicht verklagt werden kann.
Eben, theoretisch. In der Praxis verschwinden gerade bei den großen Handelsketten indizierte Filme komplett aus dem Programm, da es für viele dieser Filialisten offenbar zu streßig ist, bestimmte Filme unter der Ladentheke zu führen, nach denen vielleicht nur ab und zu mal ein paar Freaks fragen, oder sie fürchten um ihren guten Ruf, wenn sie "verbotene" Filme in ihr Angebot aufnehmen.
Und genau das ist ja das Problem. Der Staat schiebt über den Umweg Geldbeutel den schwarzen Zensur-Peter zurück an die Anbieter, die aufgrund zu erwartender Zwangsmaßnahmen und Umsatzeinbußen von sich aus Hand an ihre Erzeugnisse legen.
Genauso, wie sie kein Recht hat, Filme zu indizieren, hat die FSK kein Recht, Filme zu verbieten. Dies können in Deutschland einzig und allein Gerichte entscheiden.
TomReagan schrieb:Komisch es gibt Labels die schaffen ohne Werbung Geld zu verdienen und dann solche die den Film zerschnibbeln. Gewinn bringt der Film auf jedenfall. Es liegt bei den Firmen, und wie sie zu ihrem Werk stehen, ob sie es nur als Produkt sehen was Geld bringen soll oder als ein Produkt welches dem Zuschauer Spass machen soll.
Und die Filme sind bestimmt nicht das Erzeugnisse der Anbieter!
Nimm FSK als Synonym für den Prüfungsapparat der Medien des Bundes!