Darth Ki Gon
Sithlord und ein Freund von Darth Vader
Review
(Mit Spoilern)
Nachdem mir der erste Band so gut gefallen hat, ging es natürlich direkt weiter.
Hier fällt gleich auf den ersten Blick auf, dass das Buch wesentlich kürzer ist als der Vorgänger.
Das ist aber nicht so schlimm weil es sehr viel damit zu tun hat, dass anders als im ersten Buch keine lange Einleitung nötig ist.
Nach dem etwas lang und weilig geratenen Prolog steigt Denning voll ein und legt ein extrem hohes Tempo vor.
Er zieht den Leser damit richtig in das Buch hinein, ich habe die 50 Seiten nach dem Prolog in einen Rutsch gelesen, obwohl ich es eigentlich gar nicht gewollt habe, aber ich konnte nicht mehr aufhören.
Nach 70 Seiten etwa, hat Denning alle für seine Geschichte wesentlichen Eckpfeiler eingeschlagen und kann sich die Handlung dann weiter entfalten lassen und mit der Lösung der aufgezeigten Problematik beginnen.
Ich mag auch langsame Einführungen, aber ich schätze es auch wenn ein Autor zügig zum Punkt kommen kann.
Einmal hat es Denning dann aber doch mit dem Tempo etwas übertrieben: Nach etwas über 100 Seiten, also nach der großen Jedi-Besprechung schien die Lösung ziemlich auf der Hand zu liegen, so dass sie nur noch abzuarbeiten war.
In Wirklichkeit war dann zwar alles noch etwas komplizierter und es haben sich noch ein paar Handlungsstränge aufgetan, aber so hat es sich halt nach der Besprechung angefühlt.
Am Ende laufen dann alle Handlungsstränge zu einer Endschlacht zusammen, - alles andere als neu, aber „starwars“-typisch.
Ansonsten ist das Buch ebenso gut zu lesen wie der Erstling und man rutscht wunderbar durch.
Luke:
Luke war erneut sehr stark geschrieben und hat vor allem zu Beginn des Romans absolut großartige Dialoge bekommen.
Das Gespräch mit Alema (hätte nie damit gerechnet, dass so etwas cooles direkt am Anfang des Romans kommt) war ein absolutes Highlight.....Luke war so stark, so überlegen, so jedimeistermäßig.....und man hat auch gut gespürt, wie enttäuscht er war, v.a als er gesagt hat, dass Alema es nicht mehr verdienen würde ein Lichtschwert zu tragen und dass er ihr ein Neugebautes auch wieder abnehmen würde.
Alema erweist sich auch für Luke als eine würdige Gesprächspartnerin.
Die Lichtschwertübergabe fand ich ein bißchen fragwürdig.
Dass Luke den Kristall herausnimmt, macht imo nur dann Sinn wenn spezielle Fähigkeiten erforderlich sind den Kristall wieder einzusetzen,....so oder so, nimmt man sich die Chance später eine geladene Waffe zurückzuerobern....bei den von den Jedi häufig praktizierten „Schwerter aus fremden Gürteln“-Ziehen ist das taktisch imo eine fragwürdige Entscheidung.
Gut, dass Luke noch ein Ersatzschwert dabei hat. Ansonsten ist zu sagen, dass sein erstes selbstkonstruiertes Schwert sowie vielleicht auch das Schwert von Anakin Skywalker (das die durchschnittliche Lebenserwartung eines von Anakin konstruierten Schwertes natürlich schon krass nach oben verschoben hat) vorläufig verschollen sind, - ich hoffe, dass man beide Schwerter im dritten Teil zurückbekommen wird.
Ach ja, der Blaster von Han ist auch weg.
Wie Luke mit Han Dejarik gespielt hat war lustig.
Luke schien total abgelenkt zu sein, Han war siegessicher, R2 wollte schon das Spiel zu Gunsten von Luke manipulieren und dann kam raus, dass er mit den geopferten Figuren unbemerkt eine so gute Position für sich herausgeholt hatte, dass er nur noch gewinnen konnte.
Die zweite neue Holografie, die den Angriff auf den Jeditempel zeigte hat Luke glaub ich ziemlich stark mitgenommen.
Er hat zwar nichts gesagt, aber dass er sich zurückgezogen und erstmal meditieren und seine Mitte finden mußte war imo sehr aussagekräftig.
Die Illusion, die Luke im Gefängnis nutzt, ist in der Tat etwas rätselhaft. Mein erster Gedanke war auch, dass die Killiks in dem Modell vielleicht nur eine Täuschung waren, aber es läuft wohl doch darauf hinaus, dass die Killiks vor dem Zimmer irgendwie darüber getäuscht werden, was in dem Zimmer wirklich passiert.
Wenn das so ist, ist es dann nicht eine Illusion, die um vieles anspruchsvoller sein müsste als die Schiffstäuschungen?
In jeden Fall hätte Denning imo deutlicher schreiben müssen um was für eine Illusion es geht und was der Zweck der Illusion ist.
Die Flucht war gut gemacht, - beeindruckend, wie Luke die Wand kaputt schlägt.
Im Weltraum führt Luke mal wieder einen seiner Illusionstricks durch, - was sich diesmal nicht ganz so beeindruckend liest, wie in Vorgängerband.
Man erfährt dabei auch, dass es sich bei der Reaktion auf diesem extremen Machteinsatz leider nicht nur um einen vorübergehenden Effekt handelt, sondern man ganz real Lebensjahre verliert.
Da kann ich nur hoffen, dass Luke solche Techniken nicht zu oft einsetzt.....auch wenn’s cool ist.
Lomis Plan Luke zweifeln zu lassen, damit er sie nicht sehen kann, war eigentlich grundsätzlich nicht übel.
Gerade bei Luke, dessen eigentliche Stärke es ja ist Dinge immer wieder anzuzweifeln und zu hinterfragen, paßt das.
Wo ist ein hohler Geist wie Mace Windu, wenn man mal einen braucht?
Den Kampf gegen Lomi fand ich allerdings nicht so überzeugend, das ist wieder Teil meiner bereits zuvor geäußerten Kritik gegen das Auftreten von hochformatigen Gegnern für Luke.
Ich meine wer ist schon Lomi Plo? Ok, ihr Elektronetz in „Star by Star“ war schon beeindruckend, aber dennoch sollte sie nicht das gleiche Niveau wie Luke haben.
Gut, sie ist für Luke die meiste Zeit über unsichtbar, aber selbst wenn er sie mal im Griff hat und damit eine ziemlich genaue Vorstellung davon haben sollte wo sich der Rest von ihr befindet, kann er sie ja nicht wirklich entscheidend treffen.
Ich finde es insgesamt enttäuschend, da es sich für mich so anfühlt als wenn künstlich Spannung aufgebaut werden würde.
So ein Kampf auf einen schwebenden/fliegenden X-Wing ist allerdings grundsätzlich schon reizvoll.
Mara:
Mara bekommt leider sehr wenig Raum zugestanden um glänzen zu können.
Da ist der Beginn des Buches wo man mit den einzigen Auftrag, den Mara je vermasselt hat konfrontiert wird.
Mein erster Gedanke war ja, dass sie in Palpatines Diensten die (unbeteiligten) Frau und die Tochter ihrer Zielperson getötet hat, als sie von ihnen überrascht wurde.
Das hätte vielleicht sogar Konfliktpotential gehabt und wäre etwas gewesen, was man vielleicht gerne verbergen würde, wenn man sich seiner Attentätervergangenheit schämt......aber mit Luke als Gegenüber verliert da imo auch vieles wieder seinen Schrecken.
Naja, und ohnehin gibt Mara ja an, dass sie die beiden Frauen verschont hat, was sie interessanterweise offen als Fehler einschätzt.
Ansonsten war es imo nicht besonders schlau ausgerechnet Mara auszuwählen um Luke zweifeln zu lassen.
Die Vorstellung, dass Mara vor ihm verschweigen wollte, dass sie den Programmierer getötet hat, der den Schlüssel zu R2s gesicherte Daten gehabt hätte,....also bitte....das sollte nun wirklich etwas sein worüber sie mit Luke reden kann und würde. Da ist kaum zu erwarten, dass er ihr den Kopf abreißt.
Ich hätte mir manchmal gewünscht, dass man bei Luke da etwas stärker zupackt....der Storyfortgang mit seinen Zweifeln ist im Grunde etwas schlampig.....aber vielleicht liegt es auch daran, dass Denning gespürt hat, dass es nicht weltbewegend glaubwürdig ist.
Die Verabschiedung von Luke und Mara war auch noch schön, aber dann kommt von Mara leider nicht mehr viel.
An der Akademie darf sie mal was sagen, mal einen Knopf drücken, aber eine bestimmende Rolle nimmt sie nicht ein.
Und genauso ist es bei dem Versuch die Blockade zu durchbrechen, ein paar Gefühle, zustimmen, schmollen, besorgt sein....viel mehr kommt nicht.
Damit findet sie das ganze mittlere Drittel praktisch nicht statt, erst als sie dann am Ende während der Schlacht Luke und Co auf der Oberfläche des Schiffes des Dunklen Nests entdeckt, spielt sie wieder eine aktive Rolle.
Mit Luke gibt es ein ganz schönes Gespräch über den Orden und über Führung, aber passenderweise wird das von Han abgebrochen, weil es nicht die richtige Zeit war.
In diesem Punkt zeigt sich, dass man sich im Grunde etwas mehr Zeit nach dem Abschluß der Action gönnen sollte. Das Gespräch war gut, aber es gehört wie gesagt eigentlich zur Nachbereitung.
Obwohl...ich will das Ende nicht zu sehr kritisieren...eigentlich hat es mir gefallen.
Ich fand es nicht so ganz klar, wieso Mara dann Han ein bzw. wörtlich ihr Lichtschwert gegeben hat.
Soviel sollte er damit nicht anfangen können (schön, dass mal wieder darauf eingegangen wurde, dass nicht jeder mit so einem Schwert umgehen kann...Tarfang war lustig).
Um eine Schattenbombe auszulösen braucht man zwar einen Jedi, aber während man im Nestschiff umherfliegt und Lomi Plo sucht, wäre es doch angebracht gewesen, wenn Han geflogen wäre während Mara mit Lichtschwert und Macht über deutlich größere Kampfkraft verfügt hätte.
Wenn es Mara aufgrund ihres Anzugs nicht möglich war für längere Zeit auszusteigen (das Cockpit konnte sie immerhin öffnen), hat es Denning versäumt dazu mehr zu schreiben.
Ben:
Wenn ich Jacens Gedanken richtig interpretiere, habe wir hier anscheinend einen neuen Anwärter für den mächtigsten Jedi aller Zeiten.
Und er öffnet sich ja nun schon zumindest zeitweise der Macht und wendet untrainierte Fähigkeiten an, ....wie er Tenel Ka durchs Zimmer schleudert war schon heftig.
Gut hat mir der Moment gefallen, wo er erkannt zu haben scheint, dass die Gorog dem Baby etwas Böses wollen und er zu dem Schrank eilt hinter dem der Geheimgang lag.
Ich dachte zuerst echt, dass er die Sache mit dem Geheimgang irgendwie durchschaut hätte und das Baby in Sicherheit bringen wollte und war dann enttäuscht, als es sich als eine List von Gorog herausgestellt hat.
Gegenüber Tenel Ka hat sich Ben grundsätzlich gut benommen und die Interaktion mit dem Leibwächterdroiden war auch gut.....wirkte pfiffig wie er auf einmal ankam und meinte, dass er es so verstanden hätte, dass er den Droiden ausschalten soll.
Das war dann aber leider auch fast schon alles, es gibt noch die Ankunft auf Ossus, aber dann verschwindet Ben leider aus der Handlung.
Ich hätte mir zumindest irgendwann ein Zusammentreffen mit Mara gewünscht.
Wenn der Besuch auf Endor beschrieben worden wäre, wäre das auch ein nettes Schmankerl gewesen.
Ohnehin würde ich gerne mal wieder was über Endor lesen....in dem Buch mit über die Star Wars-Welten war ja ein toller Bericht von imperialen Erkundungseinheiten drin....so in dem Stil könnte man auch ruhig einen Roman bringen.
Also ein bißchen muß ich meinen Ärger Luft machen:
Da lobe ich Denning so für Ben und die Familiendarstellung der Skywalkers und freue mich auf eine Fortsetzung und dann kommt einfach nichts nach.
Schade, fühlt sich für mich ein bißchen so an, als wenn Denning kräftig Luft aus dem Ballon gelassen hätte.
Han:
Han hält leider nicht das Niveau aus dem vorigen Buch, ist aber durchaus passend geschrieben.
Bemerkenswert war wie Han von einer Killik gebeten wird, sie zu erschießen, er sich aber weigert.
Führt auch gut in die Problematik mit dem Fizz ein.
Kurz danach regt Han mich auf, als er meint Luke vor Alema retten zu müssen. Gut er hatte Erfolg, weil er sie überrascht hat, aber es ist dennoch wieder dieses extrem lebensmüde, dass er sich in Situationen begibt, die seine Fähigkeiten deutlich übersteigen, was ich jetzt zum dritten Mal hintereinander kritisieren muß.
Im Zweifelsfall wäre es an Luke gewesen Han und R2 vor Alema zu beschützen und nicht umgekehrt.
Die Zusammenführung von Luke und Han hätte vielleicht ganz witzig werden können, hat sich aber in der Ausführung als nicht so toller Einfall erwiesen.
Speziell Luke, der dazu neigte sich in der Gesellschaft von Han um mindestens 20 Jahre zu verjüngen, gefiel mir da nicht so besonders.
Kurz bevor man das Gorog-Schiff angreift ist Luke sogar mal kurz davor Han zu sagen, dass er nur im Weg rumsteht, wenn er mit auf diese Mission kommt.
Ich wünschte er hätte es getan, denn genauso würde es sein!
Hans Einwand war auch nicht überzeugend, ich glaube viel eher dass Leia Luke nicht verzeihen würde, wenn er Han auf eine Mission mitnimmt bei der man eigentlich ein großer Jedimeister sein muß um zu überleben.
Leia:
Leia ist also in der Jediausbildung und hat es nicht so leicht mit Saba, die sie mit Bestimmtheit in die Rolle der Schülerin und der Untergebenen drängt.
Zuerst fand ich das unfair, aber dann habe ich mir Leias Verhalten auf den ersten Todesstern ins Gedächtnis gerufen und bin zu der Ansicht gelangt, dass es ihr mal ganz gut tut.
Und es hat ja auch durchaus noch einen tiefergehenden Sinn, weil Leia lernt sich aus einer unterlegenen Position heraus für eine Sache einzusetzen und ihr Ziel zu erreichen.
Ein bißchen war ich ja überrascht wie schnell man so einen Charakter klein bekommt.
Ab der Ankunft bei der Jediakademie und der ersten Unterweisung durch Saba mußte ich mir Leia mehr und mehr wie ein Mädchen auf Tischkantenhöhe vorstellen.
Ihre Aktion beim Versuch die Blockade zu durchbrechen, war recht typisch für Leia....hat mir gut gefallen, dass es nicht funktioniert.
Ebenso kann sie bei den Gesprächen mit Bwua‘tu überzeugen.
Herrlich wie Bwua‘tu am Ende meint, dass Leia nie eine Gefangene gewesen sei, sondern bloß höflich.
Gut hat mir auch gefallen wie sie Kontakt mit Kyp Durron aufnehmen wollte und in einen wahren Sturm von Emotionen stürzt.
Leia hat in dem einen Jahr ziemlich große Fortschritte gemacht was ihre Jedifähigkeiten angeht....nunja, Skywalker-Potential, man kennt das schon.
Besonders verdeutlicht wird das bei der Auseinandersetzung mit Alema, bei der Leia sich mittlerweile als gleichwertige Gegnerin präsentiert.
Insgesamt nimmt Leia eine recht tragende Rolle in dem Buch ein, - eine Aufgabe die sie imo erfüllt hat, dabei aber nicht wirklich diesen Glanz entfaltet hat, den ich insgesamt vom Charakterensemlbe von „TJK“ gewohnt war.
Ich bin mir dennoch auch noch unsicher was diese ganze „Leia als Jedi“-Geschichte angeht, bin absolut nicht davon überzeugt, dass es das richtige für diesen Charakter ist.
(Mit Spoilern)
Nachdem mir der erste Band so gut gefallen hat, ging es natürlich direkt weiter.
Hier fällt gleich auf den ersten Blick auf, dass das Buch wesentlich kürzer ist als der Vorgänger.
Das ist aber nicht so schlimm weil es sehr viel damit zu tun hat, dass anders als im ersten Buch keine lange Einleitung nötig ist.
Nach dem etwas lang und weilig geratenen Prolog steigt Denning voll ein und legt ein extrem hohes Tempo vor.
Er zieht den Leser damit richtig in das Buch hinein, ich habe die 50 Seiten nach dem Prolog in einen Rutsch gelesen, obwohl ich es eigentlich gar nicht gewollt habe, aber ich konnte nicht mehr aufhören.
Nach 70 Seiten etwa, hat Denning alle für seine Geschichte wesentlichen Eckpfeiler eingeschlagen und kann sich die Handlung dann weiter entfalten lassen und mit der Lösung der aufgezeigten Problematik beginnen.
Ich mag auch langsame Einführungen, aber ich schätze es auch wenn ein Autor zügig zum Punkt kommen kann.
Einmal hat es Denning dann aber doch mit dem Tempo etwas übertrieben: Nach etwas über 100 Seiten, also nach der großen Jedi-Besprechung schien die Lösung ziemlich auf der Hand zu liegen, so dass sie nur noch abzuarbeiten war.
In Wirklichkeit war dann zwar alles noch etwas komplizierter und es haben sich noch ein paar Handlungsstränge aufgetan, aber so hat es sich halt nach der Besprechung angefühlt.
Am Ende laufen dann alle Handlungsstränge zu einer Endschlacht zusammen, - alles andere als neu, aber „starwars“-typisch.
Ansonsten ist das Buch ebenso gut zu lesen wie der Erstling und man rutscht wunderbar durch.
Luke:
Luke war erneut sehr stark geschrieben und hat vor allem zu Beginn des Romans absolut großartige Dialoge bekommen.
Das Gespräch mit Alema (hätte nie damit gerechnet, dass so etwas cooles direkt am Anfang des Romans kommt) war ein absolutes Highlight.....Luke war so stark, so überlegen, so jedimeistermäßig.....und man hat auch gut gespürt, wie enttäuscht er war, v.a als er gesagt hat, dass Alema es nicht mehr verdienen würde ein Lichtschwert zu tragen und dass er ihr ein Neugebautes auch wieder abnehmen würde.
Alema erweist sich auch für Luke als eine würdige Gesprächspartnerin.
Die Lichtschwertübergabe fand ich ein bißchen fragwürdig.
Dass Luke den Kristall herausnimmt, macht imo nur dann Sinn wenn spezielle Fähigkeiten erforderlich sind den Kristall wieder einzusetzen,....so oder so, nimmt man sich die Chance später eine geladene Waffe zurückzuerobern....bei den von den Jedi häufig praktizierten „Schwerter aus fremden Gürteln“-Ziehen ist das taktisch imo eine fragwürdige Entscheidung.
Gut, dass Luke noch ein Ersatzschwert dabei hat. Ansonsten ist zu sagen, dass sein erstes selbstkonstruiertes Schwert sowie vielleicht auch das Schwert von Anakin Skywalker (das die durchschnittliche Lebenserwartung eines von Anakin konstruierten Schwertes natürlich schon krass nach oben verschoben hat) vorläufig verschollen sind, - ich hoffe, dass man beide Schwerter im dritten Teil zurückbekommen wird.
Ach ja, der Blaster von Han ist auch weg.
Wie Luke mit Han Dejarik gespielt hat war lustig.
Luke schien total abgelenkt zu sein, Han war siegessicher, R2 wollte schon das Spiel zu Gunsten von Luke manipulieren und dann kam raus, dass er mit den geopferten Figuren unbemerkt eine so gute Position für sich herausgeholt hatte, dass er nur noch gewinnen konnte.
Die zweite neue Holografie, die den Angriff auf den Jeditempel zeigte hat Luke glaub ich ziemlich stark mitgenommen.
Er hat zwar nichts gesagt, aber dass er sich zurückgezogen und erstmal meditieren und seine Mitte finden mußte war imo sehr aussagekräftig.
Die Illusion, die Luke im Gefängnis nutzt, ist in der Tat etwas rätselhaft. Mein erster Gedanke war auch, dass die Killiks in dem Modell vielleicht nur eine Täuschung waren, aber es läuft wohl doch darauf hinaus, dass die Killiks vor dem Zimmer irgendwie darüber getäuscht werden, was in dem Zimmer wirklich passiert.
Wenn das so ist, ist es dann nicht eine Illusion, die um vieles anspruchsvoller sein müsste als die Schiffstäuschungen?
In jeden Fall hätte Denning imo deutlicher schreiben müssen um was für eine Illusion es geht und was der Zweck der Illusion ist.
Die Flucht war gut gemacht, - beeindruckend, wie Luke die Wand kaputt schlägt.
Im Weltraum führt Luke mal wieder einen seiner Illusionstricks durch, - was sich diesmal nicht ganz so beeindruckend liest, wie in Vorgängerband.
Man erfährt dabei auch, dass es sich bei der Reaktion auf diesem extremen Machteinsatz leider nicht nur um einen vorübergehenden Effekt handelt, sondern man ganz real Lebensjahre verliert.
Da kann ich nur hoffen, dass Luke solche Techniken nicht zu oft einsetzt.....auch wenn’s cool ist.
Lomis Plan Luke zweifeln zu lassen, damit er sie nicht sehen kann, war eigentlich grundsätzlich nicht übel.
Gerade bei Luke, dessen eigentliche Stärke es ja ist Dinge immer wieder anzuzweifeln und zu hinterfragen, paßt das.
Wo ist ein hohler Geist wie Mace Windu, wenn man mal einen braucht?

Den Kampf gegen Lomi fand ich allerdings nicht so überzeugend, das ist wieder Teil meiner bereits zuvor geäußerten Kritik gegen das Auftreten von hochformatigen Gegnern für Luke.
Ich meine wer ist schon Lomi Plo? Ok, ihr Elektronetz in „Star by Star“ war schon beeindruckend, aber dennoch sollte sie nicht das gleiche Niveau wie Luke haben.
Gut, sie ist für Luke die meiste Zeit über unsichtbar, aber selbst wenn er sie mal im Griff hat und damit eine ziemlich genaue Vorstellung davon haben sollte wo sich der Rest von ihr befindet, kann er sie ja nicht wirklich entscheidend treffen.
Ich finde es insgesamt enttäuschend, da es sich für mich so anfühlt als wenn künstlich Spannung aufgebaut werden würde.
So ein Kampf auf einen schwebenden/fliegenden X-Wing ist allerdings grundsätzlich schon reizvoll.
Mara:
Mara bekommt leider sehr wenig Raum zugestanden um glänzen zu können.
Da ist der Beginn des Buches wo man mit den einzigen Auftrag, den Mara je vermasselt hat konfrontiert wird.
Mein erster Gedanke war ja, dass sie in Palpatines Diensten die (unbeteiligten) Frau und die Tochter ihrer Zielperson getötet hat, als sie von ihnen überrascht wurde.
Das hätte vielleicht sogar Konfliktpotential gehabt und wäre etwas gewesen, was man vielleicht gerne verbergen würde, wenn man sich seiner Attentätervergangenheit schämt......aber mit Luke als Gegenüber verliert da imo auch vieles wieder seinen Schrecken.
Naja, und ohnehin gibt Mara ja an, dass sie die beiden Frauen verschont hat, was sie interessanterweise offen als Fehler einschätzt.
Ansonsten war es imo nicht besonders schlau ausgerechnet Mara auszuwählen um Luke zweifeln zu lassen.
Die Vorstellung, dass Mara vor ihm verschweigen wollte, dass sie den Programmierer getötet hat, der den Schlüssel zu R2s gesicherte Daten gehabt hätte,....also bitte....das sollte nun wirklich etwas sein worüber sie mit Luke reden kann und würde. Da ist kaum zu erwarten, dass er ihr den Kopf abreißt.
Ich hätte mir manchmal gewünscht, dass man bei Luke da etwas stärker zupackt....der Storyfortgang mit seinen Zweifeln ist im Grunde etwas schlampig.....aber vielleicht liegt es auch daran, dass Denning gespürt hat, dass es nicht weltbewegend glaubwürdig ist.
Die Verabschiedung von Luke und Mara war auch noch schön, aber dann kommt von Mara leider nicht mehr viel.
An der Akademie darf sie mal was sagen, mal einen Knopf drücken, aber eine bestimmende Rolle nimmt sie nicht ein.
Und genauso ist es bei dem Versuch die Blockade zu durchbrechen, ein paar Gefühle, zustimmen, schmollen, besorgt sein....viel mehr kommt nicht.
Damit findet sie das ganze mittlere Drittel praktisch nicht statt, erst als sie dann am Ende während der Schlacht Luke und Co auf der Oberfläche des Schiffes des Dunklen Nests entdeckt, spielt sie wieder eine aktive Rolle.
Mit Luke gibt es ein ganz schönes Gespräch über den Orden und über Führung, aber passenderweise wird das von Han abgebrochen, weil es nicht die richtige Zeit war.
In diesem Punkt zeigt sich, dass man sich im Grunde etwas mehr Zeit nach dem Abschluß der Action gönnen sollte. Das Gespräch war gut, aber es gehört wie gesagt eigentlich zur Nachbereitung.
Obwohl...ich will das Ende nicht zu sehr kritisieren...eigentlich hat es mir gefallen.
Ich fand es nicht so ganz klar, wieso Mara dann Han ein bzw. wörtlich ihr Lichtschwert gegeben hat.
Soviel sollte er damit nicht anfangen können (schön, dass mal wieder darauf eingegangen wurde, dass nicht jeder mit so einem Schwert umgehen kann...Tarfang war lustig).
Um eine Schattenbombe auszulösen braucht man zwar einen Jedi, aber während man im Nestschiff umherfliegt und Lomi Plo sucht, wäre es doch angebracht gewesen, wenn Han geflogen wäre während Mara mit Lichtschwert und Macht über deutlich größere Kampfkraft verfügt hätte.
Wenn es Mara aufgrund ihres Anzugs nicht möglich war für längere Zeit auszusteigen (das Cockpit konnte sie immerhin öffnen), hat es Denning versäumt dazu mehr zu schreiben.
Ben:
Wenn ich Jacens Gedanken richtig interpretiere, habe wir hier anscheinend einen neuen Anwärter für den mächtigsten Jedi aller Zeiten.
Und er öffnet sich ja nun schon zumindest zeitweise der Macht und wendet untrainierte Fähigkeiten an, ....wie er Tenel Ka durchs Zimmer schleudert war schon heftig.
Gut hat mir der Moment gefallen, wo er erkannt zu haben scheint, dass die Gorog dem Baby etwas Böses wollen und er zu dem Schrank eilt hinter dem der Geheimgang lag.
Ich dachte zuerst echt, dass er die Sache mit dem Geheimgang irgendwie durchschaut hätte und das Baby in Sicherheit bringen wollte und war dann enttäuscht, als es sich als eine List von Gorog herausgestellt hat.
Gegenüber Tenel Ka hat sich Ben grundsätzlich gut benommen und die Interaktion mit dem Leibwächterdroiden war auch gut.....wirkte pfiffig wie er auf einmal ankam und meinte, dass er es so verstanden hätte, dass er den Droiden ausschalten soll.
Das war dann aber leider auch fast schon alles, es gibt noch die Ankunft auf Ossus, aber dann verschwindet Ben leider aus der Handlung.
Ich hätte mir zumindest irgendwann ein Zusammentreffen mit Mara gewünscht.
Wenn der Besuch auf Endor beschrieben worden wäre, wäre das auch ein nettes Schmankerl gewesen.
Ohnehin würde ich gerne mal wieder was über Endor lesen....in dem Buch mit über die Star Wars-Welten war ja ein toller Bericht von imperialen Erkundungseinheiten drin....so in dem Stil könnte man auch ruhig einen Roman bringen.
Also ein bißchen muß ich meinen Ärger Luft machen:
Da lobe ich Denning so für Ben und die Familiendarstellung der Skywalkers und freue mich auf eine Fortsetzung und dann kommt einfach nichts nach.

Schade, fühlt sich für mich ein bißchen so an, als wenn Denning kräftig Luft aus dem Ballon gelassen hätte.
Han:
Han hält leider nicht das Niveau aus dem vorigen Buch, ist aber durchaus passend geschrieben.
Bemerkenswert war wie Han von einer Killik gebeten wird, sie zu erschießen, er sich aber weigert.
Führt auch gut in die Problematik mit dem Fizz ein.
Kurz danach regt Han mich auf, als er meint Luke vor Alema retten zu müssen. Gut er hatte Erfolg, weil er sie überrascht hat, aber es ist dennoch wieder dieses extrem lebensmüde, dass er sich in Situationen begibt, die seine Fähigkeiten deutlich übersteigen, was ich jetzt zum dritten Mal hintereinander kritisieren muß.
Im Zweifelsfall wäre es an Luke gewesen Han und R2 vor Alema zu beschützen und nicht umgekehrt.
Die Zusammenführung von Luke und Han hätte vielleicht ganz witzig werden können, hat sich aber in der Ausführung als nicht so toller Einfall erwiesen.
Speziell Luke, der dazu neigte sich in der Gesellschaft von Han um mindestens 20 Jahre zu verjüngen, gefiel mir da nicht so besonders.
Kurz bevor man das Gorog-Schiff angreift ist Luke sogar mal kurz davor Han zu sagen, dass er nur im Weg rumsteht, wenn er mit auf diese Mission kommt.

Ich wünschte er hätte es getan, denn genauso würde es sein!
Hans Einwand war auch nicht überzeugend, ich glaube viel eher dass Leia Luke nicht verzeihen würde, wenn er Han auf eine Mission mitnimmt bei der man eigentlich ein großer Jedimeister sein muß um zu überleben.
Leia:
Leia ist also in der Jediausbildung und hat es nicht so leicht mit Saba, die sie mit Bestimmtheit in die Rolle der Schülerin und der Untergebenen drängt.
Zuerst fand ich das unfair, aber dann habe ich mir Leias Verhalten auf den ersten Todesstern ins Gedächtnis gerufen und bin zu der Ansicht gelangt, dass es ihr mal ganz gut tut.
Und es hat ja auch durchaus noch einen tiefergehenden Sinn, weil Leia lernt sich aus einer unterlegenen Position heraus für eine Sache einzusetzen und ihr Ziel zu erreichen.
Ein bißchen war ich ja überrascht wie schnell man so einen Charakter klein bekommt.
Ab der Ankunft bei der Jediakademie und der ersten Unterweisung durch Saba mußte ich mir Leia mehr und mehr wie ein Mädchen auf Tischkantenhöhe vorstellen.
Ihre Aktion beim Versuch die Blockade zu durchbrechen, war recht typisch für Leia....hat mir gut gefallen, dass es nicht funktioniert.
Ebenso kann sie bei den Gesprächen mit Bwua‘tu überzeugen.
Herrlich wie Bwua‘tu am Ende meint, dass Leia nie eine Gefangene gewesen sei, sondern bloß höflich.

Gut hat mir auch gefallen wie sie Kontakt mit Kyp Durron aufnehmen wollte und in einen wahren Sturm von Emotionen stürzt.
Leia hat in dem einen Jahr ziemlich große Fortschritte gemacht was ihre Jedifähigkeiten angeht....nunja, Skywalker-Potential, man kennt das schon.
Besonders verdeutlicht wird das bei der Auseinandersetzung mit Alema, bei der Leia sich mittlerweile als gleichwertige Gegnerin präsentiert.
Insgesamt nimmt Leia eine recht tragende Rolle in dem Buch ein, - eine Aufgabe die sie imo erfüllt hat, dabei aber nicht wirklich diesen Glanz entfaltet hat, den ich insgesamt vom Charakterensemlbe von „TJK“ gewohnt war.
Ich bin mir dennoch auch noch unsicher was diese ganze „Leia als Jedi“-Geschichte angeht, bin absolut nicht davon überzeugt, dass es das richtige für diesen Charakter ist.