Ich mag alle Indy-Filme, auch wenn ich mit dem vierten erst warm werden musste, aber auch den schätze ich inzwischen sehr für seine Stärken und lasse seine Schwächen weitgehend außen vor, da die positiven Aspekte doch jeden CG-Präriehund überwiegen.
Indy V wird hoffentlich die Sache zu einem endgültigen Abschluss bringen, obwohl IV für mich als Ende der Saga auch gepasst hätte. Es ist nicht so, dass ich weitere Filme nicht willkommen heiße; früher hätte ich gesagt, dass Ford den Indiana Jones gerne bis an sein Lebensende spielen kann. Nach TFA muss ich allerdings ganz offen sagen, dass ich froh bin, wenn er seine Abenteuer-Rollen allmählich niederlegt. Ich mochte ihn als Han Solo zwar wieder, aber ihn "laufen" zu sehen auf der Flucht vor den Weltraumpiraten, das war eher etwas schmerzhaft mitanzusehen. Der Held meiner Kindheit (und damit meine ich jetzt Ford, nicht Han Solo) ist einfach in die Jahre gekommen und es ist zwar nicht schön, es sich einzugestehen, aber der Lauf der Dinge, dass man ihm die Actionparts nicht mehr so recht abzukaufen vermag inzwischen. Indy IV in 2008 hat noch super geklappt in meinen Augen. Fast fordward um sieben Jahre zu Episode VII, und Harrison Ford schafft keinen überzeugenden Sprint mehr. Das tut durchaus weh und der Gedanke, dass er den Indiana Jones elf Jahre nach seinem wirklichen "alten" Auftritt in Teil IV nochmal mimt, lässt mich gemischte Gefühle erleben. Ich hoffe, die Reihe wird damit würdevoll beendet, bis hoffentlich erst frühestens in 10 bis 20 Jahren der unvermeidliche Reboot kommt. Aber ansonsten finde ich, sollte Ford aus der Sache aussteigen, solange er noch eine gute Figur macht. In Teil IV hat er das noch. In Teil V... wir werden sehen.
Auf der anderen Seite stimmt es mich geekhaft-positiv, wenn die Star Wars- und Indiana Jones-Saga im selben Jahr ihren Abschluss finden. Als ob die losen Enden der Kindheit und Jugend endgültig zusammengefasst und zum Ende geführt werden. Irgendwie schön.
