Vomar Steley schrieb:
Das sollte ja gerade für Obi-Wan eine Warnung sein, dass sich der Rat immer noch uneinig ist und es nur ein Mehrheitsentschluss war. Es ist an sich schon ungewöhnlich, dass sich der Rat gegen die Merinung von Yoda stellt.
Und daran sieht man sehr schön, dass der nominelle Vorsitz im Rat sowieso keine allzu große Wirkung hat.
Wobei du davon ausgehst, dass Yoda seine wahre Meinung dem Rat mitgeteilt hat.
Das erscheint wahrscheinlich, aber dafür gibt es keinen Beweis.
In den Filmen kann man auch den Eindruck gewinnen, dass im Rat eben nicht alles gesagt wird, sondern in kleineren Gruppen (vor allem zwischen Mace und Yoda) Dinge besprochen werden.
Eine Entscheidung gegen Yoda ist eigentlich nicht nur ungewöhnlich, sondern läuft der normalen Entscheidungsfindung des Rates grundsätzlich entgegen.
Der Jedi - Orden ist eine scheindemokratische Organisation.
Dies sieht man schon am Auswahlverfahren für das großen Entscheidungsgremium der Jedi, oder wie Palpatine im ROTS - Roman so schön anmerkt (imo in der Oper): "Ihr könnt eure Vertreter ja nichtmal selbst wählen."
Man sieht auch wohin dieses Verfahren führt. Die Obersten der Jedi sind an Harmonie und nicht an Demokratie interessiert. Die intelligentesten Köpfe des Ordens, wie Dooku und Qui Gon kommen schlicht aus dem einzigen Grund, dass sie eine anderen Meinung haben nicht in den Rat. Man muß eine treue Dogmenmarionette sein um in diesen Rat zu kommen und dies führt (neben der persönlichen Enttäuschung bei eigentlich geeigneteren Jedi) dazu, dass die Dookus und Qui Gons (eben alle die eine Meinung haben, die von der gewünschten Norm abweicht) im Rat nicht repräsentiert werden.
Der Rat verkommt daher grundsätzlich zu einer reinen Abnickrunde, da die Meinungen im Rat großteils nur in Nuancen von einander abweichen.
Und ist sich der Rat doch mal uneins, - was passiert dann ?
Tja dann befolgt der Rat nach den Worten von Meister Kenobi den Rat von Meister Yoda.
Trauriger Tiefpunkt eines sehr zweifelhaften Systems der Selbstorganisation, - keine Diskussion also bis eine Lösung gefunden wurde, kein Kompromiß sondern ein faktisches Diktatrecht eines grünen Zwerges bei allen Streitfragen.
