Und vorher nicht? Also deine bisherigen Äußerungen vor der Warnung klangen auch nicht gerade so als ob du eine tödliche Lösung ohne Warnung schlimm gefunden hättest.
Natürlich hätte ich eine tödliche Lösung auch vor der Warnung als nicht schlimm gefunden.meine Meinung über Demonstrationen ist allgemein bekannt.
Ausserdem flogen bereits vorChameneis Warnung Steine und Brandsätze.
Und es wurden auch Polizeibemate angegriffen.
Wäre nicht jeder getötet Demonstrant, der die aggresiven Demos mindestens passiv unterstützt selber Schuld? Auch vor der Warnung?
Klare Antwort : JA
Unterstützung ist Unterstützung.
Sei sie nun passiv oder aktiv.
Obwohl sich mir die Frage stellt ob ein Teilnehmer einer demo als passiv zu bezeichnen wäre.
Aber ich verstehe Dank der Scholl-Antwort, wie du da denkst.
Das hätte ich doch gerne einmal näher erläutert.
Ist wohl einfach eine Recht- und Schuldbegriffssache.
Der Begriff Schuld ist für mich getrennt vom Gesetzt zu betrachten. Für dich ist wohl fest per Definition darin enthalten.
Wer gegen bestehendes Recht verstößt macht sich schuldig.
Ob mir das recht zusagt oder nicht, ich habe mich daran zu halten.Und wenn ich dies nicht tue dann mache ich mich im Sinne der gesetze schuldig und muß mit den Folgen leben.
Wie kann ein Regime denn verbrecherisch sein? Das ist doch wie die Sache mit dem Räuber oder nicht?
Nein das ist nicht wie mit dem Räuber.
Ein Regime kann sehr wohl verbrecherisch sein, wenn es Taten durchführt, im innern wie nach aussen, die ohne gesetzliche Grundlage oder gar gegen die eigene Gesetzgebung verstoßen.
Das wären z.B. der Völkermord der selbst nach den Gesetzen des Reiches verboten war. Es gab da den paradoxen Fall eines SS-Untersturmführers, der in einen KL eingenmächtig Juden ermordet hat.
Dieser wurde vor ein SS-Gericht gestellt, wegen Mordes zum Tode verurteilt und hingerichtet. Dies zeigt m.E. sehr deutlich, daß der Völkermord eben nicht rechtens war.Im juristischen Sinne meine ich jetzt.Daher kann man das Regime als verbrecherisch bezeichnen.
Oder wenn ein Regime nach aussen jedwedes Völkerrecht bricht, und später gar noch vor den ersten Kampfhandlungen jedwedes Kriegsrecht ausser Kraft setzt ohne zuvor die auch von ihm unterzeichneten verträge offiziel zu kündigen, dann handelt das Regime verbrecherisch.
Und doch ist der Bürger dieses Staates nuneinmal verpflichtet, die Gesetze die bestehen auch befolgen.Wenn der Bürger gegen etwas verstößt was per Gesetz
verboten ist so ist seine Strafe immer gerechtfertigt da betreffende Täter bewußt
gegen das Gesetz verstößt.
Egal was ich persönlich darüber denken mag, ich habe mich daran zu halten.
Dies gilt in meinen Augen universell und überall.
Ein Beispiel möchte ich nennen, welches ich schon einmal angebracht habe.
Eine Frau wird z.B. in Saudi-Arabien wegen erwiesenen Ehebruchs zum Tode verurteilt(ich hatte das Beispiel seinerzeit am Fall der 16jährigen Iranerin festgemacht).
Und gleichgültig was ich selber darüber denken mag ob man Ehebruch mit dem Tode bestrafen sollte, so hätte ich an diesem Todesurteil und seiner Vollstreckung nichts einzuwenden.Es gibt hier eine klare gesetzliche Vorgabe und eine Strafandrohung. Und wer dagegen verstößt hat die Konsequensen zu tragen.
Und so, um den Kreis zu schliessen sieht es m.E. im Moment im Iran aus.
Auch wenn der Wächterrat jetzt Unregelmäßigkeiten festgestellt hat, das Ergebnis der Wahl bleibt gültig.Aus.Punkt.Schluß.
Und das haben auch die Aufständischen zu akzeptieren oder die Folgen zu tragen.