Was ist denn eigentlich "die Antifa"?

Hört man immer wieder, wenn es darum geht, sich gegen Rechtsextremismus einzustehen, dass "die Antifa" ja angeblich genauso schlimm sei.
Sowas wie "die Antifa" gibt es in dem Sinne garnicht, da es keine übergeordnete Struktur, keine allgemeine Satzung, kein umfassendes Programm gibt. Im Prinzip kann das jeder sein, der gegen Faschismus ist, und innerhalb dieses Spektrums gibt es viele verschiedene Gruppen, Grüppchen und Einzelpersonen. Ja, es gibt Leute, die sich "Antifa" nennen, und die kein Problem damit haben, Gewalt anzuwenden, aber es gibt genausoviele, oder sogar noch mehr, die Gewalt ablehnen, die passiv wiederstand leisten, wenn Nazis marschieren wollen, oder solche, die selbst das ablehnen und im Rahmen der bestehenden Gesetze über faschistische Strukturen informieren, gewaltfreie Aktionen planan und durchführen etc.
In Zeiten, in denen es Neo-Nazis und deren Unterstützer es schaffen, 10.000 Leute auf die Straße zu bringen, und eine AfD mit zweistelligen Ergebnissen in Parlamente einzieht, sollte eigentlich das gesamte politische Spektrum vom CSU-Rechtsaußen bis nach Links antifaschistisch sein, also das, was man gemeinhin als Zivilgesellschaft bezeichnet. Wenn sich erstmal die Mitte faschisiert, dann ist es gemeinhin zu spät.
Die Hosen waren in den 80 er 90er mal eine Band die was zu sagen hatte, heutzutage sind sie bloß noch Mainstream.
Hat man nur was zu sagen, wenn man nicht zum Mainstream gehört, oder was? Gerade weil die Hosen zum Mainstream gehören, ist es wichtig, dass sie ihr Maul auf machen. Da könnten sich auch andere Mainstream-Künstler mal ein Beispiel dran nehmen. Die Mainstream-Künstler von einst, die Grönemeyers, Niedeckens, Lindenbergs und Westernhagens waren Anfang der 90er da weniger zimperlich, und haben klar Stellung bezogen, während man von den Mainstream-Kümstlern jüngerer Tage, von dieser ganzen Bourani-Giesinger-Bendzko-Forster-Soße eher nix hört. Die verbreiten ihren möglichst abwaschbaren Pop-Schlager, und halten bei politischen Themen schön die Schnauze, weil ihnen vermutlich klar ist, dass das vermutlich zahlende Kunden kosten könnte, wenn man mit politischen Aussagen irgendwo aneckt. Das macht die Hosen dieser Tage ja fast schon zu Exoten im Mainstream-Geschäft.
Sie sind genau das geworden was sie nie werden wollten .
Glaub mir, die Hosen, und besonders ihr inzwischen verstorbener Manager Jochen Hülder, hatten bereits recht früh den Plan, irgendwann erfolgreich zu sein.
C.