Mahlzeit !
Hier geht es ja mal wieder wild durcheinander ! :lol:
Und da ist ja Jedihammer wieder, alter Kumpel ! Hat ja nicht allzu lange gedauert, bis Du Dich zu Worte meldest
Dass Du das Messer auf mich und meine Posts gewetzt hast, dachte ich läge schon zurück, und der Groll wäre überwunden ? Aber scheint wohl doch ein Hobby geworden zu sein. Nicht dass noch ein Herzkranzgefäss platzt
Leider geht da die Objektivität vor lauter Wutgeschnaube verloren, und mal wieder wird es persönlich :augenroll Anyway, ficht mich momentan eh nicht sonderlich an.
Ohne viel zitieren zu wollen, hier nur mal meine Analyse des Gesagten und Stellungnahme dazu. Sorry an die anderen User, die davon gelangweilt werden, einfach weiter lesen

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Ich sehe hier leider keine Diskussion, sondern ein Niederbrüllen des Gegenübers, es werden keine Argumente angeführt, sondern nur Meinungen ohne Punkt und Komma postuliert, von denen auch nicht abgewichen wird. Jeder, der nicht dieser Meinung ist, der ist doof.
Und lieber Jedihammer, indem Du Dich einzelner Passagen aus meinem Posting annimmst, und auf diese ausserhalb des Kontext beziehst, bildest Du automatisch Meinung. Jeder, der meine Postings nicht gelesen hat, bekommt einen gefärbten Eindruck. Zumal Du Dich zwar auf den Inhalt, nicht aber die Aussagen beziehst. Das entspricht ungefähr der Beschreibung eines Gemäldes, welche sich nur auf die verwendeten Farben und Pinsel bezieht.
Zu "Rambo II", "Im Alleingang" und dem Thema "Traumabewältigung".
Ein Film kann auch etwa thematisieren, ohne dass explizit dieses Thema genannt wird. "Rambo II" ist das absolute Paradebeispiel dafür. Der Vietnamkrieg war verloren, aber John Rambo wird "diesen" Krieg "im Alleingang" gewinnen
"Im Alleingang" ging damals hier im Westen durch die Presse, weil er so ein Kassenknüller im Osten war. Genau wie "Rambo II" sorgte er bei der breiten Masse für das Gefühl "die russische Armee hats noch drauf". Kein schlechter Film, im übrigen, und er funktioniert gerade deshalb besser als Rambo II, weil er NICHT direkt auf das Trauma eingeht, sondern sich nur um ein positives Gefühl von "sauberem Heldentum" kümmert. Es ist keine Frage, dass dieser Film moralisch höher einzuordnen ist als "Rambo II". Auf welcher moralischen Ebene wir uns allerdings bewegen, das steht auf einem anderen Blatt.
Falls es noch nicht aufgefallen sein sollte, der Plot ist in solchen Filmen nicht wichtig, also wann wem was passiert, sondern es ist die Story an sich, die wichtig ist. "Tal der Wölfe" bedient sich selbstverständlich der gleichen Schemata und Paradigmen wie Hollywoodfilme.
Ich wiederhole mich sicherlich, aber es sind die Zutaten, die aus einer Standardstory mit einem Standardplot etwas besonderes und zuweilen auch sehr gefährliches machen können.
"Actionfilm", ein Hauptgenre mit vielen Subgenres, lässt sich nicht generalisieren. Nur als Beispiel fällt mir auf Anhieb "Red Heat" ein, ein "Actionfilm" des Subgenre "Buddymovie" (mit noch ein paar anderen Subgenres gemsicht), in dem ein russischer (!) Polizist mit einem westlichen (!) zusammenarbeiten muss. Shocking, zumindest für die 80iger.
Man kann zum Beispiel "Die Wildgänse kommen" von 1978 nehmen. Interessanterweise eine Story, die sehr an die von "Rambo II" erinnert. Klare Zeichnung von Schwarz und Weiss.
Und Jedihammer, da gebe ich Dir vollkomen recht, dass für einen "Actionfilm" unerlässlich ist, ein klares Feindbild zu haben. Das habe ich sowohl in meinem ersten als auch meinem zweiten Posting deutlich gemacht.
Aber rechtfertigt das wirklich jedes stereotype Feindbild ? War "Rambo II" unumstritten, besonders hier in Deutschland ? Soweit ich mich erinnern kann, war er das nicht. Ist "24" unumstritten ? Wie wir sehen können, ist es die Serie nicht.
Deshalb gilt IMO der Grundsatz "gleiche Kritikmenge für alle", und nicht "nur weil die einen es durften, dürfen es die anderen jetzt erst recht".
Warum soll ich denn einem türkischen "Actionfilm" einen Vertrauensvorschuss geben ? Darf ich an den Aufschrei erinnern, der bei der Veröffentlichung von "Hannibal" oder "Natural Born Killers" die Medienlandschaft durchzog ?
Die meisten Kinobesucher können oft leider ebensowenig beschreiben, warum sie einen Film gut fanden, oder warum sie ihn schlecht fanden. Das begegnet einem auch hier ab und an. Ich habe mich damit weitestgehend abgefunden, da es mir bei anderen Themen ebenso gehen kann, weil einem oft das Werkzeug des korrekten Vokabulars oder das Hintergrundwissen fehlt.
Was ich von meinem Gegenüber jedoch erwarte, ist die Bereitschaft zu einer sachlichen Diskussion. Sachlichkeit ist gerade bei einer Diskussion zu einem emotional so aufgeladenen Thema wie diesem Film und seiner "Daseinsberechtigung" auf deutschen Leinwänden vonnöten, um nicht den Fokus zu verlieren.
Wir sind doch eigentlich (oft) erwachsene Leute hier, oder nicht ?
Gruß,
Michael