Es dümpelt halt weiter vor sich hin. Als Action-Folge war das in der Tat ordentlich und super inszeniert, aber erneut habe ich das Gefühl als würde die Handlung nicht nennenswert voranschreiten.
Den Klischee-Moment der Woche hat Morgan inne, wird gemeinsam mit zwei Mitstreitern aus nächster Nähe niedergeballert, aber natürlich dürfen nur die Redshirts sterben. Wer hat sich eigentlich nochmal darüber beklagt, dass Hauptcharaktere bei Game Of Thrones mittlerweile unsterblich wirken?
Die Anfangsszene war für mich auch wieder so ein typischer Moment, bei dem TWD versucht, durch seine Bildsprache prätentiös zu wirken und den Zuschauer von Anfang an mit der Frage im Hinterkopf in die Folge zu schicken, was da wohl passieren mag. Am Ende wurde die Sequenz wiederholt oder zumindest in ähnlicher Weise wiederholt, wirklich erschließen mag es sich mir aber nicht.
Gut fand ich dagegen den Konflikt zwischen Tara und Jesus, hier haben wir kriegerische Abgestumpftheit gegen moralisches Gutmenschentum (positiv gemeint, ich war voll und ganz auf Jesus' Seite

) und besonders der Satz "Wenn Maggie auf dich hören wird, wird Rick auf mich hören" oder ähnlich lässt so Einiges befürchten. Führt man hier langsam einen kleinen Stellvertreterkrieg und wird versuchen, die beiden Anführerfiguren gegeneinander auszuspielen? Das könnte in jedem Fall noch interessant werden.
Bisher deutet TWD in der Staffel halt wieder Einiges an, was dann eine ganze Zeit lang offen bleibt (Gabriels Schicksal, der Homosexuelle, der am Ende angeschossen wird und dessen Name mir nicht einfällt etc.). Klar, einerseits motiviert die Geheimniskrämerei natürlich dazu, an der Sache dranzubleiben, dennoch finde ich es ein wenig ernüchternd, wenn man Cliffhanger an allen Ecken und Enden installiert und sie dann über einen längeren Zeitraum hinweg nicht auflöst. Mal sehen, was die nächste Folge da so für Erkenntnisse liefert.