Tagespolitik allgemein

Ist halt schön für die Natur, wenn sie sich in den nächsten Jahrhunderten auf die neuen klimatischen Bedingungen oder menschliche Eingriffe einstellen kann.

Da wir konkrete Auswirkungen aber jetzt schon spüren und in den nächsten Jahren noch deutlicher spüren werden, haben wir nicht so viel Zeit zur Adaption.
 
Ja, die Natur erholt sich. Aber sie wird nie in dem Zustand sein wie sie vor einem Eingriff durch Menschenhand war. Eine Kohlegrube, die anschließend mit Wasser geflutet und zu einem Feuchtbiotop oder See transformiert wird, wird niemals der selbe Zustand sein wie der Wald, der ursprünglich für den Kohleabbau gerodet wurde.
 
Da wir konkrete Auswirkungen aber jetzt schon spüren und in den nächsten Jahren noch deutlicher spüren werden, haben wir nicht so viel Zeit zur Adaption.

Tja, ich habe inzwischen nicht mehr viel Hoffnung, dass sich die Menschheit dazu durchringen kann, noch rechtzeitig die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. Konsum und Bequemlichkeit sind wichtiger, Maßnahmen zum Klimaschutz unpopulär, Verzicht und Solidarität mit bereits stärker betroffenen Regionen gar Teufelszeug. Menschen reagieren wohl erst dann, wenn sie richtig eins in die Fresse bekommen, aber dann wird es halt leider zu spät sein. Momentan kann man sich halt noch zu leicht mit bequemen Lügen trösten. Flut im Ahrtal? Gab es früher schon! Dürreperioden im Sommer, milde Winter? Alles schon gehabt. Kein Grund, sich keinen neuen SUV zu bestellen oder die Reise auf die Malediven zu buchen (solange es die noch gibt). :zuck:

C.
 
Ich wohne nicht weit weg von Lützerath (habe neulich mal das Hambi-Protestcamp besucht....war mal neugierig ;-) ) und habe die Durchlöcherung meiner Heimatregion, das Vernichten von Natur und Kultur, immer kritisiert. Aber ganz ehrlich: die Schlacht ist geschlagen, sich da jetzt an Kohlebagger zu kleben bringt überhaupt nichts mehr. Wer den Klimawandel bekämpfen will, kann sich sinnvollere Ziele suchen, Politiker konfrontieren, zum Beispiel frisch geschlagene Schneisen durch den Urwald in Mexico ( https://www.n-tv.de/mediathek/video...Schneise-durch-Regenwald-article23828519.html )direkt vor der mexikanischen Botschaft anprangern, GEPLANTE Tagebaue in intakter Natur verhindern, BEVOR es zu spät ist (wie z. Bsp. hier erfreulich erfolgreich in Honduras: https://www.naturfreunde-berlin.de/...tet-ausbeutung-bodenschaetzen-tagebau?page=23 )! Es gibt tausende Projekte
Jetzt an der Abbruchkante von Lützerath Polizisten mit Steinen zu bewerfen ist armseelig bis auf die Knochen! Wem es WIRKLICH um die Umwelt und nicht nur um Anarcho-Randale geht, der sucht sich Ziele, für die es zu kämpfen lohnt!
 
Ja, die Natur erholt sich. Aber sie wird nie in dem Zustand sein wie sie vor einem Eingriff durch Menschenhand war. Eine Kohlegrube, die anschließend mit Wasser geflutet und zu einem Feuchtbiotop oder See transformiert wird, wird niemals der selbe Zustand sein wie der Wald, der ursprünglich für den Kohleabbau gerodet wurde.
Wobei ein Wald der gerodet wird eher die Ausnahme ist. Wenn man sich mal das zukünftige und vergangene Abbaugebiet des Tagebau Garzweiler anschaut, dann sind das vor allem landwirtschaftlich genutzte Flächen und diese sind kein gutes Beispiel für ein erhaltenswertes Biotop, eher das Gegenteil wegen Bodenbelastung und Monokulturen.
 
Ich weiss nicht. Gerade das Tren Maya projekt spaltet mich persöhnlich sehr. Es schafft Arbeitsplätze in einer der schwächsten Regionen Mexicos. Die armen Bauern sind so weniger in der versuchung illegal abzuholzen oder Wildtiere zu jagen. Plus kann man den Narcos so auch entgegenwirken. Der Süden Mexkos braucht mehr Infrastruktur, daran führt nichts vorbei.
 
Ich weiss nicht. Gerade das Tren Maya projekt spaltet mich persöhnlich sehr.
Verstehe ich natürlich, dass Du da einen anderen Background hast. Armut ist eben ein anderes Elend, dass sicher nicht geringer wiegt. Wenn ich Bilder flächig abgeholzter Urwälder sehe, jault es halt in mir auf. Und Tourismus ist für mich da ein noch mieserer Grund als Energiebedarf oder Rohstoffe. Ist halt schon ein echt brutales Projekt, diese Schneise....
 
Jetzt an der Abbruchkante von Lützerath Polizisten mit Steinen zu bewerfen ist armseelig bis auf die Knochen! Wem es WIRKLICH um die Umwelt und nicht nur um Anarcho-Randale geht, der sucht sich Ziele, für die es zu kämpfen lohnt!

Lützerath ist halt symbolträchtig, da man dort die Zerstörung der Landschaft durch den Tagebau sehr deutlich sehen kann, genauso wie das Durchsetzen von Profitinteressen eines Konzerns durch die Staatsmacht. Klar, zu gewinnen gibt es dort im Grunde nichts mehr, da der Braunkohleabbau dort in den letzten Zügen liegt, aber immerhin lassen sich dort eindrucksvolle Bilder erzeugen, die es in die Hauptnachrichten schaffen.

C.
 
Ja, die Natur erholt sich. Aber sie wird nie in dem Zustand sein wie sie vor einem Eingriff durch Menschenhand war. Eine Kohlegrube, die anschließend mit Wasser geflutet und zu einem Feuchtbiotop oder See transformiert wird, wird niemals der selbe Zustand sein wie der Wald, der ursprünglich für den Kohleabbau gerodet wurde.
Naja, die Erde ist seit ihrer Entstehung im Wandel und auf dem Planeten bleibt auf lange Sicht eh kaum eine Stein auf den anderen. Also alles eine Frage der Zeit ;)
 
Ja, die Natur erholt sich. Aber sie wird nie in dem Zustand sein wie sie vor einem Eingriff durch Menschenhand war. Eine Kohlegrube, die anschließend mit Wasser geflutet und zu einem Feuchtbiotop oder See transformiert wird, wird niemals der selbe Zustand sein wie der Wald, der ursprünglich für den Kohleabbau gerodet wurde.
So eine Braunkohlegrube wirkt sehr zerstörerisch, was sie natürlich auch ist. Doch nach dem Abbau und der Umschichtung der Erde, siedeln sich dort relativ schnell wieder Pflanzen und Tiere an. Das hat man an anderen Orten schon beobachten können. Aber eine Wüste sind diese Gebiete nicht, wie es auf den ersten Blick erscheint, nach diesen massiven Eingriffen.
 
Braunkohle war schon in den 80ern oldschool. Das dafür jetzt Dörfer plattgemacht werden, ist jetzt nicht wirklich ein gutes Zeichen. Möchte mal wissen, wer das abgesegnet hat.
 
Alles in bester Ordnung. Gab ja 1947 schonmal so einen heißen Sommer, oder so.... :rolleyes:


C.

Gab '77 auch mal einen ähnlich heißen Jahresanfang usw.

Ist ein Kampf gegen Windmühlen da man diesen läuten mit Argumenten nicht beikommen kann.

Ich bin dann wieder auf der Straße wenn 100te Millionen Menschen aus dem globalen Süden nach Europa kommen. Und diejenigen die jetzt alles kleinreden irgendwie der Meinung sind das diese Menschen hier nicht's zu suchen haben.

Der Klimakriese ist gesetzte Sache und unter ein 3° - 3,5° kommen wir nach aktuellen Schätzungen sowieso nicht mehr. Alles was dann auf uns zukommt hat die Menschheit mehr als verdient.

Schade ist da einfach nur das wir mit unserer Dummheit hundert tausende Species mit ausrotten werden.
 
Alles was dann auf uns zukommt hat die Menschheit mehr als verdient.

Schade ist da einfach nur das wir mit unserer Dummheit hundert tausende Species mit ausrotten werden.
Na ja, ich würde das nicht so ausdrücken. Klingt ein bisschen so, als wären alle verantwortlich und das ist schlicht und einfach nicht der Fall. An der Stelle ist einfach Fakt, dass die "reichsten zehn Prozent der Menschheit für rund 47 Prozent aller Kohlenstoffdioxid-Emissionen verantwortlich" sind (Quelle).

Es bestehen enorme Unterschiede zwischen den Reichen und den Armen der Welt und der Anstieg der absoluten CO2-Emissionen in den letzten 25 Jahren wird auptsächlich durch den wachsenden CO2-Fußabdruck der Reichen 10 % verursacht. Damit ist die Ungleichheit bei den Kohlenstoffemissionen ein Spiegelbild der extremen Einkommens- und Vermögensungleichheit, die wir heute auf nationaler und globaler Ebene erleben (Quelle)

Wer hat hier also was verdient?
Ich zitiere mal übersetzt weiter aus der zuvorigen Quelle. Während der globale durchschnittliche Kohlenstoff-Fußabdruck im Jahr 2014 mit 3,2 tCO2 immer noch höher war, lag der Kohlenstoff-Fußabdruck von mehr als der Hälfte der Weltbevölkerung unter oder innerhalb dieses globalen Zielbereichs.

Wie können hier also gar nicht von der gesamten Menschheit sprechen, da das zutiefst ungerecht wäre.
Das Problem ist der Teil, der sich nicht zurücknehmen will und der nach ewigen, unendlichen Wachstum strebt und dem es egal ist, was der eigene Co2 Ausstoß bedeutet.
Und seien wir mal ehrlich: Warum sollten diese Menschen sich Gedanken machen, wenn sie genug Geld haben, einen Co2 Ausgleich zu zahlen oder oder oder.
Ein großes Problem ist doch, dass viele sich selber was vormachen.
Kreuzfahrten sind Klimakiller? Wusste ich nicht!
Aber ich brauche meinen Urlaub!
Ich nehme ja nur Restplätze.
Na ja, dafür mache ich X nicht.
Etc.
 
Der Klimakriese ist gesetzte Sache und unter ein 3° - 3,5° kommen wir nach aktuellen Schätzungen sowieso nicht mehr. Alles was dann auf uns zukommt hat die Menschheit mehr als verdient.

Schade ist da einfach nur das wir mit unserer Dummheit hundert tausende Species mit ausrotten werden.

Sicherlich werden Veränderungen eintreten. Aber das jetzt eine alles vernichtende Katastrophe geschieht, ist doch etwas übertrieben. Es gehört auch zum Entwicklungsprozess der Menschen dazu. Schaut man zurück in die Geschichte und was sich seit den Anfängen alles verbessert hat. Ist ja nicht alles schlecht.

Klar ist das Schade um all die Lebewesen, aber andersherum gesehen ist die kleine Erde und ihre Bewohner im Universum unbedeutend. Jetzt bitte nicht falsch verstehen. Im Ganzen gesehen.
 
Sicherlich werden Veränderungen eintreten. Aber das jetzt eine alles vernichtende Katastrophe geschieht, ist doch etwas übertrieben.

Überschwemmungen, Extremwetterereignisse, Dürre, Hunger, Flüchtlingsströme, daraus resultierende Unruhen und Kriege... könnte die Menschheit vermutlich als Spezies überleben, aber muss man deshalb sehenden Auges in solche Katastrophen rennen? Für viele Menschen wird sich das wie eine "alles vernichtende Katastrophe" anfühlen.

C.
 
Klar ist das Schade um all die Lebewesen, aber andersherum gesehen ist die kleine Erde und ihre Bewohner im Universum unbedeutend. Jetzt bitte nicht falsch verstehen. Im Ganzen gesehen.

Ja gut wenn man es so sieht ist alles unbedeutend. Dann kann ich den nervenden Nachbarn und die Nashörner auch alle gleich abknallen ist eh unbdedeutend im grossen ganzen :)
 
Überschwemmungen, Extremwetterereignisse, Dürre, Hunger, Flüchtlingsströme, daraus resultierende Unruhen und Kriege... könnte die Menschheit vermutlich als Spezies überleben, aber muss man deshalb sehenden Auges in solche Katastrophen rennen? Für viele Menschen wird sich das wie eine "alles vernichtende Katastrophe" anfühlen.

C.
Okay, das leuchtet ein. Aber dieser… Osterinsel-Effekt ist womöglich unausweichlich und es muss erst schlecht werden, bevor es wieder besser wird.
 
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