Tagespolitik allgemein

Krass, die FDP tut alles dafür bei der nächsten Bundestagswahl weit unten unter Sonstige geführt zu werden.


Wolfgang Kubicki hat gestern übrigens noch angekündigt, dass seine politische Karriere vorbei sei. Geht gut weiter mit Integrität.

Find ich gut. Damit ist die FDP auch garantiert bei der nächsten Wahl nicht im Bundestag =)
 
Weiß nicht wer dir sowas sagt, ich fordere es hier jedenfalls nicht und darum ging es mir. Ich halte es auch für die absolut falscheste Strategie Verständnis zu zeigen, Ängste begegnen und dann einfach nichts am Alltag dieser Leute zu ändern.
Naja, die Politik sagt das. Ich erinnere nur zum beispiem an die Bauernproteste, wo das immer wieder vorgehalten wurde. Im Vergleich dazu ist man, wenn man jetzt auf die Straße geht, ein Spinner.
Kannst es mir irgendwo nicht verübeln, dass auch ich langsam die Schnauze voll hab und einfach kein Verständnis mehr ;)
 
Mir ist aufgefallen, dass sich Habeck wesentlich komplizierter ausdrückt als Weidel. Er versucht zu erklären, argumentiert, philosophiert, verwendet lange Sätze und Wendungen.
Weidel stanzt einfach aggressiv und dumpf ihre Buzz Words in die Runde. Immer wieder, präzise und gnadenlos.

Ergebnis: Habeck "schwurbelt" und die Alice zeigts den Altparteien mal so richtig. :(
In MK wird die die Art und Weise, wie man laut AH Propaganda betreiben soll (und wie man es eben nicht machen soll) beschrieben. Im Prinzip steht da genau das, was du hier in zwei Sätzen auf den Punkt bringst. Funktionierte leider damals, funktioniert leider heute.
Ich erspare uns aber das genaue Zitat. Ich denke man muss das hier nicht zitieren...
 
Warum aus Angst nicht links gewählt wird, kann ich auch einfach nicht nachvollziehen.
Weil doch bekannt sein sollte, wofür zum Beispiel explizit die Linke stand.
Eine solche Diskussion hatte ich mit einer FDPlerin, deren Flyer ich nicht wollte.
Als ich ihr sagte, dass ich einen von der Linken nehmen würde, kam genau das: "Aber Sie wissen schon, wo die Linke bis vor kurzem noch stand?" Auf meinen Hinweis, dass sie mit einem rechten Merz jetzt auch nicht toll dastehen, aber nach links treten immer toll ist, kam nichts mehr von ihr.

Ich denke, ein großes Problem ist, dass zum Beispiel das Thema Migration ganz wunderbar rechten Parteien überlassen wurde und wird.
Du hast hier immer wieder auf offener Straße den Unmut der Leute gehört, gegen Ukrainer:innen und gegen "die", die alles bekommen, während "man selbst " zusehen muss, wo man bleibt.

Dann noch das Talent von Medien, bestimmte Themen in den Fokus zu rücken und wieder andere stiefmütterlich zu behandeln.
Mir persönlich reicht das Ganze inzwischen auch, ich habe fast gar keine Lust mehr auf Diskussionen, weil es gefühlt nur noch darum geht, den anderen mit allen Mitteln mundtot zu machen.
Während ein Chupalla nach den Auftraggebenden von Statistiken fragt und dann abfällig lacht und eine Weidel mehrfach behaupten kann, dass X ja gar nicht stimme und falsch ist und ständig davon redet, dass deutsches Gesetz gebrochen würde (welches eigentlich?) wird eigentlich deutlich: Lieber glauben, was man will.
 
Damit gemeint ist dass es gerade in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt Gemeinden gibt die im Vergleich zum Westen sehr strukturschwach wirkt.

Und im Westen giebt es Gemeinden da Schlag ich mir als Sachse die Hände über dem Kopf zusammen.


Dieses Ost West Getue geht mir nur noch auf die ketten.

Gab es Probleme bei der Wiedervereinigung? Ja.

Giebt es heute noch Ungleichheiten? Ja wenn bei weitem nicht so groß als sie immer gern dargestellt werden.

Aber meine fresse die Wende ist 35 Jahre her, so lange wie ich alt bin. Kommt endlich mal drüber weg. Auf beiden Seiten der Diskussion.
 
Und im Westen giebt es Gemeinden da Schlag ich mir als Sachse die Hände über dem Kopf zusammen.


Dieses Ost West Getue geht mir nur noch auf die ketten.

Gab es Probleme bei der Wiedervereinigung? Ja.

Giebt es heute noch Ungleichheiten? Ja wenn bei weitem nicht so groß als sie immer gern dargestellt werden.

Aber meine fresse die Wende ist 35 Jahre her, so lange wie ich alt bin. Kommt endlich mal drüber weg. Auf beiden Seiten der Diskussion.

68 Millionen finden es halt nicht gut wenn 12 millionen immer noch so tun als wären sie die unterdrückte masse...
 
Absolut richtig. Die Vereinigung ist aber schon fast 40 Jahre her, wann wird mal in Richtung Zukunft geguckt ?
Das Problem, das ich bei der Sache auch verstehe, ist, dass die Folgen nun einmal in der Tat noch nicht komplett vom Tisch sind. Einerseits stimme ich komplett zu - die Sache ist durch, man sollte schauen, sich auch im Geist zu vereinen, sonst passiert das in 200 Jahren nicht. Andererseits ist das schwierig, so lange die Unterschiede noch existent sind.
Bloß denke ich, dass es unmöglich sein wird, die Unterschiede komplett auszuradieren, schlicht, weil ein Land ohnehin niemals gleiche Voraussetzungen in allen Bundesländern hat. Das kommt nämlich eben noch dazu. Schleswig-Holstein wird immer andere Voraussetzungen haben als Bayern, alleine schon geografisch.

Ich kann schon verstehen, dass das Gefühl ambivalent ist. Dass man in manchen Umgebungen frustriert ist, dass man sich hilflos fühlt. Andererseits wird so manches (zumindest von meiner Schwiegerfamilie) manchmal auch etwas verklärt.
Es ist schwierig, da stimme ich Steven schon zu. Und leider ist es mit einem "Kommt mal alle drüber weg, es ist bald 40 Jahre her" nicht getan.

Nichtsdestotrotz - schlicht absolut gar kein Grund, Nazis zu wählen. Denn DIE machen es garantiert nicht besser.

(Disclaimer: Machen ja zum Glück auch nicht alle. Ist ja nur eine größere Mehrheit als im "Westen" - und da sind es auch weiß Gott genug und viel zu viele... ist also nicht das einzige Problem offenbar.)
 
"Kommt mal alle drüber weg, es ist bald 40 Jahre her"
Das ist schon richtig. Trotzdem sollte mal so langsam auf das gesamt Land geguckt und Rücksicht genommen werden. Wie du schon gesagt hast auch du hast Ängste, ich selbtverständlich auch und trotzdem wählen wir keine AfD. Mich deprimiert das alles richtig. Auch hier in meinem Wahlkreis wurde die AfD zuhauf gewählt (also im sogenannten "Westen") und das macht mich halt fertig. Deswegen finde ich das man diesbezüglich in Bezug auf die AfD in der ganzen Bundesrepublik auf die Typen gucken muss, nicht nur in Sachsen, Thüringen usw. Sorry, ich bin heute irgendwie depri drauf wegen dem ganzen Mist.

Die AfD ist kein ostdeutsches Phänomen, sondern ein gesamtdeutsches Problem.
Hat hier doch niemand behauptet. Ich habe nur kein Mitleid mit Leuten die Nazis wählen.
 
Gut man kann natürlich versuchen die Unterschiede zwischen Ost und West wegzudiskutieren aber politisch sind sie halt nun mal da.

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Das mag sich irgendwann ändern (wer weiß, wenn das so weitergeht ist in vier Jahren vielleicht alles blau), aber aktuell sieht es danach aus als ob die neuen Bundesländer das deutsche Äquivalent der „Red States“ werden.
 
Das sieht so natürlich sehr extrem aus, aber ich wette, dass die reinen Zahlen jetzt gar nicht so heftig schwanken. Ja, da haben eher die schwarzen und da eher die blauen "gewonnen", was ja aber nicht heißt, dass die jeweils andere Partei nicht teilweise direkt dahinter war.
Ich bin zu müde, um das jetzt mit Zahlen zu untermauern, gebe ich zu, und vielleicht liege ich auch komplett falsch, aber das glaube ich eigentlich nicht.
So ein Bild treibt in dem Kontext die Spaltung auch eher voran, reine Zahlen sagen da mMn mehr aus.
 
Ich bin zu müde, um das jetzt mit Zahlen zu untermauern, gebe ich zu, und vielleicht liege ich auch komplett falsch, aber das glaube ich eigentlich nicht.
So ein Bild treibt in dem Kontext die Spaltung auch eher voran, reine Zahlen sagen da mMn mehr aus.

Die AfD ist auch im Westen stark, aber im Osten hat die politische Mitte keine Sonne mehr gesehen.

Du kannst stichprobenartig die Ergebnisse der Wahlkreise vergleichen.

https://www.tagesschau.de/inland/bu...ergebnisse-karte-bundestagswahl-2025-100.html
 
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