Warum aus Angst nicht links gewählt wird, kann ich auch einfach nicht nachvollziehen.
Weil doch bekannt sein sollte, wofür zum Beispiel explizit die Linke stand.
Eine solche Diskussion hatte ich mit einer FDPlerin, deren Flyer ich nicht wollte.
Als ich ihr sagte, dass ich einen von der Linken nehmen würde, kam genau das: "Aber Sie wissen schon, wo die Linke bis vor kurzem noch stand?" Auf meinen Hinweis, dass sie mit einem rechten Merz jetzt auch nicht toll dastehen, aber nach links treten immer toll ist, kam nichts mehr von ihr.
Ich denke, ein großes Problem ist, dass zum Beispiel das Thema Migration ganz wunderbar rechten Parteien überlassen wurde und wird.
Du hast hier immer wieder auf offener Straße den Unmut der Leute gehört, gegen Ukrainer:innen und gegen "die", die alles bekommen, während "man selbst " zusehen muss, wo man bleibt.
Dann noch das Talent von Medien, bestimmte Themen in den Fokus zu rücken und wieder andere stiefmütterlich zu behandeln.
Mir persönlich reicht das Ganze inzwischen auch, ich habe fast gar keine Lust mehr auf Diskussionen, weil es gefühlt nur noch darum geht, den anderen mit allen Mitteln mundtot zu machen.
Während ein Chupalla nach den Auftraggebenden von Statistiken fragt und dann abfällig lacht und eine Weidel mehrfach behaupten kann, dass X ja gar nicht stimme und falsch ist und ständig davon redet, dass deutsches Gesetz gebrochen würde (welches eigentlich?) wird eigentlich deutlich: Lieber glauben, was man will.