Temp
Podiumsbesucher
Coruscant – Jedi-Tempel, Iowyns Quartier, mit Eowyn
Wenn sie schon nicht die Behrrschung verlor, wenn sie schon nicht ehrlich genug sein konnte, arrogant sein, das konnte sie. Furchtbar arrogant. Riuen hätte beinahe gelacht, noch mehr, als er sich bei dem Gedanken erwischte, dass es sicher das gleiche war, was sie ihm vorwarf. Doch stießen einem am Gegenüber nicht genau die Angewohnheiten bitter auf, die man selbst hatte und im anderen erkannte? Ein Spiegel zeigte einem bloß das Gesicht, man konnte hineinlächeln, Grimassen ziehen, was auch immer. Eine andere Person hingegen war unter Umständen auch ein Spiegel. Ein Spiegel von Gewohnheiten und Charakterzügen. Was für ein Glück, dass nur das, was Eowyn sah ein hässliches Bild ergeben musste. Das fehlende Wort wurde von Miss Ich-bin-etwas-besseres-als du-weil-ich-so-schlecht-nicht-sein-kann mit „Jedi“ ersetzt und da musste Riuen tatsächlich laut und herzlich lachen. Jedi. Natürlich, wie hatte er dieses Wort nicht sofort in den Mund nehmen können. Wenn Eowyn tatsächlich nur dieses Wort hatte um sich zu definieren, dann tat sie dem Chiss aufrichtig leid.
„Was wird denn in Zeiten, wie diesen erwartet? Marmelade zu kochen?“
Er schielte hinüber zum Topf und stellte die Frage so ernsthaft, als wäre sie tatsächlich zielführend.
„Ich habe nicht vergessen, wer ich bin, Eowyn, aber wenn du nur von ‚wir‘ im zusammenhang mit den Jedi sprechen kannst, hast du offensichtlich vergessen, wer du bist. Oh“, entschuldigend schlug er sich die Hand vor den Mund, „verzeih, du bist ja nur eine Jedi und damit kannst du gar nicht du sein, weil du ohne Jedi gar nicht…“ Große Augen folgten, Beinaheentsetzen, „existierst.“ Wäre all das nicht so absurd gewesen, wäre es beinahe traurig und hätte sein Mitleid erweckt. Aber Eowyn war eher müde zu belächeln und nicht zu bemitleiden. Mitleid war ohnehin eines der dümmsten Pseudogefühle, die empfunden werden konnten.
Sie gab zu, ihn nicht leiden zu können. Troiumph, Triumph. Aber die Arroganz, in der sie es tat, brachte den Blauhäutigen doch zu einem traurigen Seufzen.
„Ich wusste nicht, dass Arroganz und Überheblichkeit im Kodex Erwähnung finden. Aber da ich meine Harmonie gefunden habe, schließe ich darauf, dass dich dein inneres Chaos dazu bringt, solche furchtbar arroganten Dinge von dir zu lassen. Klassischer Selbstschutz. Ich verzeihe dir.“
Oh, sie kam ja richtig aus sich heraus, lehnte sich nun ebenfalls gegen die Arbeitsplatte. Eine andere Frau hätte er vermutlich geküsst, aber wer küsste schon jemanden wie Eowyn? Ian… Was das bedeutete, stand auf einem anderen Filmsi.
„Ich finde, dass wir uns sehr ähnlich sind. Ich diskutiere mit dir, macht auch keinen Spaß,“ er zuckte mit den Schultern, „ist aber richtig.“ Sollte er ihr nun mangelnde Intelligenz vorwerfen, weil sie das nicht erkannte? Nein. Das wäre nicht Riuens Stil gewesen und hätte auch nicht der Wahrheit entsprochen. Er musste Eowyn nicht auf diese traurige, hilflose Art angreifen. Er hatte durchaus treffende Munition. Eowyn hingegen hatte sie nicht.
„Was für ein Glück, dass ich von dir keine Erklärung für das Leben wollte. Denn ich habe sie. Leben ist nämlich auch das, was passiert, wenn du nicht von A nach B rennst und versuchst, das richtige zu tun. Während du vermutlich am Ende des Tages missmutig in der Ecke sitzt und dich darüber beklagst, was du alles nicht geschafft und nicht erreicht hast, sitze ich eher lachend da und rufe mir in Erinnerung, was ich schon geschafft habe. Du bist wie ein Kind, das nicht an die Keksdose auf dem Kühlschrank kommt. Der ist zu hoch, du bist zu klein… am Ende aber weint dieses kleine Kind noch zusätzlich über seine Unfähigkeit und über den Mangel seiner Größe. Und irgendwann einmal, wenn es selbstbewusst genug ist, erkennt es das Warten und wachsen ebenfalls notwendig ist. Manche Dinge lassen sich nicht sofort lösen, man schön nun einmal gar nicht und nicht immer ist ein Stuhl da, den man zu sich ziehen kann, um sich auf ihn zu stellen, um damit größer zu werden. Bevor ich aber in Selbstmitleid zergehe, oder in Selbstzweifeln was sind sehr vielen Fällen zum ersteren führt, nur weil ich zu etwas nicht fähig bin, akzeptiere ich besser meine natürlichen Grenzen." Riuen pausiertr kurz, sprach langsam und wenig leidenschaftlich, schon allein deshalb, um Madame nicht das Gefühl zu geben dass er gerade in diesem Moment glaubte, etwas Besseres zu sein Punkt klüger war er so viel stand fest Punkt doch gab es einen Unterschied zwischen Klugheit und Intelligenz man konnte intelligent sein und furchtbar unkluge Dinge tun. "Könnte dir auch ganz gut tun und würde dir ersparen, deine Arroganz wie einen Schutzschild vor dir zu halten." Vermutlich aber gehörte genau das zu den Dingen, die die Werte Eowyn nichts da oder nicht sehen wollte. Welche Jedi wollte schon arrogant sein? Wer wollte schon zugeben, dass seine Arroganz nichts weiter war, als der traurige versucht sein verzweifeltes selbst vor Angriffen und vor pseudo Angriffen zu wehren? Die Frage, wer hier erwachsen und wer hier Kind war, musste also nicht gestellt werden.
Machte es in wahnsinnig, dass Eowyn „so etwas“ wie Beherrschung besaß? Kurz sah er sie an, die Mundwinkel wie schon zu Beginn nicht nach unten geneigt.
„Wenn es für dich Beherrschung ist, autoaggressiv zu sein, bitte. Nach innen gerichtete Wut ist keine Beherrschung. Aber verzeih,“ und jetzt versuchte er so dumm zu klingen, „wahrscheinlich bin ich nicht intelligent genug für diese Annahme.“ Und da Eowyn ohnehin ständig von Feststellungen und nicht von Annahmen ausging…
„Dich muss es wiederum wahnsinnig machen, deinem Leben hinterherzuhinken. Deswegen hakst du doch jetzt auf mir herum? Und was Ian in mir sieht ist vermutlich das Gegenteil von dir. Leichtigkeit. Aber wem Schwermut gefällt, bitte. Da habt ihr einander ja gut gefunden,“ zwinkerte er ihn nun zu. „Und dafür, dass ich dich so wenig interessiere, quatschen wir schon ziemlich lange miteinander.“
Coruscant – Jedi-Tempel, Iowyns Quartier, mit Eowyn
Wenn sie schon nicht die Behrrschung verlor, wenn sie schon nicht ehrlich genug sein konnte, arrogant sein, das konnte sie. Furchtbar arrogant. Riuen hätte beinahe gelacht, noch mehr, als er sich bei dem Gedanken erwischte, dass es sicher das gleiche war, was sie ihm vorwarf. Doch stießen einem am Gegenüber nicht genau die Angewohnheiten bitter auf, die man selbst hatte und im anderen erkannte? Ein Spiegel zeigte einem bloß das Gesicht, man konnte hineinlächeln, Grimassen ziehen, was auch immer. Eine andere Person hingegen war unter Umständen auch ein Spiegel. Ein Spiegel von Gewohnheiten und Charakterzügen. Was für ein Glück, dass nur das, was Eowyn sah ein hässliches Bild ergeben musste. Das fehlende Wort wurde von Miss Ich-bin-etwas-besseres-als du-weil-ich-so-schlecht-nicht-sein-kann mit „Jedi“ ersetzt und da musste Riuen tatsächlich laut und herzlich lachen. Jedi. Natürlich, wie hatte er dieses Wort nicht sofort in den Mund nehmen können. Wenn Eowyn tatsächlich nur dieses Wort hatte um sich zu definieren, dann tat sie dem Chiss aufrichtig leid.
„Was wird denn in Zeiten, wie diesen erwartet? Marmelade zu kochen?“
Er schielte hinüber zum Topf und stellte die Frage so ernsthaft, als wäre sie tatsächlich zielführend.
„Ich habe nicht vergessen, wer ich bin, Eowyn, aber wenn du nur von ‚wir‘ im zusammenhang mit den Jedi sprechen kannst, hast du offensichtlich vergessen, wer du bist. Oh“, entschuldigend schlug er sich die Hand vor den Mund, „verzeih, du bist ja nur eine Jedi und damit kannst du gar nicht du sein, weil du ohne Jedi gar nicht…“ Große Augen folgten, Beinaheentsetzen, „existierst.“ Wäre all das nicht so absurd gewesen, wäre es beinahe traurig und hätte sein Mitleid erweckt. Aber Eowyn war eher müde zu belächeln und nicht zu bemitleiden. Mitleid war ohnehin eines der dümmsten Pseudogefühle, die empfunden werden konnten.
Sie gab zu, ihn nicht leiden zu können. Troiumph, Triumph. Aber die Arroganz, in der sie es tat, brachte den Blauhäutigen doch zu einem traurigen Seufzen.
„Ich wusste nicht, dass Arroganz und Überheblichkeit im Kodex Erwähnung finden. Aber da ich meine Harmonie gefunden habe, schließe ich darauf, dass dich dein inneres Chaos dazu bringt, solche furchtbar arroganten Dinge von dir zu lassen. Klassischer Selbstschutz. Ich verzeihe dir.“
Oh, sie kam ja richtig aus sich heraus, lehnte sich nun ebenfalls gegen die Arbeitsplatte. Eine andere Frau hätte er vermutlich geküsst, aber wer küsste schon jemanden wie Eowyn? Ian… Was das bedeutete, stand auf einem anderen Filmsi.
„Ich finde, dass wir uns sehr ähnlich sind. Ich diskutiere mit dir, macht auch keinen Spaß,“ er zuckte mit den Schultern, „ist aber richtig.“ Sollte er ihr nun mangelnde Intelligenz vorwerfen, weil sie das nicht erkannte? Nein. Das wäre nicht Riuens Stil gewesen und hätte auch nicht der Wahrheit entsprochen. Er musste Eowyn nicht auf diese traurige, hilflose Art angreifen. Er hatte durchaus treffende Munition. Eowyn hingegen hatte sie nicht.
„Was für ein Glück, dass ich von dir keine Erklärung für das Leben wollte. Denn ich habe sie. Leben ist nämlich auch das, was passiert, wenn du nicht von A nach B rennst und versuchst, das richtige zu tun. Während du vermutlich am Ende des Tages missmutig in der Ecke sitzt und dich darüber beklagst, was du alles nicht geschafft und nicht erreicht hast, sitze ich eher lachend da und rufe mir in Erinnerung, was ich schon geschafft habe. Du bist wie ein Kind, das nicht an die Keksdose auf dem Kühlschrank kommt. Der ist zu hoch, du bist zu klein… am Ende aber weint dieses kleine Kind noch zusätzlich über seine Unfähigkeit und über den Mangel seiner Größe. Und irgendwann einmal, wenn es selbstbewusst genug ist, erkennt es das Warten und wachsen ebenfalls notwendig ist. Manche Dinge lassen sich nicht sofort lösen, man schön nun einmal gar nicht und nicht immer ist ein Stuhl da, den man zu sich ziehen kann, um sich auf ihn zu stellen, um damit größer zu werden. Bevor ich aber in Selbstmitleid zergehe, oder in Selbstzweifeln was sind sehr vielen Fällen zum ersteren führt, nur weil ich zu etwas nicht fähig bin, akzeptiere ich besser meine natürlichen Grenzen." Riuen pausiertr kurz, sprach langsam und wenig leidenschaftlich, schon allein deshalb, um Madame nicht das Gefühl zu geben dass er gerade in diesem Moment glaubte, etwas Besseres zu sein Punkt klüger war er so viel stand fest Punkt doch gab es einen Unterschied zwischen Klugheit und Intelligenz man konnte intelligent sein und furchtbar unkluge Dinge tun. "Könnte dir auch ganz gut tun und würde dir ersparen, deine Arroganz wie einen Schutzschild vor dir zu halten." Vermutlich aber gehörte genau das zu den Dingen, die die Werte Eowyn nichts da oder nicht sehen wollte. Welche Jedi wollte schon arrogant sein? Wer wollte schon zugeben, dass seine Arroganz nichts weiter war, als der traurige versucht sein verzweifeltes selbst vor Angriffen und vor pseudo Angriffen zu wehren? Die Frage, wer hier erwachsen und wer hier Kind war, musste also nicht gestellt werden.
Machte es in wahnsinnig, dass Eowyn „so etwas“ wie Beherrschung besaß? Kurz sah er sie an, die Mundwinkel wie schon zu Beginn nicht nach unten geneigt.
„Wenn es für dich Beherrschung ist, autoaggressiv zu sein, bitte. Nach innen gerichtete Wut ist keine Beherrschung. Aber verzeih,“ und jetzt versuchte er so dumm zu klingen, „wahrscheinlich bin ich nicht intelligent genug für diese Annahme.“ Und da Eowyn ohnehin ständig von Feststellungen und nicht von Annahmen ausging…
„Dich muss es wiederum wahnsinnig machen, deinem Leben hinterherzuhinken. Deswegen hakst du doch jetzt auf mir herum? Und was Ian in mir sieht ist vermutlich das Gegenteil von dir. Leichtigkeit. Aber wem Schwermut gefällt, bitte. Da habt ihr einander ja gut gefunden,“ zwinkerte er ihn nun zu. „Und dafür, dass ich dich so wenig interessiere, quatschen wir schon ziemlich lange miteinander.“
Coruscant – Jedi-Tempel, Iowyns Quartier, mit Eowyn
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