Vincent Valentine
desert(ed) son
| Coruscants Untere Ebenen ~ Honey House ~ Gang | – Tinya, Vince
Er hatte sie nicht verdient. So absurd dieser Gedanke auch war. Immerhin war sie – all seinem Handeln zum Trotz – das wichtigste in seinem Leben. Die wichtigste Person, für die er Monatelang durch die Galaxis gezogen, immer auf der Jagd, immer im Gedanken an sie einen weiteren Ort ausräuchernd, damit diese Schweine sie nicht auch noch erwischten. Hätte er ihr davon erzählt und sie wäre mitgekommen, oder wissentlich irgendwo untergekommen. Vince stoppte seine Gedanken. Er musste sich nicht wieder und wieder vor Augen führen, was er wenn wie getan hätte. Diese Sache, zumindest dieser eine Teil war vorbei. Das hier. Das Nachspiel würde allzu schnell nicht verklingen. Aber daran trug er ganz allein die Schuldigkeit. Das Joch, welches er tragen würde wäre eines, was er ohne sich zu sträuben akzeptieren würde.
Doch Tinya kippte all seine Befürchtungen wieder. Er hatte sie nicht verloren, sagte sie. Er hatte sie nicht verloren? Unglaube und Unsicherheit mischten sich in seinen Gedanken und seinem Blick. Jetzt zurückblickend erschien es ihm zu einem Teil vollkommen nachvollziehbar, wie er reagiert hatte, seine andere Hälfte – jene die auch den unsagbaren Schmerz empfunden hatte, als er sie hinter sich ließ für diese Zeit – aber schrie ihm gänzlich andere Sachen entgegen.
„Ich... Du weißt das sie sie gefoltert hatten. Das hatte ich dir erzählt. Was sie getan haben war nicht einmal das schlimmste. Was ich dir nicht erzählt habe... das ich tatenlos zusehen musste.“
Tief atmete er durch und beruhigte seine Gedanken wieder. Verbannte die Bilder die ihn heimgesucht und angetrieben hatten. Verbannte die Stimmen aus seinem Kopf die ihn so lange geplagt hatte. Es war vorbei. Diese Sache war erledigt und um Tinya würde er sich keine Gedanken mehr machen müssen. So hoffte der Hapaner es zumindest. Und die Hoffnung die aus ihren Worten keimte, sich in ihrem Ausspruch er habe sie nicht verloren fest klammerte, ließ ihn etwas stärker werden. Er schloss seine Augen für einen Moment, als ihre warme Haut an seiner Wange zu spüren war, neigte den Kopf ihren Fingern entgegen. Bevor er auf ihre Frage antwortete, gab er sich einen kleinen Moment lang dieser zärtlichen Berührung hin.
„Ab dem Punkt da ich wusste das sie hinter uns her waren, sah ich dich an ihrer statt. Sah sie mit dir tun, was sie ihr antaten. Ich konnte nicht mehr.
Die Angst und Panik hatten mich fest im Griff...“
Vince war einfach nur am Ende. Er war müde und ausgelaugt von all den Wochen die er gereist war, war ausgezehrt ob des Mangels an Schlaf und nicht zuletzt waren seine Nerven und sein Geist strapaziert von dem Anschlag und der Anschließenden Flucht aus der Kaserne des Imperiums. Als sie wieder zurück trat und ihn fragte, wie es nun weiter gehen sollte. Hatte er keine Antwort parat. Irgendwie hatte er sich nur für den Fall Gedanken gemacht, das sie nicht mehr mit ihm zusammen sein wollte. Aber alles schien gänzlich anders zu verlaufen...
Das Durcheinander in seinem Kopf war perfekt. Alles war aufgewirbelt, durcheinander geschmissen, überflutet von Reizen und erschöpft. Als sie an die Wand stieß und er noch immer dieses Kribbeln auf seiner Wange verspürte, rutschte die große Gestalt des Hapaners an der in seinem Rücken befindlichen Wand nach unten, bis er sitzend zum Stillstand kam. Die roten Augen unablässig in ihrem Gesicht ruhend.
„Ich werde dich nicht mehr allein lassen. So, oder so.“
Begann er nach einem Moment des Schweigens wieder zu sprechen. Nur für einen Augenblick waren seine Augen den leeren Gang hinab geschweift und hatten sich irgendwo an einem nicht existenten Punkt an der an dessen Ende liegenden Wand verloren, ehe er sie wieder ansah.
„Ich will dich nicht verlieren, nicht mehr vermissen müssen, nicht mehr um dich fürchten müssen. Ich habe falsch gehandelt, bin wie ein Idiot davon gestürmt... Ich... wenn du mich lässt, will ich versuchen dir wieder das zu sein, was ich vorher war.“
Es war möglich. Vielleicht. Aber wenn, dann würde es Zeit brauchen. Zeit die er so oder so schon verschwendet hatte, indem er sie hinter sich ließ. Wenn dies hier aber der Neubeginn sein sollte, dann würde er all jene Gedanken über Bord werfen. Vince würde das Selbstmitleid und die Vorwürfe endlich ersäufen können. Wissend, das es wieder vorwärts ging. Schleppend und vielleicht mit dem Backup Hyperantrieb, aber es ging wieder. Die Zeit des losen im leeren Raum herumtreibens war vorbei. Könnte endlich vorbei sein.
Er würde nicht vergessen was er getan hatte. Das könnte er nicht, vermutlich selbst dann nicht, wenn er es wollte. Aber passiert war nun eben passiert. Die Chance wieder etwas gemeinsames zu teilen, würde er nicht noch einmal verspielen. Und wenn doch, dann hatte er sie definitiv nicht verdient. Weil er es nicht wert war...
| Coruscants Untere Ebenen ~ Honey House ~ Gang | –Tinya, Vince
Er hatte sie nicht verdient. So absurd dieser Gedanke auch war. Immerhin war sie – all seinem Handeln zum Trotz – das wichtigste in seinem Leben. Die wichtigste Person, für die er Monatelang durch die Galaxis gezogen, immer auf der Jagd, immer im Gedanken an sie einen weiteren Ort ausräuchernd, damit diese Schweine sie nicht auch noch erwischten. Hätte er ihr davon erzählt und sie wäre mitgekommen, oder wissentlich irgendwo untergekommen. Vince stoppte seine Gedanken. Er musste sich nicht wieder und wieder vor Augen führen, was er wenn wie getan hätte. Diese Sache, zumindest dieser eine Teil war vorbei. Das hier. Das Nachspiel würde allzu schnell nicht verklingen. Aber daran trug er ganz allein die Schuldigkeit. Das Joch, welches er tragen würde wäre eines, was er ohne sich zu sträuben akzeptieren würde.
Doch Tinya kippte all seine Befürchtungen wieder. Er hatte sie nicht verloren, sagte sie. Er hatte sie nicht verloren? Unglaube und Unsicherheit mischten sich in seinen Gedanken und seinem Blick. Jetzt zurückblickend erschien es ihm zu einem Teil vollkommen nachvollziehbar, wie er reagiert hatte, seine andere Hälfte – jene die auch den unsagbaren Schmerz empfunden hatte, als er sie hinter sich ließ für diese Zeit – aber schrie ihm gänzlich andere Sachen entgegen.
„Ich... Du weißt das sie sie gefoltert hatten. Das hatte ich dir erzählt. Was sie getan haben war nicht einmal das schlimmste. Was ich dir nicht erzählt habe... das ich tatenlos zusehen musste.“
Tief atmete er durch und beruhigte seine Gedanken wieder. Verbannte die Bilder die ihn heimgesucht und angetrieben hatten. Verbannte die Stimmen aus seinem Kopf die ihn so lange geplagt hatte. Es war vorbei. Diese Sache war erledigt und um Tinya würde er sich keine Gedanken mehr machen müssen. So hoffte der Hapaner es zumindest. Und die Hoffnung die aus ihren Worten keimte, sich in ihrem Ausspruch er habe sie nicht verloren fest klammerte, ließ ihn etwas stärker werden. Er schloss seine Augen für einen Moment, als ihre warme Haut an seiner Wange zu spüren war, neigte den Kopf ihren Fingern entgegen. Bevor er auf ihre Frage antwortete, gab er sich einen kleinen Moment lang dieser zärtlichen Berührung hin.
„Ab dem Punkt da ich wusste das sie hinter uns her waren, sah ich dich an ihrer statt. Sah sie mit dir tun, was sie ihr antaten. Ich konnte nicht mehr.
Die Angst und Panik hatten mich fest im Griff...“
Vince war einfach nur am Ende. Er war müde und ausgelaugt von all den Wochen die er gereist war, war ausgezehrt ob des Mangels an Schlaf und nicht zuletzt waren seine Nerven und sein Geist strapaziert von dem Anschlag und der Anschließenden Flucht aus der Kaserne des Imperiums. Als sie wieder zurück trat und ihn fragte, wie es nun weiter gehen sollte. Hatte er keine Antwort parat. Irgendwie hatte er sich nur für den Fall Gedanken gemacht, das sie nicht mehr mit ihm zusammen sein wollte. Aber alles schien gänzlich anders zu verlaufen...
Das Durcheinander in seinem Kopf war perfekt. Alles war aufgewirbelt, durcheinander geschmissen, überflutet von Reizen und erschöpft. Als sie an die Wand stieß und er noch immer dieses Kribbeln auf seiner Wange verspürte, rutschte die große Gestalt des Hapaners an der in seinem Rücken befindlichen Wand nach unten, bis er sitzend zum Stillstand kam. Die roten Augen unablässig in ihrem Gesicht ruhend.
„Ich werde dich nicht mehr allein lassen. So, oder so.“
Begann er nach einem Moment des Schweigens wieder zu sprechen. Nur für einen Augenblick waren seine Augen den leeren Gang hinab geschweift und hatten sich irgendwo an einem nicht existenten Punkt an der an dessen Ende liegenden Wand verloren, ehe er sie wieder ansah.
„Ich will dich nicht verlieren, nicht mehr vermissen müssen, nicht mehr um dich fürchten müssen. Ich habe falsch gehandelt, bin wie ein Idiot davon gestürmt... Ich... wenn du mich lässt, will ich versuchen dir wieder das zu sein, was ich vorher war.“
Es war möglich. Vielleicht. Aber wenn, dann würde es Zeit brauchen. Zeit die er so oder so schon verschwendet hatte, indem er sie hinter sich ließ. Wenn dies hier aber der Neubeginn sein sollte, dann würde er all jene Gedanken über Bord werfen. Vince würde das Selbstmitleid und die Vorwürfe endlich ersäufen können. Wissend, das es wieder vorwärts ging. Schleppend und vielleicht mit dem Backup Hyperantrieb, aber es ging wieder. Die Zeit des losen im leeren Raum herumtreibens war vorbei. Könnte endlich vorbei sein.
Er würde nicht vergessen was er getan hatte. Das könnte er nicht, vermutlich selbst dann nicht, wenn er es wollte. Aber passiert war nun eben passiert. Die Chance wieder etwas gemeinsames zu teilen, würde er nicht noch einmal verspielen. Und wenn doch, dann hatte er sie definitiv nicht verdient. Weil er es nicht wert war...
| Coruscants Untere Ebenen ~ Honey House ~ Gang | –Tinya, Vince