Aurelian
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Thor: Who Holds The Hammer?
Autor: Jason Aaron
Zeichner: Russel Dauterman, Jorge Molina
Inhalt: Thor (2014) #6-8, Annual #1, What If? (1977) #10
Im zweiten Band um die neue Donnergöttin bietet Aaron dem Leser neben einer Fortführung des bisherigen Story Arcs einen weiteren Ausflug in die ferne Zukunft (Thor regiert Asgard als König Thor), eine kurze, humorvolle Geschichte um ein Trinkduell zwischen (He-)Thor aus seinen früheren Tagen und Bösewicht Mephisto, eine langersehnte Origin zum mysteriösen wie skrupellosen Roxxon CEO Dario Agger, ein weiterer Versuch Odins, den Hammer zurück nach Asgard zu bringen (Thor vs. The Destroyer!) und eine alte What If?-Story, in der das erste Mal in einer „Elseworld“ die Idee einer Jane Foster als „Thoris“ umgesetzt wurde und auch ganz klar die Vorlage der 2014er Serie von Aaron ist.
Meine Meinung:
Thor (2014) #6 - 8
Jahrmillionen nach Thors Tagen als Avenger bemüht sich dieser, mittlerweile König, die tote Erde wieder fruchtbar und lebendig zu machen. Die Chemie zwischen ihm und seinen drei kriegerischen Enkeltöchtern, die ihm dabei helfen möchten, funktioniert wunderbar, auch wenn ich die neue Genesis ein wenig over-the-top fand – Meine Lieblingsstelle, nachdem die drei die Fauna der Erde wiederhergestellt haben:
Ellisiv (bzgl. Thor): I’ve never seen him like this.
Atli: He’s so angry, his eye is sweating.
Frigg: No. No. I think he might actually be… crying.
Atli: That’s even worse. […] He’s going to murder us.
Im Anschluss gibt es zwei stark humorvoll ausgerichtete kurze Geschichten, die für sich genommen sogar ganz unterhaltsam sind, mit dem kontrastierenden Zeichenstil aber ein wenig herausreißen. Ich kann nachvollziehen, dass Aaron etwas Abwechslung reinbringen möchte und Thors Trinkduell ist durchaus witzig, aber diese ständigen Sprünge hindern m.E. den Fluss der eigentlichen Geschichte. Leidtragende ist Jane Foster, die als Persönlichkeit dadurch über Strecken etwas blass bleibt. Für brutale Action sorgt in der zweiten Hälfte ein von Cul (Gott der Angst und Bruder Odins) gesteuerter Destroyer, der Thor ordentlich einheizt und so viel sei gesagt: Die Hand gegen eine Dame zu erheben, ist Culs geringstes Problem.
Weniger gefallen hat mir die etwas klischeebeladene Unterstützung für Thor im Laufe des Kampfes gefallen, das war dann doch wieder ziemlich „typisch Marvel/DC“, trotzdem ein ansehnliches Duell.
What If? (1977) #10
Einen kleinen historischen Exkurs bietet die What if?-Ausgabe von Autor Don Glut aus 1977, in der Jane Foster das erste Mal den Hammer schwingen durfte und die von Jason Aaron erkennbar als Vorlage für seine neue Serie genutzt wurde. Man merkt den Comics dieser Zeit natürlich ihr Alter an, mir hat dieser kurzer Abstecher aus Interesse an den Hintergründen definitiv Spaß gemacht.
Fazit:
Jane Foster als Thor ist weiterhin stark, auch wenn die Serie, wenn man ehrlich ist, nach wie vor auch auf den konventionellen Odinson setzt, sei es durch kleine, unterhaltsame Filler-Geschichten oder die Zeitsprünge in die ferne Zukunft und seiner Ära als König – die ich seit God of Thunder nicht so ganz einordnen kann, da sie zur Geschichte um Jane Foster zumindest noch nichts beitragen. Ich hoffe, dass in der Folgeserie der Fokus stärker auf die hammerschwingende Dame gesetzt wird, denn interessant ist sie allemal. Der zweite Band ist also ein buntes Sammelsurium, das definitv das Label Thor verdient, Jane Foster aber nicht immer ins verdiente Rampenlicht stellt.
6/10
Autor: Jason Aaron
Zeichner: Russel Dauterman, Jorge Molina
Inhalt: Thor (2014) #6-8, Annual #1, What If? (1977) #10
Im zweiten Band um die neue Donnergöttin bietet Aaron dem Leser neben einer Fortführung des bisherigen Story Arcs einen weiteren Ausflug in die ferne Zukunft (Thor regiert Asgard als König Thor), eine kurze, humorvolle Geschichte um ein Trinkduell zwischen (He-)Thor aus seinen früheren Tagen und Bösewicht Mephisto, eine langersehnte Origin zum mysteriösen wie skrupellosen Roxxon CEO Dario Agger, ein weiterer Versuch Odins, den Hammer zurück nach Asgard zu bringen (Thor vs. The Destroyer!) und eine alte What If?-Story, in der das erste Mal in einer „Elseworld“ die Idee einer Jane Foster als „Thoris“ umgesetzt wurde und auch ganz klar die Vorlage der 2014er Serie von Aaron ist.
Meine Meinung:
Thor (2014) #6 - 8
Jahrmillionen nach Thors Tagen als Avenger bemüht sich dieser, mittlerweile König, die tote Erde wieder fruchtbar und lebendig zu machen. Die Chemie zwischen ihm und seinen drei kriegerischen Enkeltöchtern, die ihm dabei helfen möchten, funktioniert wunderbar, auch wenn ich die neue Genesis ein wenig over-the-top fand – Meine Lieblingsstelle, nachdem die drei die Fauna der Erde wiederhergestellt haben:
Ellisiv (bzgl. Thor): I’ve never seen him like this.
Atli: He’s so angry, his eye is sweating.
Frigg: No. No. I think he might actually be… crying.
Atli: That’s even worse. […] He’s going to murder us.
Im Anschluss gibt es zwei stark humorvoll ausgerichtete kurze Geschichten, die für sich genommen sogar ganz unterhaltsam sind, mit dem kontrastierenden Zeichenstil aber ein wenig herausreißen. Ich kann nachvollziehen, dass Aaron etwas Abwechslung reinbringen möchte und Thors Trinkduell ist durchaus witzig, aber diese ständigen Sprünge hindern m.E. den Fluss der eigentlichen Geschichte. Leidtragende ist Jane Foster, die als Persönlichkeit dadurch über Strecken etwas blass bleibt. Für brutale Action sorgt in der zweiten Hälfte ein von Cul (Gott der Angst und Bruder Odins) gesteuerter Destroyer, der Thor ordentlich einheizt und so viel sei gesagt: Die Hand gegen eine Dame zu erheben, ist Culs geringstes Problem.
Weniger gefallen hat mir die etwas klischeebeladene Unterstützung für Thor im Laufe des Kampfes gefallen, das war dann doch wieder ziemlich „typisch Marvel/DC“, trotzdem ein ansehnliches Duell.
What If? (1977) #10
Einen kleinen historischen Exkurs bietet die What if?-Ausgabe von Autor Don Glut aus 1977, in der Jane Foster das erste Mal den Hammer schwingen durfte und die von Jason Aaron erkennbar als Vorlage für seine neue Serie genutzt wurde. Man merkt den Comics dieser Zeit natürlich ihr Alter an, mir hat dieser kurzer Abstecher aus Interesse an den Hintergründen definitiv Spaß gemacht.
Fazit:
Jane Foster als Thor ist weiterhin stark, auch wenn die Serie, wenn man ehrlich ist, nach wie vor auch auf den konventionellen Odinson setzt, sei es durch kleine, unterhaltsame Filler-Geschichten oder die Zeitsprünge in die ferne Zukunft und seiner Ära als König – die ich seit God of Thunder nicht so ganz einordnen kann, da sie zur Geschichte um Jane Foster zumindest noch nichts beitragen. Ich hoffe, dass in der Folgeserie der Fokus stärker auf die hammerschwingende Dame gesetzt wird, denn interessant ist sie allemal. Der zweite Band ist also ein buntes Sammelsurium, das definitv das Label Thor verdient, Jane Foster aber nicht immer ins verdiente Rampenlicht stellt.
6/10