[Outerrim / Weltraum / Nar Shaddaa / Untere Ebenen / Archiv ] Pumpkin
Ein Treffpunkt und Zeit mit einem fähigen und passenden Piloten war ausgemacht. Gerade, wie er sich aufmachen wollte, stieß er auf einpaar interessante Datalogs, die sein Interesse weckten, mal wieder. Wieder flogen seine flinken Droidenfinger über das Terminal und schnell gelang er zum
Cynabar's Droid Datalog, dass extra für Schmuggler geschrieben wurde. Gewiss war er kein Schmuggler, doch Cynabar – selbst einst ein bekannter Schmuggler – schrieb eins dieses nützliche Handbuch für Schmuggler, das auch für ihn von Interesse war. Er schaute um sich und klaute in einer unbeobachteten Sekunde einen Datenspeicher, um das Handbuch extern zu sichern. Das Dokument war etwas größer, als dass er alles lesen, studieren und speichern wolle, bzw. Hier vor Ort. Daher sicherte er das Wissen und verwischte all seine Spuren am Terminal, um dann ins 'Nichts' zu verschwinden.
Schön öfters hatte er von diesen 'Cynabar' gelesen, der wohl schon lange tot war(?), was aber keine Rolle spielte, weil das Wissen, was er vermachte, mehrere tausend Credits Wert waren. Jedenfalls machte er sich nochmal zu einem Waffenhändler auf und durchforstete das dortige Sortiment an Waffen und Granaten. Immerhin musste er noch ein kleines 'Präsent' für das Sunspot Syndikat mitbringen, mit denen er noch eine Rechnung auf hatte, geschweige die mit ihm. Alleine ein
Thermaldetonator koste ca. 2.000 Credits, wobei einfachere
Erschütterungsgranaten – mit geringerer Sprengkraft – nur ein Bruchteil dessen (also ca. 400 Credits) kosteten. Soweit sich
Pumpkin an die Örtlichkeiten des Sunspot Syndikats erinnern konnte, musste er zwei Sicherheitstüren sprengen, bevor er inmitten dessen Zentrum stand, wo sich alle fünf führende Köpfe – oder waren es sechs? - versammelten. Daher benötigte er mindestens drei Sprengkörper plus eine
Schallgranate um den Gegner kampfunfähig zu machen – sofern beim direkten Beschuss noch überlebte. Alleine die Sprengkraft würde ausreichen, um – sofern alle anwesend waren – mit einem massiven Beschuss 'auszuräuchern'. Die 'Präsente' waren organisiert, nun galt es den Piloten zu treffen und die Details zu besprechen.
Nach einer Weile und diversen Repulsor-Liften und -Gleitern, kam er schlussendlich in einer Bar namens
'Toddy's Glitter Hunter' an, wo er schon den Rhodianer an einem Tisch sitzen sah. Wieder – wie auch immer zuvor – wurde er vom Barmann gestoppt, doch sein Geschäftspartner – mit Namen "
Tare" – deutete an, dass sie zusammen gehörten und er ihn rein lassen solle. Zwar etwas mürrisch, doch der Barmann ließ es zu, bis sich der Droide etwas überrascht sich seinem Gesprächspartner widmete. Nachdem die Höflichkeitsfloskeln ausgetauscht wurden, erklärte der Droide nochmal, was er wolle und erwarte. Dabei erklärte er dem Rhodianer, dass er ein Skiff, wie auch diverse Waren und Kosten von Nar Shaddaa nach Excarga transportiert haben wolle. Auf die Frage hin, ob die Ware 'sauber' sei – gemeint war, ob sie gestohlen oder illegal sei – antwortete der Droide mit 'Nein' und deutete an, dass ein Teil dieser illegal sein könnte. Das Skiff – wohl das größte Transportgut war 'sauber', doch die anderen Güter, die er noch besorgen wolle, waren noch unbestimmt. Jedenfalls wollte der Droide keine Komplikationen oder Einmischungen neugieriger Sicherheitskräfte haben. Der Rhodianer lehnte sich entspannt zurück, nippte an einem Getränk und schien sichtlich selbstbewusst verhandeln zu wollen. Auch zu Recht. Immerhin wollte der Droide etwas von ihm und nicht umgekehrt. Während der Droide sein Anfangsgebot nannte und erklärte, warum 2.000 Credits angemessen waren – immerhin kosteten die Mietung eines normalen Frachters für fünf Tage genausoviel – zückte der Rhodianer ein PADD und berechnete die Flugzeit und -reise, wie viel er dafür verlangen könnte. Natürlich nannte er einen überteuerten Preis, doch das waren nur die Anfangsgebote. Es galt schon fast zum guten Ton, wenn man nicht verhandelte, immerhin rechnete jede Seite immer seine Kosten rauf oder runter, um ein gutes Geschäft zu machen.
Nach fast einer halben Stunde, diverser Drinks später und Kompromisse, einigten sich beide auf eine stolze Summe von elftausend Credits. Fast das sechsfache eines normalen Frachters, doch der Droide war soweit zufrieden. Immerhin kostete die Unterhaltung eines großen Frachters auch ein x-faches eines normalen Frachters. Gewiss konnte das Riesenschiff selbst nicht landen, da es aufgrund ihres eigenen Gewichts auf dem Planeten zerschellen würde, doch dies interessierte den Droiden weniger. Wichtiger war ihm mehr, dass seine Waren soweit beliefert wurden. Ob er sogar noch selbst mitflog, war noch ungewiss. Die paar hundert Kilo die der Droide wog, würden den Kohl wohl auch nicht fett machen. Nun galt es einen tragbaren Computer, ein PADD und diverse Waren zum Weiterverkauf zu erwerben. Schnell wurden die Kontaktdaten ausgetauscht, damit man im Kontakt bliebe – um auch später die Waren auszutauschen, zu verladen und abholen zu können.
Beide trennten sich, worauf der Droide ein weiteres Mal ein HoloNet-Terminal aufsuchte und nach einpaar einfachen, alltagstauglichen Ge- und Verbrauchsgütern suchte, die auf Excarga benötigt werden. Dabei fand er eine Vielzahl von Haushalts- und Elektronikteilen, die er sich orderte und bei einer gewissen Masse sogar Rabatt bekam, die er wiederum in weitere Güter investierte. Einfache
Data-PADDs waren immer gefragt und die dazugehörigen
Speichermedien enthielten diverse Holo-Romane, -geschichten und Unterhaltungsprogramme, worauf selbst der einfachste Bewohner etwas mit diesem technischem Gadget anfangen konnte. Auch ein einfacher portabler Computer der Marke
Mikrothrust-Linie konnte für ca. 5.000 Credits erworben werden. Natürlich wäre für den Preis ein Droide auch gut, doch
Pumpkin brauchte eine Arbeitsstelle, von wo er alle kommenden Schein- und Sub-Unternehmen, bzw. Geschäfte organisieren konnte. Da er selbst kein Buchhalter-Droide war, benötigte er externe Geräte und Droiden, um dies zu organisieren und das auf legalem Wege, dass man ihn von Außen nicht so schnell eines seiner Geschäfte – oder Ideen, weil bis jetzt waren es noch nicht mehr – kaputt machen konnte. Schon merkwürdig, wie viel Wert ein Attentats- und Kopfgeldjägerjagender Droide Wert auf Seriosität lag, doch das hatte den Grund, dass seine kommenden Geschäfte sauber sein mussten, um über diese seine – und die von externen Auftraggebern oder alleine von der Black Sun – Einkünfte waschen zu können. Geldwäsche war ein übliches Geschäft bei der Black Sun und in der Unterwelt, doch man musste wissen, wie man dies anstellte ohne erwischt zu werden.
Mit Anfangs circa siebzigtausend Credits auf Nar Shaddaa angekommen, reinvestierte er somit ein Teil in sich, wertete sich auf und einen anderen Teil in sein legales Geschäft, dass derzeit wohl die größte Einnahmequelle war. Dass er die Waren auf Excarga aber nicht loswerden würde, konnte der HK-Droide derzeit nicht wissen.
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