Zumindest aber das Wissen um Sonnen, Schwarze Löcher, Gravitation, Licht & Radio und der newtonschen Physik auf Sonnensystemgröße muss eher früher als später zur Allgemeinbildung werden.
Da liegt die Zukunft...
Warum ist das Wissen um diese Inhalte der Physik (Bsp: auf Sonnensystemgröße) wichtiger und zukunftsträchtiger als das Wissen um andere Inhalte (Bsp: Quantenphysik...)
Weil diese Punkte von mir die vier Elementarkräfte (die Quantenphysik
habe ich somit mehr als erschöpfend erwähnt

) thematisieren, welche wir so weit verstanden haben, dass wir damit Mikrowellenherde, CD-Player, Solarzellen, Fernseher und ultraschnelle Computer bauen können. Fakt ist, dass kaum einer auf deutschen Straßen weiß, wie diese Dinge funktionieren und wie viel Mühe in diesen Alltagsgegenständen steckt, weil das Grundwissen fehlt. Je früher unser Nachwuchs diese Dinge lernt, umso intuitiver ist dieses Wissen einsetzbar und umso schneller kommt es zum Fortschritt.
Was ist mit anderen Wissenschaften wie der Chemie, Biologie, Geologie, ... oder speziellen Anwendungen wie der Psychologie?
Diese Disziplinen haben durch unsere Forschungserfolge bezüglich der vier Elementarkräfte gigantische Fortschritte gemacht, wie Computertomographen, Elektronenrastermikroskope und die Nuklearmedizin mehr als eindrucksvoll beweisen. Alles nur, weil die Menschen unermüdlich zu den Sternen schauen und die ganz kleinen sowie die richtig großen Dinge in einen Zusammenhang bringen konnten.
Was ist mit Geistes- und Sozialwissenschaften? Letztlich geht es ja auch nicht nur um Fortschritt, sondern auch darum in welchen Kontext Wissen, Fortschritt und Technik eingebettet sind.
Damit ist es vorbei.
Diese Wissenschaftsfelder haben in der Eigendynamik des Internets ihren Meister gefunden. Der Kontext wird nun durch ein Kollektiv von millionen Menschen gebildet. Das Internet ist ein Konstrukt, welches durch seine Wachstumsrate und seine Teilnehmer nicht in seiner Ganzheit erfasst werden kann und es ist unmöglich für jeden Sozialwissenschaftler geworden, die Reaktionen der Menschen in ihrer Gesamtheit vorauszusehen. Das beweist der Rücktritt von zu Guttenberg.
Schließlich nutzt einem das Wissen um Schwarze Löcher auch nichts, wenn man zwei Sekunden später an Hunger stirbt oder sich selbst eine Kugel in den Kopf jagt.
Für diese Dinge gibt es Gründe, welche wohl hauptsächlich der Politik, der Religion und der Wirtschaft und einzelnen widerwärtigen Individuen (z.B. Stalker und Mobber) geschuldet sind, die im übrigen regelmäßig dadurch auffallen, dass sie den technischen Fortschritt aktiv behindern und/oder missbrauchen.
Man muss nicht nur die Natur sondern auch den Mensch und das Menschgeschaffene wissenschaftlich analysieren.
"Viel Glück", kann ich da nur sagen. Die Datenkrake "google" gibt sich redliche Mühe damit, das Internet zu analysieren und auszuwerten und wird regelmäßig durch die schiere Größe des Internets selbst behindert. Nur so am Rande: ein riesiger Teil aller Informationen im Internet liegt in Form von Bildern vor, die mittlerweile zwar algorithmisch ausgewertet werden könnten, aber es fehlt dazu einfach an Rechenleistung, Bandbreite und Speicherplatz. Und hier kommt wieder die Physik ins Spiel, die uns in absehbarer Zeit Quantencomputer bescheren wird, welcher dieser Informationsflut Herr werden könnten.
Ich denke man muss fort von der Vorstellung, dass eine Disziplin das Wohl der Welt gepachtet hat und in ihr die Zukunft liegt. Vielmehr sind alle Disziplinen ein kleines Zahnrad, welche zusammen genommen uns eine Vorstellung von der Welt ermöglichen und das Unwissen ein Stück weit nach hinten drängen.
Das ist wohl eine Ermessensfrage. Für mich persönlich stellt die Physik als grundlegendste aller Wissenschaften die wichtigsten Maßstäbe für die weitere Entwicklung der Menschheit als ganzes bereit, da sie eben keine einzige andere Disziplin unberührt lässt.
Die Verteufelung von Wissenschaft halte ich an sich für großen Unsinn. Der Mensch hat m.E. von Natur aus einen Wissensdurst, er möchte die Welt um sich verstehen. Die Wissenschaft gibt keine Dogmen vor, nur Methoden wie wir unsere beschränkte und verzerrte Wahrnehmung überwinden können und überprüfbare Erkenntnisse gewinnen. Wovor es sich da zu fürchten gibt, weiß ich nicht. Die Wissenschaft gibt keine Normen vor, wie wir diese Erkenntnisse einsetzen, wieso also sie dafür verantwortlich machen und nicht diejenigen, welche die Umwelt zerstören und in immer zerstörerische Waffentechniken investieren? Nur weil die Physik eine Atombombe möglich macht, heißt das nicht, dass wir sie auch bauen müssen. Und für diese Möglichkeit jene verantwortlich zu machen, die sie entdeckten, ist genauso unsinnig. Die können ja auch nichts dafür, dass Kernspaltung möglich ist.
Full Ack.