Tagespolitik allgemein

Wenn Du tatsächlich als Zielvorstellung und Lösung der Klimafrage kein politisches System vor Augen hast, das nach allen gängigen Kriterien als sozialistisch zu werten ist, dann habe ich Dir wirklich was unterstellt und muss mich entschuldigen. Es liest sich für mich allerdings so.

Das klingt dann aber eher nach einem "dein Problem".

Gemäß welcher arbiträren Definition von "Leistung" und "Verdienen" bitte? Deiner eigenen? Welche Maßstäbe werden denn angebracht? Aufgewandte Arbeitszeit? Getragene Verantwortung? Ausbildung?

Das sind natürlich ein paar Beispiele die darin einfließen können. Schließlich leben wir angeblich in einer Leistungsgesellschaft wovon wir natürlich in der Realität so ziemlich weit entfernt.

Hast Du natürlich das Recht auf Deine Einschätzung, das ist aber kein allgemeingültiger Standard, nach dem man irgendwelchen Gruppen das Recht auf ihre Existenz und ihr Eigentum absprechen könnte.

Und schon wieder hast du ein Problem mit dem Verständnis, da zeichnet sich langsam ein Bild ab.

Ich spreche niemanden etwas ab, sondern spreche bestimmten Gruppen in der Gesellschaft einfach nicht übermäßig viel zu.

Bin sogar sehr dafür dass mehr Menschen mehr für ihre Arbeit bekommen.

Und ja, das gilt erst recht nach "unten": Mit dem Argument, die Leute hätte es nicht verdient, kann man ohne klare Kriterien ziemlich jedem alles absprechen.

Einfach falsch, aber eine altbekannte angstmache.

Ah, ich verstehe. Es war also, wie üblich, kein "echter Sozialismus", man muss nur noch mal versuchen, dann klappt es bestimmt und wird auch total demokratisch.

Sozialismus ist an und für sich kein Politisches System. Und kann sehr wohl in einem demokratischen System funktionieren.

Weil kollektivistische Systeme, die auf der Ideologie der Einheit von Staat, Partei und Wirtschaft beruhen, da so viel Spielraum für demokratische Organisationsformen bieten. Sozialismus ist inhärent undemokratisch, autoritär und kollektivistisch - da kann man höchstens mildere Formen finden und es so "verwässern", dass wir bei der Sozialdemokratie landen, einem ganz anderen Steckenpferd.

Giebt genug aktuelle politische Ideen die mit dem Totalitären Systemen die im letzten Jahrhundert entstanden nicht's mehr gemein haben. Aber warum sich mit Themen beschäftigen wenn man sie verteufeln kann.

Verschwendung und Umweltverschmutzung müssen so teuer und unrentable werden wie nur irgendwie möglich und es braucht einen deutlich engeren rechtlichen Rahmen als bisher.

Das passiert seit Jahrzehnten nicht warum sollte es jetzt wie durch Zauberhand auf einmal geschehen? Vorallem noch gegen massiven Gesellschaftlichen und Wirtschaftlichen Wiederstand?

Es ist aber immer noch eine Marktwirtschaft, in der Konkurrenz und Entscheidungsfreiheit für Innovation und Wettbewerb sorgen und es keine Einheit von Wirtschaft und Staat zum Nachteil aller gibt.

Hast schon eine ziemlich romantische Vorstellung unserer "freien Wirtschaft" die doch am Ende des Tages nicht ganz so frei ist.

Die Argumente gegen Atomkraft sind vor dem Hintergrund der Klimakrise dann irrational, wenn man bedenkt, dass jetzt der Zeitpunkt ist, das Ruder beim CO2-Ausstoß herumzureißen, um schon bald eintretende furchtbare Folgen des Klimawandelns zu verhindern.

Der Zeitpunkt war schon vor einigen Jahrzehnten nun ist es genau genommen schon zu spät. Wir müssten weltweit in den nächsten Jahren auf Netto 0 kommen um eine weitere Verschlimmerung zu verhindern.

Aber anscheinend will die Mehrheit 'ne volle Breitseite.

Und jeder der ein realistisches Bild der Menschheit hat und ehrlich zu sich selbst ist weiß das Kind ist in den Brunnen gefallen.

Außerdem giebt es eine Vielzahl von Alternativen die schneller zu installieren, flexibler einzusetzen, billiger, sicherer, dezentraler und weniger anfällig sind.


Als Liberaler sind mir andere Menschen natürlich egal und ich denke nur an den Wohlstand im wohlhabenden Teil der Welt und deren wohlhabenden Schichten.

Du hast es erfasst, dass ist schön zu hören.

Ist nämlich schon arg lächerlich von Erhalt des Wohlstandes zu sprechen während wir noch nicht einmal ansatzweise einen vertretbaren globalen Wohlstand haben. Besonders wenn man mal bedenkt dass ein großer Teil unseres Wohlstandes von der Ausbeutung anderer Menschen und Gesellschaften herrühren.

Man lernt nie aus! Deswegen bin ich auch absolut nicht der Meinung, dass die Verbindung von Demokratie, Menschenrechten und sozialer Marktwirtschaft in Kombination mit Umweltschutz das Modell ist, an dem sich die ganze Welt orientieren sollte und das, wenn konsequent schon seit Entstehung global angewandt, viel Leid verhindert und die brutale Ungerechtigkeit zwischen Arm und Reich vermieden hätte.

Klingt für mich so konkret wie "Liebe, Frieden und Freiheit". Hab sowieso das Gefühl außer hohlen Phrasen sowie ewig gestrigen und verstaubten Ideen. Außerdem ist das aktuelle System (am krassesten in den USA) für ungleiche einkommensverhältnisse (Arm & Reich) verantwortlich. Die Schere geht immer weiter auseinander und die Lebenshaltungskosten steigen auch immer weiter in einem Maß indem die Einkommen eben nicht mehr hinterher kommen. Das ist die Realität für einen großen Teil der Bevölkerung.



Laut Medienberichten soll Präsident Putin erneut den Oberbefehlshaber der Truppen in der Ukraine ausgetauscht haben. Der Generalstabschef der russischen Streitkräfte, Armeegeneral Waleri Wassilljewitsch Gerassimow soll den Oberbefehl in der Ukraine übernommen haben.

Vielleicht sollte die Russische Obrigkeit mal über einen personalwechsel auf dem Präsidentenstuhl nachdenken. Der Mann trieft vor Unfähigkeit und Angst.

Solange die Nachfolge aus der SPD kommen soll, ist das gehopst wie gesprungen. Högl hat zwar keinen schlechten Ruf bei der Truppe, aber mit so einem Saftladen wie der SPD im Rücken, sehe ich da schwarz für die Zeitenwende.

Die Bundeswehr ist genau so ein großer sauhafen in dem man vor einer ernerung auch erst einmal Ordnung gemacht werden muss. Da könntest du jeden reinsetzen und jeder würde scheitern.
 
Meistens, ja. Es sei denn, es gibt irgendwo Gold abzugreifen.
Na gut was dies angeht hat kein Europäisches Land eine weisse Weste. Die Schweiz hat wie Jedihammer sagte auch oft verhandelt und setzt sich für caritative zwecke ein /rotes kreuz/ etc. Gibt wenig Länder die so viel spenden wie die Schweiz.
In diesem Krieg sollte die Schweiz aber mehr Stellung beziehen.
In Russland häufen sich die Anzeichen für eine 2 Mobilisierung. Ich könnte mir gut vorstellen das Putin bald voll auf Krieg setzt.
Laut unabhängigen russischen Medien häufen sich die Anzeichen für eine bevorstehende zweite Mobilisierungswelle im Land. Diese könne nach Angaben der Zeitschrift Verstka «jeden Moment beginnen».
Den Mitarbeitenden der Militärregistrierungs- und Rekrutierungsbüros sei verboten worden, im Januar und Februar Ferien zu beziehen. Das Personal müsse auf die Zustellung von Bescheiden vorbereitet sein, zitiert das deutsche Portal Focus die russische Zeitschrift. Die Chefs sollen den Angestellten gewarnt haben, dass die kommenden Wochen «schwierig werden».
 
Zuletzt bearbeitet:
Größere Umbauten im Kabinett wird es wohl nicht geben. Boris Pistorius wird der neue Verteidigungsminister. :zuck:


Meine Fresse. Dem Saftladen ist echt nicht mehr zu helfen.
 
Größere Umbauten im Kabinett wird es wohl nicht geben. Boris Pistorius wird der neue Verteidigungsminister. :zuck:


Das wird der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen nicht gefallen.


Grüße,
Aiden
 
Das wird der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen nicht gefallen.

Lassen wir mal die Parität außen vor, ist Pistorius immer noch nicht der am besten für das Amt geeignete Kandidat. Nicht mal annähernd. So wenig, dass den nicht mal wer auf'm Schirm hatte. Aber er ist ein braver Parteisoldat und wird sich kaum mit dem Scholzomaten anlegen und das ist scheinbar letztlich am wichtigsten.

In meinen Augen ist die großspurige Zeitenwende damit endgültig zum Rohrkrepierer geworden.

Aber er hat gedient!!!!111elf

Als Fahrer für den Regimentskommandeur. In einer Waffengattung, die es im Heer nicht mehr gibt. Weil er sein Abitur in Russisch abgelegt hat. Kann die militärische Expertise förmlich bis hier her riechen.
 
Als Fahrer für den Regimentskommandeur. Weil er sein Abitur in Russisch abgelegt. In einer Waffengattung, die es im Heer nicht mehr gibt. Kann die Expertise bis hier her riechen.

Du bist ja auch anscheinend kein Facebook-Experte. Denen reicht die Expertise vollkommen aus.


An sich ist mir der Posten aktuell ziemlich egal, die BW braucht einen guten Verwalter, am besten einen Reformer. Mich stört aber, und da treffen wir uns mit den Meinungen ja in einer Art auch, dass er gewählt wurde, der Kanzler damit auf sein paritätisches Versprechen(!!) pfeift und der Mann eben nicht die beste Wahl war.
 
Eva Högl wurde zwischenzeitlich schon als Nachfolgerin gehandelt. Wäre eine gute Wahl gewesen.
Klingt ähnlich was die Expertise angeht. Beides Juristen. Högl natürlich mehr im Bereich tätig als Wehrbeauftragte, hat sich aber nicht wirklich da hervorgetan und war bei Amtsantritt auch nicht unumstritten was gerade an der fehlenden Expertise lag.
 
Bin da in der Personalfrage eigentlich ziemlich indifferent. In den letzten zwanzig Jahren ist da nur noch herumverwaltet und kostenoptimiert worden. Tatsache ist heute, dass es eine neuartige Budgetierung und eine völlig andere internationale politische Großwetterlage gibt. Insbesondere der letzte Punkt hat unseren Kanzler jetzt schon mehrfach aus seiner selbstgewählten Komfortzone heraus getrieben. Es ist klar, dass Scholz handelt, weil er handeln muss, weil er unter Druck steht. Nicht weil er von dem Kurs besonders überzeugt gewesen wäre. Dass der Mann nicht außergewöhnlich integer ist, sollte nach seinem praktischen Gedächtnisverlust in der Cum-Ex-Angelegenheit auch klar sein. Geht also nur durch den Druck von außen (EU, USA, Ukraine) und innen (Koalitionspartner). Wundert mich da auch nicht mehr, dass die Geschlechterparität einem zweckdienlichen Schnellschuss geopfert wird.
 
Ja, aber dann kommen wir doch zu der Frage wieso bei gleicher Eignung Pistorius bevorzugt wurde. Das Internet hat für sich die Sache mit dem abgeleisteten Wehrdienst gefunden, ich sehe darin aber keinen fachlichen Vorteil (mehr).
Vielleicht wurde sie ja gefragt und sie will nicht? Ist zwar nicht so skandalbeladen aber soll vorkommen.

Högl hat dazu Folgendes zu sagen:

 
Zurück
Oben