Tagespolitik allgemein

Ich dachte auch bisher das die Chinesen mit dem Ding sehr zufrieden wären.
Woran liegen denn die Probleme ?
Das Ding ist zu teuer. Es sollte mal 10 Millionen Passagiere pro Jahr transportieren und dümpelt jetzt bei 4 Millionen rum, einfach deshalb weil die Anbindung zu schlecht ist. Ein geplanter Ausbau wurde mehrmals angekündigt, ist aber jedes Mal einerseits an steigenden Bau- und Betriebskosten gescheitert und an den Protesten der Anwohner.

Aber immer nur jede neue Idee abzulehnen hat uns eben genau in die Situation geführt in der wir sind.
Wer lehnt neue Ideen ab? Der Transrapid wurde 40 Jahre lang erprobt und getestet. Das war kein Schnellschuß.

Unter Schröder stieg Deutschland aus den Forschungen an der Kernfusion weitestgehend aus. Fatale Fehlentscheidung meiner Meinung nach.

Dann kann ich Dich ja beruhigen, dass Deutschland nicht weitestgehend aus der Forschung der Fusionstechnik ausgestiegen ist. Puh.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zu teuer in der gegenwärtigen Zeit ist richtig. Das liegt aber nicht an dem System Transrapid an sich, sondern an der starken Konkurrenz bestehender konventioneller Systeme.
Auf lange Zeit in die Zukunft gerichtet wäre das System aber wirtschaftlich, da es praktisch keine Verschleissteile gibt, und vor allem umweltschonend im Vergleich zu konventionellen Systemen.
Ein anderer Punkt wäre die fehlende Konkurrenz. Es gibt nur das Transrapid Konsortium und die halten alle Patente. Würde es mehrere Anbieter und einem echten Wettbewerb geben, dann wäre es auch nicht mehr so teuer.
 
Aber schon krass. Man hat das Gefühl dass die Grünen den ganzen Hate bekommen, dabei ist die FDP in meinen Augen der deutlich größere Klotz am Bein.
Hier im PSW schon mal nicht:D. Die FDP hat seit Start der Koalition ziemlich heftige Wahlniederlagen einstecken müssen, so viel zu dem "ganzen Hate". Dass Drama um das Heizungsgesetz ist zwar ein spezieller Akt, aber so schwer sich die FDP auch tut, und das tut sie beileibe, wird sie auch gerne als Prellbock für grundsätzliche Probleme dieser Koalition benutzt. Bietet sich auch sehr gut an. Dass die SPD auf die Störaktionen der FDP so wenig Lust wie auf einen grünen Kanzler und machtpolitisch balanciert, fällt dabei gerne unter den Tisch.

Alle drei Parteien tragen die Verantwortung, alle haben sich für dieses Bündnis entschieden. Wer 2021 die FDP gewählt hat, wird sie 2025 bestimmt nicht nochmal wählen, wenn sie alle ihre medial bedeutsamen Programmpunkte links liegen lässt. Und wer Grüne oder SPD gewählt hat, würde die FDP dafür trotzdem kaum belohnen wollen; warum auch? Fortschrittskoalition hin oder her, sich die FDP (oder Grüne) herauszupicken und die Schuld zuzuweisen, mag zwar einigen Genugtuung verschaffen, trifft aber m.E. nicht den Punkt. Es hilft auch nicht, weil es ohne die FDP keine Regierung gäbe und nach aktuellen Umfragen keine der Koalitionsparteien irgendwas zu lachen hat.
 
Zu teuer in der gegenwärtigen Zeit ist richtig.

Naja, was heißt hier gegenwärtig? Es ist seit 30 Jahren so und eine Besserung ist nicht in Sicht. Der Transrapid wurde durch die Entwicklungsfirmen auf Eis gelegt, weil es kaum Aussicht auf Aufträge gibt. Der Glaube daran war sowieso nie richtig da. Siemens und ThyssenKrupp haben ihre Investitionen so dermaßen klein gehalten, dass nahezu der gesamte Testbetrieb durch andere Geldgeber (namentlich Länder und Bund) finanziert wurde, mit der Hoffnung, dass der Transrapid irgendwann durchstartet. Das hat man 40 Jahre versucht und 2010 dann den Stecker gezogen.
Und Wettbewerb wird natürlich schwierig, weil Triebfahrzeuge und Infrastruktur vom gleichen Hersteller kommen. Man kann einen Zug aus Japan nicht auf einer Strecke des Transrapid benutzen und vice versa. Heißt also ein langjähriger, wirtschaftlicher Betrieb muss gewährleistet sein für einen Betreiber, damit sich das lohnt. Und sollte der Betrieb eingestellt werden, drohen empfindliche Vertragsstrafen.
 
Der Transrapid war doch immer schon ein teures Prestige Projekt. Dabei tut man sich schon mit weitaus weniger futuristischen öffentlichen Verkehrsmitteln schwer. Die ICE Strecken im Osten sind auch noch 30 Jahren Wiedervereinigung ausbaufähig. Dass ich mit dem ICE nur 5 Minuten schneller als mit dem RegionalExpress bin wenn ich von Stralsund nach Rostock fahre ist ein schlechter Scherz. Die Verbindung nach Berlin ist auch nicht wesentlich schneller. Mein Traum wäre dass irgendwann alle wichtigen Strecken ähnlich gut ausgebaut sind wie die Strecke Hamburg-München. Aber das werde ich wohl nicht mehr erleben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dass ich mit dem ICE nur 5 Minuten schneller als mit dem RegionalExpress bin wenn ich von Stralsund nach Rostock fahre ist ein schlechter Scherz. Die Verbindung nach Berlin ist auch nicht wesentlich schneller. Mein Traum wäre dass irgendwann alle wichtigen Strecken ähnlich gut ausgebaut sind wie die Strecke Hamburg-München. Aber das werde ich wohl nicht mehr erleben.

Ist tatsächlich so. Ich glaube die Haupt Zeitersparnis kommt nur von den weniger Haltestellen die angefahren werden.

Obwohl das mit dem Ausbau im Westen auch nicht viel besser ist. Als ich vor 2 Monaten in Stuttgart auf Lehrgang war und am Freitag Nachmittag nach Hause gefahren bin wurde irgend eine Strecke gebaut. Hieß in der Konsequenz fast alle Züge von Süden in den Norden wurden über eine Strecke geleitet. Bedeutete Jeder Zug hatte min. 30min+ Verspätung und keiner hat irgend einen Anschluss bekommen.

Bin dann mit dem letzten nach Leipzig gefahren und von da mit 2 anderen verlorenen Seelen mit dem Taxi nach Dresden.

Auch wenn ich wegen Konzerten oder Veranstaltungen im Ruhrpott unterwegs bin ist dass jedes Mal der reinste Terror.
 
Eines ist halt doch immer wie kurios: Wie sowohl rechtsextreme als auch linksextreme Gruppierungen a) voller Sympathie und Bewunderung für Putin und die Russische Föderation sind und b) kein Problem damit haben, dass die jeweils andere Seite den Diktator, Kriegsverbrecher und Friedenstörer im Kreml auch so toll findet. Hauptsache, man hasst "den Westen" und kämpft gegen "Imperialismus" (wobei man sich nicht am Imperialismus an sich stört, sondern daran, dass man selbst damit nicht so erfolgreich war). Ich nenne das "Wagenknecht-Syndrom". So als stramm rechter Zeitgenosse könnte man sich z. B. ja durchaus mal fragen, ob es ein gutes Zeichen ist, wenn jemand, der zum Rassenkrieg gegen Weiße aufruft, Putin anhimmelt, und als Linksaußen, ob es vielleicht bedenklich ist, wenn man Seite an Seite mit Neonazis auf "Friedensdemos" marschiert...

 
Wer sagt das, die Springer-Presse die von der Fossilenenergielobby und Atomenergielobby geschmiert werden ?

Davon abgesehen sollte man bedenken das die Atomkraftwerke die teuerste Art sind Strom zu produzieren.
Die erneuerbaren energien die am preiswertesten sind.

Allein um die Energiekosten zu senken ist der Ausbau von erneuerbaren Energien zu fördern und zu wollen.

Das dies gewissen lobbys nicht in den Kram passt dürfte offensichtlich sein.
 
Davon abgesehen sollte man bedenken das die Atomkraftwerke die teuerste Art sind Strom zu produzieren.
Die erneuerbaren energien die am preiswertesten sind.

Man lässt bei der Atomkraft auch gerne aus, dass das Uran in der Vergangenheit stets aus Russland kam und die meisten Meiler 40+ Jahre auf dem Buckel haben.

Grüße,
Aiden
 
Wer sagt das, die Springer-Presse die von der Fossilenenergielobby und Atomenergielobby geschmiert werden ?
Das sagt der gesunde Menschenverstand. Die Sonne scheint nun einmal nicht nachts, sondern nur tagsüber.
Und bei völliger Windstille stehen eben auch die Turbinen der Windkraftanlagen.
Diese beiden Systeme sind nicht dazu geeignet, dauerhaft verfügbaren Strom zu produzieren. Sie können jedoch unterstützend eingesetzt werden, um einige, jedoch nicht alle konventionellen Kraftwerke zu ersetzen.
Dauerhaft verfügbarer Strom im Sinne eines Streams ( ohne aufwendige Zwischenspeicherung ) kann nur durch Atom, Kohle, Erdgas Kraftwerke sichergestellt werden.

Wenn man es jetzt noch schafft eine kommerzielle Fusionstechnologie in den nächsten 25 Jahren fertig zu entwickeln und bis dahin die fossilen Energieträger nach und nach durch z.B. Wasserstoff Kraftwerke ersetzt, dann ist man auf einen richtigen Weg. Wind - und Solarenergie sind in einem Mix sinnvoll, als alleinige Energieträger jedoch ungeeignet.

Ich als Technikmensch hab auch so ein kleines Solarkraftwerk auf den Balkon. Ist eine nette Spielerei und man kann sich damit einreden was für die Umwelt zu tun. Effizient ist das Ding aber nicht.
 
Verdammt... wann erfindet endlich jemand etwas, um Strom zu speichern...?

Dürfte doch nicht so schwer sein, mit genügend Speichern per Wind, Solar und Co sicherer günstiger und umweltfreundlicher zu wirtschaften...
Der Bau von Energiespeichern dürfte weniger aufwändig sein als die abgeschalteten AKW‘s wieder lauffähig zu machen und vor allem technisch auf den neuesten Stand zu bringen.
 
Diese beiden Systeme sind nicht dazu geeignet, dauerhaft verfügbaren Strom zu produzieren. Sie können jedoch unterstützend eingesetzt werden, um einige, jedoch nicht alle konventionellen Kraftwerke zu ersetzen.
Anders herum. Konventionelle Gaskraftwerke können unterstützend zu Solar- und Windkraftanlagen eingesetzt werden.

Und Wasserstoffkraftwerke wären auch nur eine "aufwendige Zwischenspeicherung", nicht nur aufwendig, sondern auch extrem verschwenderisch, weil die Herstellung (Elektrolyse) und Speicherung (sehr hoher Druck) von Wasserstoff extrem energieintensiv ist.
 
Bhutan hat zwar nur 800.000 Einwohner:innen, dennoch sind 100% des Stroms durch erneuerbare Energien generiert.

Gibt allgemein auch ein paar Länder, die das gut hinbekommen.
Klar, Norwegen hat den Vorteil Wasser, aber wo ein Wille ist, ist auch ein geht nicht Weg.
Wind und Strom müssen ja nicht die einzigen Lieferanten sein.
 
Das sagt der gesunde Menschenverstand. Die Sonne scheint nun einmal nicht nachts, sondern nur tagsüber.
Da stellt sich mir die Frage wem von uns beiden der jetzt fehlt. ;)

Wenn man es jetzt noch schafft eine kommerzielle Fusionstechnologie in den nächsten 25 Jahren fertig zu entwickeln und bis dahin die fossilen Energieträger nach und nach durch z.B. Wasserstoff Kraftwerke ersetzt, dann ist man auf einen richtigen Weg. Wind - und Solarenergie sind in einem Mix sinnvoll, als alleinige Energieträger jedoch ungeeignet.
Ich weiß die Neoliberalen verweisen gern darauf. Aber ich glaube so viel Zeit bleibt uns nicht mehr, um noch irgendwas bei Thema Klima zu reißen. Muss halt mal Tempo gemacht werden, auch wenn es viele Deutsche überfordert.
 
Zurück
Oben