]Coruscant-System - Coruscant - Vor dem HQ der Defender - mit Vorin & Adrian[
Rat- und auch eigentlich ziemlich hilflos standen sie nun vor dem vermeintlichen Hauptquartier der Widerstandsgruppe, doch kamen sie nicht herein, noch kam jemand heraus. Na das hatten sie sich ja schön überlegt. Was für Helden sie doch waren: Düsten durch die große böse Stadt, um das schutzlose Mädchen zu retten - aber niemand hatte sie zur Party eingeladen. Und jede Minute die sie hier vertröddelten und in ungewissenheit verharrten, konnte Nylia alles Mögliche zustoßen. Und die Tatsache, dass sie hier zufällig einen Jedi Meister mithatten, schien auch nicht von großem Nutzen zu sein: Er schaute genauso zweifelnd drein wie die Padawane selbst.
Letztlich war es aber doch Vorin, der zuerst etwas unternahm, vielleicht die Bürde seines Ranghöhe verspürend. Er klopfte immerhin an und sprach laut, halb mit sich selbst, halb mit der Tür. Nicht sehr originell, aber immerhin was. Darauf hätten Jibrielle oder Adrian aber auch kommen können. Den ganzen Tag Lichtschwerterschwingen aber nichtmal klopfen können ...
Viel Zeit blieb den dreien schließlich nicht, über ihre eigene Unfähigkeit nachzudenken, da schon bald eine kleine Armee aus den Gassen gekommen war, um die Jedi zu umstellen. Sie waren sämtlich bewaffnet und sichtlich genervt. Großartig. Jibrielle bemühte sich einen kühlen Kopf zu bewahren und die Lage einzuschätzen. Ok, es war doch sehr unwahrscheinlich das sie gerade ganz zufällig von einer kleinen Armee überfallen wurden. Also waren das ganz sicher die Widerständler. An Vorins Reaktion zu messen, sah er die Sache genauso. Er hatte auch schon begonnen für die Gruppe zu reden, auch wenn es eher ein Schwaffeln war. Offenbar war er sich nicht sicher wieviel er sagen durfte, um ihre Tarnung nicht zu gefährden. Aber wenn das hier die Widerständler waren?
Jibrielle griff leicht in die Macht hinaus und versuchte ihre Umgebung genauer Wahrzunehmen, die empathischen Ströhmungen um sich herum aufzulesen. Ihr war das Gebiet total unbekannt und so war es nicht so einfach, alles so genau zu lesen, wie sie es noch im Honey House gekannt hatte. Sie wusste noch nicht, wo was war, konnte nicht ahnen was hinter dieser Tür alles lag, da sie es ja noch nicht genau hatte mithilfe der Macht durchdringen können. Und dafür war jetzt definitiv keine Zeit. Sie spürte lediglich, dass in dem Haus noch einige Präsenzen waren, alle in ganz unterschiedlichen Verfassungen. Was an den Auren ihrer bewaffneten Freunde hier draußen jedoch gleich war, war ein dezentes aber in der Masse deutlich zu spürendes Gefühl von Anspannung, Misstrauen und auch Angst. Wobei die Angst nur Wenige aus der Gruppe verströhmten.
Sollte die Padawan ihrem Instinkt trauen, waren diese Menschen und Nichtmenschen einfach zu vorsichtig, um wirklich auf ihre Hinweise einzugehen. Vielleicht war es ja gerade nötig, deutlicher zu werden. Möglicherweise würden ihre negativen Emotionen die Gruppe sogar eher dazu verleiten, alle drei umzubringen, als sie wieder gehen zu lassen, denn immerhin schien dieser Stützpunkt von außerordentlicher Bedeutung für sie zu sein. Gut möglich, dass sie keine andere Wahl hatten, um ihr eigenes Leben zu retten. Von Nylias Leben ganz zu schweigen.
Gerade als Jibrielle einen großen Kloss im Hals herunterschlucken wollte, um doch noch was zu ergänzen, änderte sich plötzlich die Haltung des vermeintlichen Anführers, eines furchterregenden Draethos, und er verkündete ihnen, dass Tylaar Zaith nicht hier war. Ein anderer Mann, ein Mensch, kam hinzu und wies die anderen an, ihre Waffen zu senken. Jibrielle atmete tief aus fühlte sich, als wäre ihr ein Zentner schwerer Rucksack vom Rücken genommen wurden. Besonders gute Nachrichten hatte der Mann, der sie als Jedi erkannt hatte. Jibrielle kennte ihn allerdings nicht. Nur Adrian wurde natürlich mal wieder erkannt, darüber hinaus auch noch direkt als Chesaras Schüler. Natürlich, bestimmt war Adrian der einzige Padawan, den der Orden überhaupt noch ausbildete.
Was Jibrielle aber den kurz aufflackernden Ärger vergessen ließ, war die Verkündung, dass Nylia ebenfalls nicht hier war, ja anscheinend nie hiergewesen war. Oh nein! Das hieß also, dass Jibrielle entweder recht gehabt hatte und sie noch immer auf dem Weg hierher war und sie ihr nun beim entgegenkommen begegnen würden, oder dass sie den Widerstand durchaus erreicht hätte, wenn ihr nicht irgendwas furchtbares zugestoßen war. Selten hatte sich Jibrielle so sehr gewünscht, recht gehabt zu haben.
Ohne einen zweiten Gedanken wandte sie sich direkt an den Mann, der sich als Pablo Cortina vorgestellt hatte, ganz ungeachtet irgendwelcher Hierarchien oder der Tatsache, wie überraschend ihre Einmischung kam und das sich ihr nun unangenehm viele überraschte Gesichter zuwanden.
"Dann danken wir ihnen, Mr. Cortina. Sollte sie doch noch ... also ihr Name ist Nylia, Nylia Zairee ... sollte sie doch noch hierherkommen, bitte halten sie sie um jeden Preis fest und kontaktieren sie uns. Aber ohne ihr etwas dabei zu tun, natürlich. Da sie nicht hier ist, werden wir uns sofort weiter auf die Suche nach ihr machen, nicht wahr?"
meinte sie, schaute kurz zu ihren beiden Kompagnons herüber, um gleich wieder zu Pablo zu sprechen.
"Wenn sie also hierher kommt, geben sie dem Orden sofort bescheid, ja? Danke nochmal. Wir müssen."
sagte sie, schickte sich an, loszugehen und hoffte inständig, dass man ihr Platz machen würde. Denn sie wurde sich plötzlich ihrer seltsamen Lage bewusst und wie peinlich es aussehen mochte, wenn man ihre Bitte nun einfach ignorieren und sie wegschubsen würde. Jedoch war sie gerade dermaßen unter Strom, darauf brennend Nylia zu finden, dass sie sich wohl kaum als zierliche Dame würde behandeln lassen. Es sollte also lieber niemand versuchen ... oder so.
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