Militärgeschichte

Ich halte es lediglich für äusserst bedenklich wenn es das nicht mehr tut, denn dann passieren Dinge wie der Platz des himmlischen Friedens, die zwar nach Landesrecht völlig genehm sein mögen, die aber einfach Unrecht sind. Denn das ist der Unterschied zwischen legal und richtig. Und diesen Unterscheid halte ich für sehr wichtig.

Über den Militäreinsatz der Volksbefreiungsarmee gegen die Aufständischen auf dem Platz des himmlischen Friedens habe ich schon mehrfach meine Meinung geäussert.
Ich fand ihn in Ausmaß und Härte zu 100% gerechtfertigt.


So heute schreiben wir den 05.11.
Heute vor genau 250 Jahren,am 05.11.1757 fand im Rahmen des siebenjährigen Krieges die Schlacht bei Roßbach statt,in deren Verlauf die preussische Armee Friedrich dem Großen die französische Armee unter Marschall von Frankreich Charles de Rohan,sowie die mit ihnen verbündete Reichsarmee unter Reichsgeneralfeldmarschall Joseph Friedrich von Sachsen-Hildburghausen.
Die Verluste der gegener Preussens lagen bei über 10 000 Mann,während Preussen selber an Toten und Verwundeten ca. 650 Mann zu beklagen hatte.
Im verlauf dieser Schlacht ging auch der Stern eines der berühmtesten prussischen Generals auf,dem berühmten Reitergeneral Friedrich Wilhelm von Seydlitz.
Mit dem Sieg war die französische Beteiligung am Krieg gegen Preussen faktisch nicht mehr gegeben,während die Reichsarmee sich reorganisierte,und bereits während der Schlacht bei Leuthen wieder teilnahm.
 
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dem massierten angriff mit 6000 kürassieren unter seydlitzkonnten die franzosen auch kaum was entgegensetzen..die rannten ja panisch davon


Allerdings hatte die Schlacht wenig Einfluss auf den eigentlichen Kriegsverlauf..
 
Hier gibt es sogar Bilder vom Schlachtfeld (heute).
Ich kann nur nicht erkennen in welche Himmelsrichtung von der "Kameraposition auf der Karte" fotografiert wurde.
Um was gings bei der Schlacht oder dem siebenjährigen Krieg?
 
@Jedihammer

War das nicht die Schlacht bei Roßbach? :verwirrt:

Mal wieder ein unentschuldbarer Fehler von dir! :braue

Stimmt.
Schande über mein Haupt:konfus:


So,mal wieder eine kleine Erinnerung an einen großen Soldaten.
Heute vor 47 Jahren,am 06.11.1960 verstarb der ehemalige Oberbefehlshaber der Deutschen Kriegsmarine,Großadmiral Erich Raeder.Erich Raeder bekleidete bereits seit 1928 den Rang eines Admirals und die höhste Dienststellung,die die Marine der Reichswehr zu vergeben hatte,die des Chefs der Marineleitung.
Er stand somit bereits 5 Jahre vor der Machtübernehme Adolf Hitlers in höhsten Posten.
Für ihn wurde im Jahre 1938 der Rang des Generaladmirals geschaffen,in den er am 01.10.1938 befördert wurde.Ausser ihm trugen nur 11 weitere Seeoffiziere diesen dem Generaloberst gleichgestellten Rang.Diese waren Conrad Albrecht,Hermann Böhm,Rolf Carls,Hans-Georg von Friedeburg,Oskar Kummetz,Wilhelm Marschall,Alfred Saalwächter,Otto Schniewind,Otto Schulze,Walter Warzecha und Karl Witzell.
Der zweite Großadmiral der Kriegsmarine,Karl Dönitz übersprang diesen Rang.
Erich Raeder,der bereits währednd er Skagerrak-Schlacht Stabschef von Vize-Admiral Hipper war, arbeitet unermüdlich an dem Aufbau der Deutschen Kriegmarine.Es wurde ihm von Adolf Hitler versichert,daß er nicht vor 1946 mit einem Krieg zu rechnen brauche.Da der Krieg bereits im Jahre 1939 ausbrach wußte er,das die marine nicht in der Lage sein würde,eine größere Auseinandersetzung mit der Seemacht Großbritanien zu überstehen.
Er sagte bei Kriegsausbruch,das die Marine nur zeigen könne,daß sie mit Anstand zu sterben verstünde.
Trotzdem versuchte er alles,um die der marine vorgegebenen Aufgaben zu erfüllen.
Immer wieder mit Hitler in Konflikt komment,und nach dem Hitler ihm gegenüber beleidigent wurde,bat er im Januar 1943 um seine Ablösung als OB der Kriegsmarine.Am 30.01.1943 erhielt Großdmiral Dr.h.c. Erich Raeder seinen Abschied und wurde durch Karl Dönitz(den er selber vorschlug) ersetzt.
Erich Raeder herhielt den unbedeutenden Posten des "Admiralsinspekteur der Kriegsmarine des Großdeutschen Reiches"und "Ersten Beraters des Führeres in marinepolitischen Fragen"

Von den Sowjets nach dem Ende des Krieges verhaftet wurde der siebizigjährige Großdamiral von den Siegern in Nürnberg vor das Hauptkriegsverbrechertribunal gezerrt und wgen der Planung und des Führens eines Angriffskrieges zu lebenslanger Haft verurteilt.
Erich Raeder,der während des Prozesses immer unerschrocken und aufrecht uftrat bat um eine ehrenvolle soldatische Erschiessung.Diese wurde ihm verweigert.
Acht Jahre saß der Großadmiral als Häftling Nr. 4 im gefängnis von Spandau ein,bis er am 26.09.1955 wegen schwerer Krankheit vorzeitig entlassen wurde.
Am 06.November 1960 verstarb Großadmiral Dr.h.c.Erich Raeder in Kiel.
Mit ihm verstarb einer von nur 6 Großadmiralen,die die deutsche Marinegeschichte kennt :
Alfred Graf von Tirpitz
Hans von Köster
Prinz Heinrich von Preussen
Henning von Holtzendorf
Dr.h.c.Erich Raeder
Karl Dönitz



Großadmiral Dr.h.c. Raeder :
erich_raeder.jpg


Hier kurz ein paar Stichworte über sein leben :

Erich Raeder

dt. Großadmiral (1.4.39)geboren 24. April 1876 Wandsbek (Holstein, heute zu Hamburg)gestorben 6. November 1960 Lippstadt
16.4.94 Eintritt in die Kaiserl. Marine, zahlr. Bordkommandos, Marineakademie, Referent im Nachrichtenbüro des Reichsmarineamts, 1905 Kapitänleutnant, 1912-17 1. Admiralstabsoffizier bei den Aufklärungsstreitkräften unter Admiral Hipper, Ende des 1. Weltkriegs Kommandant des Kleinen Kreuzers Cöln, danach in der Zentralabt. des Marineamts. Raeder, 1922 Konteradmiral und 1928 Admiral, hatte in dieser Stellung, als Inspekteur des Bildungswesens (1922-28) und v.a. seit 1.10.28 als Chef der Marineleitung (1.1.35 OB der Kriegsmarine) entscheidenden Einfluss auf Ausrichtung, Ausrüstung und Ausbau der Reichs- bzw. Kriegsmarine. Er begrüßte Hitlers Aufrüstungskurs, warnte aber vor einem Konflikt mit Großbritannien als größter Seemacht und hielt die von Hitler am 5.11.37 (Hoßbach) geäußerte Forderung nach Kriegsfähigkeit bis 1943 für unrealist. hinsichtl. der Seestreitkräfte. Entsprechend verbittert stellte er daher 1939 bei Kriegsbeginn und Konfrontation mit der Royal Navy fest, die völlig unzureichend dafür gerüstete dt. Kriegsmarine könne nun nur noch "in Ehren untergehen". Der unpolit. Soldat Raeder hatte als Mitglied des Reichsverteidigungsrats und von Hitler geschätzter Berater immerhin Einfluss auf die Kriegführung und konnte sich mit seinem Vorschlag nach einer Besetzung Norwegens durchsetzen, hingegen fand er lange kein Gehör mit Warnungen vor dem Plan "Seelöwe" zur Invasion Englands. Auch seine Kritik an der Verzettelung der Kräfte der Kriegsmarine blieb so unbeachtet wie sein Wunsch nach Friedensschluss mit Frankreich und "Rückenfreiheit" durch Achtung des Pakts mit der UdSSR. Der Konflikt mit Hitler war daher programmiert, zumal Raeder als gläubiger Christ in nationalsozialistischen Augen mit der Beibehaltung der Militärseelsorge in der Kriegsmarine auch ideolog. verdächtig war. Das Zerwürfnis brach schließl. auf an Differenzen über den Einsatz der schweren Überwasserstreitkräfte, sodass Raeder am 31.1.43 durch Dönitz abgelöst wurde. Das rettete ihn nicht vor der Anklagebank in Nürnberg, wo er wegen der Planung eines Angriffskrieges ("Verschwörung gegen den Frieden") am 1.10.46 zu lebenslanger Haft verurteilt wurde; 26.9.55 aus Gesundheitsgründen vorzeitig aus dem Spandauer Gefängnis entlassen.

Ritterkreuz (30.9.39).



Übrigens meine Herrschaften,morgen ist der 07.11. Der 90.Jahrestag der Oktoberrevolution.Da will ich hier einiges hören ;)
 
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Übrigens meine Herrschaften,morgen ist der 07.11. Der 90.Jahrestag der Oktoberrevolution.Da will ich hier einiges hören ;)

Na, dann wollen wir mal.
Mit einem Signalschuß des Panzerkreuzers Aurora und der Erstürmung des Winterpalais' in St. Petersburg begann am 7. November 1917 die russische Oktoberrevolution. In Rußland galt zu dieser Zeit noch der Julianische Kalender, nachdem man dort erst den 25. Oktober schrieb.
Zwar hatte bereits die Februarrevolution die zaristische Herrschaft beendet, jedoch gelang es der liberalen Regierung Kerenski nicht, die gravierenden sozialen und gesellschaftlichen Mißstände zu beseitigen, vor allem war sie nicht willens oder in der Lage die russische Beteiligung am ersten Weltkrieg zu beenden, um sich verstärkt den innenpolitischen Problemen zuzuwenden.
Da das Deutsche Reich, mittlerweile vom Kriegsglück verlassen, ebenfalls an einer Beendigung des Zweifrontenkrieges stark interessiert war, erlaubte man dem im schweizer Exil weilenden Lenin die Reise in einem verplombten Zug über das Reichsgebiet zurück nach Russland.
Nach der recht reibungslosen Absetzung Kerenskis und seiner Regierung beherrschten Lenins Bolschwisten zunächst jedoch lediglich St. Petersburg und es sollte ein blutiger Bürgerkrieg folgen, bis die Kommunisten das gesamte Riesenreich unter Kontrolle hatten.
Was folgte war zu keiner Zeit die bessere und gerechtere Gesellschaft, welche der Kommunismus in Aussicht stellte, sondern lediglich eine weitere Diktatur, welche die vielen Völker der Sowietunion im Wesentlichen mit Gewalt zusammenhielt.
Immerhin gelang es den kommunistischen Führern jedoch die rückständige russische Agrargesellschaft zu einer Industrienation zu machen und binnen relativ kurzer Zeit zu einer militärischen Supermacht zu formen, bevor das Experiment der klassenlosen Gesellschaft letztlich nach etwas mehr als 70 Jahren am Ende des kalten Krieges mit seinem irrwitzigen Wettrüsten aus wirtschaftlichen Gründen den Bach runter ging.

C.
 
Na also,es geht doch:D:D:D

Zu erwähnen wären noch,daß auch hier die Revolution ihre Kinder fraß,wie man am Beispiel Leo Trotzkis am Besten sah.
Viele starben unter den Schüssen ihrer eigenen Gesinnungsgenossen.
bereits hier war zu sehen,was diese neue Idee bringen sollte.
Aus der Sozialdemokratie hervorgegangen,richtet sich der Vernichtungswille der Bolschewiki auch gegen die Menschewiki,die russischen Sozialdemokraten.
In dem folgenden russichen Bürgerkrieg,der durch ausländische Truppen auf Seiten der Weißen unterstützt wurde, verloren die Bolschewisten bereits fast das gesamte Gebiet des ehemaligen Zarenreiches.Dann schlug die Stunde des roten Bonaparte,des späteren Marschall der Sowjet-Union Michail Nikolajewitsch Tuchatschewski.Sein Sieg über die Truppen des weißen Admiral Alexander Wassiljewitsch Koltschak brachte die Wende.
Aus dem Sieg der Bolschewisten ging die schrecklichste Ideologie hervor,die diese Welt jemals gesehen hat,und deren Zahl an Opfern selbst die Opfer des Nationalsozialismus bei weitem übersteigt.
Und mit mit Josef Stalin,Mao Zedong und Pol Pot wohl die schrecklichsten Blutsäufer,die die Welt je gesehen hat.
Im Gegensatz zu dem genauso verwerflichen und blutsäuferichen Nationalsozialismus,der sich im übrigen ja auch auf den "Sozialismus" bezieht,werden die Massenmorde und Verbrechen des Kommunismus heute in weiten Teilen verklärt.
In vielen Parlamenten,auch in der BRD,sitzen heute offene Anhänger dieser Ideologie.
 
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Heute schreiben wir den 11.11.2007.
Heute ist der Jahrestag eines der schwärzesten Tage der deutschen Geschichte.
Heute vor genau 89 jahren,am 11.11.1918 mußte das Deutsche Kaiserreich im Wald von Compiègne die demütigenden Waffenstillstandsbedinungen der Entente
unterzeichnen.
Bereits am 08.11.1918 wurden die "Verhandlungen" über einen Waffenstillstand eröffnet.Es waren allerdings keine Verhandlungen sondern ein Diktat.Der alliierte Oberbefehlshaber der Westfront,der französische Marschall Ferdinand Foch demütigt die deutsche Delegation,die unter der Leitung des Staatssekretärs ohne Geschäftsbereich Matthias Erzberger steht,wo er nur kann,und erlaubt sogar nur Gespräche mit rangniederen Offizieren.
Foch diktiert die Bedinungen des Waffenstillstandes und gibt den Deutschen 72 Stunden Zeit,den Waffenstillstand zu unterzeichnen.
Die Bedinungen waren folgende :

Einstellung der Feindseligkeiten innerhalb von sechs Stunden nach Vertragsunterzeichnung
Rückzug aller deutschen Truppen aus sämtlichen besetzten Gebieten Belgiens, Frankreichs, Luxemburgs sowie aus dem Reichsland Elsaß-Lothringen innerhalb von 15 Tagen.
Innerhalb der darauf folgenden 17 Tage Preisgabe der linksrheinischen Gebiete sowie der rechtsrheinischen Garnisonen Mainz, Koblenz und Köln, die an französische Besatzungstruppen zu übergeben waren.
Innerhalb dieses Zeitraums Übergabe von 5000 Geschützen, 25000 Maschinengewehren, 3000 Minenwerfern und 1400 Flugzeugen an die Alliierten.
Internierung aller modernen Kriegsschiffe.
Reparationslieferung von 5000 Lokomotiven und 150 000 Eisenbahnwaggons
Der Friedensvertrag von Brest-Litowsk mit Sowjetrussland wird für nichtig erklärt.

Erzberger,der die harten bedinungen nicht unterschreiben wollte,erhielt vom Chef der Obersten Heeresleitung,Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg die Order,die Bedinungen zu unterzeichnen.

Am 11.11.1918 unterzeichnete die deutsche Delegation den Waffenstillstandsvertrag,der im Friedensdikat von Versailles noch eine weitaus schlimmere Steigerung fand.

Für Deutschland haben den Vertrag unterzeichnet :

Staatssekretär Matthias Erzberger für die Deutsche Reichsregierung
Graf Alfred von Oberndorff für das Auswärtige Amt
General Detlof von Winterfeld für das Deutsche Heer
Kapitän zur See Ernst Vanselow für die Deutsche Marine

Für die Entente haben den Vertrag unterzeichnet :

Marschall von Frankreich Ferdinand Foch für Frankreich
Admiral Sir Rosslyn Wemyss für Großbritannien
Admiral Hope und Kapitän zur See Mariott für die USA


Die Demütigung die dem Deutschen Reich hier zugefügt wurde,und welche den Samen für den II.WK legte saß so tief,daß Adolf Hitler nach dem Sieg über Frankreich im Westfeldzug des Jahres 1940 den Salonwagen,in dem der Waffenstillstand geschlossen wurde,am 22.06.1940 aus dem Museum holen lies,und an der selben Stelle aufstellen lies,an der er am 11.11.1918 gestanden hatte.Hitler setzte sich auf den Platz,an dem 1918 Marschall Foch gesessen hatte.

Die Präambel des Waffenstillstandsvertrages zwischen dem deutschen Reich und Frankreich vom 22.06.1940 beschwor noch einmal die Vergangenheit.
Die Leidenszeit des deutschen Volkes,die hier,im Wald von Compiègne ihren Anfang genommen habe,hier ende sie auch wieder.
 
Im Gegensatz zu dem genauso verwerflichen und blutsäuferichen Nationalsozialismus,der sich im übrigen ja auch auf den "Sozialismus" bezieht,werden die Massenmorde und Verbrechen des Kommunismus heute in weiten Teilen verklärt.
In vielen Parlamenten,auch in der BRD,sitzen heute offene Anhänger dieser Ideologie.

Seltsamerweise sieht es in diesem Bereich in Russland nicht besser aus. Lenindenkmäler bedecken noch immer die Plätze der meisten russischen Städte. Selbst Stalin soll sich wachsender Beliebtheit erfreuen. Für viele russische Bürger wird die Sowjetzeit wohl mit der außenpolitischen Stärke verbunden, deren Verlust man immer noch nachtrauert.
 
Seltsamerweise sieht es in diesem Bereich in Russland nicht besser aus. Lenindenkmäler bedecken noch immer die Plätze der meisten russischen Städte. Selbst Stalin soll sich wachsender Beliebtheit erfreuen. Für viele russische Bürger wird die Sowjetzeit wohl mit der außenpolitischen Stärke verbunden, deren Verlust man immer noch nachtrauert.

Ja,die Zustimmung zu Josef Stalin liegt im heutigen Russalnd,besonderst bei den Jüngeren und denen die noch unter Stalin gelebt haben bei über 25%.


Übrigens,heute vor genau 126 Jahren,am 12.11.1881 wurde Generalfeldmarschall Reichsfreiherr Maximilian von Weichs geboren

Hier kurz ein paar Stichworte zu seinem Leben :

Maximilian Freiherr von Weichs

dt. Generalfeldmarschallgeboren 12. November 1881 Dessaugestorben 27. September 1954 Gut Rösberg bei Bonn
1902 Eintritt ins Heer, 1.4.33 Generalmajor, 1.4.35 Generalleutnant, 1.10.36 General der Artillerie. Weichs wurde am 1.10.37 Kommandierender General des XIII. AK, mit dem er in Polen kämpfte, und am 20.10.39 OB der 2. Armee im Verband der Heeresgruppe A (v. Rundstedt), mit der er am Angriff im Westen beteiligt war. Weichs führte dann seine Armee im Balkanfeldzug (April 41) und zu Beginn des Krieges gegen die UdSSR. Für die dt. Sommeroffensive "Blau" bildete er eine nach ihm benannte Armeegruppe, ehe er am 15.7.42 v. Bock als OB der Heeresgruppe B ablöste.

Nach den Niederlagen im Osten ernannte Hitler Weichs am 26.8.43 zum OB Südost und der Heeresgruppe F, die er bis zur Auflösung am 25.3.45 befehligte. Eine Verwendung als OB der Heeresgruppe Weichsel scheiterte am Misstrauen Hitlers dem praktizierenden Katholiken Weichs gegenüber. Am 2.5.45 in amerikan. Gefangenschaft geraten, wurde Weichs im Prozess gegen die SO-Generäle angeklagt, aber wegen seines schlechten Gesundheitszustands noch vor Eröffnung des Verfahrens gegen ihn am 3.11.48 freigelassen.

Ritterkreuz (29.6.40) mit Eichenlaub (5.2.45).


weichs.jpg


Nachtrag :
Hier sind neue Meldungen über den Verbleib des irakischen Feldmarschalls Ali Hassan al-Madschid

„Chemie-Ali“: USA verweigern Ã?bergabe - Ausland - FOCUS Online
 
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Tja, heute jährt sich der Beginn der Schlacht im Ia-Drang Tal, das erste große Gefecht im Vietnamkrieg. Beteiligt waren unter anderem, Vietnamesische Einheiten der NLF und PAVN in Stärke von gut 4000 Mann sowieso die fünfte und siebte Kavallerie der US-Army in Stärke von gut 1000 Mann.

Die Schlacht begann am 14. Nov 1965 und zog sich bis zum 18. Nov.

Der Kommandeur des 1. Battalions der 7. Kavallerie war Oberstleutnant(später Generalleutnant) Harold Moore, der gemeinsam mit Oberstleutnant Robert McDade (Kommandeur des 2. Btl 7. Kavallerie) nach einer 4 Tägigen Schlacht den Sieg der amerikanischen Truppen gegen einen zahlenmäßig überlegenen Feind in überlegener Stellung errang.

Dieser Sieg war aber durch herbe Verluste, inklusive eines Broken Arrows erkauft worden, was bedeutete das die eigenen Linien überrannt zu werden drohten und ein Luftangriff so nahe an der eigenen Linien durchgeführt wird das eigenen Verluste unvermeidbar waren(und in diesem Fall sogar nicht gering).

Nachdem der Anfang für die 7. Kavallerie gar nicht schlecht lief gerieten mehrere Züge in hinterhalte und einige Kompanien wurde abgetrennt. Auch wurden die amerikanischen Truppen mehrfach fast überrannt.

Die amerikansichen Verluste bezifferten sich auf 234 Tote und 242 Verletzte.

Die PAVN und die NLF verloreren insgemsamt knapp 1000 Mann, wobei in diese Rechnung die Verwundeten nicht einbezogen sind.
 
Ebenso jährt sich heute der Beginn der Luftangriffe auf die englische Industriestadt Coventry.

Mit einem konzentrierten Angriff auf Coventry eröffnete die detusche Luftwaffe am 14./15.11.40 ihre Nachtoffensive ("Night Blitz") gegen britische Industrie- und Hafenstädte im Rahmen der Luftschlacht um England. Der Angriff zog sich über 10 Stunden vom Abend bis in den frühen Morgen hin; 449 Bomber, die z.T. zwei- bis dreimal über dem Ziel erschienen, warfen 503 t Sprengbomben und 881 Brandschüttkästen ab. 554 Menschen fanden den Tod, 865 wurden verletzt. Das Stadtzentrum ging fast völlig in Flammen auf, das Bild der ausgebrannten Backsteinkathedrale aus dem 14. Jahrhundert wurde von der britischen Propaganda in aller Welt verbreitet als Sinnbild deutscher Luftbarbarei. Nach Darstellung des OKW war der Angriff die Vergeltung für britische Bombenwürfe auf München und habe der örtllichen Rüstungsindustrie gegolten. Nach deutschen Luftbildern wurden 21 Werke, von denen 12 direkt für die RAF arbeiteten, getroffen, vielfach wurden dabei allerdings nur die Gebäude, nicht die Produktionsanlagen beschädigt.

Den Nachtangriff eröffneten zwei Pfadfinderstaffeln des KG 100, die mit neuartigen X-Geräten ausgerüstet waren und über einen Funkleitstrahl ("Knickebein") bis übers Ziel geführt wurden, das sie für die nachfolgenden Geschwader markierten. Die Pfadfindertaktik wurde vom britischen Bomber Command aufgegriffen und mit neuen elektronischen Zielfindungsverfahren verfeinert. Auch die gegen Coventry praktizierte Methode des nächtlichen Flächenbombardements ,von Goebbels zynisch als "coventrieren" bezeichnet - machte bei der RAF Schule. Britische Code-Spezialisten hatten schon am Nachmittag des 14.11. mit einem Enigma-Gerät die deutschen Funkbefehle für einen Großangriff entschlüsselt, letzte Sicherheit aber über das genaue Ziel bestand mangels Kenntnis der deutschen Operationsdecknamen nicht. Aus Geheimhaltungsgründen wurde deshalb auf eine Vorwarnung möglicher Ziele verzichtet.Ein Umstand, der heute gerne "übersehen wird".

Trotz der der relativ geringen Zahl der Opfer wurde Coventry eines der Sinnbilder des Bombenterrors gegen Großstädte.




coventry.jpg
 
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Hi Expertenrunde :)

Ich habe vergangenen Sonntag erfahren, dass mein Großonkel 1944 als Soldat der Waffen-SS an den Kämpfen um Caen teilgenommen hat. Es würde mich sehr freuen wenn mich jemand genauer über die beteiligten Divisionen, die Kommandeure und die genauere Rolle der Waffen-SS in diesen Kämpfen informieren könnte.
Mein Opa hat mir etwas von einem SS-Panzerkorps unter Sepp Dietrich erzählt, hab aber nur bei Wikipedia (Jedihammer wird mich steinigen) nachgelesen und dort lediglich von Wilhelm Bittrich gelesen. An die Division in der mein Großonkel war konnte sich mein Opa leider auch nicht mehr erinnern.
 
Hmmm soweit ich jetzt aus dem Stehgreif weiß, war da nur die 12. SS-Panzerdivision in dem Raum. Das war die "Hitlerjugend". Es war der erste wirkliche Einsatz der Division und durch die Tatsache das es sich zum großteil eben um Hitlerjugen handelte (nicht unbedingt alle freiwillig wie man vermutet) kämpften diese mit einer ziemlichen blinden, fanatischen hingabe. Entsprechend kann man sich die Kämpfe wohl vorstellen.
 
ich hab mal eine frage..ich schaue gerade nebenher "Die Wehrmacht - Eine Bilanz" auf ZDF, es geht diesmal um den Krieg gegen die Sowjetunion.

Ich kenne mich nicht so gut mit diesen Krieg aus.
Dort wurde gerade gesagt, das Hitler seine Generäle gar nicht erst motivieren musste für den Krieg gegen Russland, sondern das diese auch meinten "die schaffen wir"..wie ist da die genaue Sachlage?

Ich habe in einen Buch über einen SS-Offizier gelesen, das er bzw. dessen Vater über den Angriff auf Russland folgendes sagte "Russland greift man nicht an, russland ist kein Land, Russland ist ein Kontinent".. war das auch den Generälen klar?
 
Nun ja erst mal musst du wissen das es ne Menge Generäle gab in der Wehrmacht. Gute und weniger Gute. Und jeder hat ne eigene Persönlichkeit.
Bis zu dem Angriff auf Rußland hat die Wehrmacht so ziemlich jeden Gegner vom Feld gefegt und ihre Panzerwaffe war so ziemlich das Beste was zum damaligen zeitpunkt auf dem Schlachtfeld zu finden war. Die ganze Wehrmacht war zu dem damaligen Zeitpunkt mit das beste und modernste was es gab. Jetzt nicht nur von der Technik, auch was die Ausbildung der Soldaten angeht, die Art der Kriegsführung, die kombinierten Waffengattungen ect. Darin lag ja der Erfolg der Wehrmacht.

Der Plan eines Blitzkrieges hätte durchaus funktionieren können, nur war halt das Problem das Rußland genau so fanatisch war wie Deutschland. Ein Demokratisches Land mag aufgeben, aber eine Diktatur gibt nicht auf. Sie stirbt. Und das Problem der Wehrmacht waren nicht einzelne Fehler die immer wieder gemacht wurde, sondern das man einfach nicht auf einen langen Krieg eingestellt war oder gar ernsthaft darüber nachgedacht hat was passiert wenn da plötzlich Winter ist? Sie hatten ja nicht mal die geringste Ahnung eines Winterkrieges. Der Russische Winter ist ja ein ganz anderes Kaliber als das was wir hier als Winter kennen.

Wenn die Wehrmacht sich ernsthaft darauf vorbereitet hätte und sich sowohl in Material, Ausbildung und Strategie darauf eingestellt hätte für den Fall, dann wäre die Sache vielleicht ganz anders ausgegangen. Ein weiteres Problem war ja auch das japan nicht von der anderen Seite angegriffen hat. So ein zweifrontenkrieg hätte russische Kapazitäten gebunden.
Und letztlich war das größte Problem der Wehrmacht, das keiner der Generäle sich wirklich groß gegen Hitler durchgesetzt hat. Das waren einzelne Männchen, obwohl vielen klar war da sie da tief in der ******* sitzen.
 
Das war sie also. Die Operation "Harekate Yolo II".

Eigentlich nur eine von vielen militärischen Operationen in Afghanistan. Aber die Operation im Westen Afghanistans ist für die jüngere dt. Militärgeschichte nicht uninteressant, da diese Operation von Brigardegeneral Warnecke erstmals einen deutschen Befehlshaber hat und die Bundeswehr mit 300 Soldaten involviert war. Bilanz ist durchweg Positiv. 25+ getötete Aufständische, keine Verluste auf Koalitionsseite.
Der erste dt. Kampfeinsatz seit dem zweiten Weltkrieg.
 
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ich hab mal eine frage..ich schaue gerade nebenher "Die Wehrmacht - Eine Bilanz" auf ZDF, es geht diesmal um den Krieg gegen die Sowjetunion


Ich habe den ersten Teil gesehen.Mir haben sich die Haare gesträubt.
Aus den Rest verzichte ich.


@Gregory Sluther

Zunächst waren in die Kämpfe um Cean die 12.SS-Panzerdivision"Hitlerjugend" , die 21.Panzerdivision sowie die Panzerlehrdivision beteiligt. Die "Hitlerjugend" wurde zunächst von SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Fritz Witt, und später von SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Kurt Meyer kommandiert.
Die Panzer Lehr Division stand unter den Kommando von Generalleutnant Fritz Bayerlein .
Die 21.Panzerdivision stand unter dem Kommando von Generalleutnant Edgar Feuchtinger .

Später nahm dann auch das II.SS-Panzerkorps unter SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS Wilhelm Bittrich an den Kämpfen teil.
Dieses Korps bestand aus der 9.SS-Panzerdivision "Hohenstauffen" sowie der 10.SS-Panzerdivision "Frundberg"
Die "Hohenstaufen" wurde während der Invasionsschalcht mehrfach wechselnd von SS-Oberführer Thomas Müller, SS-Oberführer Friedrich-Wilhelm Bock,SS-Standartenführer Walter Harzer sowie von SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Sylvester Stadler kommandiert.
Die "Frundsberg" stand damals unter dem Kommando von SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Heinz Harmel

Übrigens, heute vor genau 90 jahren, am 20.11.1917 fand die Schlacht von Cambrai statt, welche als erste "Panzerschlacht" der Geschichte gilt.
 
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