@Jedihammer
War das nicht die
Schlacht bei Roßbach?
Mal wieder ein unentschuldbarer Fehler von dir!
Stimmt.
Schande über mein Haupt
So,mal wieder eine kleine Erinnerung an einen großen Soldaten.
Heute vor 47 Jahren,am 06.11.1960 verstarb der ehemalige Oberbefehlshaber der Deutschen Kriegsmarine,Großadmiral Erich Raeder.Erich Raeder bekleidete bereits seit 1928 den Rang eines Admirals und die höhste Dienststellung,die die Marine der Reichswehr zu vergeben hatte,die des Chefs der Marineleitung.
Er stand somit bereits 5 Jahre vor der Machtübernehme Adolf Hitlers in höhsten Posten.
Für ihn wurde im Jahre 1938 der Rang des Generaladmirals geschaffen,in den er am 01.10.1938 befördert wurde.Ausser ihm trugen nur 11 weitere Seeoffiziere diesen dem Generaloberst gleichgestellten Rang.Diese waren Conrad Albrecht,Hermann Böhm,Rolf Carls,Hans-Georg von Friedeburg,Oskar Kummetz,Wilhelm Marschall,Alfred Saalwächter,Otto Schniewind,Otto Schulze,Walter Warzecha und Karl Witzell.
Der zweite Großadmiral der Kriegsmarine,Karl Dönitz übersprang diesen Rang.
Erich Raeder,der bereits währednd er Skagerrak-Schlacht Stabschef von Vize-Admiral Hipper war, arbeitet unermüdlich an dem Aufbau der Deutschen Kriegmarine.Es wurde ihm von Adolf Hitler versichert,daß er nicht vor 1946 mit einem Krieg zu rechnen brauche.Da der Krieg bereits im Jahre 1939 ausbrach wußte er,das die marine nicht in der Lage sein würde,eine größere Auseinandersetzung mit der Seemacht Großbritanien zu überstehen.
Er sagte bei Kriegsausbruch,das die Marine nur zeigen könne,daß sie mit Anstand zu sterben verstünde.
Trotzdem versuchte er alles,um die der marine vorgegebenen Aufgaben zu erfüllen.
Immer wieder mit Hitler in Konflikt komment,und nach dem Hitler ihm gegenüber beleidigent wurde,bat er im Januar 1943 um seine Ablösung als OB der Kriegsmarine.Am 30.01.1943 erhielt Großdmiral Dr.h.c. Erich Raeder seinen Abschied und wurde durch Karl Dönitz(den er selber vorschlug) ersetzt.
Erich Raeder herhielt den unbedeutenden Posten des "Admiralsinspekteur der Kriegsmarine des Großdeutschen Reiches"und "Ersten Beraters des Führeres in marinepolitischen Fragen"
Von den Sowjets nach dem Ende des Krieges verhaftet wurde der siebizigjährige Großdamiral von den Siegern in Nürnberg vor das Hauptkriegsverbrechertribunal gezerrt und wgen der Planung und des Führens eines Angriffskrieges zu lebenslanger Haft verurteilt.
Erich Raeder,der während des Prozesses immer unerschrocken und aufrecht uftrat bat um eine ehrenvolle soldatische Erschiessung.Diese wurde ihm verweigert.
Acht Jahre saß der Großadmiral als Häftling Nr. 4 im gefängnis von Spandau ein,bis er am 26.09.1955 wegen schwerer Krankheit vorzeitig entlassen wurde.
Am 06.November 1960 verstarb Großadmiral Dr.h.c.Erich Raeder in Kiel.
Mit ihm verstarb einer von nur 6 Großadmiralen,die die deutsche Marinegeschichte kennt :
Alfred Graf von Tirpitz
Hans von Köster
Prinz Heinrich von Preussen
Henning von Holtzendorf
Dr.h.c.Erich Raeder
Karl Dönitz
Großadmiral Dr.h.c. Raeder :
Hier kurz ein paar Stichworte über sein leben :
Erich Raeder
dt. Großadmiral (1.4.39)geboren 24. April 1876 Wandsbek (Holstein, heute zu Hamburg)gestorben 6. November 1960 Lippstadt
16.4.94 Eintritt in die Kaiserl. Marine, zahlr. Bordkommandos, Marineakademie, Referent im Nachrichtenbüro des Reichsmarineamts, 1905 Kapitänleutnant, 1912-17 1. Admiralstabsoffizier bei den Aufklärungsstreitkräften unter Admiral Hipper, Ende des 1. Weltkriegs Kommandant des Kleinen Kreuzers Cöln, danach in der Zentralabt. des Marineamts. Raeder, 1922 Konteradmiral und 1928 Admiral, hatte in dieser Stellung, als Inspekteur des Bildungswesens (1922-28) und v.a. seit 1.10.28 als Chef der Marineleitung (1.1.35 OB der Kriegsmarine) entscheidenden Einfluss auf Ausrichtung, Ausrüstung und Ausbau der Reichs- bzw. Kriegsmarine. Er begrüßte Hitlers Aufrüstungskurs, warnte aber vor einem Konflikt mit Großbritannien als größter Seemacht und hielt die von Hitler am 5.11.37 (Hoßbach) geäußerte Forderung nach Kriegsfähigkeit bis 1943 für unrealist. hinsichtl. der Seestreitkräfte. Entsprechend verbittert stellte er daher 1939 bei Kriegsbeginn und Konfrontation mit der Royal Navy fest, die völlig unzureichend dafür gerüstete dt. Kriegsmarine könne nun nur noch "in Ehren untergehen". Der unpolit. Soldat Raeder hatte als Mitglied des Reichsverteidigungsrats und von Hitler geschätzter Berater immerhin Einfluss auf die Kriegführung und konnte sich mit seinem Vorschlag nach einer Besetzung Norwegens durchsetzen, hingegen fand er lange kein Gehör mit Warnungen vor dem Plan "Seelöwe" zur Invasion Englands. Auch seine Kritik an der Verzettelung der Kräfte der Kriegsmarine blieb so unbeachtet wie sein Wunsch nach Friedensschluss mit Frankreich und "Rückenfreiheit" durch Achtung des Pakts mit der UdSSR. Der Konflikt mit Hitler war daher programmiert, zumal Raeder als gläubiger Christ in nationalsozialistischen Augen mit der Beibehaltung der Militärseelsorge in der Kriegsmarine auch ideolog. verdächtig war. Das Zerwürfnis brach schließl. auf an Differenzen über den Einsatz der schweren Überwasserstreitkräfte, sodass Raeder am 31.1.43 durch Dönitz abgelöst wurde. Das rettete ihn nicht vor der Anklagebank in Nürnberg, wo er wegen der Planung eines Angriffskrieges ("Verschwörung gegen den Frieden") am 1.10.46 zu lebenslanger Haft verurteilt wurde; 26.9.55 aus Gesundheitsgründen vorzeitig aus dem Spandauer Gefängnis entlassen.
Ritterkreuz (30.9.39).
Übrigens meine Herrschaften,morgen ist der 07.11. Der 90.Jahrestag der Oktoberrevolution.Da will ich hier einiges hören 